Chavez ruft zu Vorbereitungen auf kolumbianischen Angriff auf

9. November 2009, 15:46

Venezuelas Präsident: "Heiliges Heimatland verteidigen"

Caracas - Nach der Unterzeichnung eines umstrittenen Militärabkommens zwischen den USA und Kolumbien hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez zur Vorbereitung auf einen möglichen Krieg aufgerufen. Es sei die "Verantwortung aller", sich auf einen Krieg vorzubereiten, sagte Chávez am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Aló Presidente". Kolumbien kündigte an, wegen der Aussagen von Chávez die Vereinten Nationen anzurufen.

"Studenten, Revolutionäre, Arbeiter, Frauen: Alle sind bereit, dieses heilige Heimatland Venezuela zu verteidigen", sagte Chávez. Es sei keine Zeit zu verlieren, sich auf den Krieg vorzubereiten und der Bevölkerung bei den Vorbereitungen zu helfen. Dies sei die "wichtigste Mission" in Venezuela. Die beste Art, einen Krieg zu vermeiden sei es, sich auf ihn vorzubereiten.

Warnung an Obama

Mit deutlichen Worten warnte Chávez zudem US-Präsident Barack Obama vor Aggressionen gegen Venezuela. Obama solle sich "nicht irren", Venezuela sei zu allem bereit. Venezuela werde nie eine Kolonie der USA noch die Kolonie eines anderen Staates werden. Sollten die USA Venezuela angreifen, so werde der "Krieg der 100 Jahre" beginnen, der sich über den gesamten Kontinent erstrecken werde. Niemand solle glauben, ein Krieg gegen Venezuela werde nur gegen Venezuela geführt: "Wir sind nicht allein."

Die kolumbianische Regierung in Bogotá forderte, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der UN-Sicherheitsrat sollten sich mit "diesen Kriegsdrohungen der venezolanischen Regierung" befassen. Kolumbien habe nie eine "feindliche Geste" gegenüber der internationalen Gemeinschaft und noch weniger gegenüber seinen Nachbarländern gezeigt und werde dies auch nie tun. Die Regierung sei bereit zu einem "ehrlichen Dialog".

USA dürfen kolumbianische Basen benützen

Washington und Bogotá hatten Ende Oktober ein Abkommen über die Nutzung kolumbianischer Militärbasen durch die US-Armee geschlossen. Die Vereinbarung erlaubt den US-Streitkräften für die nächsten zehn Jahre die Nutzung von mindestens sieben Stützpunkten in Kolumbien. Nach US-Angaben sollen die Stützpunkte für den Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus genutzt werden. Die Pläne waren bei den linksgerichteten Regierungen der Nachbarländer Venezuela und Ecuador auf scharfe Ablehnung gestoßen. Sie werfen den USA vor, ihren Einfluss in Südamerika vergrößern zu wollen. Chávez betrachtet die Präsenz der US-Soldaten als direkte Bedrohung.

In seiner Radioansprache sagte Chávez, das Abkommen werde es der US-Armee erlauben, sich in Kolumbien zu bewegen wie es ihr beliebe, so als sei Kolumbien ein Teil der USA geworden. Die kolumbianische Regierung sei "in die USA verlegt" worden. Beide Länder hätten sich vereinigt, um die Welt über ihre Absichten zu belügen.

Unter anderem wegen der im Juli bekannt gegebenen Pläne für das Abkommen hatte Chávez Ende Juli die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien auf Eis gelegt. Der Konflikt zwischen der linksgerichteten Regierung in Caracas und der konservativen kolumbianischen Regierung von Präsident Alvaro Uribe, des engsten Verbündeten der USA in Südamerika, dauert aber bereits seit Jahren an. Zuletzt hatten die Spannungen an der 2000 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Ländern zugenommen. Caracas behauptet, kolumbianische Paramilitärs versuchten nach Venezuela vorzudringen um die Regierung zu destabilisieren. (APA)

