ÖVP-Klubchef: "Werden Erpressungen nicht nachgeben"
Wien - ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf bekräftigt die Absicht
der Koalition, den Untersuchungsausschuss zur Klärung diverser
Justiz- und Spitzelaffären vor Weihnachten abzuschließen.
"Derzeitiger Fahrplan ist, dass es im November jedenfalls noch drei
Tage mit intensiven Befragungen gibt; und dass es dann im Dezember
zur abschließenden Sitzung kommt, in der der Ausschussbericht
beschlossen wird", so Kopf in den "Vorarlberger Nachrichten"
(Freitag-Ausgabe). Sollten noch neue Fakten auftauchen, könnte man
"notfalls" noch einen Termin einschieben.
Die Ladung von Ministern lehnt Kopf ab, da es bisher keine
Vorwürfe gegen amtierende Minister gegeben habe. Von der
Blockade-Drohung der Opposition bei Zweidrittelmaterien zeigt er sich
unbeeindruckt: "Wir werden diesen Erpressungen jedenfalls nicht
nachgeben." Festhalten will Kopf am Plan, Untersuchungsausschüsse als
Minderheitenrecht zu ermöglichen. Er möchte allerdings ausschließen,
dass von der zu prüfenden Materie betroffene Abgeordnete künftig in
U-Ausschüssen sitzen. Dazu soll auch eine "Organklage" nach deutschem
Vorbild dienen: "Wer sich im Ausschuss zum Beispiel ungerecht
behandelt fühlt, kann den Verfassungsgerichtshof anrufen." (APA)