Einnahme von Nitrofurantoin bedenklich - Wahrscheinlichkeit für Schädigung des ungeborenen Kindes deutlich erhöht
Chicago - Während der Schwangerschaft zählen Antibiotika zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Zwar helfen die keimtötenden Mittel gegen bakterielle Infektionen, aber andererseits stehen sie im Verdacht, das ungeborene Leben zu schädigen. Um die Risiken der Präparate abzuklären, verglichen Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörde CDCP den Antibiotika-Gebrauch von rund 18.000 Müttern während der Schwangerschaft.
Die Daten von 13.155 Frauen, deren Kinder mit einem von 30 Defekten geboren worden waren, wurden ausgewertet. 4941 Frauen mit gesunden Kindern dienten den Forschern als Kontrollgruppe. Insgesamt nahmen fast 30 Prozent aller Teilnehmerinnen kurz vor oder bis zum dritten Schwangerschaftsmonat Antibiotika ein.
Übliche Wirksotffklassen ohne erhöhtes Risiko
Die viel verordneten Penicilline, Erythromycine und Cephalosporine zeigten keinen Zusammenhang für die Entstehung von Geburtsschäden. Als bedenklich erwiesen sich jedoch Sulfonamide und Nitrofurantoin. Diese vor allem bei Harnwegsinfektionen verordneten Mittel erhöhten die Wahrscheinlichkeit für mehrere Geburtsdefekte deutlich, wie die Forscher im Fachblatt "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine" betonen. Weitere Studien sollen die Sicherheit dieser Arzneimittel bei Anwendung in der Schwangerschaft überprüfen. (APA)