Freigelassener Söldner will gegen Thatcher-Sohn aussagen
05. November 2009 15:42
Simon Mann erhebt schwere Vorwürfe gegen angeblichen Organisator eines Staatstreichs in Äquatorialguinea
Der am Mittwoch aus äquatorialguineischer Haft entlassene Söldnerführer Simon Mann hat nach seiner Rückkehr nach Großbritannien angekündigt, gegen seine Auftraggeber aussagen zu wollen. Er beschuldigte Mark Thatcher, den Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin, und den Ölunternehmer Eli Calil, im Jahr 2004 den Sturz der Regierung des westafrikanischen Landes geplant zu haben.
Der an der Eliteschule Eton ausgebildete ehemalige Offizier der Spezialeinheit SAS bezeichnete Thatcher und Calil als Organisatoren des gescheiterten Putsches. Sie hätten laut Mann geplant, den im spanischen Exil lebenden Oppositionspolitiker Severo Moto mit einem Hubschrauber ins Land bringen und ihn statt Präsident Teodoro Obiang als Staatschef einzusetzen.
Scotland Yard ermittelt
Ein Scotland Yard-Sprecher bestätigte am Mittwochabend, dass Ermittlungen wegen des Putschversuchs laufen: "Wir haben das Verfahren in Äquatorialguinea verfolgt und überprüfen derzeit, ob Straftaten in Großbritannien begangen wurden."
Thatcher bekannte sich vor einigen Jahren in Südafrika vor einem Gericht schuldig, unwissentlich mitgeholfen zu haben, den Putsch zu finanzieren. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er aussagte, seinen Informationen zufolge hätte der Hubschrauber, den er organisierte, für Krankentransporte verwendet werden sollen. (bed/derStandard.at, 5.11.2009)
Gehe davon aus, dass der Calil (welcher sich das leisten kann) Mann für die Zeit im Häfen (und selbst mit Hendl aus dem Restaurant gegenüber war das sicher keine Gaudi) vergüten wird und damit auch sein Schweigen erwirken wird.
Der MT ist übrigens kein Politiker (hätt' uns grade noch gefehlt) sonder nur ein Dilletant. Arme Maggie.
Ich schätze mal der Mann wird bald "Selbstmord" begehen.
Eigentlich unglaublich was abgeht auf diesen Planeten. Vor unseren Augen werden Kriege angezettelt und wir verschließen die Augen und glauben den Märchen die uns die Akteure dummdreist auftischen. Es ist der Wahnsinn, es funktioniert sogar. Wir schauen zu und sind einfach nur heilfroh dass wir bislang verschont blieben. Aber wie lange noch? Wann kehrt das Hasspendel dass die Herren angestossen haben zurück?
nur, wie man des öfteren miterleben muss, hat 'man' gegen diese 'Mächtigeren' meist keine Chance. wie oft muss man hören, dass wieder jemand 'verunfallt' ist oder 'sich selbst' umgebracht (hat/wurde) Wissen tun es viele, man ist nur ob dieser Scham-und Skrupellosigkeit so perplex, hat Angst und will mit diesen Menschen/Situationen nichts zu tun haben.
... weil es sich in der Wattekugel, in der wir hier leben, so gut anfühlt. Und wenn es doch wo zwickt, gibt es ja immer noch die TV-Unterhaltung. Meines Erachtens ist das Fernsehen das beste Massenbetäubungsmittel, welches je erfunden wurde.
Stellt Euch diese Welt nur einen Moment ohne TV vor. Innerhalb kürzester Zeit gäbe es überall Revolutionen, einfach nur deshalb, weil die Menschen wieder zusammenkommen und miteinander reden.
...kann das bestätigen...habe meinen Fernseher verschenkt u. lebe seit 3 Jahren ohne. Ich sehe meine Freunde öfter, mehr Kommunikation, ich bin friedlicher und habe weniger Ängste u. bin, glaube ich, besser od. ausgewogener informiert als die meisten, die sich den normalen Fernseh-wahnsinn reinziehen!
...ich habe auch keinen Computer zu hause, in der Arbeit mit Zugang natürlich, aber auch da beschränke ich mich auf wenige Seiten, weil wie Sie schon erwähnt haben, auch dort der Wahnsinn tobt!
Habe meinen Fernseher aus ähnlichen Gründen, wie Sie weggegeben
Stimme Ihnen zu- bin seitdem sicher umfassender informiert, da ich im Internet und noch besser im Café die unterschiedlichsten Zeitungen in allen möglichen Sprachen zumindest mal schnell durchblättern kann.
Finde aber nicht, dass ich mich dadurch friedlicher oder gar angstfreier fühle. Im Gegenteil. Wenn mir die ORF-Sprecher im typisch österr. News-Mix mitteilen, dass wieder einmal ein Bus in Kasachstan oder China verunglückt ist, finde ich das zwar traurug, bin aber nicht betroffen.
Wenn ich dagegen so meine eigenen Schlüsse über das Weltgeschehen aus der vergleichenden Lektüre der int. Presse ziehe, dann beutelt es mich schon des öfteren durch.
Eindeutig Widerspruch.
Ich habe zwar durchaus wegen von Ihnen genannten Gründen vor bereits acht Monaten den Fernseher restlos entsorgt.
Ein Effekt davon ist, dass meine Partnerin und ich sehr wohl des Abends mehr zueinander sprechen und durchaus auch verbale Dispute austragen, die mit TV gar keinen Kanal finden würden.
Was aber sicher nicht stimmt, ist, dass man zu Lenins Vollstrecker wird und "revoltiert"!
Im Gegenteil, man schärft viel mehr den Blick für eine desillusionierte Wirklichkeit und verfeinert die Technik hinsichtlich der effektvoller Maßnahmen, die insgesamt eher in einer Evolution denn einer Revolution gleichen.
Revolutionen werden ebenso eigennützig mittels Kriegstreiberei angezettelt wie beschriebener Putsch da oben.
Scheint ja ein ziemlich dilettantisches Unternehmen gewesen sein. Da hat wohl jemand zu viele Söldner-Filme (z.B. "Die Wildgänse kommen") geschaut. Mr. Thatcher sollt mal bei der französischen Regierung nachfragen wie man geräuschlos ein Putsch in Afrika organisiert, da hat man in Paris viele Erfahrungswerte.
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