Nachlese Tag 21

Hochschul-Dialog: Besetzer-Beteiligung wackelt

11. November 2009, 20:22
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    foto: huna

    Alfred Gusenbauer und die StudentInnen - Eine harmonische Beziehung.

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    foto: derstandard.at/pumberger

    Auch an Tag 21 bleibt das Audimax besetzt.

Leitung der Uni Wien lädt zu Gesprächen am 19. November - Mailath-Pokorny will Zinsen aus Bankenfinanzierung für Unis heranziehen

UPDATE 20.30: Tag 21 der Audimax-Besetzung neigt sich dem Ende zu. Auch viele weitere Hörsäle in den Landeshauptstädten blieben weiter besetzt. Am morgigen Donnerstag wird sich erstmals auch der Nationalrat mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen. Außerdem demonstrieren morgen Studierende gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien.

UPDATE 20.15:

In Innsbruck kam es am Mittwochabend zu einer gemeinsamen Kundgebung von Studenten und ÖGB. Die Polizei sprach von etwa 600 Teilnehmern.
Ausgehend vom Sitz der Industriellenvereinigung in der Salurnerstraße setzte sich ein Menschenzug über die Wirtschaftskammer in Richtung der Fakultät der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SOWI) der Innsbrucker Universität fort. Prominent vertreten waren vor allem die Metallgewerkschafter.

Mit den Worten: "Wir lassen uns nicht wie eine Martinigans schlachten. Wir wehren uns," stimmte der Landessekretär der Tiroler Metaller, Robert Koschin, die anwesenden Demonstranten gegen 17.30 Uhr auf den bevorstehenden lautstarken Marsch in Richtung SOWI ein.
Kämpferisch war auch der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Gerhard Schneider: "Wenn heute Studenten und Arbeitnehmer gemeinsam marschieren, wird das nicht das letzte Mal gewesen sein", sagte er.

Die Solidarität zwischen Gewerkschaftern, Arbeitnehmern und den Studierenden erklärte Daniel Sailer, Sprecher der Besetzer der SOWI-Aula, damit, dass beide Gruppen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Es fehle überall an Geld.

UPDATE 17.00: Im Rahmen der internationalen Protestwoche, zu der die Studentenplattform "International Student Movement" vom 9. bis 18. November aufgerufen hat, sind mittlerweile an fast 20 Universitäten in Deutschland und an der Uni Basel Räume besetzt worden.

UDATE 16.00: Einen "Hilferuf" richten die Universitätsinstitute für Psychologie anlässlich der "immer prekäreren Lage" der Studienrichtung an Bundespräsident Heinz Fischer. "Die chronisch herrschenden Zustände, die sich weiter verschlechtern statt verbessern, bedeuten nichts anderes als die Vernichtung unseres Fachs", schreibt der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie, Oliver Vitouch, in einem Offenen Brief. Derzeit würden in Österreich 1.620 Personen ein Psychologie-Studium beginnen, in Deutschland seien es bei zehnfacher Einwohnerzahl 3.500, heißt es weiter. Die eben in Kraft getretene Novelle des Universitätsgesetzes würde für Österreich sogar eine Steigerung bis 2.300 Studienanfänger pro Jahr ermöglichen - das wären bei fünf Studienstandorten zwei Drittel der Zahl der Studienanfänger in Deutschland mit künftig 47 Standorten.

UPDATE 15.20: In Innsbruck wird heute abend demonstriert. Die Studierenden der besetzten "SOWI-Aula" der Uni Innsbruck und der ÖGB Tirol rufen zu einer gemeinsamen Kundgebung für eine "besseren und sozial gerechteren Zukunft" um 17 Uhr auf. Der Demonstrationszug soll beim Gebäude der Industriellenvereinigung in der Salurnerstraße starten und über das Wirtschaftskammergebäude bis zur Sozialwissenschaftlichen Fakultät ziehen.

UPDATE 15.10: Wie unten in der Auflistung schon enthalten: Seit heute ist an der Linzer Johannes Kepler Universität  wieder ein Hörsaal besetzt, dabei handelt es sich um den 100 Personen fassenden Hörsaal 3. Die Besetzer wollen ihre Solidarität mit der Besetzung des Audimax der Universität Wien bekunden sowie ein neun Punkte umfassendes Forderungspaket durchsetzen. Geplant sei eine Besetzung bis zum Jahresende. Die Leitung der Universität: "Eine gewaltsame Räumung kommt nicht infrage."

