"Ohne Fleisch? Sicher nicht!"

12. November 2009, 08:48
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    Petra Bayr mit SP-Frauenvorsitzende Bettina Stadlbauer und Nationalratspraesidentin Barbara Prammer (v.l.).

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    Hermann Schultes (Mitte): "Ich verzichte sicher nicht auf Fleisch."

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    Norbert Hofer: "Meinen nächsten Urlaub werde ich - so wie heuer - in meinem Garten verbringen. Da gibt es viel zu tun."

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    Robert Lugar, gemeinsam mit Ewald Stadler und BZÖ-Chef Josef Bucher (v.r.).

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    Christiane Brunner: "Im Südburgenland ist es leider nur selten möglich auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, daher brauch ich ein Auto."

derStandard.at fragte die fünf Umweltsprecher, wie sie es mit Energie, Elektroautos und Erdbeeren im Winter halten

Beherzigen die Umweltsprecher der fünf Parlamentsparteien die Ratschläge, die sie anderen geben? Wie umweltbewusst leben sie? derStandard.at hat Petra Bayr (SPÖ), Hermann Schultes (ÖVP), Norbert Hofer (FPÖ), Robert Lugar (BZÖ) und Christiane Brunner (Grüne) neun Fragen zu ihrem persönlichem Umweltverständnis gestellt.

****

Petra Bayr (41) ist seit 2007 Umweltsprecherin der SPÖ. Sie sitzt seit 2002 im Nationalrat und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ Wien.

derStandard.at: Haben Sie ein Auto?

Petra Bayr: Nein, seit etwa 12 Jahren nicht mehr

derStandard.at: Benutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel?

Bayr: Ja, ich habe eine Jahreskarte der Wiener Linien und eine ÖBB Vorteilskarte. Noch öfter als mit den Öffis fahre ich allerdings mit dem Fahrrad, fast das ganze Jahr über.

derStandard.at: Womit heizen Sie?

Bayr: Hauszentralheizung mit Öl, leider. Das Haus war schon drei Jahre lang gebaut, als ich eingezogen bin.

derStandard.at: Kaufen Sie Fairtrade-Produkte? Oder essen gerne (vorwiegend) Bio-Produkte?

Bayr: Ich bin ja auch entwicklungspolitische Sprecherin meiner Partei und als solche kaufe ich regelmäßig fair trade Produkte, vor allem Geschenke, um auch die gute Idee von fair trade weiterzuschenken. Und ich esse vor allem bei Obst und Gemüse vorwiegend regionale und saisonale Bio-Produkte, meist vom Victor Adler Markt. 

derStandard.at: Essen Sie im Winter Erdbeeren?

Bayr: Nein.

derStandard.at: Wo werden Sie Ihren nächsten Urlaub verbringen?

Bayr: Hoffentlich in der Antarktis. Das ist einer meiner Kindheitsträume, den ich mir heuer zu Jahreswechsel erfüllen möchte.

derStandard.at: Wie werden Sie dorthin kommen?

Bayr: Mit dem Flugzeug (falls ich noch einen Flug bekomme, daran könnte es noch scheitern). 

derStandard.at: Verzichten Sie auf Fleisch?

Bayr: Ich esse sehr selten Fleisch, vielleicht fünf mal im Jahr. 

derStandard.at: Trennen Sie Müll?

Bayr: Ja, in Papier, Plastik, Bio und Restmüll.

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 119
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mike sierra
00
13.11.2009, 23:31
kein Fleisch?

Bis auf einen alle Vegetarier oder Halb-Vegetarier.
Ist das jetzt für Umweltpolitiker verpflichtend?
Erinnert mich an die Geschichte mit Renate Künast von den deutschen Grünen, die beim Angeln gefilmt wurde, wie sie einen Fisch dann auch getötet hat.
Mit einem prominenten Parteiaustritt als Folge.

Umweltpolitik muss doch nicht fleischlos sein!

eze eze
 
01
24.12.2009, 17:59

Ich kann es nachvollziehen, dass jemand, dem die Umwelt am Herzen liegt, auf Fleisch verzichtet - so dies überhaupt einen Verzicht darstellt. Oder den Konsum zumindest stark einschränkt. Gerade unter umweltpolitischen Gesichtspunkten macht das sehr wohl Sinn, auch wenn es die Fleischtiger nicht gerne hören.

Ro_bert
01
14.12.2009, 18:52

Für die Mehrhet unverständlich: es gibt Menschen die sich überwinden müssen um Tiere zu esssen.
Das ist keine Krankheit sondern Bewußtsein, und im Besitze dessen interessiert man sich halt auch für das Bewußtsein anderer Menschen.

Insuber civis
00
15.11.2009, 19:50

ja es geht um die fürze der bullen (damen tun so etwas nicht). daher ist es für alle verpflichtend, nicht nur umweltpolitiker.

Die dritte Seite der Medaille
10
13.11.2009, 15:39

ich hab jetzt Appetit auf Erdbeeren.. wo bekomm ich die jetzt her?

Lukas Chen
00
15.11.2009, 16:00
Aus Suedamerika oder Australien

Dort ist es jetzt Sommer und gerade die Erdbeerensaison.

KurtEcker
02
13.11.2009, 11:47
Schweine symphatisch, trotzdem ein Produkt?

