Depressionsneigung

Kindheitserfahrungen können Gen-Aktivität beeinflussen

09. November 2009 11:49

Deutsche Forscher: Methylgruppen werden an die Erbsubstanz angelagert, in der Folge mehr Stresshormone produziert

München - Negative Kindheitserfahrungen - Traumata oder extremer Stress - können die Genaktivität dauerhaft verändern und einen Menschen damit deutlich anfälliger für Depressionen und Angsterkrankungen machen. Das haben Forschungen am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bestätigt. Den Untersuchungen zufolge können durch schweren psychischen Stress sogenannte Methylgruppen - einfache chemische Markierungen - an die Erbsubstanz angelagert werden. Diese Änderungen können dann zum Beispiel dazu führen, dass mehr Stresshormone produziert werden. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher in der Zeitschrift "Nature Neuroscience" (8. November) vor.

Mäuseversuch

Grundlage für die Ergebnisse ist ein Versuch mit neugeborenen Mäusen, die für kurze Zeit von ihrer Mutter getrennt wurden. Später konnten sie sich nur schlecht an Stresssituationen anpassen - und zwar ein Leben lang. Ihr Gedächtnis, ihr Antrieb und ihre Emotionen waren gestört, weil in ihren Gehirnen das Eiweißmolekül Vasopressin überproduziert wurde. Auf der Suche nach dem Auslöser für diese Überproduktion stießen die Wissenschafter bei DNA-Analysen auf einen Genabschnitt, dessen Modifizierung durch Methylgruppen die Aktivierung des Vasopressin-Gens hemmt. Dieser Aus-Schalter fehlt in den nachgeburtlich gestressten Mäusen und führt zu einer lebenslangen Überproduktion des Botenstoffes.

Um wirksame Therapien gegen psychische Krankheiten zu entwickeln, müsse in Zukunft im Rahmen der sogenannten Epigenetik noch intensiver erforscht werden, wie Umwelteinflüsse die Erbsubstanz eines Menschen verändern, forderte Instituts-Direktor Florian Holsboer. Klar sei, dass Informationen von außen die Art beeinflussen, wie das Erbgut benutzt wird: Die Methylgruppen würden wie Signalflaggen auf den DNA- Strängen angebracht und legten somit fest, wie häufig ein Gen abgelesen wird. "Das Verständnis dieser epigenetischen Kodierung wird zum zukünftigen Schlüssel neuer Behandlungsstrategien", sagte Holsboer laut Mitteilung. (APA)

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Lorelei Sonnenschein
20.11.2009 15:03
Kindheitserfahrungen...

...haben die "Wissenschaftler" tatsächlich bis jetzt geglaubt, dass hier das Prinzip...Ursache/Wirkung nicht gilt und dass die elterliche Erziehung (u. teilweisen Grausamkeiten u. Vormachen von Fehlern) keinen Effekt auf Kinder und deren (mentale u. genetische bzw. körperliche) Gesundheit hat???



springflower
10.11.2009 12:47
Das hätte ich jetzt zwar auch schon ohne diese

wissenschaftlichen Erkenntnisse gewusst, dass jemand, der eine schöne Kindheit hatte später auch gelassener durchs Leben geht. Aber soll sein - irgendwas muss man ja als Wissenschafter auch untersuchen.

BM Stadler-Waldorf
 
09.11.2009 17:24

In diesem Artikel fehlt die Ankündigung des Pharmaprodukts, das uns zu glücklichen Mäusen machen soll.

chez guevara
09.11.2009 17:22

die mitschurin these

Clemens Schwarz
09.11.2009 16:44
es gibt schon längst eine Therapie

die heißt liebevoller Umgang und Zeit für den anderen haben. Als Ersatz zum Nacheltern gibt es die Psychotherapie.
Wenn wir dafür eine Tablette bekommen, dann Prost Mahlzeit können wir nicht mehr von Gesellschaft oder Kultur sprechen, sondern nur noch von Drogenabhängigen.