UPDATE 15.00: Heute abend wollen die Besetzer des Audimax der Uni Wien darüber entscheiden ob sie das Gesprächsangebot von Rektor Winckler annehmen sowie am Hochschul-Dialog, zu dem Wissenschaftsminister Hahn eingeladen hat teilnehmen. Bislang war es eine Forderung der Besetzer, dass sich Winckler den Fragen der Studierenden im Audimax stellt. Das für 19. November vom Rektorat vorgeschlagen Gespräch soll im Juridicum stattfinden.

UPDATE 14.45: Seit Tagen sind die Proteste mittlerweile nicht nur auf Österreich beschränkt, Uni-Besetzungen finden vermehrt auch in anderen europäischen Städten statt. Hier eine kurzer Überblick über die derzeit Unis, an denen derzeit Hörsäle in Österreich, Deutschland und der Schweiz besetzt gehalten werden:

Österreich: Uni Wien, TU Wien, Boku Wien, Uni Graz, Uni Salzburg, Uni Innsbruck, Uni Klagenfurt, Akademie der bildenden Künste in Wien, Kunstuni Linz, Uni Linz.

Deutschland: Uni Duisburg, Uni Essen, TU Dresden, Uni Potsdam, FU Berlin, Uni Mainz, Hochschule Niederrhein, Uni Tübingen, Akademie der bildenden Künste München, Uni Heidelberg, Uni Landau, Uni Greifswald.

Schweiz: Uni Basel.

UPDATE 13.15: Graz - Rund 70 Lehrveranstaltungen an der Universität Graz sind seit Wochenbeginn in ein Kino ausgelagert worden. Bis zu 650 Studierende finden im Annenhofkino Platz. Drei Säle der sogenannten Vorklinik sind nach wie vor von Studierenden besetzt werden. Die Besetzergruppe "Unigrazgehörtuns" hat dort für diese Woche ein Programm mit rund 30 Veranstaltungen organisiert.

UPDATE 13.00: Heute erschienen ist die dritte Ausgabe des "Morgen", der "U-Bahnzeitung der Protestbewegung" erschienen. Darin bekundeten Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel und der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten - Wolfgang Katzian - ihr Unterstützung für die Studierenden.

UPDATE 12.45: Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) erwägt wegen der Verwendung von Reserven zur Unterstützung der Proteste eine Klage gegen die ÖH. RFS-Obmann Philipp Schrangl will sich "rechtliche Schritte offenhalten, um das zu verhindern". Proteste gegen Wissenschaftsminister Hahn oder gegen Zugangsbeschränkungen unterstütze man. Lediglich für ein Schmunzeln sorgen die Klagsankündigungen bei der ÖH. Diese seien ein "ziemlich lächerlicher Versuch, die Anliegen der Studierenden in den Dreck zu ziehen", so ÖH-Chefin Sigrd Maurer.

UPDATE 12.30: Das BZÖ will künftig mit einer Einschreibgebühr von 5.000 Euro den Zugang für ausländische Studierende an heimischen Unis beschränken. ÖsterreicherInnen soll es nach absolvierter Matura oder Studienberechtigungsprüfung ein Uni-Bonus gutgeschrieben werden. "Damit schaffen wir eine Auslese", die noch dazu EU-konform sei, so Bündnischef Josef Bucher am Mittwoch. Die Einschreibgebühr soll sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen eingeführt werden. Den Misstrauensantrag der Grünen hält Bucher jedenfalls für "unterstützenswert", kein Verständnis zeigt er weiterhin für die derzeitigen Studierendenproteste.

UPDATE 12.15: Für den 25. November - an dem auch der von Wissenschaftsminister Hahn einberufen Hochschuldialog stattfinden sollen - planen die Vertreter der besetzten Unis eine Gegenveranstaltung und rufen zu einem bundesweiten Studierendentreffen auf. Auch einen Termin für die dritten bundesweiten Proteste gibt es: Am 5. Dezember soll wieder bundesweit demonstriert werden. Am Folgetag soll es einen "großen Bildungsgipfel" geben, zu dem auch Experten aus dem Bildungsbereich eingeladen werden. 

