Untersuchung

Antibiotika in der Schwangerschaft

08. November 2009 10:11

Einnahme von Nitrofurantoin bedenklich - Wahrscheinlichkeit für Schädigung des ungeborenen Kindes deutlich erhöht

Chicago - Während der Schwangerschaft zählen Antibiotika zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Zwar helfen die keimtötenden Mittel gegen bakterielle Infektionen, aber andererseits stehen sie im Verdacht, das ungeborene Leben zu schädigen. Um die Risiken der Präparate abzuklären, verglichen Mitarbeiter der US-Gesundheitsbehörde CDCP den Antibiotika-Gebrauch von rund 18.000 Müttern während der Schwangerschaft.

Die Daten von 13.155 Frauen, deren Kinder mit einem von 30 Defekten geboren worden waren, wurden ausgewertet. 4941 Frauen mit gesunden Kindern dienten den Forschern als Kontrollgruppe. Insgesamt nahmen fast 30 Prozent aller Teilnehmerinnen kurz vor oder bis zum dritten Schwangerschaftsmonat Antibiotika ein.

Übliche Wirksotffklassen ohne erhöhtes Risiko

Die viel verordneten Penicilline, Erythromycine und Cephalosporine zeigten keinen Zusammenhang für die Entstehung von Geburtsschäden. Als bedenklich erwiesen sich jedoch Sulfonamide und Nitrofurantoin. Diese vor allem bei Harnwegsinfektionen verordneten Mittel erhöhten die Wahrscheinlichkeit für mehrere Geburtsdefekte deutlich, wie die Forscher im Fachblatt "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine" betonen. Weitere Studien sollen die Sicherheit dieser Arzneimittel bei Anwendung in der Schwangerschaft überprüfen. (APA)

guggi102
09.11.2009 06:31

In dem Artikel steht nichts, was nicht schon 30 Jahre bekannt wäre.

Kathi1609
 
08.11.2009 19:24
Bekam während der SS eine Campylobacter-Infektion.


Mein kluger FA: "Da gebe ich keine Antibiotika, die wirken eh nicht ordentlich, hauen nur die Scheidenflora zusammen und auch wenn sie anscheinend ungefährlich sind, kommen sie über die Plazentaschranke und das muss nicht sein. Wenn Sie Fieber kriegen, melden Sie sich."
2 Tage später war's weg.

Eine Freundin, ebenfalls bei ihm, in der SS beginnender Harnwegsinfekt, bekam auch keine Antibiotika, sondern die "Verordnung", viel zu trinken. War auch schnell weg.

So funktioniert Medizin, wenn der FA nicht nur scharf aufs Rezeptschreiben ist.
(Seine SS-/Geburts-Komplikations-Rate ist übrigens extrem niedrig, obwohl viel "sozial Schwaches" - Klientel. Wer Schwangere nicht zum Risiko macht, hat kaum Komplikationen.)

der Ringe
09.11.2009 10:37

gegen Campylobacter hilft eh nichts, ausser sich ein paar Tage auszusch....dann ist es weg.
Händewaschen und das Klo sauber halten ;-)

Kathi1609
 
09.11.2009 11:16
genau.

dennoch gehören campylobacter-infektionen zu jenen infektionen, bei denen die meisten antibiotika verbraucht werden ...

zellu lloyd
09.11.2009 14:47
stimmt nicht

bei Campylobacter (und auch Salmonelleninfektionen) gibt man normalerweise keine Antibiotika, ausser sie gehen mit hohem Fieber einher oder es handelt sich um geschwächte, sehr alte oderimmunsupprimierte Personen!

Kathi1609
 
09.11.2009 15:58
"Man" sind vielleicht Sie, aber die Statistik spricht was anderes.

Ich mache bei solchen Gelegenheiten immer gerne kleine Umfragen in der ärztlichen Umgebung, und ich hatte bei sieben Ärzten fünfmal die Antibiotika-Empfehlung.

Wenn Sie's googlen, kommen sie auch hauptsächlich auf "Med"-Seiten MIT AB-Empfehlung.

suboptimal
 
08.11.2009 16:44
zu Wirksotffklassen

psote ich nicht ... :-)

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