3:3 in Linz nach 3:1-Führung der Gastgeber - Gelb-Rote Karte für Piermayr leitete Wende ein - Macho-Debüt mit Patzer
Linz - Rapid musste sich in der 15. Fußball-Bundesliga-Runde nach
zuletzt drei Siegen en suite beim LASK mit einem 3:3 (1:3) begnügen. Die Treffer vor 13.200 Zuschauern im Linzer Stadion erzielten
Christian Mayrleb (23., 39.) und Thomas Prager (41.) bzw. Nikica
Jelavic (1.), Steffen Hofmann (65./Foulelfer) und Hamdi Salihi (75.).
Damit sind die Hütteldorfer Tabellendritter.
Die Rapidler lagen nach nur 17 Sekunden bereits 1:0 in Front. Bei
einer Kavlak-Flanke patzte der neue LASK-Tormann Jürgen Macho,
wodurch Salihi unbedrängt zum Kopfball kam und Nikica Jelavic
anschließend den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte.
Bereits beim 1:0-Sieg im Europa-League-Quali-Heimspiel gegen Aston
Villa hatte der Kroate schon nach 16 Sekunden gescort.
Mayrleb dreht Match
Rapid drängte sofort auf den zweiten Treffer. Der LASK
überstand diese Anfangs-Druckphase aber. Die Linzer verwerteten gleich ihre erste Möglichkeit. Nach Vorarbeit von Prager und
Rasswalder-Zuspiel traf Mayrleb volley im Rutschen zum 1:1 (23.). Es
war das erste Tor für den 37-jährigen Routinier seit dem 30. August
dieses Jahres.
Kurz nach Wiederanpfiff hätte es beinahe 1:2 geheißen: Nach
Kavlak-Flanke faustete Macho den Ball genau zu Hofmann, dessen Schuss
zwar abgeblockt wurde, aber bei Salihi landete. Sein Schuss wurde von LASK-Verteidiger Piermayr
glücklich abgewehrt (24.).
Effizienter präsentierten sich die Gastgeber, die auch ihre zweite
Hundertprozentige eiskalt ausnutzten: Nach Prager-Vorarbeit ließ Mayrleb im
Strafraum Soma per Drehung aussteigen und traf via Stange zum 2:1
(39.). Zwei Minuten später hieß es 3:1. Mayrleb assistert bei einem blitzschnellem
Konter Prager und der netzt ein (41.).
Piermayr dreht es wieder zurück
Nach dem Wechsel dominierte Rapid, tat sich aber gegen die
gut organisierten Linzer zunächst sehr schwer. Erst ein Foul von
Piermayr an Kavlak im Strafraum brachte den Umschwung (64.). Hofmann verwertete den Foulelfer sicher (65.), dazu musste der LASK
in der Folge mit nur zehn Mann auskommen, weil der LASK-Verteidiger
mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.
In der 67. Minute folgte der nächste Patzer von Macho, dem mangelnde
Matchpraxis anzusehen war: Dem Ex-ÖFB-Goalie entglitt der Ball nach
einer scharfen Boskovic-Flanke, im Nachfassen war er aber schneller
als Salihi. Doch in Minute 75 hatte der Schlussmann keine Chance,
nach einer Hofmann-Freistoß-Flanke war Salihi mit dem Kopf zur Stelle
und erzielte den Ausgleich. Wenig später zischte ein weiterer
Salihi-Kopfball nach Kavlak-Flanke knapp über die Latte (77.). Auch
bei einem Hofmann-Schuss im Finish (90./drüber) hatten die Linzer
Glück, womit es beim 3:3 blieb. (red/APA)
LASK Linz - SK Rapid Wien 3:3 (3:1)
Stadion der Stadt Linz, 13.200 Zuschauer, SR Meßner
Torfolge: 0:1 ( 1.) Jelavic
1:1 (23.) Mayrleb
2:1 (39.) Mayrleb
3:1 (41.) Prager
3:2 (65.) Hofmann (Foulelfer)
3:3 (75.) Salihi
LASK: Macho - Bubenik, Piermayr, Margreitter, Chinchilla-Vega -
Saurer (77. Hart), Majabvi, Panis, Rasswalder - Prager - Mayrleb (66.
Alunderis)
Rapid: Payer - Dober (31. Kulovits), Soma, Patocka, Thonhofer (68.
Konrad) - Hofmann, Heikkinen, Boskovic (72. Trimmel), Kavlak -
Jelavic, Salihi
Gelb-Rote Karte: Piermayr (64./wiederholtes Foulspiel)
Gelbe Karten: Panis, Chinchilla-Vega (im nächsten Spiel gesperrt),
Prager bzw. Dober, Kulovits