Harald Schoenknecht
10.11.2009 15:25

Wenn die Therapie nicht funktioniert (man als "therapieresistent" gilt) oder wenn man mehrfach Pech mit den Therapeuten gehabt hat (es gibt nicht nur Gute) dann: Warum nicht?

PeAcE

Zauberei
10.11.2009 11:07

Es gibt noch bessere Methoden wie die Herz-Math-Methode. Stress lässt sich jederzeit von jedem abbauen, indem er gute Gefühle wie Liebe visualisiert und durch das Herz atmet.

Lorelei Sonnenschein
20.11.2009 15:08
@Zauberei

...kann ich bestätigen und zwar mit jedem Gen! Hatte schwere Depressionen, Übergewicht, chron. Bronchitis etc. ...durch Glück kam ich zu der Erkenntnis, dass das so nicht sein muss...dann ist ein Wunder (anders kann ich das nicht nennen) passiert, dass mich gerettet hat und von da an war alles anders...ohne Tabletten, ohne Psychologen, aber durch viel Verstehen, Verzeihen, Sanftheit u. Liebe...

Zauberei
20.11.2009 15:33

Entgegen aller guten Vorsätze:
meine Krankheit und auch die restliche Entwicklung meines Lebens wurde mir im Detail voraus gesagt bzw. es mir im einem hypnotisierten Zustand so erzählt, dass ich davon keinen Zentimeter abzuweichen im Stande bin. Denken Sie, dass ich da mit Liebe und Verzeihen was ausrichte? Vielleicht fühle ich mich nicht so schlecht bei den Schmerzen, die mir angesagt wurden, aber mehr auch schon nicht. Ich halte auch nichts von Surrogatgefühlen. Man hat sie oder nicht. Man kann sie sich auch einreden, aber ich finde es schade, dass man die unterschiedliche Qualität nicht zur Kenntniss nimmt und mir solche Schlechtigkeit einreden will. Auch die letzte Einsicht, dass ich wieder nur zum Narren gehalten wurde...is too much.

onlooker
11.11.2009 10:12
simsalabim und wir sind mittendrin,

sie haben mir aber noch immer nicht erklärt,
wie sie schmerzen durch ihre atemtechnik,
wegkriegen?
wie schaut es denn aus aus fr. zauberin?
aber danke im voraus, mfg

Zauberei
11.11.2009 17:19

Es gibt da einen "Zauberer", der kann das selbst und macht das schon eine Weile auch für mich, sodass er und an sich auch ich nur durch richtiges Atmen Schmerzen stark reduzieren konnte und sicher noch könnte. Ich bin aber leider sehr faul und der Herr Zauberer und ich haben immer so viele Missverständnisse, dass die Gefahr besteht, dass ich in der ärgsten Phase eh keine Unterstützung bekomme. Aber gehen tut das sehr gut.

Lorelei Sonnenschein
20.11.2009 16:23
@Zauberei

...habe Ihre Antwort erhalten, aber leider nicht verstanden (bitte nicht auslachen), da mich aber Ihre Antwort interessiert und ich sie verstehen will...bitte schreiben Sie mir eine email, wenn Sie möchten...(meine Adresse in der Visitenkarte) LG
Lorelei

onlooker
10.11.2009 16:42
wissen sie was schwere depressionen auslösen können?

wäre es wirklich so leicht wäre es schon ein standard.
und es könnte sich ohne weiteres um zauberei handeln,

was machen sie den mit schweren schmerzen, die
die depressionen auslösen, herr zauberer?

Zauberei
11.11.2009 08:07
Frau Zauberin bitte!:)

Ich gebe zu, dass das ein interessantes Thema ist, aber der Herr Zauberer würde dazu sagen: Atmen müssen Sie schon alleine.:)(

Nirvanacharly
 
27.11.2009 13:32
man sollte persönliche Erfahrung nicht general-

isieren. Jedes Schicksal ist ein persönliches und daher nie mit Anderen vergleichbar solange es nicht statistisch relevant ist. Die Tentenz aus Einzelfällen Normen zu kreieren ist all zu häufig, man denke da an Feldenkrais, und diversen Therapieansätzen bei denen das Rad neu erfunden wurde, es begann ja bereits bei Jung und Adler welche die ersten "therapeutischen Vatermörder" waren. Das Seele und Körper komunizieren ist hinlänglich bekannt.

