
Alfred Gusenbauer und die StudentInnen - Eine harmonische Beziehung.

Auch an Tag 21 bleibt das Audimax besetzt.
UPDATE 20.30: Tag 21 der Audimax-Besetzung neigt sich dem Ende zu. Auch viele weitere Hörsäle in den Landeshauptstädten blieben weiter besetzt. Am morgigen Donnerstag wird sich erstmals auch der Nationalrat mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen. Außerdem demonstrieren morgen Studierende gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien.
UPDATE 20.15:
In Innsbruck kam es am Mittwochabend zu einer gemeinsamen Kundgebung von Studenten und ÖGB. Die Polizei sprach von etwa 600 Teilnehmern.
Ausgehend vom Sitz der Industriellenvereinigung in der Salurnerstraße setzte sich ein Menschenzug über die Wirtschaftskammer in Richtung der Fakultät der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SOWI) der Innsbrucker Universität fort. Prominent vertreten waren vor allem die Metallgewerkschafter.
Mit den Worten: "Wir lassen uns nicht wie eine Martinigans schlachten. Wir wehren uns," stimmte der Landessekretär der Tiroler Metaller, Robert Koschin, die anwesenden Demonstranten gegen 17.30 Uhr auf den bevorstehenden lautstarken Marsch in Richtung SOWI ein.
Kämpferisch war auch der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Gerhard Schneider: "Wenn heute Studenten und Arbeitnehmer gemeinsam marschieren, wird das nicht das letzte Mal gewesen sein", sagte er.
Die Solidarität zwischen Gewerkschaftern, Arbeitnehmern und den Studierenden erklärte Daniel Sailer, Sprecher der Besetzer der SOWI-Aula, damit, dass beide Gruppen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Es fehle überall an Geld.
UPDATE 17.00: Im Rahmen der internationalen Protestwoche, zu der die Studentenplattform "International Student Movement" vom 9. bis 18. November aufgerufen hat, sind mittlerweile an fast 20 Universitäten in Deutschland und an der Uni Basel Räume besetzt worden.
UDATE 16.00: Einen "Hilferuf" richten die Universitätsinstitute für Psychologie anlässlich der "immer prekäreren Lage" der Studienrichtung an Bundespräsident Heinz Fischer. "Die chronisch herrschenden Zustände, die sich weiter verschlechtern statt verbessern, bedeuten nichts anderes als die Vernichtung unseres Fachs", schreibt der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie, Oliver Vitouch, in einem Offenen Brief. Derzeit würden in Österreich 1.620 Personen ein Psychologie-Studium beginnen, in Deutschland seien es bei zehnfacher Einwohnerzahl 3.500, heißt es weiter. Die eben in Kraft getretene Novelle des Universitätsgesetzes würde für Österreich sogar eine Steigerung bis 2.300 Studienanfänger pro Jahr ermöglichen - das wären bei fünf Studienstandorten zwei Drittel der Zahl der Studienanfänger in Deutschland mit künftig 47 Standorten.
UPDATE 15.20: In Innsbruck wird heute abend demonstriert. Die Studierenden der besetzten "SOWI-Aula" der Uni Innsbruck und der ÖGB Tirol rufen zu einer gemeinsamen Kundgebung für eine "besseren und sozial gerechteren Zukunft" um 17 Uhr auf. Der Demonstrationszug soll beim Gebäude der Industriellenvereinigung in der Salurnerstraße starten und über das Wirtschaftskammergebäude bis zur Sozialwissenschaftlichen Fakultät ziehen.
UPDATE 15.10: Wie unten in der Auflistung schon enthalten: Seit heute ist an der Linzer Johannes Kepler Universität wieder ein Hörsaal besetzt, dabei handelt es sich um den 100 Personen fassenden Hörsaal 3. Die Besetzer wollen ihre Solidarität mit der Besetzung des Audimax der Universität Wien bekunden sowie ein neun Punkte umfassendes Forderungspaket durchsetzen. Geplant sei eine Besetzung bis zum Jahresende. Die Leitung der Universität: "Eine gewaltsame Räumung kommt nicht infrage."
UPDATE 15.00: Heute abend wollen die Besetzer des Audimax der Uni Wien darüber entscheiden ob sie das Gesprächsangebot von Rektor Winckler annehmen sowie am Hochschul-Dialog, zu dem Wissenschaftsminister Hahn eingeladen hat teilnehmen. Bislang war es eine Forderung der Besetzer, dass sich Winckler den Fragen der Studierenden im Audimax stellt. Das für 19. November vom Rektorat vorgeschlagen Gespräch soll im Juridicum stattfinden.
