Zweierdirektorium wird am 10. Dezember beschlossen
Salzburg - Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele, und Alexander Pereira, Intendant ab 2012, haben sich auf eine Geschäftsordnung geeinigt. Das politisch besetzte Kuratorium wird daher in der Sitzung am 10. Dezember das Modell "Zweierdirektorium" beschließen - auch wenn das Festspielfondsgesetz verlangt, dass die Präsidentin das Einvernehmen "mit den übrigen Mitgliedern" des Direktoriums herzustellen habe.
Rabl-Stadler bleibt für das Sponsoring verantwortlich und übernimmt von Gerbert Schwaighofer, dem scheidenden kaufmännischen Direktor, die Geschäftsführung, das Kartenbüro und die Gebäudeverwaltung. Pereira wird neben der künstlerischen Leitung für das technische Personal und das Marketing zuständig sein.
Am 10. Dezember werden zudem die Verträge unterzeichnet: Pereira soll das gleiche Honorar wie Jürgen Flimm, der gegenwärtige Intendant, erhalten. Rabl-Stadler bleibt nun drei weitere Jahre Präsidentin - bis zum Herbst 2014. Sie übt diese Funktion bereits seit 1995 aus. Der Meinung, dass der Vertrag nicht ohne vorherige Ausschreibung des Postens verlängert werden könne, schloss sich das Kuratorium nicht an. Rabl-Stadler plädiert für eine Gehaltssteigerung um 20 Prozent. Schließlich bedeutet die kaufmännische Leitung eine zusätzliche Belastung. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe, 14./15.11.2009)