UPDATE 12.00: Zur morgigen Sondersitzung: Für die Grünen soll die Sondersitzung nur ein "Startpunkt für eine intensive Diskussion sein". "Wir haben einen Uni-Sondernotstand", so Werner Kogler bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Die Studierenden hätten "erstmals eine Grundsatzdebatte" geführt, dafür gebührt ihnen "nicht Spott, sondern Dank", so der grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald. Bei der Sondersitzung wollen die Grünen einen Antrag einbringen, der den Universitäten als jährlich 200 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen soll, damit das Ziel, im Jahr 2020 2 Prozent des BIP für die Universitäten auszugeben, erreicht werden kann. Die Forderungen seien "keine Utopie", so Kogler, da es sich um Mehrheitsbeschlüsse des Nationalrates, die lediglich noch nicht umgesetzt worden seien, handelt.

Die Regierungen der letzten Jahre haben in der Uni-Politik die Bevölkerung "getarnt, getäuscht, beschönigt und verleugnet". Dies sei nicht zuletzt der Grund dafür, dass die Grünen in der morgigen Sitzung einen Misstrauensantrag zur Absetzung von Wissenschaftsminister Hahn einbringen. Hahn sei nicht zuletzt durch seine Nominierung als EU-Kommissar eine "lame duck" geworden. Die Grünen wollen morgen in einem Entschließungsantrag angesichts der steigenden Studierendenzahlen aus Deutschland, der "mittelfristig zusätzliche Probleme aufwerfen kann", die Bundesregierung dazu auffordern, "ehest möglich bilaterale Gespräche über Transfer- oder Ausgleichszahlungen mit der Bundesrepublik Deutschland zu beginnen".

UPDATE 11.45: Die Leitung der Uni Wien hat die Vertreter von Hochschülerschaft, Audimax-Besetzern, Betriebsrat sowie Dekane und Studienprogrammleiter zu Gesprächen 19. November ins Juridicum eingeladen. Dabei soll der Hochschul-Dialog zu dem Wissenschaftsminister Johannes Hahn am 25. November eingeladen hat vorbereuitet werden. "Die Universität Wien will für den Hochschuldialog gut vorbereitet sein. Daher ist es wichtig, dass wir konstruktive Gespräche beginnen", so Winckler. Man habe den Rahmen für diese Gespräche bewusst breit angelegt, betonte der Rektor. Man solle nicht über den Ort von Gesprächen zu streiten - im Mittelpunkt stehen die Themen.

UPDATE 11.30: Der Wiener Kultur- und Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) hat gestern im Audimax sein Unverständnis darüber ausgedrückt, dass die "Banken Staatshaftungen ohne besondere Auflagen bekommen und die Universitäten gleichzeitig massiv unterfinanziert sind". Mailath-Pokorny forderte dazu auf, die Zinsen für "Bankenmillarden" für die Uni-Finanzierung heranzuziehen. "Die Zinsen für diese Staatshaftungen wären als Investition in Bildung gut angelegt - für die Budgetsanierung werden diese Beträge ja scheinbar nicht gebraucht", so Mailath-Pokorny. Der Stadtrat trat weiters dafür ein, das Unibudget schon 2015 auf "mindstens 2 Prozent des BIP" anzuheben.

UPDATE 11.15: Erste Anträge bezügliche der Finanzierung der Proteste - wöfür die ÖH bis zu 100.000 Euro - sind bereits bei der Hochschülerschaft eingelangt. Diese werden nun geprüft. Sie stammen vor allem aus dem Bereich der Versorgung wie der sogenannten "Volxküche".

UPDATE 10.30: Die ÖH hat auf einer Pressekonferenz einen Forderungskatalog präsentiert. Sie fordern die Anhebung des Hochschulbudgets auf zwei Prozent des BIP bis 2015 und wollen, dass die Regierung wegen Ausgleichszahlungen in Verhandlungen mit Deutschland tritt. Eine weiteres Anliegen ist ihnen die Verbesserung der Information vor Studienbeginn. Dazu wird es ab dem Sommersemester 2010 eine Studienplattform geben, bei der alle 400 Studienrichtung in Österreich vorgestellt werden.

Die ÖH fordert die Regierung auf, einen "Hochschul-Konvent" einzuberufen, bei dem alle am Hochschulsystem beteiligten Akteure teilnehmen sollen. Ein Drittel der Teilnehmer soll sich aus Studierenden bilden.

