Malware

Virus speicherte Kinderpornografie am PC

09. November 2009 11:32
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    Foto: ap

    Viren können auch illegale Inhalte auf die Computer unwissender User laden

Experten warnen, dass schädliche Software auch illegale Inhalte auf einen PC schmuggeln kann

Computer-Viren können nicht nur Daten stehlen oder Netzwerke lahmlegen, sondern auch eine Person unter Strafverdacht bringen. Es kann vorkommen, dass sich Personen Zugriff auf fremde Rechner verschaffen um dort illegale Inhalte zu speichern oder verbotene Websites aufrufen. Die Nachrichtenagentur AP hat mehrere Fälle aufgespürt, in denen unschuldige User wegen Besitzes von kinderpornografischen Materialien auf ihren Inhalten beschuldigt wurden.

Virus rief 40 Seiten pro Minute auf

In einem Fall war ein Mann wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt worden, nachdem sein Arbeitgeber 2007 entsprechendes Material auf seinem Arbeits-Laptop gefunden hatte. Dem Mann drohten bis zu fünf Jahre Gefängnis und er habe Morddrohungen erhalten. Zusammen mit seiner Frau habe er rund 250.000 US-Dollar für seine Verteidigung aufwenden müssen, bis man auf seinem Notebook einen Virus entdeckt hatte, der pro Minute 40 Websites mit kinderpornografischen Inhalten aufruft. Erst nach elf Monaten sei die Anklage fallen gelassen worden.

Motive

Einerseits könnten Viren platziert werden, die selbstständig illegale Seiten ansurfen, um beispielsweise jemandem absichtlich Probleme einzuhandeln. Andererseits könnten auf einem Rechner auch Bilder und Videos gespeichert werden, um sie sich von einem anderen Computer aus anzusehen. Es sei nur sehr schwer nachzuweisen, wie eine Datei auf einem PC gelandet sei, meinen Experten. Problematisch sei zudem, dass wegen Pädophilie angeklagte User öfter behaupten würden, dass ein Virus die illegalen Inhalte auf ihren PC geladen hätten. Es sei wie die Ausrede, dass der Hund die Hausaufgaben gefressen hat, nur manchmal komme eben auch das vor, vergleicht es Phil Malone vom Harvard Berkman Center for Internet & Society. (red)

 

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Posting 1 bis 25 von 75
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Misik nervt
23.02.2010 06:29

wie kann es so schwer sein dem gericht den laptop zu zeigen wenn ohnehin so regelmäsig vom ganz allein die seiten aufgehen?

zippy
17.04.2010 15:17

Da gehen keine Seiten auf. Ich kenne mich zwar nicht wirklich gut aus, aber im Prinzip ist es leicht, deinen PC mit allen möglichen Zielen zu verbinden, ohne dass du es bemerkst.

Grünwähler
11.11.2009 07:23
Hat jemand Zugriff auf Schäubles Computer? ;-)

NeunZollNagler
 
10.11.2009 19:18

Grad hat mich ein Bekannter angerufen um mir zu erzählen, dass die KriPo heute im Zuge einer HD seine Festplatten beschlagnahmt hat. Seine größte Sorge ist jetzt, dass er 3 Wochen lang keine Platte mehr hat...

Ist schon der zweite Fall, den ich persönlich kenne (beim ersten mal haben sie nebenbei auch eine "Hanfplantage" gefunden...)

Die Gefahr, dass die KriPo plötzlich mit Durchsuchungsbefehl an der Haustür klopft und man ohne Verschulden Probleme bekommt ist durchaus reell...

HPsigleichEPsi
11.11.2009 12:20
Trigonal?

NeunZollNagler
 
11.11.2009 15:26

Bipyramidal!

max 1231
 
10.11.2009 12:20
ich arbeite nun etwa 40 jahre mit computer

zuerst die grossen,jetzt die kleinen und ich weiss aus erfahrung das etwa 90% der sogenannten "computerexperten" speziell wenns um software geht immer etwa 60% unsinn quatschen. mir ist deshalb dieser fall hier absolut normal und man sollte NIE irgendwelchen behördenvertretern speziell polizei usw. in solchen zusammenhängen trauen. denn die ermitteln nicht um die wahrheit zu finden sondern um beweise zu finden der person zu sie am haken haben etwas anzuhängen und dies ist mit nichts leichter als wie mit computersysten und software. da die software sowieso von niemand wirklich verstanden wird da hier immer gruppen daran arbeiten jedoch meist die eine gruppe nicht weiss was die andere macht nur beim interface kommens dann zusammen.

luke90
10.11.2009 11:00

heißt das, dass ein Pädophilier eigentlich auch nichts anderes ist als ein Virus?

