Wien

Gute Erfahrungen mit homosexuellen Pflegeeltern

13. November 2009, 17:42

Die Erfahrungen mit den gleichgeschlechtlichen Ersatzeltern seien "genauso wie mit heterosexuellen Personen"

Insgesamt 23 lesbische und schwule Paare haben seit 2002 an den von der Stadt Wien angebotenen Seminaren für künftige Pflegeeltern teilgenommen. 71 homo- und heterosexuelle Paare sowie Einzelpersonen haben allein 2008 einen solchen Kurs absolviert. Martina Reichl-Roßbacher, Leiterin des Referats für Pflege- und Adoptivkinder der Stadt Wien, spricht dennoch von "großem Interesse" an den Pflegeelternschaften für Homosexuelle, die es österreichweit nur in Wien gibt.

Die Erfahrungen mit den gleichgeschlechtlichen Ersatzeltern seien "genauso wie mit heterosexuellen Personen, also gut" , betont Reichl-Roßbacher. Auch der zuständige Stadtrat, Christian Oxonitsch (SP), sieht keinen an der sexuellen Orientierung festzumachenden Unterschied: "Vonseiten homosexueller Paare existiert Interesse, und wir suchen geeignete Pflegeplätze für die Kinder" , sagt er. Diese Win-win-Situation will er aufrechterhalten - "auch gegen allfällige Kritik". (bri, DER STANDARD, Printausgabe, 14./15.11.2009)

 

Kommentar posten
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NaderNader
00
17.11.2009, 13:42
Gibts eigentlich irgendeinen Grund

warum jedes homophobe Geschreibe sofort freigeschaltet wird und ich immer Stunde und Tage warten muss?

gerhard nussbaumer1
 
00
18.11.2009, 18:34
Zensur

Natürlich, weils zensuriert wird. Oder lauben sie, hir gibts freies Posten. SubStandard eben....

kapitän nemo
05
17.11.2009, 10:34
man sollte die kriterien wleche entscheiden ob jemand ein kind adoptieren darf gründlich überdenken

jeder minderjährige, drogenabhängige, gewalttätige, langzeitarbeitslose, alkoholiker,etc. ja sogar erbgutgeschädigte kann ungehindert und legal kinder in die welt setzen.
warum sind dann die kriterien für adoptionsrechte (maximalalter des paares, keine alleinerzieher, keine homos,mindestwohnungsgröße, gesichertes mindesteinkommen, etc..) strenger wie sie ein großer teil leiblicher eltern nicht einmal erfüllt?

anstatt zu fragen: " erfüllen die potentiellen adoptiveltern die kriterien einer bilderbuchfamilie?"
sollte man eher fragen: "hat es das kind dort besser als im waisenhaus?"

Melanie Madner
104
16.11.2009, 15:32
Aha

Mit guten Erfahrungen meint man wohl den äußerlichen Pflegezustand und die Wohnverhältnisse des Kindes. Wie es in seiner Seele aussieht, ob es in der Schule ausgelacht wird, ob die Identifikation mit dem eigenen Geschlecht klappt etc. ist wahrscheinlich schon viel weniger relevant. Mit der gleichen "Begründung" sollten auch Alleinerzieherinnen Pflegekinder bekommen dürfen.

hellfast
00
17.11.2009, 12:05

wirst du auch oft ausgelacht?

wunderwuzzi76
01
17.11.2009, 10:00
ich will keine almosen!

an alle, die hier rote stricherl verteilen - keine angst, ich persönlich habe KEINE LUST - KEINE BERUFUNG, ein pflegekind in den gemeinsamen haushalt mit meiner partnerin aufzunehmen. und wissen sie warum? weil ich keine almosen will. homosexuelle "dürfen" pflegekinder aufnehmen, weil sich irgendwo jemand ohne entsprechende kompetenz/reife vermehrt hat und dann die schädigungen, die diese kinder erfahren haben, ausbaden. entweder volle rechte (nämlich tatsächlich meine eigenen kinder) oder gar nicht. soll ich dankbar sein, pflegekinder aufnehmen zu "dürfen"? sicher nicht, wenn man bedenkt dass ohnehin händeringend pflegeeltern für schwere fälle gesucht werden. da sind auf einmal die homosexuellen wieder gut genug.....

ino
11
17.11.2009, 09:59

und wie sollte ausgerechnet ein geisteskrankl wie sie erkennen, wie es in der "seele" eines kindes aussieht?
falls kinder wegen gleichgeschlechtlicher pflegeeltern in der schule ausgelacht werden, liegt das in erster linie an der erziehung von vorurteilsbeladenen dolmen wie ihnen, die solches verhalten weitergeben.

Ich bin der Meinung...
42
17.11.2009, 12:28
Ich- vorurteilsbeladener Dolm - schließe mich freiwillig

der Meinung von Frau Mader an. In einer "Familie" zu leben wo der "Vater" nicht der Vater und die "Mutter" nicht die "Mutter" ist wäre zu keiner Zeit meine Wunschvorstellung für mein Leben gewesen.