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Horst Holger
00
6.12.2009, 23:23
Sumpf des Verbrechens: Bruder des Ministers Chacón festgenommen

nachdem dieser sich einiger Banken in Venezuela angenommen hat, die Chavez vorher enteignet hat. Chavezuela=Bananenrepublik=Selbstbedienungsladen der Chavisten läßt grüßen!

http://www.elimpulso.com/pages/ver... x?id=94352

Horst Holger
00
22.11.2009, 14:01
guter Artikel!

http://www.spiegel.de/politik/a... 84,00.html

Innenpolitisch gerät er zunehmend unter Druck. Die Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet, das Bruttoinlandsprodukt ist im dritten Quartal um 4,5 Prozent gefallen. Auch die Ölexporte sind stark zurückgegangen - im Vergleich zum Vorjahresquartal sind sie um 9,5 Prozent gesunken.

Ausgerechnet im Ölförderland Venezuela leiden die Menschen zudem unter einer Energiekrise, Wasser und Strom werden knapp. Die Beliebtheit des Caudillo sinkt.

Fazit: Chavez lenkt mit der Kriegstreiberei von seinen großen innenpolitischen Problemen ab. Folglich sollte man den Hampelmann nicht mehr ernst und noch weniger darüber berichten was seinen Abgang nur beschleunigen würde- gut für Venezuela

dr. kokos
 
00
24.11.2009, 19:53

sehr gute idee!

du kannst gleich als erster damit anfangen, nicht mehr über chávez zu "berichten".

und tschüss, holger!

Horst Holger
00
1.12.2009, 22:20
hättest wohl gern koks, aber nein

den Gefallen tu ich Dir nicht. Wann schreibst Du mal wieder was zum Thema, gibt´s etwa wirklich nichts glorreiches vom kleinen Caudillo zu berichten?

DieBo
01
14.11.2009, 15:54
Ist es nicht sehr auffällig dass die USA jedes Land militärisch ins Visier nehmen welche Ölgeschäfte mit China machen?

Horst Holger
00
18.11.2009, 00:29
klar, DieBo, die USA nehmen auch Länder ins Visier

die beste Ölgeschäfte mit Ihnen selbst machen! Auffällig, diese Geschäfte! Müssen sofort gestoppt werden!

Nicolas Castillo
00
11.11.2009, 16:00
ich hätte nie gedacht ...

das jemals zu tun, aber heute mal ein link von amerika.21 bzw. aus einer linken deutschen Zeitung

http://www.amerika21.de/nachricht... on-101109/

hansito
00
11.11.2009, 20:18

Dieser Artikel überrascht mich auch! Danke für den Link!

Horst Holger
00
13.11.2009, 00:28
mein neues Lieblings-Informationsportal!

wie konnte solch ein Fehler passieren und so ein ehrlicher Kommentar durch des Köstlers/Niebels Zensur kommen?

kathrintschka
 
11
11.11.2009, 14:16
vergessen!

etwas, auf das alle unsere ach so objektiven österreichischen printmedien vergessen:

http://www.aporrea.org/tiburon/n... 45270.html

[...] el documento de la Fuerza Áerea de EEUU, que considera conveniente el uso de bases colombianas cuando en la región hay narcotráfico, terrorismo y gobiernos anti-estadounidenses [...]"

das dokument über die luftstreitkräfte der USA, welches die nutzung von kolumbianischen militärbasen angebracht sieht, wenn es in der region drogenhandel, terrorismus und anti-us-amerikanische regierungen gibt...

Nicolas Castillo
00
11.11.2009, 14:58
apporea? toll!

kathrintschka
 
10
12.11.2009, 09:17
ja, toll!

min. im selben ausmaß wie sämtliche dichandsche, fellnersche, bronnersche und fleischhackersche medien... bei der "heute" fehlt mir jetzt leider die quellenangabe, aber auch darauf verzichte ich dankend, genauso wie auf halbseitige berichterstattung.

