Drogenbericht II

Zweifel an erstaunlichem Cannabis-Rückgang

5. November 2009, 18:52
  • Artikelbild
    grafik: apa

Bereitschaft, bei Umfragen Drogenkonsum zuzugeben, dürfte abgenommen haben

Wien - Im Bereich der klassischen illegalen Suchtmittel weist der Europäische Drogenbericht für Österreich erstaunliche Veränderungen zwischen 2008 und 2004 bei Cannabis aus (siehe Grafik). Im Vorjahr gaben zwölf Prozent von rund 4000 befragten Personen an, schon einmal im Leben gekifft zu haben. Vier Jahre davor waren es noch zwanzig Prozent. "Ein solcher Rückgang der Lebenszeitprävalenz in nur vier Jahren ist eigentlich unmöglich", heißt es im Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen, das den heimischen Drogenreport erstellt hat. Eine mögliche Erklärung für den jüngsten Rückgang sei, dass die Bereitschaft, illegalen Drogenkonsum zuzugeben, abgenommen habe.

Bei anderen verbotenen Substanzen zeigt sich in Österreich eine stabile Situation. 169 Todesfälle wurden im Vorjahr direkt mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht, 2007 waren es 175 gewesen. Die Autoren der Studie weisen aber darauf hin, dass eine genaue Angabe von Drogentoten durch die sinkende Zahl von Obduktionen kaum mehr möglich sei.

Im europäischen Vergleich gibt es laut Statistik in Luxemburg die meisten Drogenopfer, nämlich 85 pro Million Einwohner. In Großbritannien sind es knapp unter 50 Opfer pro Million Einwohner. Österreich liegt mit etwas über 30 Toten pro Million Einwohner an zehnter Stelle. Am Ende der Liste befindet sich die Türkei mit zwei Opfern pro Million Einwohner.

Eine der wichtigsten Behandlungsmaßnahmen sind Substitutionstherapien für Opiatabhängige. In Europa sind derzeit rund 650.000 Personen in solchen Programmen. 11.119 sind es in Österreich, davon wiederum rund 7000 in der Bundeshauptstadt. (simo, DER STANDARD - Printausgabe, 6. November 2009)

Kommentar posten
18 Postings
Dekkard
00
Wer war bitte die Quelle für die APA?

2 Prozent Erfahrung mit Kokain
2 Prozent Erfahrung mit LSD

Bin ich eigentlich der einzige dem auffällt, was für ein Blödsinn das ist?!?

wwelv folig
00
warum es nicht jeder zugibt,

ob oder was er konsumiert liegt an unserer SUV gesellschaft, die zwar gegen alle drogen sind, sich aber nach der arbeit ein bis zehn oder mehr bier gönnen...

Natürlich trifft dies nicht auf jedem zu, leider aber sehr viele..

weiter lesen
00
27.11.2009, 23:51
Haben Sie schon mal Cannabis geraucht?

a.) Ja
b.) Nein
c.) hab ich vergessen
d.) ist mir doch egal

www.weicheier.com
00
19.11.2009, 09:44
Sind die Menschen auf einen Schlag

glücklicher geworden? Drohen keine Krisen, Kriege, Krankheiten und Tod? Das "wegsaufen" alleine schafft es nicht...

Extrabreit
02
17.11.2009, 14:45
Also,

an mir liegst sicher nicht ;-))

problemguru
00
6.11.2009, 22:19
@ :)

...

teifl
00
6.11.2009, 17:42
sick life

linkslinker gutmensch
07
6.11.2009, 17:27

"haben Sie schon EINMAL drogen konsumiert?"

nein.

Gilgamesch
10

noch nie alkohol getrunken? - keine medikamente zu sich genommen?

NeunZollNagler
 
00
6.11.2009, 15:59

Selbst die 20% halte ich noch für untertrieben.

Und 1% mit Opiaterfahrung? Schön, dass es offensichtlich praktisch keine Schmerzpatienten in Österreich gibt.

Chronisch komisch und manisch damisch
04
6.11.2009, 15:13

Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

RämDju
01
9.11.2009, 12:47

:)

1. Semester; 1. Stunde; 1. Satz im Fach Statistik

;)

Slaveverwandler
01
6.11.2009, 11:40
Nächste Frage bitte.

Die Annahme, das bei irgendeiner Umfrage die 'Wahrheit' gesagt wird, ist doch schon mal nicht richtig.

Umfragen zeigen wie die Grundgesamtheit den Sachverhalt tendentiell darstellt, wenn sie gefragt würde. Nicht wie sie ihn tatsächlich wahrnimmt.
Da hilft nicht mal die Stichprobe Water zu boarden, wie unlängst US-Umfrageexperten feststellten.

Das stellt die Fragen in den Raum, was (welche Frage) bei einer "Wahl" tatsächlich gewählt (beantwortet) wird, und WARUM - und wie dadurch Demokratien legitimiert werden können sollen, wenn die Antwort - mit sicherheit - nicht stimmt.

Die Schwankungsbreite der Wahrheit bei einer Frage wie "Canabis?" lege weit über dem Quorum eines NR-Mandats, vielleicht bei der Stärke einer Plakatpartei.

Nxt Q pls

Erwin Wolfram
40
6.11.2009, 03:57

Ich denk mir, dass man 100% der Zeit 100% zurechnungsfaehig sein muss, sonst werden die Sozialleistungen entzogen, daher wird die Forschung wohl noch mehr solche Befunde erheben und sich selbst bestaetigen. Man muss nur die Massnahmen richtig setzen, ein Ordnungsberater hier und einer da und schon ist man im Himmel als Pensionist.

Kräuterpfarrer Escobar
16
5.11.2009, 21:47
Vielleicht waren die Befragten auch einfach zu dicht,

dass sie die Frage entweder nicht verstanden haben oder schlichtweg im Moment grad vergessen haben, dass sie kiffen.

Killa vomBilla
00
8.11.2009, 12:34
Richtig

Die befragten waren einfach zu besoffen um die antwort zu verstehen,oder sie sind noch auf der Welle vom gelben Pulverl die ihnen der Nervenarzt verschrieben hat.

tschechern
02
6.11.2009, 14:36
ja,...

...oder es liegt daran das jeder mensch mitbekommen hat "gläsern" zu sein, und egal welche art von elektronischer datenerfassung eine einschränkung der persönlichkeitsrechte ist.
klar ausgedrückt,
lieber lügen als in 12jahren mit solchen postings etc konfrontiert zu werden.....
würd`s wundern....?

maximum:lag.studios
00
6.11.2009, 21:24
exakt

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.