Direktverbindungen Graz-Linz bleiben erhalten

13. November 2009, 10:40

Ausschlaggebend war eine Zuzahlung der Länder

Die beiden täglichen Direktverbindungen Graz-Linz, die mit Fahrplanwechsel per 13. Dezember zur Disposition standen, wird es weiter geben. Darauf haben sich die ÖBB mit den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark geeinigt. Ausschlaggebend war eine Zuzahlung der Länder, weil der Kostendeckungsgrad der IC-Verbindung zu gering ist.

Seitens der ÖBB und des Landes wurde am Freitag auf Anfrage ein Bericht der "Kleinen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) bestätigt. Zahlen wurden keine genannt. Die Vereinbarung muss in Graz noch Landesregierung und Landtag passieren, zumal aber die beiden Tagesrandverbindungen im neuen Fahrplan schon berücksichtigt sind, kann ihr Erhalt als fix gelten. Vor allem von steirischer Seite hatte sich Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder lange gewehrt, für den Fernverkehr zur Kasse gebeten zu werden. Nun hat man offenbar eine Lösungen über den Umweg eines Zuschusses für eine regionale Strecke gefunden. (APA)

Kommentar posten
12 Postings
Stephan Weinberger
00
16.11.2009, 20:51

Verkehrsnetz (Schienen + Straßen) in öffentliche Hand und zu gleichen Bedingungen (und Kosten) ausschreiben (also der Bus-Personenkilometer kostet gleich viel Trassengebühr wie der Bahn-Personenkilometer) bzw. je nach politischem Willen die Bahn auch mal billiger, dann würde die Verteilung Schiene/Straße sehr schnell anders aussehen (weil der Bahnbetrieb an sich ab einer gewissen Fahrgastzahl einfach billiger ist - das teure sind die Schienen).

Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte
 
01
14.11.2009, 01:24
der_kleine_pariser
 
00
13.11.2009, 20:13

schon komisch.

Während in wien und vor allem niederöstereich der Bund den nahverkehr mitfinanziert (was eigentlich aufgabe der länder ist), müssen oberösterreich und steiermark zum fernverkehr dazuzahlen (was eigentlich bundessache ist).

in salzburg/Kärnten wird eine morgendliche IC-verbindung klafu-sbg gestrichen, weil diese laut ÖBB >eher regionalen bedürfnissen dient< und von den ländern mitbezahlt werden sollte.

das ganze system der finanzierung des öffentlcihen verkehrs ist einfach nicht mehr logisch und undurchschaubar.

. g.bac
00
15.11.2009, 01:09
ist halt eine frage von befindlichkeiten

die einen glauben, dass sie fernverkehr brauchen weil sie auch metropolen sein möchten und die anderen sind schon längst am ende der wirtschaftlichkeit des övs (und ihrer eigenen steuer-ressourcen) angelangt und müssen deshalb die anderen anschnorren.

die fragestellung ist nicht komisch, nur eine des politischen gewichts.

der_kleine_pariser
 
00
15.11.2009, 23:23

das ist jetzt aber wider komisch.

da geben salzburg und tirol das mehrfache für öffentlichen verkehr aus wie niederösterreich, aber die niederösterreicher müssen schnorren?

unterwegs in Österreich
01
14.11.2009, 12:02
genau genommen

ist der gesamte Bahnverkehr in Österreich REgionalverkehr, eine Aufsplittung in Fern- und Regionalverkehr hat bei der Größe Österreichs nur Nachteile, so verenden die Regionalzüge an den Grenzen der Bundesländer und haben schlechte bis keine Anschlüsse, was dazu führt, das "grenzüberschreitende" Pendler auf das Auto angewiesen sind.

Das durchschnittliche deutsche Bundesland hat die Größe und Einwohnerzahl von Österreich. Weg mit den Bundesländern kann da nur die Devise sein.

der_kleine_pariser
 
00
15.11.2009, 23:31

das mit dem ÖPNV der an der landesgrenze endet, ist ein unsinn.

der ÖV zwischen Tirol und salzburg ist grenzüberschreitend.

der Salzburger Verkehrsverbund reicht nach Oberösterreich und bayern...

und was die entfernungen anbelangt : bregenz ist von paris genauso weit weg wie von wien.

da zu behaupten, dass es in österreich keinen fernverkehr gebe, naja.

ich bin davon überzeugt, dass die regionalisierung des regionalverkehres gut ist. natürlich hängt dann das ergebnis von der politik des bundeslandes ab, aber zentralismus führt automatisch zur verödung des Personenregionalverkehres, bestes Beispiel frankreich.







Stephan Weinberger
00
16.11.2009, 20:52

Gegenbeispiel: OÖ/Steiermark bzw. NÖ/Steiermark. Speziell im Gesäuse waren die Übergänge in Hieflau katastrophal (teilweise über 1 Stunde planmäßige Wartezeit!).

der_kleine_pariser
 
00
18.11.2009, 21:19

das liegt an niederösterreich und (in diesem speziellen fall) an steiermark. das land niederösterreich schert sich überhaupt nicht um den ÖV und die steiermark (an diseser stelle) nicht in ihrem hintersten winkel.

in deutschland ist der ÖV auf Länder- und gemeindeebene organisiert, auch in der schweiz ist er regional organisiert. da gibt's auch regionale unterschiede aber er ist in D von naja bis sehr gut. so ist es auch in österreich. die schweiz ist sowieso eine ausnahmeerscheinung.

in frankreich hat sich die zentralgewalt nicht um den regionalen ÖV gekümmert, die regionen hatten bis vor kurzem keine kompetenzen, folge: der öffentliche regionalverkehr ist katatsrophal.

Henry Flower
02
13.11.2009, 14:29
was soll ich in linz?

ich will nach venedig!

Martha B.
23
13.11.2009, 11:20
Sofort den Bau des Koralmtunnnels stoppen!

Von Graz nach Klagenfurt fahren nämlich bereits ein paar unausgelastete Busse, die mehr als ausreichend sind ....

Herzerzog Johann
05
13.11.2009, 12:05
Sofort den Bau aller Straßentunnnels stoppen!

Es gibt noch genug unausgelastete Bundesstraßen ...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.