UPDATE 14.45: Seit Tagen sind die Proteste mittlerweile nicht nur auf Österreich beschränkt, Uni-Besetzungen finden vermehrt auch in anderen europäischen Städten statt. Hier eine kurzer Überblick über die derzeit Unis, an denen derzeit Hörsäle in Österreich, Deutschland und der Schweiz besetzt gehalten werden:
Österreich: Uni Wien, TU Wien, Boku Wien, Uni Graz, Uni Salzburg, Uni Innsbruck, Uni Klagenfurt, Akademie der bildenden Künste in Wien, Kunstuni Linz, Uni Linz.
Deutschland: Uni Duisburg, Uni Essen, TU Dresden, Uni Potsdam, FU Berlin, Uni Mainz, Hochschule Niederrhein, Uni Tübingen, Akademie der bildenden Künste München, Uni Heidelberg, Uni Landau, Uni Greifswald.
Schweiz: Uni Basel.
UPDATE 13.15: Graz - Rund 70 Lehrveranstaltungen an der Universität Graz sind seit Wochenbeginn in ein Kino ausgelagert worden. Bis zu 650 Studierende finden im Annenhofkino Platz. Drei Säle der sogenannten Vorklinik sind nach wie vor von Studierenden besetzt werden. Die Besetzergruppe "Unigrazgehörtuns" hat dort für diese Woche ein Programm mit rund 30 Veranstaltungen organisiert.
UPDATE 13.00: Heute erschienen ist die dritte Ausgabe des "Morgen", der "U-Bahnzeitung der Protestbewegung" erschienen. Darin bekundeten Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel und der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten - Wolfgang Katzian - ihr Unterstützung für die Studierenden.
UPDATE 12.45: Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) erwägt wegen der Verwendung von Reserven zur Unterstützung der Proteste eine Klage gegen die ÖH. RFS-Obmann Philipp Schrangl will sich "rechtliche Schritte offenhalten, um das zu verhindern". Proteste gegen Wissenschaftsminister Hahn oder gegen Zugangsbeschränkungen unterstütze man. Lediglich für ein Schmunzeln sorgen die Klagsankündigungen bei der ÖH. Diese seien ein "ziemlich lächerlicher Versuch, die Anliegen der Studierenden in den Dreck zu ziehen", so ÖH-Chefin Sigrd Maurer.
UPDATE 12.30: Das BZÖ will künftig mit einer Einschreibgebühr von 5.000 Euro den Zugang für ausländische Studierende an heimischen Unis beschränken. ÖsterreicherInnen soll es nach absolvierter Matura oder Studienberechtigungsprüfung ein Uni-Bonus gutgeschrieben werden. "Damit schaffen wir eine Auslese", die noch dazu EU-konform sei, so Bündnischef Josef Bucher am Mittwoch. Die Einschreibgebühr soll sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen eingeführt werden. Den Misstrauensantrag der Grünen hält Bucher jedenfalls für "unterstützenswert", kein Verständnis zeigt er weiterhin für die derzeitigen Studierendenproteste.
UPDATE 12.15: Für den 25. November - an dem auch der von Wissenschaftsminister Hahn einberufen Hochschuldialog stattfinden sollen - planen die Vertreter der besetzten Unis eine Gegenveranstaltung und rufen zu einem bundesweiten Studierendentreffen auf. Auch einen Termin für die dritten bundesweiten Proteste gibt es: Am 5. Dezember soll wieder bundesweit demonstriert werden. Am Folgetag soll es einen "großen Bildungsgipfel" geben, zu dem auch Experten aus dem Bildungsbereich eingeladen werden.
UPDATE 12.00: Zur morgigen Sondersitzung: Für die Grünen soll die Sondersitzung nur ein "Startpunkt für eine intensive Diskussion sein". "Wir haben einen Uni-Sondernotstand", so Werner Kogler bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Studierenden hätten "erstmals eine Grundsatzdebatte" geführt, dafür gebührt ihnen "nicht Spott, sondern Dank", so der grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald. Bei der Sondersitzung wollen die Grünen einen Antrag einbringen, der den Universitäten als jährlich 200 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen soll, damit das Ziel, im Jahr 2020 2 Prozent des BIP für die Universitäten auszugeben, erreicht werden kann. Die Forderungen seien "keine Utopie", so Kogler, da es sich um Mehrheitsbeschlüsse des Nationalrates, die lediglich noch nicht umgesetzt worden seien, handelt.