Die ÖH unterstützt weiterhin die Proteste an Österreichs Unis, die die "richtige, adäquate Konsequenz" aus dem "bildungspolitischen Koma" der letzten 10 Jahre seien. "Die Unis brennen. Das ist keine Überraschung", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. Auch ein nahes Ende erwartet die ÖH-Führung nicht: "Ich glaube, es kann für mehrere Wochen weitergehen", so die Vorsitzende Sigrid Maurer.

****

Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an. Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen. Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt.

Gusenbauer zeigt Verständnis für Proteste

Am Mittwoch hat der ehemalige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer einen Vortrag zur Bildung an der Universität Klagenfurt gehalten. Dabei hat er Verständnis für die Proteste gezeigt. "Wäre ich Student, würde ich auch protestieren", so Gusenbauer. Bei dem Vortrag forderte Gusenbauer dazu auf, die Wirtschaftskrise auch zu einem bildungspolitischen Umdenken zu nutzen. "Es gibt nur einen Bereich, wo unser Geld gut angelegt ist - und zwar Bildung", wird Gusenbauer in einer Aussendung der ÖH Klagenfurt zitiert.

Auf der Suche nach dem/der "SuperwissenschaftsministerIn"

Auf der Wirtschaftsuniversität Wien hat sich einen Gruppe zu den Protesten zusammengeschlossen. Die Gruppe "Unsere WU" will in Anspielung auf die ÖVP-Suche nach dem "Superpraktikant" mit einem eigenen Bus nach dem/der "SuperwissenschaftsministerIn" suchen. Dabei wollen die Studierenden die gleichen Orte ansteuern, an denen der ÖVP-Bus nach Kandidaten ausschau hält. Neben der WU soll der Bus auf der Mariahilfer Straße und am Uni-Campus der Uni Wien Station machen.

Neue Ausgabe der Studierendenzeitung erscheint

An diesem Mittwoch werden die Besetzungen vor allem zu neuerlichen Diskussionsrunden, Vorträgen und Sitzungen in Arbeitsgruppen genutzt. Eine neue Ausgabe der Besetzungszeitung "Morgen" wird heute erscheinen und in Wiens U-Bahnen verteilt. Auch in Deutschland haben sich vermehrt Studierende Hörsäle an ihren Universitäten besetzt. Für kommende Woche ist dort ebenfalls eine Aktionswoche angekündigt. (seb, derStandard.at, 11.11.2009 / APA)

Nachlese Tag 20: Studierende fordern Stellungnahme der Uni-Leitung im Audimax

Links

Homepage der Besetzungen in Österreich: unsereuni.at

Homepage der Besetzungen in Deutschland: www.unsereunis.de

http://twitter.com/Unibrennt

http://twitter.com/TUbrennt

http://twitter.com/hvvlinz

Homepage: www.freiebildung.at

Facebook: "Audimax Besetzung in der Uni Wien - die Uni brennt"

Protest auf der Akademie der Bildenden Künste: www.malen-nach-zahlen.at

http://tu-brennt.soup.io/

www.unigrazgehoertuns.org

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Kommentar posten
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marlboro morgenstern
00
12.11.2009, 19:30

Gerade habe ich gelesen, daß das Audimax erst kürzlich renoviert wurde.

heinz feichtinger
00
12.11.2009, 03:28
Es sind nicht die wenigen Aktivisten, welche die Hörsäle bestzt haben, denn angeschlagen ist die Presse - allen voran der "Standard"

Allen voran in der "Aufpäppelung" der Pressemisere "Der Standard", der ja "Luxus"" heißen müsste. Mit irrsinnigem Kapitalaufwand an Presseförderung - vor allen anderen "Vollzugsorganen"- versucht der österreichische Staat den Schein von Souveränität zu wahren. Nicht der Anschluss an Deutschland mehr - sondern der Empörung der zur Region herabgestuften Randrepublik Österreich muss Rechnung getragen werden und deshalb die "Freie Presse- Organe" separat im Wachkoma am Leben gehalten werden in Nährlösungen. So - als hätte man die Option auf eigene Entscheidungen. Der "Schachterlteufel" H.C. Strache ist wahrscheinlich mit seiner "stammtischbewegenden" Freiheitsbewegung genauso subventioniert. "Tischerlrücken" ist á la mode und wen bekümmert's?

heinz feichtinger
00
12.11.2009, 02:10
Ich weiss ja nicht...was soll er (oder schon es ?) bedeuten, wenn ein Hahn am 25. sich niederlässt in einen "entscheidenden" Dialog mit der etwas jüngeren Studentengeneration. Ein Lied aus fernen Zeiten ? Die Melodie kenne ich schon...

