Reaktion

Fischer für Dialog ohne Vorbedingungen

5. November 2009, 12:28

Bundespräsident: Ziel sei es, soziale Barrieren zu vermeiden

Wien -  Angesichts der Studentenproteste hat Bundespräsident Heinz Fischer am Donnerstag zum Dialog aufgerufen. Das Staatsoberhaupt plädierte dafür, "unverzüglich in einen ernsthaften, sachlichen Dialog ohne Vorbedingungen einzutreten und Lösungen für die Erfordernisse unserer Universitäts- und Bildungspolitik zu erarbeiten, die letzten Endes nicht nur die Universitäten, sondern den gesamten Bildungsbereich betreffen." Die diesbezügliche Einladung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn "sollte angenommen werden, wobei ich mir die Bereitschaft zum sachlichen Gespräch von allen Beteiligten erwarte", sagte der Bundespräsident.

Fischer teilte mit, dass er sich in einem langen und ausführlichen Gespräch mit Hahn von der Absicht der Bundesregierung überzeugt habe, mit aller Kraft an der Lösung der Probleme zu arbeiten. "Begrüßenswert" sind für den Bundespräsidenten in diesem Zusammenhang "erste Maßnahmen, die von der Bundesregierung zur Lösung akuter Probleme gesetzt bzw. angekündigt wurden und denen noch weitere Schritte folgen werden". Das betreffe etwa den Ausbau der Kapazitäten, die in einigen Bereichen dem verstärkten Zustrom in- und ausländischer Studierender nicht mehr gewachsen sei. Es gelte aber auch für die Probleme, die mit der Regelung des Universitätszuganges verbunden sind, gute Lösungen zu finden. "Eine wichtige Rolle spielt dabei das Ziel, soziale Barrieren beim Universitätszugang zu vermeiden", betonte Fischer.

Fischer verfolgt Diskussion "mit großer Aufmerksamkeit"

Die Entwicklung verfolge er als langjähriges Mitglied des Wissenschaftsausschusses des Nationalrates, als ehemaliger Wissenschaftsminister und als jemand, der selbst durch Jahre hindurch an den Universitäten Innsbruck und Wien unterrichtet und Prüfungen abgenommen habe, "mit großer Aufmerksamkeit", sagte Fischer.

Er verwies darauf, dass die Proteste der Studentinnen und Studenten österreichweit ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für die Situation an den Universitäten und für die Situation der studierenden Jugend ausgelöst hätten. "Die jungen Menschen artikulieren - so wie das auch Generationen vor ihnen getan haben - ihre Anliegen nach besseren Studienbedingungen und im Zusammenhang damit nach einer verstärkten Finanzierung der Universitäten. Ich gehe davon aus, dass ihre Sorgen nicht nur den eigenen Lebenschancen gelten, sondern auch einer zukunftsorientierten Bildungspolitik als Grundlage einer gedeihlichen Entwicklung unseres Landes", betonte der Bundespräsident. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 36
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Helmut-S
00
9.11.2009, 12:42
Der hätte Papst werden sollen...

...solche Allgemeinweisheiten kennt man sonst nur aus der Kirche.

hotta
00
8.11.2009, 10:52
HBP

Erinnere ich mich recht, war doch der HBP auch einmal Unterrichtsminister? Freilich, lange ist es her, aber hat man vielleicht gar damals etwas übersehen und die Weichen falsch gestellt?

cheap thrills
00
7.11.2009, 14:02

lange bevor er prüfungen abgenommen hat, war er da nicht irgendwann studentenmandatar?

NONE
22
6.11.2009, 16:26

"Dialog ohne Vorbedingung"

Das geht nicht. Nach all den Jahren des bewusst kalkulierten Abbaus ist es Zeit das die Politik endlich einmal Farbe bekennt anstatt immer nur hohle Phrasen zu schleudern und de fakto einen Abbau betreibt.

Es sind auch nicht nur die grossen Themen wie das die Gelder massiv reduziert worden sind, es sind auch kleinere Dinge die die Situation real gesehen verschlechtert haben.

Machen wir einmal einen radikalen Ansatz - die ÖH gehört abgeschafft. Wie wäre es mit so etwas?

Das nächste ist das bis heute Studenten bei den "Entscheidungsfindungen" immer nur Alibi-halber dabei waren. Beschlossen wurde dies in den Parteizentralen über die Köpfe der Betroffenen hinweg.

manuel999
01
7.11.2009, 23:52
ÖH wieder wählbar machen

die schwächung der studentenvertretung durch vergangene regierungen war ein gelungener schachzug um uns studenten mundtod zu machen.
stellt euch folgende frage: wie muss sich die ÖH verändern damit ihr wählen geht, und euch durch die ÖH wieder vertreten fühlt? das eine starke studentenvertretung wichtig ist zeit die aktuelle situation. ich fordere eine entfärbung der ÖH da sie nicht wie jetzt als kindergarten für zukünftige parteisoldaten missbraucht werden darf!

byron sully
01
7.11.2009, 20:31

"die ÖH gehört abgeschafft"

ich find den vorschlag nur dann vertretbar, wenn man zugleich ein alternativkonzept hat, was an die stelle der öh treten sollte. denn gar keine studierendenvertretung kann ja nicht ihr wunsch sein.

andii1
06
5.11.2009, 21:28
Es geht nicht nur ums Geld

Oft wird nur die Ausfinanzierung der Unis besprochen. Diese ist wichtig, aber nicht das einzige Anliegen. Demokratischere Strukturen sind ebenso wichtig. Momentan herrscht das Top-Down-Prinzip vor: Entscheidungen werden auf höheren Ebenen getroffen, die nicht wirklich damit zu tun haben. So hat eine Fakultät beispielsweise kein Mitbestimmungsrecht bei der Einsetzung des Studiendekans - der Vizerektor für Lehre entscheidet alleine. Außerdem werden durch dieses Top-Down-Prinzip Entscheidungen vermehrt nach parteipolitischen Interessen getroffen.