Die Regierungen der letzten Jahre haben in der Uni-Politik die Bevölkerung "getarnt, getäuscht, beschönigt und verleugnet". Dies sei nicht zuletzt der Grund dafür, dass die Grünen in der morgigen Sitzung einen Misstrauensantrag zur Absetzung von Wissenschaftsminister Hahn einbringen. Hahn sei nicht zuletzt durch seine Nominierung als EU-Kommissar eine "lame duck" geworden. Die Grünen wollen morgen in einem Entschließungsantrag angesichts der steigenden Studierendenzahlen aus Deutschland, der "mittelfristig zusätzliche Probleme aufwerfen kann", die Bundesregierung dazu auffordern, "ehest möglich bilaterale Gespräche über Transfer- oder Ausgleichszahlungen mit der Bundesrepublik Deutschland zu beginnen".
UPDATE 11.45: Die Leitung der Uni Wien hat die Vertreter von Hochschülerschaft, Audimax-Besetzern, Betriebsrat sowie Dekane und Studienprogrammleiter zu Gesprächen 19. November ins Juridicum eingeladen. Dabei soll der Hochschul-Dialog zu dem Wissenschaftsminister Johannes Hahn am 25. November eingeladen hat vorbereuitet werden. "Die Universität Wien will für den Hochschuldialog gut vorbereitet sein. Daher ist es wichtig, dass wir konstruktive Gespräche beginnen", so Winckler. Man habe den Rahmen für diese Gespräche bewusst breit angelegt, betonte der Rektor. Man solle nicht über den Ort von Gesprächen zu streiten - im Mittelpunkt stehen die Themen.
UPDATE 11.30: Der Wiener Kultur- und Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) hat gestern im Audimax sein Unverständnis darüber ausgedrückt, dass die "Banken Staatshaftungen ohne besondere Auflagen bekommen und die Universitäten gleichzeitig massiv unterfinanziert sind". Mailath-Pokorny forderte dazu auf, die Zinsen für "Bankenmillarden" für die Uni-Finanzierung heranzuziehen. "Die Zinsen für diese Staatshaftungen wären als Investition in Bildung gut angelegt - für die Budgetsanierung werden diese Beträge ja scheinbar nicht gebraucht", so Mailath-Pokorny. Der Stadtrat trat weiters dafür ein, das Unibudget schon 2015 auf "mindstens 2 Prozent des BIP" anzuheben.
UPDATE 11.15: Erste Anträge bezügliche der Finanzierung der Proteste - wöfür die ÖH bis zu 100.000 Euro - sind bereits bei der Hochschülerschaft eingelangt. Diese werden nun geprüft. Sie stammen vor allem aus dem Bereich der Versorgung wie der sogenannten "Volxküche".
UPDATE 10.30: Die ÖH hat auf einer Pressekonferenz einen Forderungskatalog präsentiert. Sie fordern die Anhebung des Hochschulbudgets auf zwei Prozent des BIP bis 2015 und wollen, dass die Regierung wegen Ausgleichszahlungen in Verhandlungen mit Deutschland tritt. Eine weiteres Anliegen ist ihnen die Verbesserung der Information vor Studienbeginn. Dazu wird es ab dem Sommersemester 2010 eine Studienplattform geben, bei der alle 400 Studienrichtung in Österreich vorgestellt werden.
Die ÖH fordert die Regierung auf, einen "Hochschul-Konvent" einzuberufen, bei dem alle am Hochschulsystem beteiligten Akteure teilnehmen sollen. Ein Drittel der Teilnehmer soll sich aus Studierenden bilden.
Die ÖH unterstützt weiterhin die Proteste an Österreichs Unis, die die "richtige, adäquate Konsequenz" aus dem "bildungspolitischen Koma" der letzten 10 Jahre seien. "Die Unis brennen. Das ist keine Überraschung", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. Auch ein nahes Ende erwartet die ÖH-Führung nicht: "Ich glaube, es kann für mehrere Wochen weitergehen", so die Vorsitzende Sigrid Maurer.
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Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an. Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen. Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt.
Gusenbauer zeigt Verständnis für Proteste
Am Mittwoch hat der ehemalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer einen Vortrag zur Bildung an der Universität Klagenfurt gehalten. Dabei hat er Verständnis für die Proteste gezeigt. "Wäre ich Student, würde ich auch protestieren", so Gusenbauer. Bei dem Vortrag forderte Gusenbauer dazu auf, die Wirtschaftskrise auch zu einem bildungspolitischen Umdenken zu nutzen. "Es gibt nur einen Bereich, wo unser Geld gut angelegt ist - und zwar Bildung", wird Gusenbauer in einer Aussendung der ÖH Klagenfurt zitiert.