Moblin
10.11.2009 10:54

Im Haushalt meiner Eltern, wo viele Leute leben habe ich bemerkt, das selbst bei einem gutem Antivirus immer wieder Maleware oder gar Viren durchkommen. Die Strategie dagegen: Kein Benutzerkonto als Administrator laufen lassen!

w.p. r
10.11.2009 12:09

Also wer ein eingeschränktes Benutzerkonto noch immer als "Strategie" anstatt als "Standard" bezeichnet, der hat es eh nicht anders verdient.

HPsigleichEPsi
11.11.2009 13:20
Tja,

unkluger Weise benutzte ich sehr lange das Administrator-Konto...
Kann mich die Verwendung des eingeschränkten Benutzerkontos jetzt überhaupt noch vor zuvor - als Administrator - installierter Malware schützen? Wahrscheinlich nicht...

Mathias
 
10.11.2009 10:24
Virus speicherte Kinderpornografie am PC

Ob der "Bundestrojaner" nicht auch solche Funktionen für politisch nicht erwünschte Personen bereit hält?

Interessant wäre außerdem zu erfahren, in wie weit so ein Virus für die letzten "Anti-KiPo" Aktionen und daraus resultierenden europaweiten Verhaftungen "verantwortlich" gemacht werden konnte!

Hoerbis
10.11.2009 11:10
SEHR wahrscheinlich....

Vor 70 Jahren kamen zu nachtschlafener Zeit gewisse Herren in Ledermänteln um Unliebsame in aller Stille auf nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen.....

Heute kann man das in aller Öffentlichkeit machen und sogar noch ruhmreiche Pressekonferenzen dazu abhalten.

Wer sich offenen Auges umsieht was sich so rund um un abspielt, wie das Netz immer enger gezogen wird, und keine Panik bekommt, - dem ist echt nicht mehr zu helfen.

Hoerbis
10.11.2009 10:22
Re: "Unschuldsvermutung" (in vielen Postings) = Naivität pur!

Im Zuge einer Übersiedlung Anfang 2007 verschwindet ein Laptop auf "mysteriöse" Weise. Aus dem offenen Transporter gestohlen? Liegengelassen? Viele Theorien keine Antwort.

Monate später: Verhaftung des Bestohlenen!(Der zum Zeitpunkt der Übersiedlung und des Diebstahls gar nicht im Land war.)
Begründung: Man habe habe den Laptop "gefunden" und nach einem entsprechenden Tip (durch den Ex-Vermieter mit dem man prozessiert) auf der Festplatte ein paar KiPo-Fotos.

Monatelang Scherereien und Wahnsinnsausgaben für Anwälte ("Das schadet meinem Ruf Sie zu vertreten.") und die Sache ist offiziell immer noch nicht aus der Welt.

Absurd, absurd, absurd - und es wird noch schlimmer werden......

Bekka
 
10.11.2009 10:09
dann braucht also nur jeder pädophile

so einen virus auf seinem pc speichern ...

das dient dann seiner "sicherheit" vor den behörden. eine paradoxe situation.

delta_t
10.11.2009 09:30

Dann ist also die neue Ausrede, Windows und keinen Virenscanner zu verwenden?

Blick Winkel
10.11.2009 09:45
Ein Virenscanner ist kein Allheilmittel

Mein Bruder hatte vor einem Jahr einen schweren Virenbefall am PC. Ich habe damals ein Backup von der verseuchten Platte gezogen und den Rechner komplett neu aufgesetzt.

Mittels verschiedenster Virenscanner wurden dann alle Viren beseitigt auf der Backupplatte beseitigt (zumindest dachte ich das) und die Platte archiviert.

Rein zufällig habe ich letzte Woche wieder einen Virencheck auf der besagten Backupplatte gemacht und oh Wunder: Plotzlich waren da wieder eine Menge Viren, die damals nicht gefunden wurden.

