Google: Von Kopf bis Fuß auf Linux eingestellt

Andreas Proschofsky, 9. November 2009, 09:46
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    grafik: archiv

Open-Source-Betriebssystem spielt zentrale Rolle - Softwarehersteller gibt Einblick in interne Kernel-Entwicklung

Mit Android engagiert sich Google seit einiger Zeit auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme, mit ChromeOS will man schon bald auch den Netbook/Desktop-Markt erobern. Was beide Produkte verbindet ist eine zentrale Softwareentscheidung: Im Hintergrund werkelt jeweils ein Linux-Kern, das Open-Source-Betriebssystem hat also in der künftigen Entwicklung beim Softwarekonzern längst eine zentrale Rolle eingenommen.

Internas

Doch das Engagement von Google im Linux-Bereich beschränkt sich bei weitem nicht nur auf Consumer-Produkte, schließlich setzt das Unternehmen auch intern schon längst auf das freie Betriebssystem. Nicht nur die Server, auch ein Großteil der Desktop-Systeme bei Google laufen mit Linux, für Letztere nutzt man übrigens eine eigene, firmeninterne Variante von Ubuntu.

Einblick

Da kann es nicht verwundern, dass der Softwarehersteller längst ein eigenes Entwicklungs-Team etabliert hat, dass sich ausschließlich um spezifische Verbesserungen am Linux-Kernel kümmert. Im Rahmen des unlängst in Tokio abgehaltenen Kernel Summits 2009 hat man nun erstmals einen näheren Einblick in dessen Aktivitäten gewährt, wie LWN.net berichtet.

Kritisch

Dabei gibt sich Google-Entwickler Mike Waychison durchaus selbstkritisch, vieles am eigenen Entwicklungsprozess sei noch verbesserungswürdig. So  bewege sich der interne Kernel erheblich hinter den offiziellen Releases von kernel.org, entsprechend mache die Portierung von neuen Features auf die ältere Code-Basis auch bereits ein Viertel der gesamten Arbeiten aus.

Basis

Aktuell bereite man gerade erst den Umstieg auf Kernel 2.6.26 vor, aktuell ist hingegen die Version 2.6.31. Der Google-Kernel unterscheide sich von der offiziellen Release dabei um nicht weniger als 1.208 Patches, die mehr als 300.000 Zeilen Code betreffen.

Code

Ein Umstand, mit dem man auch bei Google selbst nicht zufrieden ist, als entscheidenden Schritt zur Verbesserung hofft man auf den internen Wechsel auf das - auch beim offiziellen Kernel eingesetzte - Code-Verwaltungssystem GIT. Bisher kommt hier das recht monolithische Perforce zum Einsatz. Dieser Wechsel soll auch ermöglichen, dass der interne Code künftig vierteljährlich auf die neueste Kernel-Basis portiert wird - und in Folge die Zusammenarbeit mit dem Upstream-Kernel-Projekt erleichtern.

Problembereiche

Allerdings gebe es auch einige Problembereiche, die das Rückfließen des eigenen Kernel-Codes erschweren würden, wie man vor der versammelten Linux-Prominenz beklagte: So mache es das äußerst flotte Tempo der Kernel-Entwicklung äußerst schwer mit den eigenen Patches Schritt zu halten. Zusätzlich ist man aber auch nicht mit allen technischen Entscheidungen der letzten Zeit zufrieden. Der Wechsel auf den aktuellen "Completely Fair Scheduler" habe etwa einige Probleme verursacht, im Endeffekt waren diese so massiv, dass man den alten O(1)-Scheduler auf den neuen Kernel-Code aktualisiert hat. (apo, derStandard.at, 09.11.09)

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Total verstrachelt und ansteckend!
00
19.11.2009, 05:08
Es ist ein Haushoher Unterschied zwischen Win und Linux!

Ich würde hier zu Ubuntu raten, denn das ist der Schmied auch mit der meisten Hilfe im Netz!
Die nöchste Version 10.4 wird großartig und auch 9.10 ist schon viel gescheiter als dieses unsichere Windows!
Win steht schön langsam alleine da!
Apple wird sich auch benühen müssen weil es zwar fantastisch gut ist, aber noch zu teuer!
Bleibt nur an Ubuntu dran, dort sitzt auch der Gründer von Linux mit seinen Ratschlägen und Shuttleworth mit seinem Geld!
Infos dazu und ein Installationsvideo beihttp://neues4you.12see.de/ !
viel Spass damit!

Tictacgo
13
10.11.2009, 10:19
Systemlösung

Wenn es Google schafft eine gute, billige bis kostenlose Systemlösung aufzubauen, mit der sich Desktop, Telefon und Netbook für einfache Office-Lösungen gut aufeinander abstimmen lassen, wird sich auch Linux durchsetzen. Das Hauptargument, Windows besitzen zu müssen ist Kompatibilität und sicher nicht Qualität. Ich hab auf meinem Netbook nur deshalb XP, weil es für mein Modem keine Linux und Mac-Treiber gibt. Nur darum...

