20 Jahre nach Mauerfall

Weltweit Unzufriedenheit mit Kapitalismus

9. November 2009, 07:52

Umfrage untersucht Einstellungen in 27 Ländern

London - 20 Jahre nach dem Mauerfall und dem Niedergang des Kommunismus herrscht weltweit große Unzufriedenheit mit dem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie im Auftrag der britischen BBC waren nur 11 Prozent der Befragten in 27 Ländern der Ansicht, dass der Kapitalismus in seiner derzeitigen Form gut funktioniert. Lediglich in den USA (25 Prozent) und Pakistan (21 Prozent) war mehr als jeder Fünfte mit der aktuellen Wirtschaftsordnung zufrieden.

Unter dem Eindruck der schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren glaubten 51 Prozent der Befragten, dass die Märkte stärker reguliert werden müssen. Im Schnitt 23 Prozent meinten, dass eine vollkommen neue Wirtschaftsordnung geschaffen werden müsse.

29.000 Menschen befragt

"Es scheint, dass der Fall der Berliner Mauer nicht der überwältigende Sieg für die freie Marktwirtschaft gewesen ist, für den er damals gehalten wurde", sagte Doug Miller, Chef der Umfrageinstituts GlobeScan, das gemeinsam mit der Universität von Maryland rund 29.000 Menschen befragte. "Einige Elemente des Sozialismus, etwa die gleiche Verteilung des Wohlstands durch die Regierung, sprechen viele Leute auf der Welt weiter an", sagte Steven Kull von der Universität von Maryland.

In 15 der 27 untersuchten Länder spricht sich laut der Umfrage eine Mehrheit für eine stärkere direkte Kontrolle von Unternehmen durch den Staat aus. Mehrheiten in 22 Ländern wollen demnach, dass die Regierungen den Wohlstand gleichmäßiger verteilen. Den Zusammenbruch der Sowjetunion begrüßten in der Rückschau 54 Prozent der Befragten in allen Ländern. Dagegen halten im Schnitt 22 Prozent den Untergang der kommunistischen Supermacht für eine schlechte Sache, 24 Prozent gaben keine Antwort. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 663
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Wir sind die Guten!
00
13.11.2009, 15:34
Nix Kapitalismus. Die Erfolgsgeschichte Westeuropas ist die Geschichte der "sozialen Marktwirtschaft", die ihren Gegnern schon immer verwerflicher Sozialismus war.

Die wurde dann "kapitalistisch" abgebaut und reduziert und schaue da, plötzlich als Beweis dafür wie toll KAPITALISMUS -dessen Einbremsung sie ja sein sollte - funktioniert, präsentiert. In der Geschichtsfälschung und der Propaganda ist der kapitalismus in der Tat unerreicht, bei sonst aber auch eigentlich gar nix!

anarchosyndikalist
20
10.11.2009, 17:24
das ist erfolgreicher Sozialismus!!

der libertäre Sozialismus in Teilen Mexikos

http://www.youtube.com/watch?v=8eVAptH6nNQ

Thomas Arnoldner
 
01
10.11.2009, 17:23

...I tell you the truth, it is hard for a rich man to enter the kingdom of heaven. Again I tell you, it is easier for a camel to go through the eye of a needle than for a rich man to enter the kingdom? of God.

- Jesus

Libertarian76
21
11.11.2009, 10:19

Wusste gar nicht dass dieser Jesus v. Nazareth(wenn er tatsächlich real war) Angelsachse war.

“If English was good enough for Jesus, it’s good enough for Texas”
ehemaliger Gouverneur von Texas über die wachsende Zweisprachigkeit seines Staates

reservebuddha
00
11.11.2009, 13:51
Naja halt ..

