Depression

11. November 2009, 16:40

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Leiden, allein in Deutschland sind vier Millionen Menschen davon betroffen

Wien - Depressionen zählen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu den häufigsten psychischen Leiden. Allein in Deutschland, wo sich Fußball-Teamtorhüter Robert Enke am Dienstag das Leben nahm, sind laut Bundesgesundheitsministerium schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung betroffen, also etwa vier Millionen Menschen. Depressionen, an denen auch Enke litt, gelten als einer der häufigsten Auslöser der jährlich mehr als 9.000 Selbsttötungen in Deutschland.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde wird trotz der hohen Fallzahlen Depression in der Hälfte der Fälle nicht diagnostiziert und deshalb oft nur unzureichend oder gar nicht behandelt. Dabei seien die Möglichkeiten der Behandlung in den vergangenen Jahren immer besser geworden.

Die meisten Erkrankungen zeigen sich zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr, wie der Berufsverband Deutscher Nervenärzte mitteilte. Viele Patienten erkrankten aber bereits im Alter von 16 bis 20 Jahren erstmals.

Eine Depression bringt in der Regel anhaltende Traurigkeit, Antriebsschwäche und Schlafstörungen mit sich, kann aber auch körperliche Symptome auslösen. Schwere Schicksalsschläge oder Erfahrungen wie Krieg oder Katastrophen können Depressionen zum Ausbruch bringen.

Behandelt wird das Leiden derzeit vor allem mit Antidepressiva. In schweren Fällen kann der Patient stationär aufgenommen werden. Bei nahezu jedem Betroffenen kehren die Depressionen nach Forschungen der Universität Jena immer wieder zurück. (APA)

DieBo
00
13.11.2009, 11:37
Was auch Depressionen verursachen kann ist der für die nächsten Jahrzehnte angelegte "Anti Terror Krieg". Eine tolle Perspektive unseren Kindern vorzuleben dass eine Zukunft in Wohlstand nur mit Gewalt an anderen zu haben ist. :-(

Darauf pfeifen wir alle. Sperrt die Leute endlich ein die solchen Irrsinn von sich geben!

Robert Paladin
00
12.11.2009, 20:31
Es steht wieder mal Depressionen gehört

zu den psychischen Leiden...., aber ist das wirlich die Ursache? Es gibt doch auch andere medizinische Gründe für Personen, daß sie besonders unter Druck, Stress, Oberflächlichkeit, Öffentlichkeit usw. leiden. Hormone, Autismus, usw... Autismus ist da für mich ein wahnsinnig interesanntes Thema, weil es da abgeschwächte Formen gibt wo der Mensch bis auf Details im Umgang mit anderen Menschen und Dingen, völlig normal erscheint. Und dadurch, daß er völlig normal sein sollte, aber allles anderes, intensiver und sensibler erlebt, ist für ihn doch alles ganz anders. Aber nachdem daß ja an die Psychoglocke gehängt wird nimmt er darauf keine Rücksicht. Ich denke solchen Menschen hilft nur, wenn sie wissen, daß sie anders sind und ihr Leben danach

King of Pop
03
11.11.2009, 17:07
Selbsttötungen vs. Schweinegrippe

Tote in DE durch Selbsttötung: 9000
Tote in DE durch Schweinegrippe: ?

Ich denke die Medien wären mal angehalten dieses Thema aufzugreifen, anstatt dieses künstlich aufgebauschte Hysterie um die Schweinegrippe noch zu unterstützen.

Tintifax2000
01
11.11.2009, 18:18
da scheint es ja eine ....

... regelung zu geben, dass darüber nicht berichtet wird. Zumindest nicht über Einzelfälle - wieviele Selbstmorde es jedes Jahr in Ö gibt wäre durchaus interessant ...

General Ignorance
00
11.11.2009, 19:50

in Österreich 2008:
1265 Suizide, ca. zehn mal so viele Versuche

http://www.suizidforschung.at/statistik... rreich.pdf


Regelung gibt es keine, nur eine freiwillige Selbstkontrolle der (meisten) Zeitungen, da (heroisierende, aufreißerische) Berichterstattung signifikant die Zahl an Nachahmern steigert.

King of Pop
00
11.11.2009, 20:33

Sehr interessanter Link!

Schön zu sehen, dass eigentlich vom Verlauf stark nach unten gehend!

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