Unternehmer wollen UN-Truppe wegen Drogengewalt

12. November 2009, 07:49

Geschäftsleute in Ciudad Juárez verzweifelt

Ciudad Juárez - Angesichts der eskalierenden Drogengewalt in Mexiko haben Geschäftsleute der Grenzstadt Ciudad Juárez die Vereinten Nationen zur Entsendung von Blauhelmsoldaten aufgefordert. Nur mit einer UN-Friedenstruppe könne die Kriminalitätswelle unter Kontrolle gebracht werden, sagte Soledad Máynez, Präsidentin des örtlichen Unternehmerverbandes AMAC.

Auch der regionale Vorsitzende der mexikanischen Handelskammer, Daniel Murgía, verlangte den Einsatz von "Militärpolizisten der UNO und der USA". Wegen der Morde, Entführungen und Erpressungen hätten in Ciudad Juárez in den vergangenen Jahren bereits rund 6.000 Geschäfte und Unternehmen geschlossen.

Soldaten ohne Wirkung

Die Entsendung von 8.500 mexikanischen Soldaten seit Februar nach Ciudad Juárez zeigt bisher wenig Wirkung. Die Stadt hat die weltweit höchste Mordrate, in diesem Jahr wurden bereits mehr als 2.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg getötet. In der Region machen sich mehrere Rauschgiftkartelle die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA streitig. (APA)

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