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
10.11.2009, 10:52

nope.

das hauptargument ist der angebliche umschulungsaufwand für die mitarbeiter. außerdem leben heerscharen von mcc's davon, den entscheidungsträgern das einzureden.

in vielen fällen ist es auch spezifische proprietäre software, die nur auf win läuft.

bzgl deines treibers schau in den ubuntuforen nach, auch wenn es ne andere distro sein sollte, da findest du garantiert was, und in einer form, dass du kein geek sein musst. dein problem ist sicher ned das modem, sondern das wlan, und mit mobilem breitband über usb gibts sowieso kein problem ;-)

TheNepomuk
00
10.11.2009, 11:17

Ich verwende Ubuntu 9.04 und das ist zwar zu dem Suse, welches ich einmal vor längerer Zeit mal probiert habe, ein Riesenschritt in sachen Benutzerfreundlichkeit, aber es kann nach wie vor einem WinXP nicht das Wasser reichen.

Wenn man nur Browser, Email, Musik und Office braucht, dann ist das ok, aber sobald man irgendwelche Extrawürschtln will wirds kompliziert.

Wenn Google es schafft, Linux so dodelsicher zu machen wie OSX, dann hat es sicher gute Chancen, sich dauerhaft zu etablieren.

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
10.11.2009, 11:31

dann hast du wahrscheinlich nen aspire one oder ähnliches gerät, das problem hatte ich auch mit meinem netbook, hier findest du bestimmt eine lösung für das wlan: https://help.ubuntu.com/community/AspireOne

mit 9.10 habe ich jetzt das gleiche problem und da von dem hal-konzept weggegangen wurde, funzt die lösung für 9.04 nicht mehr, hab aber bis jetzt nicht die zeit gefunden das zu beheben.

stimmt schon, wenn du pech mit der hardware hast, kann es mühsam werden, das betrifft aber eben meistens das wlan, mit dem sich immer mehr ausbreitenden mobilen breitband gibts überhaupt kein problem.
im allgemeinen funzt mit ubuntu sowieso alles out of the box und der sucht sich alle treiber selbst zusammen, da braucht der user gar nix tun.

Der Unkurze
00
10.11.2009, 13:00

also cih weiß ja nicht aber bei meine aspire one funktioniert das wlan seit 9.04 ohne jedliche probleme

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
10.11.2009, 15:10

da hast du glück gehabt, es gibt unterschiedliche chips auch in laufenden serien.

TheNepomuk
00
10.11.2009, 11:40

Und dem ganz normalen Durchschnittsuser ist jegliche Kommandozeilen- Eingabe sowieso ein Graus und daher ein Fremdwort.

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
10.11.2009, 12:09

klar. du kannst aber meistens einfach die befehle aus der doku direkt ins terminal kopieren.

achtung: ctrl_c / ctrl_v funzt ned im terminal, da musst du bearbeiten > einfügen verwenden.

luquas
00
10.11.2009, 13:59

Doch, funktioniert:
---> Bearbeiten ----> Tastenkombinationen

M1AU
00
17.11.2009, 08:37

Oder zum Teil auch ctrl_c / ctrl_shift_v

TheNepomuk
00
10.11.2009, 11:39

Mhm, nein eigentlich hab ich das auf einem etwas älteren Standgerät installiert. Das WLAN funktioniert bei mir, nur der Empfang ist viel schlechter als unter XP, aber das ist ok, damit kann ich leben. Beheben konnte ich das Problem aber nicht.

Mein jetziges Problem ist, dass man DVDs nicht abspielen kann, eigentlich ein bekanntes und gut beschriebenes Problem. Ich habs jetzt auch soweit gebracht dass er die DVDs abspielt, aber die Qualität ist extrem schlecht, aus welchem Grund auch immer.

Es war aber trotzdem ziemlich kompliziert, vor allem mit dem Terminal kann ich mich nicht anfreunden. Hab zb Probleme dass ich mich nicht als root einloggen kann, weil er mich nach befehl "su" kein Passwort eingeben lässt.

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
00
10.11.2009, 12:15

ja, mit dvd's gibts ein problem. angesichts dessen, was die monopolyspieler dann an drm usw aufführen ist es aber ein wunder, dass da überhaupt jemand was zusammenbringt ;-)

ad root: in ubuntu wird der root-user erst aktiviert wenn die mit sudo passwd ein root-password definierst. da gibst du zunächst dein eigenes ein und dann zweimal das gewünschte root password.

alternative: vor jeden befehl immer sudo schreiben, da fragt er dich dann aber sehr häufig nach deinen passwort.

ich arbeite auch gerne mit "sudo nautilus". da macht er dir dann einen "explorer" auf, der im su-kontext läuft und alles, was du da dann tust, zb files in etc editieren, läuft mit root-rechten und du kannst grafisch arbeiten.

milosewitschnig
00
10.11.2009, 11:53

versuch "sudo su" und gib daraufhin dein eigenes passwort ein. sollte klappen.

quisquam
258
9.11.2009, 19:04
natürlich werden all die probleme

von den superauskennern gar nicht als solche erkannt. daß linux eben ein experimentierfeld für nerds ist und (leider!) keine konkurrenz zu den überteuerten ms-produkten werden die alles-und-jedes-besser-wisser niemals zugeben. außerdem: wenn google euer heißgeliebtes linux vereinnahmt, dann kann höchstens noch der teufel mit dem beelzebub ausgetrieben werden. da arbeite ich lieber weiterhin mit dem guten alten windows 95 und internet explorer 4.0!