Egal, ob man mich ausgelacht hätte in der Schule oder nicht. Und auch dann, wenn ich von einem Ernährungs-Coach betreuut und mit Gucci-Schuhen überhäuft worden wäre.

Nein! Da sind mir meine Eltern bei Weitem lieber.

PS: Leider sind die Diskussionen in den letzten Jahren ja so, dass man meinen Könnte 80% seien Homos und alles sei völlig normal. Homos sind die Ausnahme. Nicht die Regel. Und was nicht gleich ist, kann auch kein Gesetz gleich machen.

NaderNader
01
17.11.2009, 13:38
Also ein paar Anmerkungen

a) Es werden verzweifelt Pflegeeltern gesucht, inwieweit es besser sein soll, die Kinder im Heim sitzen zu haben, werden sie mir wahrscheinlich nicht sagen können. Auch ihre Geschlechterverwirrung kann ich nicht nachvollziehen, es handelt sich wenn dann um zwei Mütter oder zwei Väter, nicht irgendetwas undefinierbares. Im Übrigen kommt das auch in "normalen" Familien auf, für jedes Kind mit Stief-papa/mama ein Euro und ich habe ausgesorgt.
b) Betreffend "wie es den Kindern" damit geht:
http://www.bmj.de/files/-/3... chl_LP.pdf
Ich nehms vorweg: gut
c) Rotes Haar ist auch die Ausnahme, aber deswegen werden sie auch nicht diskriminiert.

Jerry P.
81
17.11.2009, 00:30

Deswegen gibt es auch eine Petition: Einfach nach "Ehe schützen" googeln und unterschreiben.

sir osis of liver
 
01
17.11.2009, 15:09

die meinungen, die in dem forum "ehe schützen" so abgesondert werden, sind absolut ekelhaft. triefend vor kerzenwachs und weihwasser. und das wollen christen sein? schämt euch!

galiontariaho
02
17.11.2009, 12:40
deswegen?

dabei wird die ehe doch garnicht angegriffen..

eine petition ohne inhalt für banale menschen...

erklären sie mal, inwiefern man die ehe schützt, wenn man homosexuellen diese verwehrt...

True Earl Grey
10
17.11.2009, 14:14
Die Forderung nach einer HOMO-EHE

(nicht zu verwechseln mit der eingetragenen
Partnerschaft) ist ein Angriff auf Ehe und Familie.
Die nun vorgesehene Eintragung ist ok und wird
auch von den Interessensvertretungen der Betroffenen begrüßt.

A Voice
00
18.11.2009, 11:54
Ist es nicht

Man kann es so empfinden, wenn man sein Modell als das exklusive ansieht und vor allem anderen Angst hat. Oder wenn man sich versucht fühlt und nicht "darf". Oder...
Objektiv ist kein Angriff argumentierbar.

samba cat
00
17.11.2009, 22:56
die armen ehen

und familien, die es nicht aushalten, wenn andere, die sie nie sehen werden, auch heiraten.

LadyDoolittle
00
17.11.2009, 21:31
Angriff auf Ehe und Familie

Ehe und Familie sind in einer Gesellschaft mit 50 % Scheidungen wohl obsolet.

Der dann ausbrechende Scheidungskrieg ist meist nicht nur das Ende der Ehe, sondern auch der Familie. Unter den Hass- und Racheaktionen haben die Kinder zu leiden. Ob diese vorurteilsfrei als Erwachsene in eine Partnerschaft gehen?

Die Basis der Ehegesetzes ist das ABGB, aus 1811. Wenn auch Änderungen vorgenommen wurden, die drei K's gelten noch immer. Jedoch kaum in der Realität.

Die Dauer der Ehe war in der Vergangenheit aufgrund der geringeren Lebenserwartung ganz einfach nicht so lange. Die gleichberechtigte (arbeitende) Gattin ist nicht Focus des Eherechtes.

Ein Ehevertrag hat leider (zu Unrecht) keinen guten Ruf.

Emma Woodhouse
02
17.11.2009, 21:10
Ich bitte um Erklärung.

Ich bin verheiratet und habe drei Kinder,- das mal vorweg.
Wenn nun Herr Müller und Herr Meier heiraten (!) dürften, also mit allem drum und dran: Inwiefern wären MEINE Ehe oder meine Kinder weniger wert?
Ich verstehe diese Argumentation wirklich nicht und wäre deshalb für eine Erklärung wirklich dankbar, denn ich persönlich würde mich durch so eine Regelung weder beschränkt noch herabgewürdigt fühlen. Wieso also würden andere Menschen das so empfinden?