Eigentlich ist es ja ganz hübsch und nett, dass der Hahn wie er heiser krächzt auf seinem Mist ( und nicht zu vergessen die Hühnerlein und die Kühlein und Schweinderl - die soviel dazu beigetragen haben ) -was der Bauer herbeigekarrt hat (Knecht ist jetzt schon der Bauer und die Magd von dem ist die Bäurin).
Ich könnte meine Bonusmeilen von E-Mail umtauschen in Mc Food Gutscheine und er, der noch nicht EU-Kommissär "Kikeriki", könnte sie in Brüssel alle einlösen. Ich gebe die aber nur her, wenn er gleich abhaut und die Diskussion am 25. November, ich denke 2009, sausen lässt. Danach kann er sich ja als Kommisär ja in den diversen Betriebskantinen in Brüssel vollschläppern - und der Wanst sei ihm gegönnt. Es warten die Herrenschneiderlein..

Österreich statt Österpleite
00
12.11.2009, 02:06

Ich fordere Frankfurter Würstel für die Volksküche! Damit das Mensapickerl ein paar Wochen passé ist!

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
12.11.2009, 12:27

wossis ? *g*

waldhansi
00
12.11.2009, 00:56
UNI GÖTTINGEN

ist seit heute 14 besetzt! momentan tummeln sich ca. 50 leute im "verfügungsgebäude". mindestens bis morgen (oder viel länger) wird die besetzung aufrecht erhalten!

heinz feichtinger
00
12.11.2009, 00:47
Zum Thema "Gruselbauer": Bei einer Wahlveranstaltung in Innsbruck vor seiner ERst- und Letztwahl in Innsbruck...

Da haben die üblichen frechen Leute, die eine Wohngemeinschaft links neben dem "Goldenen Dachl" besetzt halten, ein Transparent herausgehalten für die Abschaffung der Studiengebühren.." und er hat sich nicht erdreistet, dieser Forderung zuzustimmen und es ist ganz anders gekommen : Es hat sich dann ausgegruselt.
Der Hahn ist ja nur nach Brüssel gekommen, weil man daraufgekommen ist, dass eine ÖVP auf einige hunderttausend Wählerstimmen in Wien bei deren Bildungspolitik verzichten muss - und so krächzt der Hahn halt weiter ungerupft leiser in Brüssel.
In Wien bleibt nur noch der Häupl-Salat und wenn die Studenten die Straße mal freilassen - ist nur noch der Strache und der ÖVP-Kanditat als Watschenmann, der mal kurz Urlaub vom Prater hat.

heinz feichtinger
00
12.11.2009, 00:35
Früher war es "Besatzung" ein Negativschlagwort und jetzt ist es "Besetzung" ein sehr sympathisches Wort in einer Medienlandschjaft, die die "Anderen" schon immer für "Besetzt" gehalten haben : "Mir san mir"." Schleichts Euch !"

Erstaunlich ist es für mich,dass auf Grund der stud. Aktivität selbst auch bei mir noch neue Ideen auftauchen - obwohl die Postings nicht gerade alle vor Phantasie überbordend - sich mehr oder weniger in einem engen Korsett halten.
Ich fasse mal die Idee auf, die mich seit meiner Nummer 381 der Zeitung "Herbst-Zeit-Lose" (Titel: "Der Milchbauerntod geht um !") beflügelt. (Anders als das Gesöff, das zum Auswandern zwingt.)
In einem langen Diskurs mit einer regionalen Lebensmittelkette (M-Preis in Wild-West-Österreich), der nun zu versacken droht, denke ich an die Besetzung von Lebensmittelfilialen mit Resten von Kuhherden, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Hälfte aller Bergbauern in zwei Jahren aufgegeben haben wird. "Haben fertig!"