Fazit: Die Virensucher finden nicht alle Viren (bzw. Trojaner), weil die Signaturen nicht aktuell genug sind. Das ist eine trügerische Sicherheit.

delta_t
10.11.2009 10:51

Das glaube ich Ihnen schon, ich weiß wie das ist (arbeite in einer Firma als EDV-Betreuer).

Es geht mir darum, dass eine Ausrede für Kinderpornografie am Rechner nun sein könnte: "Ich hab den Virus drauf ghabt".

Blick Winkel
10.11.2009 11:01
Verstehe schon was sie mit "Ausrede" meinen

Das wird sicherlich die Std. Antwort bei der Polizei werden. Ganz schlaue Zeitgenossen werden sich vorsorglich gleich so einen Virus "installieren".

Generell bekomme ich bei dem Artikel schon ein leicht ungutes Gefühl. Man stelle sich nur vor,
der Trojaner (bzw. Virus) ist so programmiert, dass er sich nach 3 Tagen selbst löscht. Dann steht man echt dumm da, wenn es an der Tür klingelt.

Wenn man bedenkt, das es keinen 100% igen Schutz vor Viren und Malware gibt, dann ist das schon leicht brutal..

Mathias
 
10.11.2009 10:21
Virenscaner

Es sollten sowieso immer mit mehr als nur einem Suchprogramm gearbeitet werden. Kombiniert mit Anti-Malware / Anti-Trojaner Programmen.

Erst diese Woche habe ich bei Bekanten einen lästigen Trojaner so entgültig eliminieren können :-)

Empfehlen kann ich a2 bzw. spybot.

Hardwarefirewalls (Router usw.) sind sowieso besser als Softwarefirewalls, jedoch für Laien ist letzteres wohl eine bessere Alternative.

flo2526
10.09.2010 16:02

Wenn Sie sich auskennen würden, würden Sie wissen, dass mehrere (und da ist schon die Rede von 2 (in Worten zwei)) Antivirenprogramme, die ähnliche Aufgaben haben, sich entweder 1.) selbst aufheben, 2.) selbst bekriegen und dadurch 3.) den PC sooooo wahnsinnig langsam werden lassen, dass sie sich win95 zurückwünschen würden.

HPsigleichEPsi
11.11.2009 12:43
Spybot ist schon länger bei mir installiert.

Beim installieren oder updaten von einigen Programmen ist da ja dann die Entscheidung darüber zu treffen, den reg Eintrag (falls ich das richtig verstanden habe) zu erlauben oder zu verweigern.
In den letzten Wochen habe ich vereinzelt Anfragen von Spybot bekommen, ohne dass ich aktiv etwas neues installiert habe. Ein Klick auf den Info-Button gab:"No info available"
Wie finde ich denn heraus was da mit meinem Computer geschieht? Heute erst war es eine "Browserhelper-Anfrage" oder wie das zu nennen ist. Stutzig machte mich, dass der Verweigern-Button unklickbar war, ich automatische Updates im Firefox deaktiviert habe und sich nach fünf Sekunden alle Spybot-Fenster ohne mein Zutun schlossen. Wie ist darauf nun adäquat zu reagieren? Danke

slashinger
10.11.2009 16:32
naja

also so ist es auch nicht...
mehr als ein virenscanner auf einem system ist nicht wirklich sehr schlau ...:-)
da der einen virenscanner den anderen sehr oft als virus erkennt *g*
und zu Hard bzw Softwarefirewall: stimmt so nicht ...beides muss richtig konfiguriert werden, dann gibt es eigentlich keine Unterschiede...zumindest wenn man als softwarefirewall ein linuxsystem verwendet

w.p. r
10.11.2009 12:13

Wer glaubt einen Trojaner "endgültig eliminieren" zu können hat nicht besonders viel Ahnung.

Bei Infektion gibt es nur EINES: NEUAUFSETZEN

Andi K4
29.08.2011 10:13
Wer glaubt, einen Virus nicht endgültig entfernen zu können

hat genauso viel Ahnung.
Letztlich kommt es darauf an, ob ein Schadprogramm gut genug analysiert wurde und die Angriffspunkte und Einstiegspunkte korrigiert werden können.

Auch Schadsoftware ist nur Software.

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