Endstation
00
8.11.2009, 07:02
Schluss mit dem autokratischen Uni Management

Was passiert nach sieben Jahren UG2002?
Die Manager haben den Karren total in den Dreck gefahren!

Leukozyt
 
03
5.11.2009, 18:15
Wow, Mr. President,

ein gutes Wort zum Donnerstag. Noch besser wäre ein Machtwort, aber das kann noch kommen. Ich war gerade auf der Demo in Wien und es sieht nicht so aus, als ob sich die Wellen einfach so wieder glätten werden.
Weiters habe ich in Erfahrung gebracht, dass isch nicht nur in Deutschland (Heidelberg, Münster) die Studierenden rühren, sondern sogar in MExico City ein Hörsaal besetzt ist -

Frei Bildung ist ein weltweites Anliegen! Nun, Herr Fischer, zeigen Sie Profil, Ihr Wort könnte weitreichend widerhallen...!

Mortimer
04
5.11.2009, 16:55
HeiFi for President!

;-)

The Dark
56
5.11.2009, 16:08
Ach Heinzi

wärst du doch nur am Kl* geblieben.

matthaeus
21
5.11.2009, 16:01
Die Russen ham si' g'furchten,

hätte der Qualtinger g'sagt

per verser
14
5.11.2009, 15:08
einen "dialog ohne vorbedingungen"

kann es doch gar nicht geben - noch weniger von offizieller seite aus, als von seiten der studentInnen.

verwaschener beitrag, wie immer windet er sie wie ein aal um jegliche stellungnahme herum.

und um ehrlich zu sein: das finde ich sogar gut. er soll sich da raushalten, bevor er den bonzen auch noch das wort redet.

und ich unterstelle ihm sogar eine heimliche sympathie für die studentInnen ;o)

Angelika70
03
5.11.2009, 14:54

Fischer war einmal ein sehr mutiger Student. Ich erinnere an Borodajkewycz, Lacina, Kümel, Kirchweger. Fischer wurde erst in 2. Instanz freigesprochen.

Winter20
41
5.11.2009, 18:47

Ja, und mutig wie er war, hat er auch den Udo Proksch in der Untersuchungshaft besucht und dem Simon Wiesenthal "Mafiamethoden" vorgeworfen, als dieser Unterlagen über die SS-Vergangenheit von Friedrich Peter veröffentlichte.

per verser
01
5.11.2009, 15:17

man könnte auch sagen: ein vorbild für die uni-besetzerInnen. es sind die fischers von heute.

Unpolitisch
23
5.11.2009, 14:35
Unser BP

Wenn Fischer ein bißchen einen Mum hätte, würde er mit den Besetzern eine Nacht im Audimax verbringen.

matthaeus
91
5.11.2009, 16:03
Wenn der Fischer ein bißchen Mumm hätte,

würde er mal den Friseur wechseln

byron sully
00
7.11.2009, 20:34

da hat ein politiker mal ausnahmsweise eine attraktive frisur und dann gibt's solche postings...

matthaeus
00
11.11.2009, 06:12
Sie haben eigentlich recht

hab's mir überlegt, ich möchte mir jetzt auch so eine alte perserkatze am schädel wachsen lassen!

less talk more rock
30
6.11.2009, 15:04
Grün für ein wahres Wort an unpassender Stelle!

Studienplatzbewirtschaftungsausschußvorsitzender
06
5.11.2009, 15:43

das fällt nicht unter die aufgaben des bundespräsidenten. der, übrigens, in erster linie nicht partei ergreifen, sondern das verfassungskonforme zustandekommen von gesetzen kontrollieren sollte. fischer legt seine aufgaben & pflichten extensiv aus, das ist sein gutes recht, und er weiß, was er tun muß, um die autorität des amtes dennoch zu wahren. hervorragend!

Angelika70
04
5.11.2009, 15:29

Er hat als Student mehr Mut bewiesen als irgendeiner der jetzigen Demonstranten.

Fisch^^Fisch
06
5.11.2009, 15:23

Fischer hat seinen Mut schon genug bewiesen.

Der Mann wurde wegen Ehrenbeleidgung Erstinstanzlich verurteilt weil er nicht wollte, dass sein Freund Ferdinand Lacina sein Studium nicht beenden kann.

didi111
72
5.11.2009, 13:33
Die Antwort von fischer ist wieder mal ein richtiger HEINZI..


..Also, reden wir mal zusammen..

Na, das muß einem erst mal einfallen.

Nebulöser, schlichter gehts nimmer.

Schaut man sich diese und ähnliche Aussagen an, dann wird immer klarer, daß das Amt dew Bundespräsidenten echt für die Würscht ist.

Bitte schafft das Amt für gelebten semantischen Nihilismus einfach nur ab.

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