Auf der Suche nach dem/der "SuperwissenschaftsministerIn"
Auf der Wirtschaftsuniversität Wien hat sich einen Gruppe zu den Protesten zusammengeschlossen. Die Gruppe "Unsere WU" will in Anspielung auf die ÖVP-Suche nach dem "Superpraktikant" mit einem eigenen Bus nach dem/der "SuperwissenschaftsministerIn" suchen. Dabei wollen die Studierenden die gleichen Orte ansteuern, an denen der ÖVP-Bus nach Kandidaten ausschau hält. Neben der WU soll der Bus auf der Mariahilfer Straße und am Uni-Campus der Uni Wien Station machen.
Neue Ausgabe der Studierendenzeitung erscheint
An diesem Mittwoch werden die Besetzungen vor allem zu neuerlichen Diskussionsrunden, Vorträgen und Sitzungen in Arbeitsgruppen genutzt. Eine neue Ausgabe der Besetzungszeitung "Morgen" wird heute erscheinen und in Wiens U-Bahnen verteilt. Auch in Deutschland haben sich vermehrt Studierende Hörsäle an ihren Universitäten besetzt. Für kommende Woche ist dort ebenfalls eine Aktionswoche angekündigt. (seb, derStandard.at, 11.11.2009 / APA)
Nachlese Tag 20: Studierende fordern Stellungnahme der Uni-Leitung im Audimax
Links
Homepage der Besetzungen in Österreich: unsereuni.at
Homepage der Besetzungen in Deutschland: www.unsereunis.de
Facebook: "Audimax Besetzung in der Uni Wien - die Uni brennt"
Protest auf der Akademie der Bildenden Künste: www.malen-nach-zahlen.at
Uni braucht Raum für Sitzungen und Veranstaltungen - Studenten: Angebotener Ersatzraum "viel zu klein"
Universitätskonferenz-Chef Sünkel: Mittel für Bildung und Forschung aufstocken statt kürzen
Nur noch 2.050 Studenten sollen an WU anfangen dürfen - SPÖ will Antrag wegen Rechtswidrigkeit nicht zustimmen
Warum "Audimaxistin" Martina Pfingstl den Hochschuldialog sinnlos findet, den Bolognaprozess abschaffen würde und wieso sie Beatrix Karl für "visionslos“ hält
WU Wien würde mit Beschränkung der Studienplätze andere Universitäten belasten - Rektor Winckler will auf Entscheidung warten
TED-Voting-System an Vetmed für mehr Interaktion mit Studenten - Karl sieht "nachhaltige" Verbesserungen
Wissenschaftsministerin traf studentische Protestbewegung: Keine inhaltliche Annäherung und "Rücktrittsforderungen" - Eine Nachlese des Liveberichts
Ministerin Karl sagte 2,9 Mio. Euro für u.a. Bibliothek und mehr Lehrende zu
Wissenschaftsministerin wünscht sich "in allen Bereichen die Besten"
Sünkel fordert Wissenschaftsministerium zu Standortbereinigung auf
Ausverkauft ist ausverkauft, in der Oper wie auf der Universität, meint die neue Wissenschaftsministerin Beatrix Karl
Uni Wien hat Schaden von 1,5 Mio. Euro - Ansonsten nur Kosten an Unis Linz, Salzburg, Innsbruck und Graz
Kostenexplosion soll laut Wissenschaftsministerin durch Zugangsbeschränkungen ausgeglichen werden
Minister sind zu Zeitpunkt der Demo noch in Budapest - Fünftägige "Trauerfeier" im Audimax
Wissenschaftsministerin will nicht ohne strukturelle Änderungen "permanent mehr finanzielle Mittel ins Uni-System hineinstopfen"
Proteste angedroht - Eklat bei Fragestunde mit Studenten "durchaus möglich"
Neue Wissenschaftsministerin bei EU-Bildungsrat in Brüssel
Wissenschaftsministerin Karl erfreut über Aussage von Schavan - Kuntzl: "Export schwächerer Studierender nach Österreich"
Obwohl eine "Grauslichkeit", müsse eine Numerus Clausus in Betracht gezogen werden
Mehr Flexibilität bei Leistungsvereinbarungen nötig - Für "Tausch" Gesamtschule gegen Uni-Zugangsregeln
Um politisch Interessierte für die Hochschulpolitik zu gewinnen, will die ÖH "partizipativer" werden
Derzeit "völlig unzureichende staatliche Finanzierung" der Unis - "Unzumutbare Studienbedingungen in vielen Fächern" - Bei freiem Zugang vollständige Finanzierung
