Hinweise auf Mitwisser

Fall Kampusch: Heißere Spur in Österreich

10. November 2009, 19:08

Hinweise aus Deutschland laut Staatsanwalt "nur mittelmäßig interessant" - In Österreich aber gebe es Ungereimtheiten

Wien/Graz - Thomas Mühlbacher, Grazer Oberstaatsanwalt und Chefermittler im Fall Kampusch, mahnt zur Geduld. Erst "in mehreren Wochen" werde man wissen, ob der deutsche Domain-Händler Thomas Vogel schlagkräftige Hinweise auf Mitwisser in dem Entführungsfall habe oder nicht.

Video aus Kampuschs Verlies im Internet

"Die deutschen Behörden haben bei Vogel und einem Freund mehrere Festplatten beschlagnahmt. Diese werden jetzt von Experten systematisch abgesucht, auch auf gelöschte Dateien hin", schildert Mühlbacher im Standard-Gespräch. Wie berichtet behauptet Vogel, dass er im Internet ein Video aus Kampuschs Verlies gefunden habe. Die junge Frau sei darauf schlafend und praktisch nackt zu sehen. Auch besitze er den Brief eines Freundes von Entführer Wolfgang Priklopil, aus dem hervorgehe, dass Kampusch freiwillig bei "ihrem Wolfi" geblieben sei.

Sechs Domains mit dem Namen Kampusch reserviert

All dies gibt Vogel auf einem Videofilm zum Besten, der im Internet abrufbar ist. Auf der Startseite der dazugehörigen Homepage ist ein Schreiben aus der Wiener Anwaltskanzlei Gabriel Lansky abgedruckt. Darin werden User auf "massive Rechtsverletzungen unserer Mandantin" in Vogels Domains hingewiesen. Die diesbezügliche Auseinandersetzung laufe schon seit Jahren, erklärt dies Kampuschanwalt Gerald Ganzger: "Vogel hatte sechs Domains mit dem Namen Kampusch reserviert. 2007 gab er sie auf, nachdem wir ihm 500 Euro Anmeldungskosten erstattet hatten."

Ungereimtheiten in Österreich

Chefermittler Mühlbacher schätzt die Deutschlandspur indes als "nur mittelmäßig interessant" ein. In den vergangenen Jahren hätten Polizisten "bereits mehrfach versucht, mit Vogel Kontakt aufzunehmen". Dieser habe jeweils zugesichert, die ihm vorliegenden Dokumente zur Verfügung zu stellen - um dann "einen Rückzieher zu machen". Laut Mühlbacher sind die derzeitigen Ermittlungen in Österreich "weit brisanter": "Hier gibt es Ungereimtheiten, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten."

Rolle des Priklopil-Freundes ungeklärt

Ungeklärt ist etwa die Rolle des Priklopil-Freundes Ernst H. Dieser erschien am Dienstag bei einer Berufungsverhandlung gegen Kampuschs Vater Ludwig Koch nicht. Koch, der in erster Instanz wegen versuchter Nötigung H.s zu zwei Monaten bedingt verurteilt worden war, verließ das Grazer Oberlandesgericht mit einer rechtskräftigen 240-Euro-Geldstrafe. Am Rande des Prozesses der Mutter Kampuschs, Brigitta Sirny, gegen Martin Wabl hatte Koch H. abgepasst und ihm gegen die Brust gestoßen: "So, also, jetzt sprech ma." (Irene Brickner, Walter Müller, DER STANDARD Printausgabe, 11.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 151
1 2 3 4
OGHaha
02
11.11.2009, 23:10
So, ich erkläre jetzt die NK Festspiele für dieses Monat für beendet. Der nächste Termin ist dann noch vor Weihnachten.

Sonderermittler Leprechaun
12
12.11.2009, 08:51
Was hat Frau Kampusch mit Psychos zu tun

Was soll Natascha K. über einen Herrn V. sagen als:
"Völlig irr dieser Typ !"