.. der Aramäische Dialekt des Englischen ;-)

Fanny Frey
31
10.11.2009, 08:02

Bedenklich wie hier der menschenverachtenden Ideologie der kommunistischen Verbrecherregimes der totalitären Diktatoren des ehem. Warschauer Paktes das Wort geredet wird.

reservebuddha
01
10.11.2009, 11:21
Es dürfte sich dabei um nur Ihnen zugängliche Postings handeln

denn ich kann keine solche "Wortredung" erkennen. Ich erkenne einzig und allein die Argumentation, daß Extreme per se meistens sehr nachteilig sind, in Kombinaton mit autoritären Strukturen sowieso, und daß im Laufe unserer Geschichte sich der gesunde Mix aus verschiedenen Hardcore-Ideologien immer noch als die insgesamt vorteilhafte Lösung erwiesen hat.

Libertarian76
13
10.11.2009, 07:11

Hier sehen wir was 200 Jahre Kapitalismus angerichtet haben.
http://graphs.gapminder.org/world/

her wig
00
9.11.2009, 20:04
Wenn der Erlöser kein Erlöser mehr ist

dann brauch' ma an neuen!

20 Jahre Freiheit
51
9.11.2009, 18:59
Zwei Gründe

Es gibt nur zwei Gründe warum man dem Sozialismus das Wort reden kann:
entweder man ist ein Unmensch oder man hat mindestens einen schweren Denkfehler begangen.

reservebuddha
01
10.11.2009, 11:26
Wenn man Sozialismus allein mit brutaler Diktatur gleichsetzt

dann dürfte es genau so sein. Ich gebe aber zu bedenken, daß dann auch viele Diktatoren der Zeitgeschichte als "Sozialisten" zu bezeichnen wären, die es definitiv weder gewesen sind, noch für sich je beansprucht haben, ja im Gegenteil sehr "kapitalistische" Standpunkte vertreten haben.

Hingegen ist es eine Tatsache, daß die europäische Sozialdemokratie viele Jahrzehnte lang selbstverständlich eine Form des Sozialismus vertreten hat, die nachweislich weder jemals diktarorisch noch je menschenverachtend gewesen ist.

Insofern rate ich an, diese nicht sehr gut fundierte Aussage noch einmal zu überdenken.

20 Jahre Freiheit
00
10.11.2009, 16:43

Die Sozialdemokraten von denen sie sprechen waren stets in Koalitionsregierungen bzw. in republikanischen Demokratien mit funktionierenden Verfassungen. Solche Länder haben also weder eine sozialistische Staats- noch Wirtschaftsform. Ich verstehe also ihren Vergleich nicht.

reservebuddha
00
10.11.2009, 17:29
Welchen Vergleich?

"Der Sozialismus" ist genausowenig untrennbar mit Diktatur und Unterdrückung verbunden wie "der Kapitalismus" mit Demokratie und Menschenrechten. Aber genau diese Falschbehauptung schwingt in Ihrem Posting implizit mit.

Na selbstverständlich besteht KEIN Widerspruch zwischen Sozialistischen Konzepten und parlamentarischer Demokratie, wie man an zahlreichen Beispielen belegen kann. Genausowenig wie zwischen Sozialistischen Konzepten und Marktwirtschaft. Bloß zwischen Sozialismus und Kapitalismus, und zurecht so, denn sowohl parlamentarische Demokratie als auch Marktwirtschaft haben bereits auch in deutlich sozialistisch geprägten Formen funktioniert, ohne deshalb den Markt anbeten zu müssen.

anarchosyndikalist
22
9.11.2009, 19:38
Macht es ihnen eigentlich Spaß immer das selbe zu wiederholen ohne auf Argumente einzugehen?

und dabei immer nur irgendwelche Phrasen zu dreschen, die sich dazu auch noch inhaltlich widersprechen?

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
02
9.11.2009, 20:39

reg dich ned auf über den, astroturfer müssen das tun: http://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing

freu dich lieber, dass die ochlokratura nervös wird und solche leutz losschickt, weil das n untrügliches zeichen ist, das sich was zu bewegen beginnt ;-)

anarchosyndikalist
01
9.11.2009, 20:54

ich hab mir schon sowas ähnliches gedacht.. wollte es aber nicht sagen, weil sowas leicht paranoid klingt...