Jolly09
01
18.11.2009, 08:24

daß Sie sich nicht bedroht fühlen, werte ich als Zeichen, daß sie mit sich und der Welt im Reinen sind und respektvoll mit Dingen umgehen können, auch wenn sie nicht betroffen sind. Das trifft aber auf viele Menschen nicht zu.

Emma Woodhouse
00
18.11.2009, 15:10
Jolly 09

Kann sein, dass es daran liegt...Logisch ist die Schlußfolgerung der Anti-Homoehe-Fraktion trotzdem nicht. Aber wahrscheinlich wäre ein wenig Logik an dieser Stelle eh zu viel verlangt. ;-) Wie auch immer: Ich freue mich sehr für die betroffenen Paare und hoffe wirklich, dass sich keiner durch die (teilweise)stattfindende Negativpublicity vom Heiraten abhalten lässt.Ich finde, es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung gegangen worden!

Jolly09
00
18.11.2009, 08:23

es geht darum, daß sich viele Menschen besser fühlen, wenn andere etwas nicht haben dürfen. Für viele Menschen ist es wichtig zu glauben, daß Homosexualität etwas falsches ist. Plötzlich gibt es aber rechtliche Anrekennung und das ist sehr bedrohlich für Manche.

galiontariaho
00
17.11.2009, 18:38
puh...

schon wieder schreibt das einer.. und noch nie konnte einer erklären können wie die gleichstellung der homo-ehe ein angriff auf die bisherige ehe sein könnte.
absurd, diese banale behauptung einfach aufzustellen ohne einen gründ dafür finden zu können.
weder nehmen homosexuelle der herkömmlichen ehe etwas weg, noch wird diese dadurch auch nur in irgend einer weise negativ betroffen.
es ist gänzlich ein lächerliches nicht-argument.

weiters mögen manche vertretungen diesen ersten schritt (und nichts anderes ist dieser kleine schritt) begrüßen, jedoch sind sich die vertretungen einig, dass es nur ein erster schritt sein kann...

betroffene sehen das in vielen fällen anders:
http://www.erstklassigerechte.at/news/petition

Ingalein
 
07
17.11.2009, 08:59

meine heterosexuelle Ehe ist komischerweise gar nicht bedroht, auch wenn wir umgang mit homosexuellen pflegen. machen wir etwas falsch?

Die dritte Seite der Medaille
15
16.11.2009, 22:28

Nur zum Thema auslachen: Kinder werden ausgelacht, wenn sie kein Selbstbewusstsein haben. alles andere ist irrelevant. Da kann einer mit Geld, perfekter Familie und Klamotten, gebildet und schlau sein, wenn ihn die anderen nicht mögen, finden sie was.. und wenn sie mal den wunden Punkt haben, ists aus.
Andererseits werden mutige, selbstbewusste Kinder, denen das auslachen nichts macht, nicht ausgelacht, und wenn sie sich vor versammelter Mannschaft in die Hosen scheißen. (Und das hab ich so tatsächlich erlebt)
Und selbst wenn schwule Eltern ein Grund fürs auslachen sein sollten, dann wirds Zeit, dass es so alltäglich wird, dass keiner mehr lacht.

Emma Woodhouse
04
16.11.2009, 17:37
Was ist die Alternative?

Alle Kinder im Heim vergammeln lassen, weil keiner den hohen Ansprüchen des Gesetzes genügt?Alleinerzieher dürfen keine Kinder aufnehmen.Was ist mit den Kindern aus Scheidungen?Die leben auch NUR bei Mama oder Papa.Zweifelt da jemand daran, dass das Kind geliebt wird?Wohl kaum!Wie sieht es da mit der Identifikation mit dem eigenen Geschlecht aus, wenn der Junge bei der Mutter bleibt?Oder das Mädel beim Papa?In Zeiten, in denen viele Kinder ohne Eltern sind, und viele potentielle Eltern ohne Kinder, sollte man eine Vereinigung anstreben und nicht aus Gründen wie "Das war schon immer so und darf nicht anders werden" ablehnen.

Ernst Guevara
43
15.11.2009, 16:52
eine frage wird überhaupt nicht aufgeworfen! vielleicht können mir die angehörigen der "freundschaftsgesellschaft für die menschliche fortpflanzung

und gegen homosexualität" diese frage ja beantworten: was ist mehr zu befürworten: ein kind, das in einer schwulen/lesbischen beziehung aufwächst und dessen individualität, wohlbefinden, autonomie und kreativität gefördert wird - oder ein kind, das in einem heterosexuellen umfeld aufwächst, in dem es geschlagen wird, zuschauen muss wie papi im suff die mami verprügelt und vielleicht auch manchmal der papi das kind vergewaltigt? im ersten fall entwickelt sich aus dem kind vielleicht ein glücklicher, selbständiger und selbstbewusster mensch, im zweiten fall bekommt das kind depressionen und begeht im extremfall irgendwann selbstmord. geht es euch nur um fortpflanzung um jeden preis oder soll das kind auch etwas vom leben haben?

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