"Rollende Bombe"

Lkw fuhr mit 16 Tonnen Sprengstoff durch Österreich

06. November 2009 09:57

Die Ladung war nicht gesichert, der Fahrer war nach Schweden unterwegs

Deggendorf/Linz (APA) - Eine "rollende Bombe" hat die Polizei in Bayern am Donnerstag aus dem Verkehr gezogen. Der rumänische Lkw, der 16 Tonnen Sprengstoff geladen und diese nicht gesichert hatte, war zuvor durch Österreich gefahren. Die Lenker, die nach Schweden unterwegs waren, hätten die gesamte Bundesrepublik durchquert.

Zöllner hatten den Kühlsattelzug am Nachmittag im Landkreis Deggendorf kontrolliert. Weil ihnen die Ladung ungesichert schien, schalteten sie die Spezialisten des Gefahrguttrupps ein. Die Fahrer, 29 und 36 Jahre alt, waren zwar in die Vorschriften für Sprengstoff unterwiesen, einen persönlichen Befähigungsnachweis zum Umgang mit dem brisanten Transportgut konnten sie aber nicht vorweisen. Bei den 16 Tonnen handelte es sich um Sprengstoff, der im Bergbau verwendet wird und als massenexplosionsfähig beschrieben ist. Laut Polizeiexperten ist er bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte auch erschütterungsempfindlich.

Nicht gesichert

Die Ladung war aber nicht durch Antirutschmatten gesichert, die Paletten hatten sich bereits aufeinander zubewegt. Zudem ist bei derartigen Transporten ein unbeabsichtigter Funkenschlag zu vermeiden, bei dem rumänischen Lkw gab es jedoch keine ausreichende Isolierung der Stromführung der seitlichen Begrenzungsleuchten. Der Draht zu einem Batterietrennschalter am Hänger war lediglich mit den Fingern zusammengedreht und dadurch nur notdürftig repariert. Bei dem Fahrzeug war darüber hinaus die Ausrüstung zum Feuerlöschen nicht vorschriftsmäßig und vorne eine Bremsscheibe gerissen.

In einem Spezialbetrieb wurde die gefährlichen Ladung umgeladen. Die Aktion verlief nicht problemlos: Die Beamten stellten auch an dem Ersatzfahrzeug eine gerissene Bremsscheibe und am Anhänger kleinere technische Mängel fest, die zunächst behoben werden mussten. Das Umladen dauerte bis zum Abend. Die Lkw konnten schließlich heute, Freitag, früh weiterfahren. Die Lenker und die Transportfirma werden wegen der Verstöße angezeigt. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung ging zu keiner Zeit aus, betonte die Polizei. (APA)

Ich fahr in die Tropen - juhu!!!
08.11.2009 12:18

Gibt es bei solchen Transporten eigentlich einen speziellen Schutz gegen Diebstahl?

Wenn die bösen Buben so einen Laster klauen, einen Zünder mitbringen und in die Innenstadt fahren, dann macht das zumindest einen lauten Knall wenn auf den Auslöser gedrückt wird.

Miststierler
06.11.2009 14:49
Hatten die Korruptionsgerüchte geladen - das ist hochbrisanter Sprengstoff!

Sollte immer nur gesichert transportiert werden, sonst brodelt die Gerüchteküche!

Ungesicherte Gerüchte werden von der Staatsanwaltschaft in Paketen übersehen.

Animation
 
06.11.2009 13:25

na da haben sich die kiwara mal wieder bewiesen ...

jeffk
07.11.2009 09:32

ja die deutschen
unsere haben wieder mal geschlafen

Parkschwein
08.11.2009 11:32

wieviel % solcher transporte werden kontrolliert? kann genausogut zufall sein.

parapente
06.11.2009 10:31
Die heutigen modernen Sprengstoffe

sind alle nur mit einer Zündkapsel zu zünden!

Popper
08.11.2009 09:39
Genügt ein Alkmißbraucher als Zündkapsel oder muß die Flasche noch zu sein?

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