Audimax-Bewegung tauscht Identität gegen Direktübertragung
Studierende bereiten neue Aktionen vor - Vergangenes Jahr schob die Exekutive wegen der Proteste 7.815 Überstunden
Gerald Bast, Rektor der Angewandten, über das "neue" Selbstbewusstsein der Unis nach den Studenten-Protesten und "politische Kulturlosigkeit" in Österreich
Dieser kritisiert das schlechte Betreuungsverhältnis an Unis, die Relationen zwischen Studierenden und Lehrenden seien "ungünstig"
"Uni brennt!" steht für eine Bewegung, die aus dem neoliberalen Zeitgeist aussteigen will - Von Judith Schacherreiter
Angespeiste Studierende, überfüllte Horsäle, leere Kassen: Die neue Ministerin braucht viel Durchsetzungskraft – und einiges Sitzfleisch
Streik, Blockaden und Gegengipfel - 50 Personen mit Vorbereitung beschäftigt
IHS-Experte begrüßt Plan für Arbeitserlaubnis für ausländische Uni-Absolventen
Partizipation im Internet - Arbeitsgruppe fordert Live-Schaltung
Faulhammer: "Umfassende Lösung" angestrebt, nicht nur für Medizinstudium - Alte österreichische Lösung soll für alle gelten
Protest soll weitergehen - Fixpunkt wöchentliche Plena
Online-Plattform zur Diskussion über Zukunft der Unis eingerichtet - Zwischenbericht im April, Empfehlungen bis Sommer
Hörsaal C1 wurde von Besetzern geräumt, Audimax wird geöffnet
Großteil der Medizinuni-Plätze soll dauernd für Österreicher reserviert bleiben
Polizei war anwesend, musste aber nicht einschreiten - Aktivisten kritisieren Rektor scharf
BZÖ-Chef Bucher will, dass Numerus-Clausus-Flüchtlinge bei Studienbeginn Gebühr zahlen
Kosten für Renovierung noch nicht abschätzbar - Umfrage der Industriellenvereinigung: Nur acht Prozent für weitere Proteste
Politikwissenschafterin Claudia von Werlhof über fehlende Demokratie, neoliberale Ideale und verschulte Universitäten als Grund für die Studierenden-Proteste
Rektor Winckler: Wegen "massiv verschärfter Sicherheitslage" wurden Besetzer und Obdachlose "herausgebeten" - Demonstration mit etwa 400 Teilnehmern
Politisieren und Party: Zwei Monate besetzten StudentInnen den größten Hörsaal der Uni Wien
WU-Rektor Badelt antwortet seinen Kritikern
Über 1000 Studierende protestieren gegen Bildungsabbau - Vizerektor setzt auf Verhandlungen mit den Studierenden: Audimax wird zunächst nicht geräumt
Studenten verbrachten auch die Nacht auf Samstag im Audimax - Sachschäden laut Rektorat in Höhe von 50.000 bis 100.000 Euro - Demo für Dienstag angekündigt - Besetzungen auch an Uni Graz
Auch Uni Graz bleibt bis Sonntag besetzt - Noch kein Gesprächstermin mit Wissenschaftsminister Hahn - 100.000 Euro geschätzer Schaden durch die Proteste
Auch Uni Graz bleibt bis auf weiteres besetzt - Demonstration für Mittwoch geplant - Noch kein Gesprächstermin mit Wissenschaftsminister Hahn
Felber, Menasse und Werner-Lobo besuchen besetzten Audimax - Großdemo für Mittwoch geplant
Uni-Sprecherin: Kostet 16.000 Euro pro Tag - Auch in Linz, Graz und Klagenfurt Besetzungen - Großdemo am Mittwoch
Laut Polizei demonstrierten 10.000 Menschen, laut Veranstaltern 50.000 - Der Protestzug mündete in einer Party im und vor dem Audimax - Demos auch in Klagenfurt und Salzburg
Polizei durchsuchte Hörsaal - Keine Einigung zwischen Hahn und ÖH - Positionen ausgetauscht, weiteres Treffen nicht geplant
Minister Hahn stellt 34 Millionen "aufgesparte" Euro mehr für die Universitäten zur Verfügung - Rektor Winckler will nicht Hahn-Nachfolger werden - Uni Graz stellt zusätzliche 1,5 Millionen Euro aus Umschichtungen zur Verfügung