Es gibt eine Querverbindung zu einer "anderen Baustelle" und:
"die Polizei ist im Wahnsinn gelandet"

Von der anderen Baustelle (Namens Genderwahn) hat man vorige Woche den "Chef" verhaftet.
Die haben sich auch mit Kampusch beschäftigt,
allerdings nur im "Nebenjob".

Jetzt gibt es hoffentlich wirklich einen
Monat Pause.

http://warteschlange.twoday.net/stories/6039152

suboptimal
 
24
11.11.2009, 23:28
nix, da, der geschwätzige Herr Wichtig hat dem Verdächtigen bereits mitgeteilt,

was er ihn am Freitag fragen will. Kein Wunder, dass der "Chefermittler" vom Telefon nicht mehr wegkommt. Wir haben nur einen Tag Schnaufpause.

Fall Kampusch: Am Freitag neue Aussage
http://diepresse.com/home/pano... h/index.do


Ich verlange eine Liveschaltung!

Sonderermittler Leprechaun
24
11.11.2009, 20:42
@derstandard

Bitte zahlts dem Präsidenschaftskandidaten W. ein paar Bier und interviewt ihm.
Vielleicht redet sich der Autor und Ex-Richter in so einen Wirbel dass auch er mal vor Gericht steht.

graeslein
 
02
12.11.2009, 04:26



Stand er doch schon, wegen Amtsanmaßung, als er sich als Polizist ausgab ....

Sonderermittler Leprechaun
01
12.11.2009, 08:52

"I bins dei Präsident"
;)

Der beim Kottan war auch kein echter *gg*

Tiefschürfer
 
65
11.11.2009, 16:54
Das TAGEBUCH eines Verbechensopfers während der Dauer dessen rechtswidrigen Freiheitsentzuges ist in der Regel ein BEWEISMITTEL.


Das öffentkliche Interesse an der Verbrechensaufklärung und der Verhinderung weiterer Verbrechen hat hier Vorrang zu haben.
Was im Zuge der Begehung eines OFFIZIALDELIKTS geschieht, IST NICHT MEHR "PRIVAT"!

Frage: begeht nicht jede/r, der dennoch unter dem Titel "Schutz der Privatsphäre" verhindert, dass Beweismittel zu den Akten gebracht werden, das Delikt der BEGÜNSTIGUNG (§299 StGB)?

Also: WO SIND DIE TAGEBÜCHER ???
Sie gehören zu den Akten!




graeslein
 
04
12.11.2009, 04:44



Recht tief haben Sie jedenfalls bei 299 nicht geschürft.

Von Begünstigung kann durch die Nichtherausgabe eines Tagebuches keine Rede sein, falls überhaupt eines vorhanden ist, was ich nicht weiß. Sie hat außerdem ein Entschlagungsrecht, was Dinge anlangt, die ihr "zur Schande gereichen" (Gesetzestext).

Tiefschürfer
 
30
12.11.2009, 16:06
Entführt zu werden und unter zwang Dinge tun zu müssen, die der mensch aus eigenem nicht täte IST ABER KEINE SCHANDE.


Bleibt allerdings die Überlegung der Straflosigkeit der Begünstigung naher Angehöriger -in aller Unschuldsvermutung.
...

Nun denn, liebe Staatsanwaltschaft...


Ajaxerle
51
11.11.2009, 18:34

Solange alles im Dunkeln bleibt, ist die N.K. in den Medien präsent und ihre Kassa wird zunehmend weiter gefüllt.

graeslein
 
00
12.11.2009, 04:46



Selbst wenn das so wäre, was daran wäre verwerflich? Eine Person die mit 21 nicht mal einen Hauptschulabschluss hat, muss ja von irgendwas leben.

haphazardly
00
17.11.2009, 12:23

na, wer mit 21 noch über keinen hochschulabschluss verfügt, hat ja bekanntlich auch sonst kaum noch perspektiven! ;-)

Sonderermittler Leprechaun
04
11.11.2009, 20:38

Ja.
Sie soll nur weiter viel Kohle mit den Idioten machen.
Unendlich viel.

