Chávez: USA und Kolumbien bereiten Angriff vor

14. November 2009, 08:42

Venezuelas linksgerichteter Staatschef: Washington und Bogotà schlossen "teuflischen Pakt"

Caracas - Venezuelas linksgerichteter Staatschef Hugo Chávez hat erneut massive Vorwürfe gegen die USA und Kolumbien erhoben. Die Regierungen beider Länder hätten einen "teuflischen Pakt" geschlossen, um einen Krieg gegen Venezuela vorzubereiten und den bolivarischen Sozialismus zu bremsen, sagte Chávez an Freitag in Caracas mit Blick auf das kürzlich abgeschlossene Militärabkommen zwischen Washington und Bogotá. "Wir sind verpflichtet, das Vaterland von Simón Bolivar (südamerikanischer Unabhängigkeitsheld) zu verteidigen."

Chávez betonte, Venezuela werde niemanden angreifen, "aber wir sind darauf vorbereitet, uns zu verteidigen, und sie wird es teuer zu stehen kommen, sich mit uns anzulegen". Zwar sei George W. Bush nicht mehr US-Präsident, aber Barack Obama "geht den gleichen Kurs", warnte er. Den kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe bezeichnete Chávez als "Verräter", der Kolumbiens Souveränität an die imperiale Macht (USA) übergeben habe.

Chávez rief erneut das Militär und die Milizen in Venezuela auf, sich auf einen Krieg vorzubereiten, um die Souveränität des Landes gegen die Bedrohung der USA über Kolumbien zu verteidigen. "Ich rufe nicht zu einem Krieg auf. Wer den Krieg anheizt, ist das Yankee- Imperium. Es ist meine Pflicht, alle Venezolaner aufzurufen, sich auf den Kampf vorzubereiten, das Vaterland zu verteidigen."

Kurz zuvor hatte Chávez gewarnt, dass sich die USA mit dem Militärabkommen im Nachbarland Kolumbien aufführen würden wie der Kino-Topspion "Agent 007". Die Vereinigten Staaten hätten durch das Militärabkommen in Kolumbien die "Lizenz zum Töten". Bereits vor einer Woche hatte Chávez die Bevölkerung aufgerufen, sich auf einen Krieg vorzubereiten.

Das Militärabkommen zwischen Kolumbien und den USA sieht vor, dass bis zu 800 US-Soldaten und 600 amerikanische Zivilisten für die Dauer von zehn Jahren auf sieben kolumbianischen Armee-Stützpunkt eingesetzt werden dürfen. Während Washington und Bogotá das Abkommen mit dem notwendigen Kampf gegen die Drogenkriminalität und die marxistischen FARC-Rebellen in Kolumbien begründen, sieht Caracas darin eine gezielte Aggression.

"Es gibt viele fette Männer in Venezuela"

Unterdessen macht sich der venezolanische Staatschef auch um die Gesundheit seiner Landsleute Sorgen und ruft die Bevölkerung zu einer entsprechend gesundheitsbewussteren Ernährung auf. "Es gibt viele fette Männer" in Venezuela, sagte Chávez am Freitag in einer Fernsehansprache. "Ich sage nicht fette Frauen, weil sie niemals fett werden. Frauen werden höchstens manchmal füllig." Der 55-jährige sagte, er habe durch Training und eine gesunde Diät nahezu neun Kilogramm verloren. Chávez empfahl Reisnudeln statt Spaghetti aus Weizen sowie Sojaprodukte. Jetzt fühle er sich stärker und "bereit zur Fortführung der Bolivarianischen Revolution" - so die Bezeichnung für die vom Sozialismus inspirierte politische Bewegung des Präsidenten. (red/APA)

Kommentar posten
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zimbo
 
57
15.11.2009, 09:45
Die versuchten Mordkomplotte gegen Morales hat er auch vorausgesehen.

Schließlich hat Bolivien die größten Lithium vorkommen und einen linken Präsidenten.
So wars dann schon mal in Chile, als ein anderer Friedensnobelpreisträger den Startschuss für die Übernahme der Kupfermine organisierte.