Jerry Garcia
 
10
10.11.2009, 10:10
So viele Antworten für einen Troll!

Kennt einer noch Byron?

Orku5
 
00
10.11.2009, 09:47

Jedes mittelgrosse bis grosse Unternehmen was ich kenne hat einen Sun oder Unix Server rumstehen.

Letzterzeit haufen sich auch in meinem Freundeskreis Linux und Mac OSX Systeme, da die Leute anfangen weniger zu spielen und mehr arbeiten wollen, vorallem Musiker und Grafiker gehen von Windows weg und greifen zu OSX und relative viele Programmierer haben mind. Win/Linux oder Debian zuhause.

Gestern hat ein Arbeitkollege von mir gesagt: Windows is for games...
und hat auch gemeint, das, was er privat macht, er mit einem Mac besser unterwegs wäre.

Also, jetzt nicht glauben ich bin Applefan Boy, hab 2 Systeme zuhause mit je W7 32bit und 64bit laufen und bin sehr zufrieden.

Harry Meier
 
00
10.11.2009, 08:59
IBM selbst setzt auch schon seit langem auf Linux.

Nur in der absoluten High-End Klasse verwendet es noch eigene Betriebssysteme deren Sicherheit weit über der von MS oder Linux Systemen steht.

Woodpecker
01
10.11.2009, 07:36
Nette Provokation :-)

Nun, auch andere "professionelle" Linux-Distributionen, die mit dem Hut etwa, verwenden gerne gut "abgehangene" Kernels. Ganz zu schweigen von Windows.
Es geht um Massen an Servern, teilweise für spezielle Zwecke wie eben Suchmaschinen, Webserver etc. - während Multimedia auf meinem Desktop mit dem aktuellen 2.6.31er doll flutscht und auch neue Hardware ausnützt ... das ist aber nicht die Domäne von Google.
Linux ist Vielfalt, und läuft eben - im Unterschied zu Windows - auf Gadgets, wo Windows Mobile nicht reinpaßt, bis zu Supercomputern.
Aber Windows95 war gut .. da konnte man noch so richtig frickeln, das war Spaß - zu UMBs und HIMEM gabs noch die schwindenden GUI Resourcen als Draufgabe und IE4 setzte dem die Krone auf :)

Roflboy
04
10.11.2009, 03:11

Im Webstandard ist die Verwendung von <ironie> und sogar <troll> tags dringend notwendig.

Win95+IE4 waren eindeutig zu subtil für die "gehobene" Leserschaft des WS.

Muß jetzt aber leider weiter, habe mich kurz auf meiner Snow Leopard Installation als Gast angemeldet und jetzt sind alle meine Daten irgendwie weg...

mr bayer
04
9.11.2009, 23:15
ie 4.0!

köstlich!
ich frag mich warum du so viele rote stricherl hast - absolut lesenswert dein beitrag!
und vor allem die vorstellung wie du das ganze im ie 4.0 eingegeben hast, während ein bluescreen den anderen jagt... spitze!

h 90
00
10.11.2009, 03:42

bei mir ist win95 stabil gelaufen, einigermassen

melhor
00
9.11.2009, 21:47

TRON bist dus?

martin.marcher
03
9.11.2009, 20:08

Sie haben absolut keine Ahnung.

Mal ganz naiv:

Es geht dabei gar nicht um Linux oder Windows sondern um eine strategische Entscheidung ob man lieber die Support/Feature Anfragen von einem Lieferanten bearbeiten lässt oder lieber selber bearbeitet.

Nachdem skalierende Systeme eines der Kernfelder von Google sind warum sollen sie $KOMMERZIELLEN_HERSTELLER mit Geld beglücken auf das dieser die nötigen Bugfixes/Feature Requests implementiert und $KOMMERZIELLER_HERSTELLER dannn eben genau das wieder verkaufen kann mit eh schon bezahlter Implementierung von Google?

Und ja Google hat genug proprietäre Patches für den Kernel, nichts in der GPL sagt das man bei interner Nutzung diese auch wieder zurückgeben muss an Upstream...

quisquam
10
9.11.2009, 23:24
na wusch!

da wär ich allein nie draufgekommen... ich kenn mich eben schon aus, nur bin ich nicht auf einem auge blind wie all die selbsternannten superexperten, die nicht den wald vor lauter bäumen sehen. überlegen sie mal: wenn google sich mit linux "auseinandersetzt" verändert sich dabei sicher nicht google, sondern... na, raten sie mal. fangt mal an zu denken, ihr linux-super-gottgleichen-alleswisser.

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