Studium bringt Männern mehr Einkommen als Frauen

08. November 2009 17:19
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Akademikerinnen verdienen um über ein Viertel weniger als Akademiker - Hat Frau "nur" Matura, ist sie näher dran

Wien - Bildung schützt Frauen nicht vor ungleicher Bezahlung: Auch unter gleich gut ausgebildeten Erwerbstätigen verdient das weibliche Geschlecht weniger als die männlichen Kollegen. Dabei wird der Abstand bei höheren Bildungsstufen größer, erklärte Sybille Pirklbauer, Expertin der Arbeiterkammer (AK). Basis sind aktuelle Einkommensdaten der Statistik Austria.

Ein Drittel des Lohnunterschieds lasse sich nicht durch objektive Faktoren - etwa andere Bildung oder Arbeitszeit - erklären. Für Pirklbauer ein "Hinweis" auf Frauenfeindlichkeit. Generell würden Frauen immer noch um 40 Prozent weniger verdienen als Männer, betont Pirklbauer. "Selbst wenn sie das ganze Jahr in Vollzeit arbeiten, haben sie noch immer einen Nachteil von 22 Prozent." Innerhalb der EU liegt Österreich bei der Einkommensschere auf dem zweiten Platz - nur in Estland ist sie noch größer.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Einkommensschere laut AK-Expertin kaum verändert: "Früher hat man die Hoffnung darauf gesetzt, dass der Einkommensnachteil der Frauen verschwinden würde, wenn sie erst einmal gleich gut gebildet sind wie die Männer - das ist leider nicht der Fall."

Schuld sei einerseits die stark gestiegene Teilzeitbeschäftigung - mittlerweile arbeiten vier von zehn erwerbstätigen Frauen Teilzeit. Andererseits sei Bildung kein Garant für gleiche Bezahlung: "Besser ausgebildete Frauen verdienen zwar mehr als schlecht ausgebildete, aber der Abstand zu gleich gut gebildeten Männern wird bei den höheren Bildungsstufen größer."

So beträgt der Lohnabstand bei Pflichtschulabschlüssen rund 20,3 Prozent, zwischen Akademikerinnen und Akademikern liegen dagegen rund 27,4 Prozent Einkommensdifferenz (Grafik links).

Haben Frauen einen Abschluss einer Berufsbildenden Höheren Schule (BHS), verdienen sie im Durchschnitt sogar 33,9 Prozent weniger als auf dem gleichen Niveau ausgebildete Männer. Das liege daran, dass Frauen oft nicht in adäquaten Positionen unterkommen. Der BHS-Unterschied könnte auch dadurch erklärbar sein, dass in technischen Branchen nach Abschluss einer männlich dominierten Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) höhere Gehälter gezahlt werden als etwa für Bürojobs nach Handelsakademien.

Darum setzt die AK-Expertin unter anderem auf eine Sensibilisierung junger Frauen bei der Berufswahl, um "erkennbare Erfolge" bei der Schließung der Einkommensschere zu erzielen. Denn einer der Gründe für die Einkommensschere sei, dass Frauen tendenziell öfter in Branchen und Berufen arbeiten, die generell schlechter bezahlt sind. Auch seien es die Frauen, die ihre Karriere wegen eines Kindes unterbrechen. Nach der Babypause sei eine Teilzeitbeschäftigung oft die einzige Möglichkeit, um Beruf und Familie zu vereinbaren, sagt Pirklbauer.

Hinzu kommt, dass Frauen "größere Hürden beim beruflichen Aufstieg" hätten. Aber auch Vernetzungen ("Männerseilschaften" ) scheinen laut Pirklbauer eine Rolle zu spielen. (APA, nim, DER STANDARD, Printausgabe, 9.11.2009)

Kommentar posten
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Cleo Wotan
20.04.2010 09:41
pffff

pffff

Cleo Wotan
20.04.2010 09:40
pffff

brabbel SONG
30.03.2010 14:35
und wo ist

das problem ???
ich finde sogar das frauen in manchen bereichen zuviel verdienen als ihre männlichen kollegen !
eine frau wird in den seltenstden fällen die gleiche (höherwertige) berufliche leistung bringen wie ein mann !

metalwoman
18.03.2010 13:34
Fortsetzung

Das ging so nach dem Motto: "Wir sind Mädchen, wozu sollen wir das lernen?"
Ich bin die erste aus meiner Schule an der MU.
Wenn ich mein Studium schaffe, werden wir sehen, ob ich dann genausoviel verdiene wie meine Kommilitonen.
Im Übrigen: Ich traue keiner Statistik, die ein anderer gefälscht hat als ich.

