Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Edinburgh - Ein Multitasking-Test kann helfen, die Symptome einer Depression von denen einer frühen Alzheimer-Erkrankung zu unterscheiden. Das haben Wissenschaftler der University of Edinburgh entdeckt. Menschen, die an Alzheimer erkranken, leiden an einer Beeinträchtigung des logischen Denkens und des Gedächtnisses.
Diese Symptome könnten fälschlicherweise auch einer Depression zugeschrieben werden. In Folge erhalten die Betroffenen nicht so rasch wie möglich die erforderliche Behandlung. Eine Möglichkeit zur Unterscheidung der beiden Krankheiten ist, die Patienten zu ersuchen, zwei verschiedene Aufgaben gleichzeitig auszuführen. Details der Studie wurden im Journal of Neurology veröffentlicht.
Schlechteres Abschneiden bei Alzheimer
Das Team um Sergio Della Sala verglich die Fähigkeit zum Multitasking bei drei Gruppen: Alzheimer-Patienten, chronisch Depressiven und gesunden älteren Menschen ohne Beeinträchtigung des Gedächtnisses. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen mit Alzheimer deutlich schlechter abschnitten als die beiden anderen Gruppen.
Diese Ergebnisse veränderten sich auch nicht, als Unterschiede in der Gedächtnisleistung zwischen den einzelnen Menschen berücksichtigt wurden. Allein in Großbritannien leiden rund 700.000 Menschen an Demenz, mehr als die Hälfte sind an Alzheimer erkrankt.
Multitasking-Vergleich
Susanne Sorensen, die wissenschaftliche Leiterin der Alzheimer's Society, betonte, dass die aktuelle Studie die erste sei, die das Abschneiden bei zwei gleichzeitigen Aufgabe bei Alzheimer und Depressionen verglichen habe. Damit könnte eine Möglichkeit für eine frühere Diagnose einer Demenz geschaffen werden. Derzeit erhielten bis zu zwei Drittel der Menschen mit Demenz nie eine offizielle Diagnose.
Bei ihnen würde fälschlicherweise häufig eine Depression festgestellt. Della Sallas Team arbeitet an einem einfachen Test, der es den Ärzten leichter machen soll, Alzheimer von normalen Alterserscheinungen und Depressionen zu unterscheiden.
Krankheit besser verstehen
Eine frühe Diagnose sei laut Sorensen entscheidend, da sie den Betroffenen ermöglichen könnte, ihre Krankheit zu verstehen, ihnen den Zugang zu den notwendigen Medikamenten erleichtert und es ihnen auch erlaubt, ihre weiteren Schritte zu planen. Die Studie der University of Edinburgh wurde von der Alzheimer's Society finanziell unterstützt. (pte)
Studie liefert Erkenntnisse über Gedächtnisbildung und darüber, wie Erinnerungen infolge einer Alzheimer-Erkrankung verblassen
Um den Krankheitsverlauf von Alzheimer zu untersuchen, entwickelten Leipziger Forscher einen 3D-Chip - künftig soll er auch zur Diagnostik eingesetzt werden
Naomi Feil beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit dem Altsein - Der Begriff Demenz kommt in ihrem Wortschatz nicht vor
Bilder von Ablagerungen im Gehirn könnten die Entwicklung von Therapien erleichtern - die Forschung dazu steht aber erst am Anfang
Gesundenuntersuchung für das Gehirn: Ein Besuch im Zentrum für Gedächtnisvorsorge bringt Licht ins Dunkel der schlechten Merkfähigkeit
Die Zahl könnte sich bis zum Jahr 2040 auf zehn Millionen erhöhen - Zu hoher und nicht fachgerechter Einsatz von Neuroleptika
Sterbeprozess Demenzkranker kaum untersucht - Forschungsprojekt soll Leiden Betroffener und Angehöriger verringern
Alzheimer-Forscher gingen bislang davon aus, dass sich schädliche Plaque von außen an die Nervenzellen anlagert. Bei jungen Mäusen wurden aber nun gefährliche Ablagerungen direkt in den Nervenzellen entdeckt
Deutsche Langzeitstudie legt den Schluss nahe, dass Depressionen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen
Weitere Studien sollen klären, ob die Lebensqualität von Alzheimer-Patienten durch die Beschäftigung mit Kunst verbesserbar ist
Ausbruch der Krankheit lässt sich durch Lifestyle-Maßnahmen bis in hohes Alter hinauszögern
Unser Sinn für Ästhetik stellt eine unabhängige, ganz eigene Form der Betrachtung dar, die auch bei Alzheimer erhalten bleiben dürfte
Für Patienten mit kognitiven Störungen wird der Aufenthalt im Krankenhaus zu einer Einbahnstraße in ein Pflegeheim, besagt eine neue Studie
Nach neuen wissenschaftlichen Untersuchungen spielt das Dickkopf-1-Gen bei der Abnahme der Gedächtnisleistung eine entscheidende Rolle
Forscher prognostizieren, dass in den USA die Zahl der Alzheimer-Erkrankten innerhalb von 40 Jahren auf knapp 14 Millionen ansteigen werde
Bei manchen Demenzerkrankungen werden stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt, lautet das Fazit einer aktuellen Studie
Nach über 100 Jahren konnte die DNA des ersten "Alzheimer-Falls" isoliert und analysiert werden
Psychiater empfehlen, Betroffene an den Vorbereitungen teilnehmen zu lassen - Das Zugehörigkeitsgefühl ist besonders wichtig
Rundum-Versorgung Betroffener und ihrer Angehörigen gefordert - Frühere Diagnose verschärft Dringlichkeit
Alzheimer-Demenz schon viele Jahre vor Ausbruch erkennen - dieses ehrgeizige Ziel verfolgt das EU-Projekt "BiomarkAPD"
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.