Wien - Durch die schöne neue Hauptbahnhofshalle am Wiedner Gürtel, die bis 2011 fertig sein soll, werden auch jede Menge Güterzüge rumpeln. Bisher in einem Extratunnel am Südbahnhof vorbeigeführt, müssen aufgrund der Zusammenlegung von Süd- und Ostbahn sämtliche Güterzüge künftig den neuen Hauptbahnhof passieren. "Die Lärmbelastung für die am Bahnsteig wartenden Passagiere ist unzumutbar", sagt der grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch.
Abhilfe könnte nur die Güterzugschleife Laaerberg schaffen: Mit dieser neu zu errichtenden Gleisanlage soll der vom Zentralverschiebebahnhof Kledering kommende Güterverkehr über die Donauländebahn durch Oberlaa am neuen Hauptbahnhof vorbeigelotst werden. Im Masterplan Verkehr der Stadt Wien wird die Schleife bereits 2003 als notwendige Maßnahme angeführt. Rund 180 Millionen Euro wären laut dem Papier dafür notwendig. "Das ist nicht nichts, aber auch nicht die Welt", sagt Maresch.
Sowohl der Magistratsabteilung 18 (Stadtplanung) als auch der ÖBB sei völlig klar, dass die Schleife kommen müsse. "Ich verstehe nicht, warum das nicht schon längst passiert ist." Es könne nicht alles gleichzeitig gebaut werden, sagt ÖBB-Sprecherin Alexandra Kastner. "Wir müssen immer abwägen, welche Bauarbeiten zu welcher Zeit durchgeführt werden können." Die Gleis-Schleife am Laaerberg könne außerdem nicht sämtlichen Güterverkehr aus dem neuen Hauptbahnhof verbannen: "Sie ist nur als Entlastung gedacht."
Es werde aber natürlich darauf geachtet, dass die Fahrgäste so wenig wie möglich vom durchbrausenden Güterverkehr mitbekommen. "Diese fahren nicht mitten hindurch, sondern am äußersten Rand." Von den 1000 Zügen, die täglich den Hauptbahnhof passieren sollen, sollen rund 100 ausschließlich Güter transportieren.
Für die Errichtung des neuen Hauptbahnhofs werden ab 13. Dezember Süd- und Ostbahnhof gesperrt. Die Funktion des Südbahnhofs übernimmt vorübergehend großteils der Bahnhof Wien-Meidling, Für den Ostbahnhof wird ein Provisorium errichtet. Der neue Stadtteil rund um den 933 Millionen teuren Bahnhof soll bis 2015 fertig sein. (Martina Stemmer/DER STANDARD, Printausgabe, 5. November 2009)
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Die offizielle Website der ÖBB mit allen Details
Die Vorarbeiten für Wiens neuen Hauptbahnhof haben bereits deutliche Spuren rund um Süd- und Ostbahnhof hinterlassen
Und in anderen Bahnhöfen ist den Wartenden der Güterzuglärm zuzumuten?
Liebe Grüne, das ist doch lächerlich und zeigt nur, dass ihr kaum Bahn fährt. Ich bin Pendler und habe unter Leidensgenossen noch nie mitbekommen, dass sich wer über Lärm der durchfahrenden Züge beschwert, eher wg. Durchsagen, die immer dann kommen, wenn ein Zug durchfährt. Da gibt's ganz andere Themen: Pünktlichkeit, Überfüllung und nochmals PÜNKTLICHKEIT! Kein Mensch interessiert sich für irgendwelche Bahnhofsprachtbauten, solange die nicht komplett versifft und behindertengerecht sind, paßt das schon. Wir brauchen keine VIP-Loungen etc. ich will vom Bahnhof pünktlich wegfahren und dort so wenig Zeit wie möglich verbringen!
Kein Geld, keine Fahrgäste, Hundertschaft an überpriviligierten Personal - aber Bahnhöfe wegreissen und durch teure Neubauten ersetzen. Wenns wenigstens das eigene Geld wäre. HAHA, wofür gibts den Steuerzahlerdeppen!
Die Nachteile der Bahn gegenüber den MIV werden damit nicht besser:
*) Langsamer, da ein Netzbetrieb nie so optimiert werden kann wie der Punkt-zu-Punkt Verkehr
*) Für Transporte ungeeignet - sogar fürs Fahrrad muss man extra löhnen
*) Bequemlichkeitsverlust durch deutlich längere Gehwege, besonders bei "schlechtem Wetter"
*) Erheblich höhere Kosten: Wenn man sich die leeren Züge anschaut (Auslastung nur während ca 5h Kernzeiten) weiss man wieso man bei der Kostendeckung vom Fahrschein nur auf 30% kommt.
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