Diskriminierung im Job im Vormarsch

4. Dezember 2009, 10:50
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    foto: apa/frank may

    64 Prozent der EU-Bürger befürchten, dass es zu mehr Benachteiligungen aufgrund des Alters kommen wird

EU-Bürger erwarten mehr Diskriminierung im Arbeitsmarkt - Junge Arbeitnehmer könnten benachteiligt werden

Brüssel - Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt befindet sich in der EU im Vormarsch. Wie die Europäische Kommission aufzeigt, hat die Wirtschaftskrise daran einen nicht unwesentlichen Anteil. Seit ihrem Ausbruch hat die Angst vor Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt deutlich zugenommen. 64 Prozent der EU-Bürger befürchten, dass die Rezession zu mehr Benachteiligungen aufgrund des Alters führen wird. Darüber hinaus habe sich das Problem der Diskriminierung im vergangenen Jahr generell verschärft. Jeder sechste EU-Bürger sei in dem Zeitraum diskriminiert worden.

Junge Arbeitnehmer benachteiligt

"In vielen europäischen Ländern sind ältere Arbeitnehmer besser in den Arbeitsmarkt integriert als jüngere. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend intakt bleibt", erklärt Werner Eichhorst, stellvertretender Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit. Dem Experten zufolge haben viele Arbeitgeber angesichts des demographischen Wandels erkannt, dass sie ältere Arbeitnehmer nicht willkürlich abbauen können.

"Für junge Arbeitnehmer sieht der Trend hingegen deutlich negativer aus", meint Eichhorst. Allerdings zeichne sich in den kommenden Jahren besonders für hoch qualifizierte junge Arbeitnehmer eine Entspannung ab. Die aktuelle Lage dürfe nicht zu pessimistisch betrachtet werden, so Eichhorst.

16 Prozent Opfer von Diskriminierung

Nach Angaben von 58 Prozent der EU-Bürger ist Altersdiskriminierung in den EU-Ländern bereits weit verbreitet. Die Rezession werde darüber hinaus zu einer Steigerung führen. Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise ist die Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten stark gestiegen. Im Fall von Diskriminierungen oder Belästigungen gibt jedoch nur jeder dritte Europäer an, seine Rechte zu kennen. Das Alter ist der Europäischen Kommission zufolge nach wie vor der meistgenannte Diskriminierungsgrund.

Nach eigener Einschätzung sollen in diesem Jahr insgesamt 16 Prozent der Europäer Opfer von Diskriminierung aufgrund der Rasse, der Religion bzw. Weltanschauung, einer Behinderung oder der sexuellen Ausrichtung geworden sein. "Die Ergebnisse zeigen auf, dass noch eine Menge zu tun bleibt, um den Menschen bewusst zu machen, dass sie ein Recht auf Gleichbehandlung haben, und dafür zu sorgen, dass Gleichstellung keine Worthülse bleibt", so der für Chancengleichheit zuständige EU-Kommissar Vladimír Špidla. (pte)

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13 Postings
Management Quatscher
05
4.12.2009, 14:48
Schade

Vor zwei Jahren waren die Zeitungen voll mit Artikel über den angeblich ab dem Jahr 2010 (spätestens !!!)drohenden Arbeitskräftemangel, über die viel zu geringe Zahl an jungen Arbeitskräften ("wir brauchen mindestens 50.000 zusätzliche Zuwanderer pro Jahr"), die demographische Wende ("der Fachkräftemangel gefährdet das Wachsum"), ....

Irgendwie ist aus dem drohenden Arbeitskräftemangel (wieder mal) nix geworden.

Schade, es haben sich alle - alt und jung und mittelalt - schon so gefreut als Arbeitskraft heiss umworben und begehrt zu sein.

Aber 2015 geht´s dann wirklich los.

politisch verfolgt
01
4.12.2009, 16:10
nein

alles falsch.
erst vor wenigen tagen hat eine neue, zukunftsweisende allianz aus grünen, der iv und der caritas mehr zuwanderung gefordert. diese über jeden verdacht erhabenen top-experten wollen nur unser bestes und haben kraft ihrer expertise sowie ihrer moralischen überlegenheit selbstverständlich recht.

super web checker
102
4.12.2009, 11:12
Falsch! Diskriminierung nimmt ab.

Ältere Menschen sind auf dem Arbeitsmarkt zunehmend benachteiligt. Das ist unbestritten.