Auch am Wochenende gehen die Proteste der Studierenden weiter - Im Epizentrum, dem Wiener Audimax, setzt man am Wochenende auf Kultur und Diskurs - derStandard.at berichtet
Trotz ungeheizter Säle bleiben die Unis weiter besetzt - Das Notfallszuckerl von Minister Hahn kann keine Abhilfe schaffen
Faymann erwägt neue Zugangsbeschränkungen - Hahn lädt Besetzer zu Dialog - Pröll rügt Studierende - "Aktionstag" am Donnerstag
Uni-Finanzierung Thema im Ministerrat - Pröll: FH-Studierende bald konkurrenzfähiger - Winckler: "Lücke ist erheblich"
SP-Pensionisten und Lehrende unterstützen Proteste - Aktionstag am Donnerstag - Besetzungen auch in Deutschland
Demos in allen österreichischen Universitätsstädten - Weniger Leute unterwegs als vergangene Woche
Minister setzt auf Hochschul-Dialog - Grüne beantragen Sondersitzung zu Uni: "Realitätsverweigerung" Hahns
Pröll attackiert Protestierende: "Nehmen Land in Geiselhaft" - Linzer Uni nicht mehr besetzt
Bildungs-Volksbegehren "überhaupt nicht fix"- Leitl für Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen
100.000 Euro werden von ÖH aus Rücklagen zur Verfügung gestellt - Volksbegehren von Audimax-Besetzern "nicht fix", es wird nur in einer Arbeitsgruppe darüber nachgedacht
ÖH-Finanzhilfe nicht von allen Studierendenvertretern unterstützt
Insgesamt 34 Besetzungen - Parlaments-Sondersitzung zur Situation an den Unis brachte keine Ergebnisse
Audimax-BesetzerInnen wollen am Hochschuldialog teilnehmen
150 bis 200 Demonstranten warben mit Erlaubnis der Direktion für ihre Anliegen
Unis erhalten zwischen 70.000 und 9 Millionen Euro - Burgtheater will Studierenden ein Forum bieten
Uni Wien bekommt mit Abstand am meisten - Burgtheater lädt Hahn und Studenten zum Dialog - Internationaler Bildungsaktionstag am Dienstag
Kundgebung in Wien "gegen die Ökonomisierung der Bildung" - Ring bis 19 Uhr gesperrt
Am Donnerstag Gespräche an der Uni Wien vereinbart - Auch an der Uni Innsbruck verhandeln Besetzer und Rektor
Gesprächsrunde als Vorbereitung zum Hochschuldialog - Keine konkreten Einigungen
Besetzer beteiligen sich an KindergärtnerInnen-Demo und Protestzug gegen Burschenschafter-Festkommers
Wissenschaftsminister soll wegen Ausgleichs für Numerus-Clausus-Flüchtlinge mit Deutschland verhandeln - Hahn: "nicht zielführend" - ÖH lobt Faymann
Spontandemo vor Amerikanischer Botschaft in Wien - Ein-Monats-Feier im Wiener Audimax - SPÖ will Ausgleichszahlungen für deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge
CDU-Politikerin will Bausparer für Bildung - Schmied drängt erneut auf Ausgleichszahlungen - Eigener Bildungsdialog im Kabelwerk - Studierende laden zur Parallelveranstaltung am Mittwoch - Hahn will "ideologiefreie" Diskussion
Wiener Hochschuldialog und das Casting für "die Drei" - Faymann pocht weiter auf Ausgleichszahlungen - Die Besetzungen in Deutschland und der Schweiz gehen weiter - Gespaltenes Echo zum deutschen Bildungs-Bausparmodell
Sollen Zukunft der Hochschulen thematisieren - Wie, darüber herrscht keine Einigkeit
Entsprechender Gesetzesentwurf von Rektorenkonferenz ausgearbeitet - "Echter Bildungsdialog" endete mit Lichterkette beim Parlament
Rektoren forderten Beschlüsse - Einigung auf Uni Innsbruck möglich
Schavan: "Vieles wird dem Bologna-Prozess zu Unrecht in die Schuhe geschoben" - "Handwerkliche Fehler"
Hochschulrektorenkonferenz-Präsidentin spricht von "Ressourcenproblem"
Studentenvertreter und Wissenschaftsministerium haben sich auf Themen geeinigt, Arbeitsmodus weiter Streitfrage - Demonstration am Samstag
Mitte Dezember erste Treffen - Räumung der Unis keine Bedingung für Teilnahme - Bei strittigen Themen unterschiedliche Konzepte
