Open-Source-Lösung prüft Wählerstimmen

06. November 2009 08:11
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    Foto: archiv

System zur Wahlverifizierung im Kleinstadt-Praxistest - Wähler können selbst überprüfen, ob Stimme gezählt wurde

Die Open-Source-Lösung Scantegrity  lässt Wähler online überprüfen, ob ihre Stimme tatsächlich gezählt wurde. Das Verifizierungswerkzeug für Wahlen mit optischen Scansystemen hat in dieser Woche seine erste echte Feuertaufe hinter sich gebracht: In der Kleinstadt Takoma Park im US-Bundesstaat Maryland kam Scantegrity bei Bürgermeister- und Stadtratswahl zum Einsatz.

Mit einer Art unsichtbarer Tinte bekam jeder Wähler beim Ankreuzen auf den Stimmzetteln Codes angezeigt, die er sich merken oder notieren konnte. Damit kann die Person nachträglich online prüfen, ob die Stimme auch wirklich registriert wurde. Da die Codes zufällig generiert werden, bleibt laut Scantegrity-Machern die Anonymität der Wahl dabei gewahrt.

Wähler- und Wahlprüferkontrolle

Der Wähler selbst hat mit seinem Code zwar die Möglichkeit, online zu überprüfen, dass seine Stimme gezählt wurde - allerdings nicht, für welchen Kandidaten. Selbstverständlich können Personen das Code-System nach ihrem Gutdünken auch völlig ignorieren. Dennoch verspricht es die Möglichkeit, die korrekte Durchführung der Wahl zu überprüfen, so der Kryptograph Davi Chaum, der Scantegrity in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern mehrerer US-Universitäten entwickelt hat.

"Es brauchen nur drei bis fünf Prozent der Wähler ihre Codes überprüfen, je nachdem, wie eng das Rennen ist", meint er gegenüber dem Magazin Wired. Unabhängige Wahlprüfer können mithilfe des Codesystems auch feststellen, ob Stimmen wirklich richtig zugeordnet wurden. Dank kryptografischer Techniken und einem sogenannten Zero-Knowledge-Prozess bleibt den Prüfern dabei aber verborgen, für welche Kandidaten sich einzelne Wähler entschieden haben.

Günstig und vielseitig

Den Entwicklern zufolge ist das Scantegrity-System deutlich günstiger als derzeitige elektronische Wahlsysteme. Das liege daran, dass die Software Open Source ist, zum Scannen handelsübliche Geräte genutzt werden können und alle nötigen Ausdrucke mit Office-Druckern möglich sind. "Besonders begeistert mich, dass dieses System zuverlässig genug ist, überall auf der Welt genutzt zu werden", so Chaum. Denn die einzelnen Wahllokale können ohne Scanner auskommen - nur die Wahlformulare, Stifte und Urne sind erforderlich.

Sofern Scantegrity tatsächlich zuverlässig und ohne Verletzung des Wahlgeheimnisses eine einfache Prüfung der korrekten Stimmregistrierung sichern kann, wäre das ein wichtiger Schritt für elektronische Wahlsysteme. Denn bisherige Wahlcomputer stehen aufgrund von Manipulationsrisiken in der Kritik und sind in Deutschland aufgrund der mangelnden Nachvollziehbarkeit der Wahl de facto verboten. (pte)

 

Piratenstatistiken
02.12.2009 10:44
Papierzettel nicht betrugssicher?

Also wenn ich in das Wahlbüro gehen kann, und bei der Öffnung der Urne dabei sein kann, bei der Auszählung life mitzählen kann, und die Endergebnisse im Internet abrufen kann, dann ist das nicht betrugssicher?

Warum einfach, wenns auch kompliziert geht? Einfach ins Wahllokal und mitzählen... und wenn es nur jeder 100tste macht, ist es schon bombensicher.

Mit der Elektronikschrottgeschichte werden höchstens gutgläubige Rentner eingelullt, die sowieso keine Ahnung von der Technik haben und es auch nie verstehen werden. Und nicht nur Rentner, auch 2/3 der Rest der Welt lässt sich wunderbar einlullen, wo mit irgendwelchen technischen Spielereien irgendein Ergebnis "bewiesen" wird. Siehe USA - hört doch auf.

Das Wort
08.11.2009 07:20
Dieser Artikel ist ein kleines Brecheisen für die Zukunft!

Die Manipulation mit derzeitiger Stimmzetteltechnik ist derart Betrugsanfällig, daß jeder elektronische Ersatz zu begrüßen ist.

Natürlich kann Evoting kontrolliert werden - aber - das ist wichtig - nicht von Stimmwerbern.

Die Evaluierung ist ebenfalls möglich - bei Stimmzetteln nicht.

Die Anonymität ist leicht zu sichern - Stimmkarten mit Randomnummern bleiben im Besitz des Nutzers und können zum Abfragen genutzt werden.

Mit allen Angaben - da niemand anderer diese Nummer besitzt und keiner den Besitzer kennt ist das ein höchst einfache Kontrollmöglichkeit.

Der Zweck ist die direkte Demokratie - das wird gefürchtet und mit allerlei Ausreden zu verhindern versucht.

Politiker sind unredlich wenn es um ihren Job geht.

Walter Bimini
09.11.2009 00:32
und wie kontrollieren sie,

daß einzelne parteien wie new labour nicht für nicht-wähler wählen. einfach aus dem wählerverzeichnis heraussuchen wer selten oder nie wählen geht und dann ihm oder ihr die lästige arbeit abnehmen. sozusagen das ultimative service am wähler.

außerdem so lange nicht sicher gestellt ist, daß die zufallszahl des einzelnen in das gesamtergebnis eingeht, kann man nichts kontrollieren außer daß die eigene wahl richtig erfaßt und auch richtig wieder angezeigt wurde.

und wer kontrolliert die software? wer stellt sicher, daß niemand auf die daten zugriff hat?

in den usa hat es damit schon die ärgsten betrügereien gegeben.

Ingrimm
10.11.2009 02:44

Lol, hier Labour anschwärzen? Was geht den mit ihnen ab?

Andererseits, von
nem blauen Schmierfinken, der in anderen Postings auch mal für den totalen Überwachungsstaat einzutreten pflegt, ist nichts anderes zu erwarten.

Fakten gemischt mit Verschwörung, typisch für ihre paranoide Denkstruktur.

Walter Bimini
14.11.2009 01:07
mit der wahrheit hatten die sozis schon immer große probleme

zur geschichte mit den auf frischer tat ertappten new labour knechten gibt es auch ein gerichtsverfahren.

Walter Bimini
07.11.2009 12:24
die elektronische variante des hütchen spiels für naive

Walter Bimini
07.11.2009 12:11
das beweist doch nichts.

denn wichtig ist die gesamtsumme. alle einzelnen stimmen können richtig sein, aber wer verhindert, daß wie new labour in england auf grund der bisherigen wahlen für jene, die nie wählen gehen, abstimmt und wer kann damit die summe der stimmen für einzelnen parteien überprüfen.

damit will man nur den dummen einreden, daß eh alles in ordnung ist.

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