Egon Berhauser
83
11.11.2009, 21:54
ich will . . .

ich will keinen stess, d.h. keine prüfung die anstengt.
ich will kein vorlesung am montag.
ich will automatisch nach dem 8 semester den titel.
ich will freie fahrt auf allen öffis.
ich will auch ein taschegeld vom staat.
ich will keine eignungsprüfung.
ich will überhaupt keine prüfungen.
ich will mind 1.500,= anfangsgehalt garantiert.
ich will . . .
ich will freies mittagessen im restaurant.
ich will mich nicht anstengen (macht stress).
ich will . . .
ich will . . .

frangas, non flectes
14
11.11.2009, 22:21

Wen interessiert, was du willst?

saxolady
 
02
11.11.2009, 22:07
ich will

dass die studenten, die mit ihren eigenen resourcen und möglichkeiten versuchen, studienbedingungen zu bekommen, die diesen namen verdienen.

eine bessere vermögensverteilung wenigstens anzudenken

nicht mit mascherl und gesichtern hantieren sondern mit ideen und möglichkeiten

...nicht auf so ungute weise angepatzt werden.

marlboro morgenstern
00
12.11.2009, 19:22

baby, nimms leicht!

saxolady
 
00
12.11.2009, 22:50
schatzi

überleg dir das genau.
die auswahl an marlboromännern, die mich baby nennen dürfen ist streng limitiert;)

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
12.11.2009, 12:30

sieh es positiv, mylady.

solcke aktionen zeigen nur, dass die ochlokratura die bewegung ernst zu nehmen beginnt ;-)

santiago nasar
02
11.11.2009, 23:29
sie haben recht,

das will ich auch.

mala leche
00
11.11.2009, 21:23
Wer sagt eigentlich, dass die Beteiligung der "Besetzer" am "Hochschuldialog" wackelt?

Also ich seh' da nix wackeln! Ich denke, dass die Studenten da sehr wohl wen hinschicken werden, der/die ihre Anliegen/Forderungen vertreten wird! -- PS.: Der Standard sollte sich solche "reißerischen" Headlines besser sparen, wenn Qualität in der Berichterstattung der Zeitung noch eine Rolle spielen soll!

wahre Lüge
 
00
11.11.2009, 21:18
Ehe der HAHN am 25Nov 3 mal kräht

wird er die Studenten 3mal verraten

ab ins exil
 
12
11.11.2009, 20:17
wie toll waer das

studentInnen protestieren seite an seite mit arbeiterInnen *vonderrevolutiontraeum*

frangas, non flectes
00
11.11.2009, 22:23

Dann komm mal aus deinem Exil heraus und tu selbst was, anstatt hier nur rum zu träumen.

Tschurndorf
01
11.11.2009, 19:49
ad 13:15 meldung

endlich verstehe ich das alles! die kinobetreiber brauchen vor dem jahresende umsatz, deshalb!

Pablo Milanes
00
11.11.2009, 19:30
An alle !

Ab 20:00 gibts wieder Freibier ! ( Bitte die leeren Bierdosen diesmal nicht liegen lassen )

Meve Startin
25
11.11.2009, 18:38
Der Protest breitet sich aus:

Liste der aktuell besetzten Unis in Europa im Rahmen von Unibrennt:
Universtität Wien
Akademie der Bildenden Künste
TU Wien
TU Graz
WU/Biozentrum Wien
BOKU Wien
Universität Linz
Kunstuni Linz
Uni Graz
Klagenfurt
Uni Innsbruck
Universität Salzburg

Heidelberg
Universität Potsdam
Akademie der bildenden Künste München
Universität Tübingen
TU Dresden
Uni Greifswald
Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach
Duisburg
Essen
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz
Freie Universität Berlin
Universität Koblenz-Landau
Universität Bielefeld
HS Coburg
Universität Hamburg
uni würzburg
Universität Göttingen

Uniwersytet Merii Curie-Sklodowskiej (Lublin, Polen)
Universität Basel
London College of Communication

Tom Schaffer
03
11.11.2009, 19:38
hier meine karte

bemühe mich um größtmögliche aktualität

http://zurpolitik.com/2009/11/1... ine-karte/

byron sully
12
11.11.2009, 19:01

find ich sehr begrüßenswert, allerdings muß man hinzufügen, daß die proteste/besetzungen noch nirgendwo eine derartige mediale aufmerksamkeit erreicht haben wie in österreich. das muß sich noch ändern. die deutschen medien z.b. berichten trotz der zahlreichen besetzungen in deutschland noch immer viel mehr über die österreichischen proteste als über die deutschen. letztere scheinen bisher leider unter der wahrnehmungsschwelle zu liegen.

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