Besetzer hätten sich nicht "bewegt" - Rektor Winckler am Freitag im Audimax - Studierende appellieren an Stadt Wien in Obdachlosen-Frage
Generalsekretär Kaltenegger will, dass Wiener Rektor handelt, und unterstützt polizeiliche Maßnahmen - Rektorat setzt auf Verhandlungen
Uni-Wien Rektor traf auf Audimax-Plenum: Keine neuen Entwicklungen - Am Vormittag Stellungnahme vor Jus-Studierenden - mit Video
Slogans: "Bildung statt Banken", "PKK repräsentiert die KurdInnen" - Geänderte Demo-Route für ungestörtes Weihnachtsshopping
Vermeintliches BIG-Gebäude entpuppte sich als im Privatbesitz - Studierende zogen ab
Im März lädt Regierung zur Bologna-Jubiläumsfeier nach Wien - Neue Initiative besetzt falsches Gebäude
Nach Weihnachtsferien "gemeinsamer Nutzungsplan für Plenarsaal" möglich
Deutsche Kultusminister fordern Reform des Bachelor-Studiums - Wiener Studenten richten das Cafe "zum Winckler" ein
Besichtigung in nächster Zeit - Rektor drängt: "Wenn Sie das fortsetzen, schaden Sie sich selbst" - Bundespräsident Fischer spricht mit Besetzern an TU Graz
Uni Wien wartet auf Audimax-Freigabe - Kurzer Tumult im Nationalrat - Arbeitsgruppen von Hochschuldialog starten am Montag - Besetzer in Salzburg erklären "Weihnachtsfriede"
"Noch zu großer Diskussionsbedarf" - Nächstes Plenum am Montag - Für Hahn wäre Räumung Ultima Ratio
Aktion von Grazer Studenten am Einkaufs-Adventsamstag - Entscheidung über Freigabe des Audimax möglicherweise am Montag
Besetzer stellen Bedingungen für Wiederaufnahme des Lehrbetriebs - Rektorat reagiert zurückhaltend
Waren seit Mittwoch besetzt - Audimax nicht betroffen - Rektorat: "Einbruch"
Begründung: Audimax-Besetzer "wissen selber nicht, was sie wollen" - ÖH: "Verhandeln nur, wenn Plenum das auch will"
Wissenschaftliche Mitarbeiter fordern mehr Geld - Resolution an der Linzer Kepler Universität - Kritik an Ausgliederung der Universitäten und Bologna-Prozess
Eine der Bedingungen für den Abzug ist die Unterbringung der Obdachlosen
Studierende über Weihnachten in Ersatzräumen - Arbeitsgruppe eingerichtet
:)
http://www.superwissenschaftsministerin.at/vote-detail/10/
Allen voran in der "Aufpäppelung" der Pressemisere "Der Standard", der ja "Luxus"" heißen müsste. Mit irrsinnigem Kapitalaufwand an Presseförderung - vor allen anderen "Vollzugsorganen"- versucht der österreichische Staat den Schein von Souveränität zu wahren. Nicht der Anschluss an Deutschland mehr - sondern der Empörung der zur Region herabgestuften Randrepublik Österreich muss Rechnung getragen werden und deshalb die "Freie Presse- Organe" separat im Wachkoma am Leben gehalten werden in Nährlösungen. So - als hätte man die Option auf eigene Entscheidungen. Der "Schachterlteufel" H.C. Strache ist wahrscheinlich mit seiner "stammtischbewegenden" Freiheitsbewegung genauso subventioniert. "Tischerlrücken" ist á la mode und wen bekümmert's?
Eigentlich ist es ja ganz hübsch und nett, dass der Hahn wie er heiser krächzt auf seinem Mist ( und nicht zu vergessen die Hühnerlein und die Kühlein und Schweinderl - die soviel dazu beigetragen haben ) -was der Bauer herbeigekarrt hat (Knecht ist jetzt schon der Bauer und die Magd von dem ist die Bäurin).
Ich könnte meine Bonusmeilen von E-Mail umtauschen in Mc Food Gutscheine und er, der noch nicht EU-Kommissär "Kikeriki", könnte sie in Brüssel alle einlösen. Ich gebe die aber nur her, wenn er gleich abhaut und die Diskussion am 25. November, ich denke 2009, sausen lässt. Danach kann er sich ja als Kommisär ja in den diversen Betriebskantinen in Brüssel vollschläppern - und der Wanst sei ihm gegönnt. Es warten die Herrenschneiderlein..