Frank'n'furter ät www.agenda2020.at
02
9.11.2009, 21:02

na und ?

paranoid zu sein bedeutet noch lange nicht, nicht auch tatsächlich verfolgt zu werden *g*

avanti popolo ;-) : http://www.agenda2020.at/a20_phpbb... f=76&t=357

20 Jahre Freiheit
10
9.11.2009, 19:47

Ähm, normalerweise ist es so, dass man auf die Argumente desjenigen eingehen sollte, dem man antwortet...

20 Jahre Freiheit
31
9.11.2009, 18:17

Viele Leute fürchten sich vor irgendwelchen vaguen, bösen Konzernen (arbeiten wahrscheinlich sogar in einem und sind froh, dass sie dort einen Job haben, der ihnen ein gutes Leben und Versorgung ihrer Familie ermöglicht, Urlaub, Früchte aus dem Ausland und Geiz-ist-geil-Elektronik) und vertrauen ungeschaut blind ihr Geld, ihre Zukunft, ihr Wohlbefinden Figuren wie Faymann und Pröll an, die zwei Lobbyvereinen vorstehen, die so mächtig sind, das sie nahezu alles machen können, was sie wollen.

Vielleicht setzen manche ganz einfach ihre Angsprioritäten etwas falsch.

reservebuddha
01
10.11.2009, 11:31
Viele Leute fürchten um ihre Lebensgrundlagen genau deshalb

weil besagte Konzerne Gewinne maximieren wollen, indem sie besagte Leute loswerden und ihnen anständige Bezahlung für anständige Leistung verweigern wollen - was sie leider zum Teil können, da sie allein durch die in ihnen kumulierte Macht in der Lage sind, Alternativen des Broterwerbs langfristig zu minimieren. Dies ist eine Frage der herrschenden Spielregeln, die das leider ermöglichen.

Und der Zusammenhang mit Spitzenpolitikern unserer Zeit ist klar gegeben: Diese haben vor einiger Zeit begonnen, die Verantwortung für die Spielregeln, an die sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zu halten haben, teilweise in die Hände der besagten Multis zu übertragen (Stichwort Lobbying).

mirko burijan
01
9.11.2009, 20:45
ja, vor allem die, die von 2 $ am tag leben müssen, Sie Troll.

20 Jahre Freiheit
00
10.11.2009, 16:44

Ja, in Österreich 2$, ganz sicher, Troll.

anarchosyndikalist
00
9.11.2009, 18:29
diese lobbyisten sind aber von bösen konzernen...

Libertarian76
102
9.11.2009, 17:58
Kapitalismus macht unglücklich

http://www.welt.de/wirtschaf... -muss.html

1. Kapitalismus ist eine Wohlstandsmaschine
2. Kapitalismus schafft Arbeitsplätze
3. Kapitalismus ist gesund
4. Kapitalismus tut viel für Bildung
5. Kapitalismus fördert den Fortschritt
6. Im Kapitalismus gedeiht die Gleichberechtigung
7. Kapitalismus ist der beste Verbündete der Freiheit
8. Kapitalismus braucht Frieden
9. Kapitalismus fördert Umweltschutz
10. Im Kapitalismus florieren die Künst

ABER:
11. Kapitalismus macht unglücklich


Leech
00
10.11.2009, 17:52
Kapitalismus fördert den Fortschritt

ahahahahaha des is echt das geilste ^^

Kaptialismus verhindert fortschritt wos nur möglich ist. Schließlich muss man seinen technischen (eigentlich schon überholten) ramsch verkaufen und das möglichst lang bevor was neueres kommt.


Das einzige was Kapitalismus fördert ist ARMUT.

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