Geschäftsleute in Ciudad Juárez verzweifelt
Ciudad Juárez - Angesichts der eskalierenden
Drogengewalt in Mexiko haben Geschäftsleute der Grenzstadt Ciudad
Juárez die Vereinten Nationen zur Entsendung von Blauhelmsoldaten
aufgefordert. Nur mit einer UN-Friedenstruppe könne die
Kriminalitätswelle unter Kontrolle gebracht werden, sagte Soledad
Máynez, Präsidentin des örtlichen Unternehmerverbandes AMAC.
Auch der
regionale Vorsitzende der mexikanischen Handelskammer, Daniel Murgía,
verlangte den Einsatz von "Militärpolizisten der UNO und der USA".
Wegen der Morde, Entführungen und Erpressungen hätten in Ciudad
Juárez in den vergangenen Jahren bereits rund 6.000 Geschäfte und
Unternehmen geschlossen.
Soldaten ohne Wirkung
Die Entsendung von 8.500 mexikanischen Soldaten seit Februar nach
Ciudad Juárez zeigt bisher wenig Wirkung. Die Stadt hat die weltweit
höchste Mordrate, in diesem Jahr wurden bereits mehr als 2.000
Menschen im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg getötet. In der Region
machen sich mehrere Rauschgiftkartelle die lukrativen Schmuggelrouten
für Drogen in die USA streitig. (APA)