brabbel SONG
30.03.2010 14:39
nicht bös sein.....

aber frauen und technik passen genauso wenig zusammen wie männer und haushalt !

ich seh das immer und immer wieder; auf dauer geht dass nie gut !

metalwoman
18.03.2010 13:30

Leider ist es bis heute so, dass viele Mädchen und Frauen eine Abneigung gegenüber "Männerberufen" und "männlichen Tätigkeiten" haben. Sicher spielt dabei die Erziehung eine Rolle.
Zum Glück sind mir rechtzeitig die Augen aufgegangen und ich habe nach Hauptschule und HBLA ein technisches Studium angefangen.
Dank meiner Vorbildung ist das verflixt schwer, aber ich will es unbedingt schffen.
Bei vielen meiner Ex-Schulkolleginnen, die sich heute an den PädAks und in typischen Berufen tummeln, habe ich damals eine "Phobie" gegenüber den Naturwissenschaften beobachtet. Wir hatten zwar nicht viel Physik, Chemie und Mathematik, aber trotzdem waren das die Hass-Fächer Nummer eins.

martha meier
09.11.2009 14:51

an diesen gehaltsunterschieden wird sich in den nächsten 40 jahren nix ändern, warum kann man hier leicht sehen.

http://derstandard.at/125431214... n-die-Unis

m - k - w
09.11.2009 15:22
Die drei großen P's

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die meisten die in den Massenstudienrichtungen sind, dies nur studieren weil sie keine Ahnung haben was man sonst noch alles studieren kann.

Helmut-S
09.11.2009 15:00
Hab ich bissi weiter unten schon gelinkt...

...seltsamerweise dauert es wieder Jahre bis ein gleichlautendes Posting mit Link beim gleichen Artikel auf "Diestandard" erscheint.

Mad_Max86
 
09.11.2009 19:22
Find ich eigentlich

nicht seltsam. Wenn Sie dort öfters mal was kritisches Posten werden Ihre Postings im Übrigen gar nicht mehr erscheinen.

Little Willy
09.11.2009 19:43
Dort sind mehr Fakten ein Problem.

klausenpown
09.11.2009 14:21

Hans und Sabine, beides HAK Absolventen, beide geboren im Februar, fangen mit 19 bei einer Versicherung als Sachbearbeiter an. Sie 8 Monate früher, weil er Zivildienst macht. Dort lernen sie sich kennen und heiraten. Mit 24 wird sie schwanger und geht in Karenz. Er ist mit 28 Projektleiter bei einer Systemumstellung und wird mit 31 Abteilungsleiter.Zu diesem Zeitpunkt ist die zweite Tochter 3 Jahre alt. Sie beginnt mit 37 wieder zu arbeiten, Teilzeit 20 Stunden. Mit 43 geht sie wieder auf Vollzeit. Er ist mittlerweile Vorgesetzter von 50 Leuten, sie wieder Sachbearbeiterin. Sie geht mit 58 in Pension, die letzten 5 Jahre war sie in Altersteilzeit. Er geht mit 64 in Pension, keine Teilzeit.

klausenpown
09.11.2009 14:26

Ok, nun gehts an die Statistik. Sein durchschnittliches Monatseinkommen ist 3x so hoch wie ihres - auf die Karriere gesehen. Und das obwohl sie trotz gleichen Geburtstages eine Annuitätsvorrückung vorne war. Gut, man hätte den Mann zwingen können, bei den Kindern zu bleiben - sie wollte aber lieber zu Hause bleiben - Sachbearbeiterin war doch sehr eintönig und zu Hause konnte sie sich verwirklichen. Sie wollte die Kinder nicht vernachlässigen und stieg erst nach 15 Jahren wieder in den Beruf ein.

Mit 53 war das Haus abbezahlt und sie wollte sich mehr Freizeit gönnen. Mit 58 kam die Pension grade recht - und er war froh wenn immer was warmes am Küchentisch stand.

