Enger Vertrauter von Ministerpräsident Tsvangirai
Harare - Der simbabwesische Politiker Roy Bennett, ein
enger Vertrauter von Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, hat am
Mittwoch bei Gericht einen Teilerfolg erzielt. Richter Chinembri
Bhunu wies einen Antrag der Staatsanwaltschaft zurück, wonach der
Verteidigung verboten werden sollte, darzulegen, dass der
Hauptbelastungszeuge der Anklage nur unter Folter gestanden und
Bennett beschuldigt hat. Gleichzeitig wies der Richter jedoch einen
Antrag der Verteidigung zurück, der eine Vernehmung des Zeugen
verhindern sollte.
Der Prozess gegen Bennett, der am Montag begonnen hatte, war einer
der Auslöser, weshalb Tsvangirai und seine Bewegung für
Demokratischen Wandel (MDC) die Zusammenarbeit in der
Einheitsregierung mit dem langjährigen Präsidenten Robert Mugabe und
dessen Partei ZANU-PF zeitweise aufgekündigt hatten. Die MDC spricht
von einem politisch motivierten Verfahren.
Dem 52 Jahre alten Bennett, der im Februar kurz vor seiner
geplanten Vereidigung als Vizeagrarminister verhaftet wurde, wird
Verrat und der Besitz von Waffen für terroristische Zwecke
vorgeworfen. Schlimmstenfalls droht dem MDC-Schatzmeister die
Todesstrafe. (APA/AP)