Die zwei Schweine am ersten Foto,
scheinen mir am symphatischsten.
Trotzdem glaubt Spezies mensch, diese "essen" zu müssen.

flatline
00
28.5.2010, 02:32

Nun ja die Schweine können ja wirklich nett sein,...
Eber wenn keiner diese Schweine essen möchte würde sie ja nicht Existieren.

Für mich war es schon mit 2 Jahren klar....
Schwein = Essen

Marinos Yannikos
00
13.11.2009, 10:45
nicht naiv fragen ...

... einfach beim Einkaufen filmen.

KurtEcker
00
13.11.2009, 12:59

Eine beschränkt-sinnvolle Möglichkeit.
Da müsste auch mitgefilmt werden wieviele Polit-Promis sich an den Elite-Buffets der AMA laben und in Grossküchen und Restaurants an Fleisch, Käs und Co vertilgt wird.

GarciaLorca
20
12.11.2009, 23:13
Umweltpolitik wird zu 90% auf EU-Ebene gemacht.

Daher ist vor das Abstimmungsverhalten der EU-Abgeordneten der einzelnen Parteien wirklich interessant - und nicht ob die Umweltsprecher und Innen im Winter Erdbeeren essen oder nicht.

Und da schaut es für ÖVP und FPÖ in den letzten Jahren ziemlich bitter aus - sofern der Herr Mölzer sich mal nach Straßburg bemüht hat. Wenn immer es um Umweltinteressen vs. Wirtschaftsinteressen ging haben die beiden rechten Parteien sehr eindeutig für die letzteren gestimmt. Ich wundere mich nur, warum das niemanden so wirklich interessiert.

schöne grüße aus Brüssel

pudelweiss
00
13.11.2009, 07:26
sind es wirklich die EU-Abgeordneten .....

.....die Umweltpolitik machen?

Das mächtigste Gremium in der EU ( ein Vertragsverein von 6/10/12/15/27 -SOUVERÄNEN Staaten-) ist sicher der RAT !!
Er wird manchmal durch Beschläse vom "MINISTERRAT" ersetzt, aber wenn die nicht einig werden dann - "der Rat" !

Und im RAT wie im Ministerat stimmt das jeweilige Regierungsmitglied aus Österreich immer mit - Einstimmigkeit erforderlich !
Gegen den RAT ka auch das EU-Parlament nichts beschliessen !!!

Also was dort ausgemacht wird, wurde bisher immer von der heimschen Regierung mitgetragen !!!
Das EU-Parlament ist wohl mehr eine "Plauderstube" ?
oder ??

Nashwin_Fuller
 
00
13.11.2009, 13:39

1. Es gibt in der EU keinen Ministerrat.
Der Rat besteht aus den jeweils zuständigen Fachministern.

2. Umweltgesetzgebung findet in Form des Mitentscheidungsverfahrens statt. D.h. gleichberechtigte Mitentscheidung des Parlaments mit dem Rat und qualifizierte Entscheidung im Rat (keine Einstimmigeit).

Informieren Sie sich doch erst einmal, bevor Sie irgendwelche halbgaren Vermutungen posten.

Wolfi-WA
21
12.11.2009, 21:59

Verzicht auf Leben, wäre am Umweltfreudnlichsten.
Es geht eigentlich um das bewusste Denken, wenn ich etwas tue, aber nicht um das Verteufeln von ständig dem gleichen Dingen!

FSK
10
12.11.2009, 19:51

"daher brauch ich ein Auto"

es gibt auch motorisierte Zweiräder, die brauchen meist weniger Benzin oder Strom

Ro_bert
00
14.12.2009, 19:12

Also ich bezweifle langsam daß der eigene Verzicht aufs Auto das Verkehrsaufkommen reduziert.
Wenn alle Wiener soviel fahren würden wie ich wär Wien eine einzige Fußgängerzone mit Ruhe und guter Luft - leider ist das Gegenteil der Fall.

rorschach
04
12.11.2009, 19:19
und nächste woche beim Wort zum Sonntag

Die Wehrsprecher der diversen Partei

Welchen Panzer fahren sie?

aleph null
00
25.5.2010, 19:12
Genial!

Man sollte auch die Familiensprecher zur Stellung der Frau befragen.

Nathaniel Winerib
33
12.11.2009, 18:35
Am sympathischsten erscheint...

...Norbert Hofer.

rorschach
01
12.11.2009, 19:15
wie kommen sie auf so eine idee?

weil er smart fährt? ...

Section Control
10
13.11.2009, 08:12
Nein weil er ab und an Fleisch ißt.

Danijel Jovanovic
73
12.11.2009, 18:07
Schweine fressen

ist ein Verbrechen!

Al Cohole
14
12.11.2009, 23:28

Man „frisst“ ja auch nicht, man isst.

Der Wählerwille
 
00
12.11.2009, 22:47
was redst?

anton-notan
21
12.11.2009, 18:39
fressen heisst bei uns essen

also andere tiere,wie lamm,huhn,fisch,ausser schwein schon-das nenn ich inkonsequent.
das schwein hat der islam wegen der trichinen verboten.durch die trichinenbeschau bei jeder schlachtung stellt sich die frage des bedenklichen konsums schon lange nicht mehr.
es sei denn aus althergebrachten religiösen gründen.

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