Vor den Friedensnobelpreisträgern muss man sich besonders in Acht nehmen.

Timagoras
 
10
17.11.2009, 13:05
"Die versuchten Mordkomplotte gegen Morales hat er auch vorausgesehen"


selbstverständlich hat er das.

schließlich ist er nicht nur der unfehlbare messias, dem die völlige und bedingungslose solidarität*) zu gelten hat,
sondern auch ein allwissender und visionärer wahrsager, der jeden tag in seinem kaffeesud liest ... ;o)

*) http://www.kds-im-netz.net/schriften... ezuela.htm

http://planethop.blogspot.com/2006/06/a... ottes.html

*)
"Seien zumindest wir Nationalisten solidarisch mit Venezuela, dem Iran und eben auch Kuba, und streiten für ihr Recht auf nationale Integrität. Alles, was die US-Globalisten schwächt, stärkt Europa und seine völkerbewussten Kräfte."
Jürgen W. Gansel, NPD


das könnte von Ihnen stammen, nicht wahr? ;o)

trestigres
 
30
15.11.2009, 22:28
Was tut der Präsident eines Landes, in dem es wirtschaftlich rasant bergab geht, in dem die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Wasser leben müssen

und sich viele Grundnahrungsmittel nicht mehr kaufen können? Er lenkt von den heimischen Schwierigkeiten ab, indem er einen Konflikt mit dem Nachbarland schürt. Die Methode ist altbekannt - angewandt wird sie gerade von Präsident Hugo Chávez: Nach zwölf Jahren seines "Sozialismus des 21. Jahrhundert" steht Venezuela vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen. Und was tun seine Lakeien...? Richtig...sie unterstützen dessen durchsichtige Propaganda...

sauraumpfa
00
18.11.2009, 22:42
trestigres - steht Venezuela vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen.

ach so ist dass , dazu meine frage an sie:

wovor steht denn ihrer meinung nach die usa/GB etc. momentan??

und wovor lenkt obama bei seiner reise gerade ab?? anstatt sich um die probleme im land zu kümmern??

dr. kokos
 
02
16.11.2009, 00:16

scherbenhaufen? der caracas stock market index liegt heute bei über 50.000 punkten, vor dem amtsantritt von chávez vor 11 jahren waren es 10.000...

Nicolas Castillo
30
16.11.2009, 15:26
und das sagt was aus, Koks?

interessiert die Menschen nicht, die jährlich von einer 30%-iger Inflation überrollt werden und ihre Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen können.

Die haben von der ganzen Geschichte nämlich gar nix.

dr. kokos
 
02
16.11.2009, 18:03

aber du weisst ja wohl, dass die vorgängerregierungen von chávez locker inflationsraten von 100% und auch mehr zusammen gebracht haben. inflationsbekämpfung ist in einem land mit zuvielen petrodollars leider nicht so einfach, wie sich das der kleine nikolausi vorstellt.

die verfünffachung des ibc sagt hingegen sehr sehr viel aus. sie straft alle lügen, die ein bild venezuelas vermitteln möchten, als würde das land am wirtschaftlichen abgrund stehen.

Nicolas Castillo
10
17.11.2009, 08:41
Koksi ...

ich habe nicht gesagt, dass das Land wirtschaftlich am Abgrund steht. Ich habe lediglich deutlich machen wollen, dass durchaus positive wirtschaftliche Trends (übrigens in ganz Südamerika) nicht bei den unteren Bevölkerungsschichten ankommen. Und das kann man Chavez nach immerhin 10 Jahren Regierung schon vorwerfen. Ein wenig mehr Realismus in Ihrer Betrachtungsweise täte auch Ihnen mal ganz gut.

Nowotila
02
16.11.2009, 13:07
In Caracas stehen die Leute stundenlang um Strom an.

Blöd nur, daß Brasilien und USA regelmäßig von Stromausfällen betroffen sind.
Die stehen auch stundenlang um Strom an, in der Hoffnung es gibt Strom.

