Peking fordert Führungsrolle bei Piratenbekämpfung

10. November 2009, 20:08

Handelsroute für China besonders wichtig

Hongkong - Die Volksrepublik China strebt nach Informationen der Hongkonger "South China Morning Post" eine Führungsrolle bei der Piratenbekämpfung am Horn von Afrika an. Die Führung in Peking habe eine entsprechende Anfrage bei einem Treffen mit Marine-Vertretern der Länder gestellt, die in den Gewässern vor Somalia und im Golf von Aden vertreten sind. "Chinas Anliegen ist in einer sehr kooperativen Atmosphäre begrüßt worden", zitierte die Zeitung am Dienstag einen Teilnehmer der Gespräche. Bisher haben die EU und die NATO die führende Rolle bei der Anti-Piraten-Operation.

Im Oktober war auch ein chinesisches Schiff gekapert worden. Einige chinesische Medien forderten eine militärische Reaktion darauf. Die "South China Morning Post" berichtete, die Regierung in Peking habe mit den Piraten über Lösegeld verhandelt, um eine Freilassung der Seeleute zu erwirken. Piraterie hat sich in den Gewässern am Horn von Afrika zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Die Piraten machen seit Jahren den vielbefahrenen Seeweg unsicher und haben bereits Dutzende Millionen Dollar Lösegeld erpresst.

Die chinesische Marine hatte zu Jahresbeginn mit ihrem Einsatz gegen somalische Piraten im Golf von Aden begonnen. Es war das erste Mal seit dem Krieg gegen Vietnam 1979, dass China seine Kriegsmarine zu einem Einsatz außerhalb seiner Gewässer entsandte. Für das Land ist der reibungslose Warentransport durch den Suez-Kanal und den Golf von Aden wirtschaftlich wichtig.(APA/Reuters)

Srta. Ofelia
10
13.11.2009, 10:40

Wetten die Chinesen machen kurzen Prozess. Dann ist aber auch Ruhe in der Gegend.

DieBo
10
11.11.2009, 09:20
Wie ich bereits mehrmals andeutete ist die Nato vordergründig beschäftigt "Piraten" zu jagen, in Wahrhei will es die chinesische Handelsroute kontrollieren.

Wann wird es den Asiaten zu bunt? Und für wen wird der gedemütigte Islam letztlich Partei ergreifen?

Der Wählerwille
 
00
11.11.2009, 19:13
ich verwirre sie nur ungern

der islam wurde gerade sehr gedemütigt in der uigurischen provinz in china und zudem ..

hat china in besagter gegend .. horn von afrike .. keine "eigenen" handelsrouten.

Der Wählerwille
 
00
11.11.2009, 19:12
der gedemütigte islam ...

die gedemütigten islamischen fischer aus dem jemen die durch islamische somalis ihrer schiffe beraubt und auf hoher see über bord geworfen werden .. die meinen sie?

Jürgen Rembremerding
00
11.11.2009, 16:37
welche "chinesische Handelsroute"?

Bumo1
13
10.11.2009, 22:26
laßt die Chinesen dort einfach mal alleine!

Wichtiger als das sie die Führung übernehmen fände ich, wenn die internationalen Verbände mal für sagen wir ein Monat abziehen würden und den Chinesen das Feld alleine überlassen würden.

Ich bin mir sicher, danach gäbe es kein Piratenproblem mehr, und wie es gelöst wurde will auch keiner wissen

hanslblasta
00
19.11.2009, 03:51
in einem bitterarmen Land

das keine staatlichen Strukturen, sondern nur Warlords und Stammesälteste als Autoritäten kennt und in dem durch eine einzige Piratenaktion ein Lebenseinkommen finanziert werden kann, gibt es zum einen genügend junge Männer, die das Risiko eingehen werden;
zum anderen ist gerade durch die schiere Menge ein solch "assymetrischer Konflikt" nicht lösbar;
der chinesische Angriff, von dem Sie träumen, müßte auch den Tod aller Geiseln in Kauf nehmen, sprich, bei jeder Befreiungsaktion ganz einfach alle Beteiligten töten - aber selbst dann wäre keine Ruhe; eine militärische Aktion im Hinterland wäre denkbar, aber selbst gering informierte Laien wie ich können sich die Schwierigkeiten einer solchen Aktion ausmalen

Jürgen Rembremerding
00
11.11.2009, 16:37
"Pilatenploblem!"

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