In diesem Land werden Frauen systematisch diskriminiert...

brabbel SONG
30.03.2010 14:42
aber das ist doch gut so !

sagen sie ein einziges modell welches besser sein soll !
wenn man alles betrachtet (job, kinder, partnerschaft, haus/eigentumswohnung, vorsorge,...) dann ist und bleibt dieses klassische modell am besten. vorausgesetzt frau oder mann lassen sich nicht scheiden,...und selbst wenn, dann zahlt der mann sowieso mehr drauf !

prusiner
09.11.2009 14:15
Rollenbild

Zwickmühle:
- Frauen sind seltener "angehalten", eine komplette Familie mit Partner, Kindern, Hund und Haus mit einem Erwerbseinkommen zu finanzieren und somit bei Karriere und Gehaltsfortschritten auf die Tube zu drücken
- Frauen liefern häufig mit Jobs mit geringerem Zeitaufwand ein manchmal notwendiges Zusatzeinkommen bei "kompletten" Familien
- alleinerziehende Frauen müssen zumeist wenigsten keinen Partner miterhalten, durch Verpflichtungen mit den Kindern können sie auch schwerer auf Karrierepfade (mit höherer zeitlicher Belastung) einschwenken

alles Mechanismen, die aber mit Diskriminierung am Arbeitsplatz nur wenig zu tun haben

shangl
09.11.2009 14:14
"Innerhalb der EU liegt Österreich bei der Einkommensschere auf dem zweiten Platz"

d.h. in österreich rechnet man am 2. ungenauesten...solang die statistik austria die daten nicht genau abfragen darf, sind diskussionen auf basis dieser zahlen sinnlos...
mein vorschlag: genau ausrechnen lassen...wenn kein unterschied ist, aufhören zu lügen...wenn einer da ist, die entsprechenden unternehmen an den eiern ihrer männlichen manager packen und zur kasse bitten...aber bitte eben nur mit daten, die auch einer wissenschaftlichen überprüfung standhalten würden...wenn ein wissenschaftler die daten nicht genau hat und sie so auswertet, wie es z.b. glawischnig macht, würde der mit nassen fetzen aus dem saal gejagt werden

Little Willy
09.11.2009 17:29
Italien hat 4,4%


Und unsere Frauenministerin fährt nach Schweden :-/

Zamperl
09.11.2009 14:10
Der geringe Unterschied bei Beamten und Beamtinnen ist einfach erklärt:

Frauen dürfen nicht 5 Jahre früher in Pension gehen.

Helmut-S
09.11.2009 14:07
Wieso ist hier eigentlich...

...der letzte Standard-Artikel zum Thema Verteilung der Geschlechter auf Studienrichtungen nicht verlinkt?

http://derstandard.at/125431214... n-die-Unis

Der erklärt nämlich ganz deutlich wo die Einkommensschere herkommt.

Man beachte das Männchen/Weibchen Verhältnis bei Publizistik, Pädagogik, Psychologie, Anglistik und Amerikanistik, "deutsche Phiologie" - und umgekehrt bei der Informatik.

Noch Fragen?

Name d. Red. bekannt
09.11.2009 19:33
:.

ja wissen sie wo ich moment billiges ram DDR2 240pin cl5 bekomme?

Little Willy
09.11.2009 19:41
Am NIG. Schwatzen Sie einfach einer der Psycho-Studentinnen ihres ab indem Sie behaupten, dass sie ihres nicht mehr braucht

ordo ab chao
09.11.2009 14:05
sskm

"Denn einer der Gründe für die Einkommensschere sei, dass Frauen tendenziell öfter in Branchen und Berufen arbeiten, die generell schlechter bezahlt sind."

linuxforeverlinux
09.11.2009 14:02
wie wir diese statistiken lieben

keine von denen sagt aus, dass frauen weniger verdienen, nur jene, die wir selber "faelschen" od absichtlich falsch interpretieren!
frauen arbeiten 6 jahre weniger, leben aber 6 jahre laenger.
hat man sowas schon mal in betracht gezogen?
dass frauen vll schlechter verhandeln, soetwas schon mal in betracht gezogen?
dass frauen u. maenner niemals dieselbe qualifikation haben koennen, schon mal in betracht gezogen?->frau u. mann selbes studienfach, selbe noten, heisst nicht selbes wissen!persoenlichkeit,auftreten,etc sind auch kriterien fuer gehaltsverhandlungen!

silver steel
09.11.2009 13:58
mich würde...

die obige grafik einmal mit folgenden werten interessieren.

100 kfz-mechaniker
100 kfz-mechanikerinnen

beide Vollzeit (40 Std.)
beide 5 Jahre im Betrieb

Little Willy
10.11.2009 08:13
Vermutlich gibt es in ganz Österreich keine 100 KFZ-Mechanikerinnen


Nochwas: KFZ-Mechanikerinnen sind Schwerarbeiterinnen, KFZ-Mechaniker nicht. Durch die 1400/2000 kcal Regelung bekommt der Arbeitgeber also weniger Leistung von der Frau.

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