Nicolas Castillo
00
16.11.2009, 15:27
man steht nach Strom an?

wie, gibt es den jetzt schon in handlichen Päckchen?

insertnamehere
 
10
15.11.2009, 03:31
Der Teufel, der Teufel, DER TEUFEL!

An dem Typen is wahrlich ein Hexenjäger verloren gegangen.

Asterix Herzog von Parma und Piacenza
20
14.11.2009, 21:57
Teuschmaneuver

Ich glaube, es hat hier sehr wenig mit Venezuela und Hugo zu tun. In Wirklichkeit wird hier die Invasion Kubas vorbereitet, und dann noch ein schneller Ausbruch der linken Marine und Marines Flanke gegen Nigerien. Oder etwas dergleichen. Dann kann man gleich auch noch etwas weiter unten den Herrn Mugabe hopps nehmen.

kelchstein
12
15.11.2009, 02:40

Es hat in Wirklichkeit mit Hugo Boss zu tun und dem Grafen von Caracas. Das hat mir der gestiefelte Kater erzählt.

Asterix Herzog von Parma und Piacenza
20
15.11.2009, 03:19

Ok und dazu kommt noch Grazia Gazelle, Graefin der Blumau und Kranebitten. Die hat naemlich die Schnellfeuerhosen an. Der Hugo, der haut uns noch alle in die Pfanne, wenn wir nicht vorsichtig sind.

ositolindo
02
15.11.2009, 01:21

Sie leben offensichtlich im falschen Jahrhundert...

Asterix Herzog von Parma und Piacenza
11
15.11.2009, 03:16
:) smile....!

asinus
73
14.11.2009, 21:12

Er wird aus Versehen den ersten Schritt nach Kolumbien machen und dann brüllen, dass Venezuela angegriffen wurde.
ich wundere mich jetzt noch über die Blauäugigkeit der versammelten österr. Linken, die diesem Psycho in der Urania auf den Knien nachgerutscht sind....

Malkaye
00
17.11.2009, 16:21
meinen sie das wirklich nicht ironisch?

ich meine, kolumbiens einfall in ecuador kommt ihrer prophezeihung schon ziemlich ähnlich...

Thomas Bayer
01
15.11.2009, 13:59
So mancher Rechte glaubt auch heute

dass die Wehrmacht mit ihrem Angriff auf die SU der Roten Armee nur um einige Stunden zuvorgekommen ist.

Hubert Ungeist
 
00
16.11.2009, 17:02
Stimtm wird wohl zu sein..

objektiv gesehen war die SU zu schwach - der Kommunismus war schon damals wirtschaftlich nicht sehr erfolgreich. Der gemeinsame AUssenfeind HItler hat dann viel übertüncht.

Wie es ausgesehen hätte wenn Stalin die Ressourcen gehabt hätte - ist Spekulation - friedliebend jedenfalls war das damalige Russland nicht. Eigentlich wie die wenigsten Staaten damals Krieg als Fortsetzung der Politik war gemeinsamer Konsens aller Nationalstaaten

asinus
10
15.11.2009, 21:23

Ich bin kein "Rechter", aber was mit Chavez los ist, hat sein Werdegang als Präsident und seine Gesetze schon zur Genüge gezeigt.

max 1231
 
81
14.11.2009, 20:45
der chavez spinnt, sonst noch was ?

uebel
413
14.11.2009, 20:38
Warum hat Chávez Angst?

Kolumbien und die USA würden ja nie ein Nachbarland bombardieren. Immerhin haben sie es schon seit 2008 nicht mehr gemacht...

Nicolas Castillo
20
16.11.2009, 15:29
soweit ich weiss,

haben die USA noch nie ein Nachbarland bombadiert. Es sei denn, der Irak grenzt auf einmal an Kalifornien.

dr. kokos
 
02
16.11.2009, 18:36

die usa haben zumindest seit grenada und panama kein land in der näheren umgebung mehr bombardiert, da achten sie schon darauf. ansonsten aber könnte man sagen, die usa halten seit 1945 den überlegenen weltrekord in sachen bombardierung anderer länder.

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