@hansito: jedem/r das seine/ihre.

Austro-Spanier0
00
15.11.2009, 12:34
min. im selben ausmaß wie sämtliche dichandsche, fellnersche, bronnersche und fleischhackersche medien... bei der "heute" fehlt mir jetzt leider die quellenangabe

Wie wär's denn mit mal hinfahren und sich an Ort und Stelle über die Missstände zu informieren. Haben sie diese Quelle überhaupt schon einmal in Betracht gezogen? Ihren Kommentaren nach zu schliessen ist die Antwort eher: Nein!

Nicolas Castillo
11
11.11.2009, 11:50
warum wurde die Headline geändert? ...

Was soll damit suggeriert werden, ein angriffslustiger kolumbianischer Staat. So ein Schwachsinn! Chavez ist der einzige der von Krieg schwafelt, sonst keiner.

Liebe Redaktion, das ist wirklich albern, oder gebt ihr jetzt je nach Lust und Laune dem Druck unserer linksradikalen Kampfposter nach?

charles reuon
01
11.11.2009, 13:30

Vielleicht hat man nun Tatsachen berücksichtigt,kann schon sein.

Nicolas Castillo
00
11.11.2009, 14:57
ja ...

man kann sich die Tatsachen auch schönreden ... ganz großes Kino

Mostbluzer
02
11.11.2009, 10:45
mich deucht,

die headline wurde geändert.

klingt ja nun nach verteidigung, vorige woche glaubte man, hugo will durch kolumbien nach texas.

wird ja schon, wird ja schon ...

GG22
01
11.11.2009, 12:00
Die Nachricht ist draußen,

das Dementi kommt klein, damit die Wirkung der Falschinformation nicht aufgehoben wird.

Die besten Journalisten, die man für Geld bekommen kann.

Horst Holger
00
13.11.2009, 00:32
die besten Journalisten, die man für Geld bekommen kann

wie wahr! Am Anfang war es in honduras noch eine Übergangsregierung für den standard, dann beugte man sich dem linken Druck und sattelte postum auf Putschist über. Wer möchte so ein Blatt eigentlich noch lesen?

das ist fix
32
10.11.2009, 21:35


Chávez ruft zur Vorbereitung auf einen möglichen Krieg auf - da werden die europäischen Neokommunisten begeistert sein...

Guenter123
31
10.11.2009, 20:36
USA

überall wo die USA Demokratie, Frieden und was weiss ich noch hinbringen, herrscht wenige Tage dannach Krieg! Ich hoffe doch sehr, dass sich die USA bald nach Hause zurück ziehen, dort mal alles ins Reine bringen und sich zwischenzeitlich die EU auf die Hinterbeine stellt und mit einem echten Konzept eine klare Win-Win Situation herstellt. So dass die Menschen in den Ländern profitieren und es nicht immer auf Kosten von anderen geht.

rubbberduck
10
11.11.2009, 12:40

deswegen habn wir hier in europa auch seit über 60 jahren krieg oder wie?

The Real Max
00
10.11.2009, 17:54

latino wag the dog

Fridolin der Große
02
10.11.2009, 17:32
Brasilien will Atomwaffen als Schutz vor den USA

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=796498
http://www.heise.de/tp/r4/art... 391/1.html

Nicht nur Venezuela fühlt sich bedroht.
Die Militärstützpunkte zielen mindestens genau so auf Brasilien, wie auf Venezuela.

Während die USA auf dem absteigenden Ast sind, ist Brasilien auf dem ansteigenden.

Der Neue Mensch
00
10.11.2009, 21:36
Alter Wein in neuen Schläuchen

Vor zwei Jahren war's Hugos Aufrüstung, die als Grund für die Wiederaufnahme des brasilianischen Atomprogramms genannt wurde:
http://www.news.at/articles/... omprogramm

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