Grund ist aber nicht Diskriminierung sondern ganz einfach weil ihre Leistungsfähigkeit dramatisch sinkt. Einsatzbereitschaft, Unterstützung von permanenten Veränderungen, globalisierte Wirtschaft und rasch veraltetes Fachwissen sind Entwicklungen die gegen ältere Menschen sprechen.

Es ist einfach bei Erfolglosigkeit nach Diskriminierung zu rufen, aber es ist völlig sinnlos und kann die Situation nicht verbessern.

Kein Arbeitgeber kann es sich leisten Personalentscheidungen wegen Freundschaft, Rasse, Alter oder sonst was zu treffen. Wenn jemand einen Job erledigen kann, kriegt er ihn auch. Wenn nicht, dann nicht.

unterwurzachersepp
00
8.12.2009, 00:16
Lernen Sie Erfahrung.

ruamzuzler
01
8.12.2009, 10:13

Leider treffe ich nur Firmen, die für meine Erfahrung nicht mehr bezahlen wollen. Wenn Erfahrung wirklich zählen würde, hätten wir kein Problem auch mit 50 noch einen Job zu finden.

Sabine Werner
01
6.12.2009, 10:20

Wenn der Schwachfug stimmt, den sie da von sich geben, müssten sie sich eigentlich spätestens mit 45 selbst aus der Firma verpfeifen, und wenn sie ein EinMann Betrieb sind, sofort in die Pension - sind ja nicht mehr leistungsfähig! Selten sowas Menschenverachtendes gesehen, sie schreiben, als ob sie von 90jährigen sprechen. Aber wahrscheinlich sind sie eh ein Troll, der sich über die Reaktionen freut.

G e o r g
00
4.12.2009, 17:20

Ist das Posting zusammen mit deinem Nickname Realsatire?

RS69
 
00
4.12.2009, 15:33

Sie sind kein Arbeitgeber?

typograph
00
4.12.2009, 14:02
Nun ja Herr Super Web Checker ...

Ihre Äußerungen sind eine generelle Beleidigung:
- des guten Geschmacks
- der Wahrheit
- der Menschlichkeit

serotonin
00
4.12.2009, 13:14

Ihr Posting ist selbst eine skandalöse Diskriminierung ältererer Menschen und eine Verallgemeinerung, zu der nur sehr dumpfe Individuen fähig sind.
Schämen sie sich für so viel Ignoranz und Menschenverachtung. Ich wünsche ihnen, dass sie mit 60 gesund sind und vielleicht eignen sie sich bis dahin noch ein paar geistige Qualitäten an, sie werden sie brauchen...

Management Quatscher
04
4.12.2009, 12:46

Das hat nichts mit Einsatzbereitschaft, globalisierter Wirtschaft und Fachwissen zu tun.

Die Unternehmen sind der Meinung, "Jüngeren" wenig zahlen zu müssen, am besten sollen die "Jungen" einmal eine zeitlang gratis arbeiten.

Die Unternehmen haben immer Ausreden, warum sie keine angemessenen Löhne zahlen.

Bei den Älteren ist es die mangelnde Flexibilität, das veraltete Wissen, ... bei den Jüngeren ist es die mangelnde Erfahrung, die mangelnde Qualifikation und die mangelnde "soziale Kompetenz".

Man kann es sich halt leisten wählerisch zu sein und den Leuten zu sagen sie seien zu jung oder zu alt oder sonst irgendwas. Einfach weil es einen Überschuss an Arbeitskräften gibt.

typograph
01
4.12.2009, 14:00
"Die Unternehmen sind der Meinung, "Jüngeren" wenig zahlen zu müssen, am besten sollen die "Jungen" einmal eine zeitlang gratis arbeiten. "

Exakt genauso sehe ich das auch, bzw. genau so ist es!

T-Minus1
00
9.12.2009, 12:32
.... jüngeren weniger zahlen zu müssen ............

Diese Firmen-Philosophie erweist sich ala long als PyrrusSieg. Binnen kürzester Zeit hochgepushte KommunikationsJunkis mit wenig Erfahrung, wenig Profil, wenig Engagement, und summa summarum wenig Qualität fallen die Karriereleiter hinauf. Unzufriedene und abgesprungene Kunden sind die Folge dieses Reduktionsdenkens.

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