Der Spiegel welchen sie Österreich vor das Gesicht hält könnte direkt von Frau Jelinek sein.

Harry Y.
01
12.11.2009, 03:00

Ich schaudere nur noch bei dem Gedanken, wie es ihr wohl gehen muß.

suboptimal
 
34
11.11.2009, 19:01
Die ersten Bücher nach der Flucht waren aber von Wabl, Edelbacher,

und ihr entmündigter Hauptzeuge Vogel hat auch unverzüglich mehrere Domains auf ihren Namen angelegt

Sonderermittler Leprechaun
02
11.11.2009, 20:39

Beim Pornodreh scheint der V. selbst in eine Streckmaschine geraten zu sein . hat etwas Straussartiges.

Straus ?
Nein nicht der Komponist, der V.

suboptimal
 
13
11.11.2009, 17:53
Die Tagebücher hat der "Kronzeuge" des Staatsanwalts,

ein gewisser Herr Vogel, wie er sagt. Dort steht alles über die Mittäter drin. Bitte sich an ihn zu wenden. ... :-)

ta tü
01
11.11.2009, 17:16

je mehr darüber geschrieben wird, desto sicherer werden sie ja wohl verschwunden sein.

Dozehnt des Jahres 2009
01
12.11.2009, 04:06
Kein Problem

Die H.tler Tagebücher hat man auch für echt gehalten,
vielleicht arbeiten schon Fälscher *gg*

free spirit
44
11.11.2009, 16:45
...Heißere Spur in Österreich...

die überschrift sollte viel mehr lauten: heißere luft in österreich...

schon die inbetrachtnahme von vogel als beweismittellieferant ist eine zusätzlich absurdifizierung der causa kampusch und dient einzig und alleine zur vermehrung der lügen und spekulationen um den fall.

so wird demnächst endlich der letzte funken glaubwürdigkeit und seriösität all der an der aufklärung dieses falles beteiligten personen zum teufel gegangen sein...

niemals hätte vogel mit seinen behauptungen so ein breites podium erhalten dürfen.

noch selten hat ein staatsanwalt unprofessioneller agiert.

ta tü
00
11.11.2009, 17:18

fairerweise muss man sagen: er hat sich mit einem selbstinterview ins internet gestellt und damit gewisse medien angelockt.

Eine Kreatur
23
11.11.2009, 14:07
wie wäre es ..

wenn das österreichische justiz- und polizeiwesen endlich einmal KONSEQUENZEN aus der sache ziehen und die eigenen schwächen beheben würde?

was da in justiz und polizei schief gelaufen ist, passt ja fast auf keine kuhhaut mehr ..

Wieviel Demokratie ist es bitte?
01
11.11.2009, 17:31
Die Republik

orientiert sich an Kafka und Potemkin, d.h.: es gilt nichts, es ist nichts so wie es scheint, sie ist in einem verheerenden Zustand und wo nichts gilt, nichtmal eine Verfassung, gibt es auch keine Konsequenzen. Niemand hat die Absicht mal etwas *richtig* zu machen und *straight* durchzuziehen.

ROSAROT17
01
11.11.2009, 16:48
in Österreich? Konsequenzen? LOL....

Wahl 09
02
11.11.2009, 13:50

was ich mich frage ist wie man "zufällig", einfach so halt ein kinderpornovideo findet auf dem natascha kampusch zu sehen ist.

also konkret: wie findet man zufällig eine solche seite? wie findet man den konkreten inhalt? steht dann als beschreibung darunter: "auf diesem video ist natascha kampusch zu sehen"?
und selbst wenn es so ist - wenn man das dann "nachprüft" wie dieser hr. vogel - wie mache ich das ohne illegales material zu konsumieren und die kriminellen hersteller solcher "dienste" zu unterstützen?

oder anders gesagt: sehe ich es richtig, dass hr. vogel behauptet aus dienst an der allgemeinheit, aus verantwortung ggüber der wahrheit hat er sich auf einschlägige seiten begeben und einschlägiges material "geprüft"?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 151
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.