Großbritannien

Zweifel am Afghanistan-Einsatz

08. November 2009 15:42

Große Zeitung titelt mit "Zeit zum Rückzug"

London - In Großbritannien bröckelt der Rückhalt für den Afghanistan-Einsatz britischer Soldaten. Angesichts immer mehr toter britischer Soldaten - am Sonntag wurde offiziell der 231. Tote gemeldet - hält die Mehrheit der Briten den Kampf gegen die radikal- islamischen Taliban für aussichtslos und wünscht sich eine Rückkehr der 9000 am Hindukusch stationierten Soldaten. Mit der "Independent on Sunday" rückte erstmals eine große nationale Zeitung von dem umstrittenen Einsatz öffentlich ab.

Hochrangige Verteidigungsexperten befürchten, dass die Zahl getöteter Soldaten in den kommenden Monaten dramatisch ansteigen könnte. Laut "Independent on Sunday" besteht die Sorge, dass die Taliban die Briten in den kommenden Monaten verstärkt ins Visier nehmen könnten, um die Anti-Afghanistan-Stimmung im Königreich vor der Parlamentswahl Mitte 2010 weiter zu schüren.

"Zeit zum Rückzug"

"Zeit zum Rückzug", titelte die "Independent on Sunday" am Sonntag. "Es ist an der Zeit, zu sagen, dass dieser Krieg schlecht durchdacht, nicht gewinnbar und kontraproduktiv ist", hieß es im Leitartikel des liberalen Blatts. Entsprechend sieht es auch die Mehrheit der Bevölkerung, wie aus einer BBC-Umfrage hervorgeht. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der 1009 Befragten glauben, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist. Ein etwa gleichgroßer Anteil wünscht sich einen schnellstmöglichen Rückzug der britischen Truppen.

Die Stimmung hatte sich in den vergangenen Wochen verschlechtert, als immer mehr britische Soldaten am Hindukusch ums Leben kamen. Am Sonntag meldete das Verteidigungsministerium einen weiteren toten Soldaten - das 231. Opfer seit Beginn des Einsatzes im Oktober 2001.

Regierung verteidigt Einsatz

Großbritanniens Verteidigungsminister Bob Ainsworth bekräftigte am Sonntag, dass sich das Land nicht aus Afghanistan zurückziehen werde. Der Einsatz dürfe sich nicht an Meinungsumfragen orientieren. Wenige Tage zuvor hatte Premierminister Gordon Brown den Einsatz verteidigt, gleichzeitig aber auch Bedingungen an Afghanistans Präsidenten Hamid Karzai für weitere internationale Hilfen gestellt. Karzai müsse die Korruption bekämpfen, sonst werde Großbritannien nicht mehr das Leben britischer Soldaten riskieren.

Laut "Independent on Sunday" denkt der Kommandant der internationalen Schutztruppe ISAF, US-General Stanley McChrystal, darüber nach, wegen der kippenden Stimmung in Großbritannien die Briten aus der Schusslinie in der gefährlichen Provinz Helmand zu nehmen, und sie mit weniger gefährlichen Aufgaben zu betrauen. (APA)

 

Student der Magie
09.11.2009 23:50
interessanter Artikel,

http://infokrieg.tv/2009_11_0... olter.html

in dem ein ehemaliger britischer Botschafter ziemlich auspackt...,

Der Alte vom Berge
09.11.2009 11:52
Mr.Brown...

...und Mr.Blair sind vor Gericht zu stellen.

Da es ja keine Kriegserklärung gab, stützt sich das UN-Mandat Washingtons in Afghanistan Krieg zu führen sowie die sich daraus ableitende Beistandspflicht der NATO-Verbündeten laut Artikel V. lediglich auf die bis Dato unbewiesene Behauptung der Bush-Administration die 9/11 Kathastrophe wurde von Alkaidaführer Mr.Bin Laden Herbeigeführt.

Die Abteilung welche gegründet wurde Mr.Bin Laden aufzuspüren wurde bereits 2005 Aufgelöst.

Die in Deutschland unter der Regierung Schröder eingeleitete Untersuchung wurde ebenfals Eingestellt.

In Grosbritannien wurde derlei Aufwand gar nicht erst Betrieben.

Es ist etwas in Vergessenheit geraten weshalb dieser Krieg überhaupt begonnen Wurde. ^^

Student der Magie
09.11.2009 17:18
der Witz ist,

dass bin Laden von den eigenen Geheimdiensten ja nicht einmal wegen 9/11 gesucht wird, er die Anschläge geleugnet hat und laut Aussagen seiner Familienangehörigen, Mitkämpfern und dem pak. Präsidenten seit Dezember 2001 tot ist.

Selbst laut offiziellem Bericht waren die 17 Amateure der Entführungen Saudis gewesen, was den Krieg gegen Afghanistan noch absurder macht. Bedenkt man noch, dass die Taliban bin Laden ausgeliefert hätten, wenn die USA auch nur einen Beweis für seine (Mit)Täterschaft vorgelegt hätten, dann weiß man spätestens, dass es (wie jeder Krieg) ein Unrechtskrieg ist.

Leider wird das von den Medien überhaupt nicht thematisiert, obwohl da doch insgesamt so viel im Argen liegt, dass es Scharen an Reportern bräuchte,...

Der Alte vom Berge
10.11.2009 12:30
Die Initiatoren...

...dieser historischen Unglaublichkeit sind scheint es der Überzeugung mit ihrer Construction vor der Geschichte bestehen zu Können.

Da irrt der "Westen", wie in vielen Dingen. ^^

Student der Magie
08.11.2009 19:07
Der Einsatz dürfe sich nicht nach Meinungsumfragen richten

also nicht nach der Meinung der Briten.

hat man aber beim Afghanistaneinsatz, nein, KRIEG nie gemacht. Schon am Anfang wollten 80% der Briten keinen Krieg gegen Afghanistan.

Die Politik ist schon so abgehoben von den normalen Menschen, dass es eigentlich nicht mehr tragbar ist. Da sieht man, dass indirekte Demokratie eigentlich zur Demokratur umgewandelt wurde:

man gibt seine Stimme ab und das wars.

Und genau die Figuren, die, die Demokratie zu Hause mit Füßen treten, wollen selbige in die ganze Welt tragen. Was an korrumpierter Machtelite dabei rauskommt hat man bei den Wahlen in Afghanistan live mitverfolgen können, oder bei den Spesenrittern in GB selbst.

Ein Wort fasst das alles wunderbar zusammen:

RIESENSCHANDE

zimbo
 
08.11.2009 18:07
Zeit wirds !

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