Da haben die üblichen frechen Leute, die eine Wohngemeinschaft links neben dem "Goldenen Dachl" besetzt halten, ein Transparent herausgehalten für die Abschaffung der Studiengebühren.." und er hat sich nicht erdreistet, dieser Forderung zuzustimmen und es ist ganz anders gekommen : Es hat sich dann ausgegruselt.
Der Hahn ist ja nur nach Brüssel gekommen, weil man daraufgekommen ist, dass eine ÖVP auf einige hunderttausend Wählerstimmen in Wien bei deren Bildungspolitik verzichten muss - und so krächzt der Hahn halt weiter ungerupft leiser in Brüssel.
In Wien bleibt nur noch der Häupl-Salat und wenn die Studenten die Straße mal freilassen - ist nur noch der Strache und der ÖVP-Kanditat als Watschenmann, der mal kurz Urlaub vom Prater hat.
Erstaunlich ist es für mich,dass auf Grund der stud. Aktivität selbst auch bei mir noch neue Ideen auftauchen - obwohl die Postings nicht gerade alle vor Phantasie überbordend - sich mehr oder weniger in einem engen Korsett halten.
Ich fasse mal die Idee auf, die mich seit meiner Nummer 381 der Zeitung "Herbst-Zeit-Lose" (Titel: "Der Milchbauerntod geht um !") beflügelt. (Anders als das Gesöff, das zum Auswandern zwingt.)
In einem langen Diskurs mit einer regionalen Lebensmittelkette (M-Preis in Wild-West-Österreich), der nun zu versacken droht, denke ich an die Besetzung von Lebensmittelfilialen mit Resten von Kuhherden, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Hälfte aller Bergbauern in zwei Jahren aufgegeben haben wird. "Haben fertig!"
ich will keinen stess, d.h. keine prüfung die anstengt.
ich will kein vorlesung am montag.
ich will automatisch nach dem 8 semester den titel.
ich will freie fahrt auf allen öffis.
ich will auch ein taschegeld vom staat.
ich will keine eignungsprüfung.
ich will überhaupt keine prüfungen.
ich will mind 1.500,= anfangsgehalt garantiert.
ich will . . .
ich will freies mittagessen im restaurant.
ich will mich nicht anstengen (macht stress).
ich will . . .
ich will . . .
dass die studenten, die mit ihren eigenen resourcen und möglichkeiten versuchen, studienbedingungen zu bekommen, die diesen namen verdienen.
eine bessere vermögensverteilung wenigstens anzudenken
nicht mit mascherl und gesichtern hantieren sondern mit ideen und möglichkeiten
...nicht auf so ungute weise angepatzt werden.
Also ich seh' da nix wackeln! Ich denke, dass die Studenten da sehr wohl wen hinschicken werden, der/die ihre Anliegen/Forderungen vertreten wird! -- PS.: Der Standard sollte sich solche "reißerischen" Headlines besser sparen, wenn Qualität in der Berichterstattung der Zeitung noch eine Rolle spielen soll!
Liste der aktuell besetzten Unis in Europa im Rahmen von Unibrennt:
Universtität Wien
Akademie der Bildenden Künste
TU Wien
TU Graz
WU/Biozentrum Wien
BOKU Wien
Universität Linz
Kunstuni Linz
Uni Graz
Klagenfurt
Uni Innsbruck
Universität Salzburg
Heidelberg
Universität Potsdam
Akademie der bildenden Künste München
Universität Tübingen
TU Dresden
Uni Greifswald
Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach
Duisburg
Essen
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz
Freie Universität Berlin
Universität Koblenz-Landau
Universität Bielefeld
HS Coburg
Universität Hamburg
uni würzburg
Universität Göttingen
Uniwersytet Merii Curie-Sklodowskiej (Lublin, Polen)
Universität Basel
London College of Communication
bemühe mich um größtmögliche aktualität
http://zurpolitik.com/2009/11/1... ine-karte/
find ich sehr begrüßenswert, allerdings muß man hinzufügen, daß die proteste/besetzungen noch nirgendwo eine derartige mediale aufmerksamkeit erreicht haben wie in österreich. das muß sich noch ändern. die deutschen medien z.b. berichten trotz der zahlreichen besetzungen in deutschland noch immer viel mehr über die österreichischen proteste als über die deutschen. letztere scheinen bisher leider unter der wahrnehmungsschwelle zu liegen.
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