Österreichische zeitgenössische Kunst in Peking und Tokio gezeigt

7. November 2009, 23:08

15 Künstler in Peking mit Alltagsreflexionen - Druckgrafik-Ausstellung folgt in Tokio

Peking/Wien - "Wir repräsentieren eine hier unterbelichtete Kulturszene und setzen den mit Stipendiaten des Artists-in-Residence-Programms eröffneten Dialog fort", erklärte Kurator Karel Dudesek im Vorfeld der heute, Samstag, in Peking eröffneten österreichischen Gemeinschaftsausstellung "Mifan" ("Reis"). 15 österreichische Künstler zeigen in der Anniart Gallery im Dashanzi Kulturdistrikt bis 26. November die Ergebnisse ihrer - bis jetzt noch nie in China gezeigten - Ergebnisse ihrer China-Aufenthalte.

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Gastgeberland China ist allen Arbeiten der bisher größten Schau zeitgenössischer österreichischer Kunst in China gemein, viele der insgesamt 97 Werke basieren auf Alltagserfahrungen. Das Grazer Duo G.R.A.M. (Martin Behr/ Günther Holler-Schuster) etwa zeigt fotodokumentarisch die Rezeption ihrer Maskierung als Figuren der Sichuan-Oper, Niklolaus Gansterer und Matthias Meinharter widmen sich der kreativen Seite des in Dafen (Shenzen) weit verbreiteten Kopierens von westlicher Kunst und Jasmin Ladenhaufen nimmt sich des Kopierthemas am Beispiel eines im MUMOK als Replika entstandenen Kleidungsstücks an, das rund um die Welt weiter bearbeitet und jeweils von Models präsentiert wurde. Rainer Prochaska war mit einer Fahrradrikscha in Peking unterwegs, die er in Reaktion auf die Umwelt zu einer lebenden Collage erweiterte.

Gekürzte Mittel

Die meisten der 15 Künstler - neben den Erwähnten Lukas Birk, Karel Dudesek, Sylvia Eckermann, Kerstin von Gabain, Ulrike Johannsen, Ronald Kodritsch, Michael Hopfner, Ralo Mayer, Gerald Nestler und Kamen Stoyanov - waren Stipendiaten von einem der drei österreichischen Artists-in-Residence-Programme in Peking, Nanjing und Chengdu. Organisiert wurde die Schau vom Austro Sino Arts Program (ASAP), finanziert wurde sie aus Bundesmitteln, die laut ASAP-Co-Gründer Dudesek aber so gekürzt wurden, dass sich die bei der Vernissage anwesenden Künstler ihre Anreise selbst zahlen mussten.

Ebenfalls vertreten sind G.R.A.M. bei einer weiteren Ausstellung in Fernost, die ab 22. November im Tokyo Metropolitan Art Museum anlässlich der 50. Jahresausstellung der Japan Print Society einen Österreich-Schwerpunkt an Druckgrafik bringt. Mit dabei sind auch Werke von Roland Böck, Wolfgang Buchta, Armin Guerino, Michael Hedwig, Udo Klapf, Andreas Leikauf, Manabe Anton, Sabine Luger, Thomas Nemec, Michael Schneider, Martin Schnur, Eric Neunteufel, Konrad Planegger, David Smyth und André E. Steinhausen. (APA)

senfff
10
11.11.2009, 01:24
asap alot

http://austrosinoartsprogram.org/
wow! scheint inhaltlich eine interessante schau zu sein... schade dass ich nicht so schnell nach beijing komme .. aber vielleicht kommt die ausstellung ja noch nach europa?

lucky100
10
12.11.2009, 03:03
Ja...

...das wär super!

lucky100
10
9.11.2009, 09:49
Gelungen!

Sehr sehr schöne Ausstellung!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.