Zauberei
27.11.2009 18:57

Die Form und das was drinnen ist, das bin doch ich, oder nicht?

Zauberei
27.11.2009 18:54

Überigens Nirvana löst bei hier mein neuer Mantel, meine Stiefel und der Rest an Klamotten aus, die ich endlich bekommen konnte. Sind sooo coool.

Zauberei
27.11.2009 18:53

Ist klar, ich hab es nur allgemein formulieren wollen. Ich soll wenigstens selbst tief atmen, weil ich an einer Lungenkrankheit sterben werde und auch energetisch schadet es mir, wenn ich andere sogar statt mir atmen lassen möchte. Ist aber nicht so effektiv.:)

Friedel Marksteiner
 
09.11.2009 16:23
Ich finde die Ergebnisse überaus interssant,

denn sie belegen, dass der Mensch nicht blosses Ergebnis seiner ererbten Gene ist. Und ich finde sie hilfreich, da nicht nur negative, sondern auch positive Konditionierung in die Erbsubstanz eingeht.
Mit Faschismus hat das freilich überhaupt nichts zu tun - im Gegenteil, ich sehe darin die Basis für ein erweitertes Verständnis und eine neue Form, mit unserer Evolution umzugehen.

Zauberei
10.11.2009 11:08

Angeblich sind wir zu mind. 52% umweltbeeinflusst.

TomGard
 
09.11.2009 17:07
"nicht blosses Ergebnis ererbter Gene"

Joa, ein interessiertes Mißverständnis biologischen Wissens durch ein anderes, ehemals nützliches bekämpfen: Die Reiz-Reaktionsschemata der Behavioristen, die phänomenologischer Forschung weichen mußten, durch die "genetische" Hintertür "rehabilitieren".
Das Interesse der Spekulation sprechen Sie offen aus: Wissen soll nicht Wissen sein, sondern "erweiterte Basis", also "Chance" für etwas, das Sie bekennend "Verständnis" nennen.
Auch wenn der Vergleich politisch inkorrekt ist: Fällt Ihnen nicht die prinzipielle Nähe zu Ärzten auf, welche die Anatomie des "Untermenschen" erforschten, oder zu Theologen, welche den "Heiden" aus getöteten "Wilden" zu obduzieren trachteten?
Wie "krank" sind denn Sie, Herr M? Sie finden die Frage obszön? Achnee

her wig
09.11.2009 20:17

Ist es wirklich "krank" wenn man davon ausgeht dass sich Menschen, insbesondere Kinder, durch Vorgänge in ihrer Umwelt beeinflussen lassen?

Würde man keine Beeinflussbarkeit beobachten können, dann wäre das übrigens ein Zeichen von absoluter Dummheit...

Zauberei
10.11.2009 11:09

Das wären dann die Gene.:)

Überigens verstehe ich nicht, wenn doch von den Genen der Eltern immer das Beste ausgewählt wird, wieso wir dann noch nicht zertifiziert werden. Womit darf ich hier wieder nicht schreiben.:)

TomGard
 
09.11.2009 10:18
Das ist keine Forschung mehr ...

vielmehr Auftragsarbeiten für die Pharmaindustrie, die sich nur zu gerne dem neofaschistischen Menschenbild aufreitet, nach welchem "der Mensch" eine zur Programmierung vorgesehene Natur habe.
Der Erkenntniswert eines "Forschungs"Projektes dieser Art ist = Null

rompitasche
09.11.2009 16:41

wie soll ich mir die Tätigkeit "sich einem Objekt aufreiten" vorstellen ?

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