Tschechien: Verwirrung um Nominierung des EU-Kommissars

8. November 2009, 00:20

Premier Fischer dementierte Interesse daran - ODS-Chef Topolanek: "Ich verstehe seinen Sinneswandel nicht"

Prag - Eine Verwirrung herrschte in Tschechien hinsichtlich des künftigen tschechischen EU-Kommissars. Der Premier Jan Fischer dementierte am Samstag, dass er für diesen Posten nominiert werden sollte, wie die Medien unter Berufung auf ein Treffen Fischers mit dem Chef der Konservativen (ODS) Mirek Topolanek und dem Chef der Sozialdemokraten (CSSD) Jiri Paroubek berichtet hatten.

Fischer gab in einer Erklärung zu erkennen, dass er am Posten des EU-Kommissars nicht interessiert sei, weil seine Aufgabe sei, das Land in Parlamentswahlen zu führen. "Ich habe an mich mit meiner Regierung die Verantwortung genommen, das Land zu Parlamentswahlen zu bringen. Vor dieser Verantwortung kann ich nicht von einem Tag auf den anderen fliehen", betonte Fischer. Er bestätigte zugleich, dass er bisher die einzige Person sei, auf die sich ODS und CSSD in der Kommissarsfrage haben einigen können.

Topolanek zeigte sich überrascht über die Erklärung Fischers. Fischer habe sehr wohl Interesse an dem Posten gezeigt, habe darüber mehrmals verhandelt und am gestrigen Freitag bestätigt, die Nominierung anzunehmen. "Ich verstehe seinen Sinneswandel nicht ganz", sagte Topolanek.

Die tschechischen Parteien streiten seit Wochen darüber, wer als künftiger tschechischer EU-Kommissar nominiert werden soll. Die Nominierung steht Fischers seit Mai amtierender Übergangsregierung zu, nachdem Topolaneks Kabinett in einer Vertrauensabstimmung vom Parlament gestürzt worden war. Der Regierung gehören parteilose Experten an, die von ODS, CSSD und den Grünen nominiert worden waren. (APA)

Alec
21
9.11.2009, 06:24
Die Tschechen nerven langsam.

G´scheiter - sie treten wirklich aus der EU aus.
Die stellen sich ja noch blöder als die österreichischen Politiker an.

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