Frauenquote

SPÖ-Männer gegen Geldstrafen für eigene Partei

8. November 2009, 09:08

Stöger: "Unrealistisch" - Kräuter will eher auf "Verständnis" setzen

Wien - Dem Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die Frauenquote von 40 Prozent innerhalb der SPÖ notfalls auch mit Geldstrafen durchzusetzen, können ihre männlichen Parteikollegen nur wenig abgewinnen. Gesundheitsminister Alois Stöger etwa nennt die Idee "unrealistisch". "Als Ultima Ratio kann man so etwas diskutieren", gibt sich Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter zurückhaltend.

Heinisch-Hosek, die seit einigen Monaten auch Vorsitzende der SPÖ-Bundesfrauen ist, hatte unlängst ihre eigene Partei kritisiert, weil diese die Frauenquote von 40 Prozent nicht einhält, und auch mit Sanktionen gedroht. Er unterstütze solche Offensiven wie jene der Frauenministerin "voll inhaltlich", erklärte Kräuter. Man müsse aber vor allem "auf Verständnis appellieren", denn zum Großteil hänge die Erfüllung der Quote mit "Motivation" zusammen. Geldstrafen könne man höchstens als "Ultima Ratio" diskutieren.

Auch Stöger hält eigenen Angaben zufolge "sehr viel" von der "Herausforderung, Quoten zu erfüllen", dies sei ein "zentrales Thema". Geldstrafen könne er sich aber nicht wirklich vorstellen - vor allem deshalb, weil dies innerhalb der Parteistrukturen "unrealistisch" wäre, sagte Stöger.

Faymann kurz angebunden

Knapp angebunden zum Thema Sanktionen für die eigene Partei gab sich auch SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann: Er sei dafür, die Quoten zu erfüllen und auch "überzeugt", dass man bis zum Parteitag nächstes Jahr "gemeinsam" zu einem entsprechenden Vorschlag kommen werde.

Im Nationalratsklub der SPÖ sind nur 37 Prozent der Mandate von Frauen besetzt. In die Kärntner und Oberösterreichische Landesregierung haben die Sozialdemokraten keine einzige Frau entsandt. Von den Landesvorsitzenden ist nur eine weiblich, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller in Salzburg. Dazu werden auch der Parlamentsklub und die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter von Männern angeführt. Immerhin gibt es in der Bundesgeschäftsführung einen Mann und eine Frau. Dazu kommt noch die Nationalratspräsidentin. In der Regierung gibt es hingegen bei sechs roten Männern nur drei rote Frauen. (APA)

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20 Postings
Pol e Mike
00
9.11.2009, 20:32
Sogar bei der FPÖ sind mehr Frauen in SPitzenpositionen....

....als bei den roten Betonschädeln.

Aber es besteht ja Hoffnung: die Rudas ....bruhaha

Muhu
 
03
9.11.2009, 07:51
Ich bin dafür, dass der Cap durch eine Frau ersetzt wird (egal welche).

Tom Potzy
01
9.11.2009, 06:22
Qualität statt Quote

Nicht die Quote sollte das Kriterium sein, ob jemand eine politische Funktion erhält, sondern seine Eignung. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben.

mmmmmm
12
9.11.2009, 09:24
Wie Sie, bei entsprechendem Interesse, sehen könnten,

ist Qualität bei den Abgeordneten jetzt schon kein Kriterium. Und das hat überhaupt nichts mit der Frauenquote zu tun.

Was glauben Sie also? Wie kommen so viele - auch männliche - Flaschen ins Parlament oder in Parteiführungs-Gremien?

Section Control
10
9.11.2009, 10:35
Weil sie von den DeligiertInnen gewählt worden sind?

jimmydean
01
9.11.2009, 10:52
demokratische wahlen gibt es nur bei den grünen

Michael Rami
02
8.11.2009, 19:32
Wie seltsam, ...

... dass die SPÖ in ihrem aktuellen Regierungsprogramm (http://www.spoe.at/bilder/d2... gramm.pdf) - nota bene: privaten! - Unternehmen Frauenquoten aufdrängen will, eben diese Frauenquoten aber nicht auf sich selbst anwenden will.

Muhu
 
03
9.11.2009, 07:50

Stiftungen sind ja auch nur böse, solange es keine SPÖ-Stiftungen sind. Die SPÖ ist grundsätzlich gut. Daher ist alles, was die SPÖ tut, auch grundsätzlich gut. Merken Sie sich das!

maruh
00
8.11.2009, 19:17

wollen frauen in der politik echt "quotenfrauen" sein?!
kann ich mir nicht vorstellen aber ok.

khaleb
01
8.11.2009, 16:24
bei den niederen Funktionärsrängen in den Parteien g^^

dort stört das aber natürlich nicht.
Bis auf die GrünnInnen, dort gibts auch in bei den niederen Chargen genug Frauen.

BK W. Shoyssel
00
8.11.2009, 15:14
ist da jetzt Ernst?

Der Fasching fängt doch erst am 11.11. an, oder?

Geraldines_Tante
23
8.11.2009, 15:11
Der Beweis

Sich zu lange nur mit Frauenpolitik zu beschäftigen, führt dazu, dass frau völlig durchdreht.

Chris Haslacher
 
24
8.11.2009, 14:46
Zu diesem Thema (und zu verwandten Themen) absolut lesenswert:

http://www.andreas-unterberger.at/2009/11/d... n-die-not/

the comedian
 
00
14.1.2010, 06:11
dieses wertkonservative drecksgewaesch ist absolut unlesenswert

Little Willy
24
8.11.2009, 12:13
Die Perückenböcke werden wach :-)


Männer sollen sich anstrengen, Frauen fahren mit dem Taxi, das die Männer bezahlen, bis an die Spitze.

no ja
03
8.11.2009, 09:37
immerhin gibt es in der bundesgeschäftsführung einen mann und eine frau

und genau die ist der beweis, dass es nicht auf quantität sondern auf qualität ankommen sollte

Little Willy
06
8.11.2009, 12:16
Die 50%-frau


http://tinyurl.com/laurarudas

Mehr Schaden kann frau nicht anrichten.

Stifter
00
8.11.2009, 10:47

In diesem Fall ist es allerdings schwer festzustellen, wo mehr Qualität vorhanden ist. Hier ist die 50 zu 50 Quote eher ein Nullsummenspiel... :-)

Hubert Ungeist
 
00
8.11.2009, 09:56
Nur zur Klarheit

sagen sie dazu wer die beiden sind

amergut
00
8.11.2009, 11:51
Nur zur Klarheit ...

S' ist zwar keine Blonde, worin man aber sieht, dass auf "Sprüche" nicht alles zu halten ist!

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