Mauerfall

Genscher dankt Gorbatschow und Ostdeutschen

9. November 2009, 12:23

Thierse: Beitrag der Ostdeutschen wird zu wenig gewürdigt - "Kohl hat damit nichts zu tun"

Saarbrücken/Berlin - Anlässlich des Mauerfalls vor 20 Jahren hat der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) dem damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow für seinen Beitrag zum Mauerfall gedankt. Er empfinde "Dankbarkeit für die Menschen, die vom Osten her die Mauer eingedrückt haben, aber auch Dankbarkeit für den Mann, der die Welt in jenen Jahren verändert hat, nämlich Michail Gorbatschow", sagte Genscher am Montag im Saarländischen Rundfunk. Besonders freue er sich, dass heute alle Europäer die Chance hätten, diesen Tag in Freiheit zu begehen.

Der aus Ostdeutschland stammende Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Wolfgang Thierse (SPD), kritisierte indes die zu geringe Würdigung des Beitrags der Ostdeutschen zum Mauerfall. Es sei falsch, dass Altkanzler Helmut Kohl als derjenige hingestellt werde, dem Deutschland die Einheit zu verdanken habe, sagte Thierse am Montag dem Bayerischen Rundfunk. "Das hat ganz viel mit Propaganda zu tun, auch mit parteipolitischer Propaganda. Nein, die Ostdeutschen haben die Mauer eingedrückt, damit hat Helmut Kohl nichts zu tun".

"Enteignung der Ostdeutschen"

Thierse räumte ein, dass Kohl nach dem Mauerfall den Prozess der deutschen Einigung "mit Intelligenz vorangetrieben" habe. "Aber wer so wie die CDU, die Konrad Adenauer Stiftung, die Springer Presse ein paar Tage vor dem Mauerfall eine große Veranstaltung macht 'Dank an Helmut Kohl, an George Bush senior, an Gorbatschow', der enteignet uns Ostdeutsche vom wichtigsten, was wir haben, einer demokratischen, einer friedlichen Revolution, die gut ausgegangen ist", betonte der frühere DDR-Dissident. (APA)

Konrad Chreeb
00
16.11.2009, 07:02
Genschers braune Gesinnung und Freiheitsverständnis

Genschers FDP hat mit dem Wort "Freiheit" überhaupt nichts zu tun hat. Alles nur Show! In der sich als liberal ausgebenen FDP(aber in wirklichkeit braunen) liegt und lag der Anteil ehemaliger Nazis besonders hoch: So hatte in den Nachkriegsjahren mehr als jeder fünfte FDP-Landtagsabgeordnete eine braune Vergangenheit. Zwischen 1955 und 1975 wurde die FDP-Fraktion von 6 ehemaligen Nazis, darunter 3 SS-Männern geführt. Überlebende KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter beschuldigen Lambsdorff noch heute, nach 1945 NS-Schergen sich zum politischen Helfer von Nazi-Kriegsverbrechern gemacht zu haben. Ein jüngster Hinweis für die Braunlastigkeit der FDP ist wie sie mit dem Regime Micheletti packtiert. Genscher selbst war Mitglied der HJ und NSDAP.

Sindjelic
12
9.11.2009, 23:39
Wir Menschen vom Balkan...

konkret aus Ex-Jugoslawien,noch konkreter aus Serbien,Bosnien,Mazedonien und Montenegro,wir danken Genscher ganz besonders für seine persönlichen "Verdienste"!!
Die serbische Minderheit in Kroatien ist Herrn Genscher besonders dankbar für seine "Verdienste" zur Schaffung eines von Ustasha-Sympathisanten gegründeten "demokratischen" Kroatiens.
Wieder in Deutschland vereint,hat er maßgeblich Jugoslawien enteint- was für ein verdienstvoller Mensch....

Mathias
 
00
10.11.2009, 12:44
Genscher

Der Genscher wird doch nur als "Schuldiger" hingestellt. Es war doch das Unvermögen der serbischen Machthaber, die vielen Volksgruppen anständig zu behandeln. Die Spaltung ging von den unterdrückten Volksgruppen aus. Slovenien war das erste Teilland, welches sich abspaltete - weil es sich aus den Klauen Serbiens Großmachtträumen befreien wollte!

Die Serben haben einfach nicht aus der k&k Zeit von Österreich Ungarn gelernt - Nationalismus tötet Einigkeit ... tja shit happens ...

ob servator
 
21
10.11.2009, 08:28
eigenverantwortung

dass die menschen in jugoslawien nicht in der lage waren und sind(?), sich unblutig zu ver- oder "ent"einen, ist wohl nicht den westpolitikern anzulasten. wiewohl die sicher ihr süppchen gekocht haben...

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