"Explosiv" auf RTL

Kindergeld versaufen

04. November 2009 17:27

"Die deutsche Unterschicht versäuft die Kohle ihrer Kinder!"- "Explosiv", ein RTL-Boulevardmagazin und als solches prinzipiell eine Dreckschleuder ohne Genierer, wollte es genauer wissen

"Die deutsche Unterschicht versäuft die Kohle ihrer Kinder!" Mit dieser Diagnose sprach sich Heinz Buschkowsky, der Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, zuletzt in markiger Tradition gegen das Ausbezahlen eines Kindergelds in Höhe von 150 Euro im Monat aus. Dieses soll Eltern zustehen, wenn sie ihre Kinder statt in einer Kita (Kintertagesstätte) zu Hause betreuen würden. Im Jahr 2013 soll das in Kraft treten.

Dieser Ausspruch empörte in Deutschland und führte zu einer anhaltenden Diskussion, in der Buschkowsky noch nachlegte und von "gesellschaftspolitischer Tieffliegerei" sprach und Kinder zum Einkommensfaktor degradiert sieht. Hat was.
Explosiv, ein Boulevardmagazin des deutschen Senders RTL und als solches prinzipiell eine Dreckschleuder ohne Genierer, wollte es am Dienstag genauer wissen: Was würden Hartz-IV-Empfänger mit Babys in Neukölln tatsächlich tun, würde man ihnen 150 Euro zum Wohle ihres Nachwuchses geben. Würde sie die Kohle ihrer Kinder tatsächlich versaufen?
Feldversuch jetzt! Zu diesem Behufe wurden einige arbeitslose Familien heimgesucht, es wurde ihnen erklärt, worum es geht, die 150 Euro wurden auf den Tisch gelegt - anschließend hat man sich empfohlen. 

Im Anschluss an die Geldspendenaktion verfolgte ein RTL-Team mit versteckter Kamera die nämlichen Familien beim Einkauf und konfrontierte sie anschließend mit den Aufnahmen aus dem Supermarkt. Denn alle Familien kauften neben diversem Kinderkram auch Alkohol. Ein Sixpack hier, ein paar Flaschen da, ein Sektflascherl dort. Nun sollen hier keine Steine geworfen werden, aber möglicherweise haben sogar Politiker manchmal einfach Recht. Prost! (Karl Fluch, DER STANDARD; Printausgabe, 5.11.2009)

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Posting 1 bis 25 von 73
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Grantscherben
05.11.2009 13:08
Mutig

Hey was is jetzt los!?. Ein Politiker der den Leuten die Wahrheit über sie erzählt.
Naja fast.
Würd eher sagen 50% für Alk, 50% für Tschick! *sfg*

Homer Simpson II.
 
05.11.2009 11:31
Und was spricht dagegen um dieses Geld

zusätzliche Kindergärtner-/innen einzustellen? Daheim bei der Oma aus Ostanatolien (oder auch aus einem Kuhdorf in Sachsen-Anhalt) wird das kind eher kein gutes Deutsch erlernen. Damit sind Probleme in der Schule vorprogrammiert und der Weg zu einer guten Ausbildung enorm erschwert, in weiterer Folge hat es Probleme eine gutbezahlte Arbeit zu finden usw usf.

Gerhard Eigner
05.11.2009 10:45
ist doch nichts neues

kindergeld sollte als kaufgutschein ausgegeben werden, damit nicht ein flachbildschirm oder anderer blödsinn gekauft wird, aber schulsachen haben die armen kinder dann keine....

systema radl
05.11.2009 12:50
am besten wahrscheinlich für BILLA.

so ein nonsens. denn gutscheine sind an unternehmen gebunden. egal welche das wären, ich und alle anderen wären dagegen, auf steuergelder solche firmen noch mehr zu füttern. ganz im gegenteil, man sollte explizit verbieten dass solche gelder an billa und co verschleudert werden.

Gerhard Eigner
05.11.2009 17:50
seltener blödsinn.

kaufst deine schulsachen beim billa ??
und von gutscheinen, die für spezielle warengruppen, aber nicht für firmen gelten, hast wohl noch nie was gehört ??

systema radl
05.11.2009 10:44
der gute herr sollte sich mal überlegen,

woran es liegt dass man in seinem land das leben nur besoffen ertragen kann. ich weiß es: weil es ein land ohne zukunft ist. erst wenn es perspektiven gibt kann man wieder nüchtern werden.

leo lander
05.11.2009 10:13
die Fixkosten, O-ton Vater zur VS Lehrerein

nein hab kein 3,50 für Schule, hab hohe Fixkosten:
300 Miete
150 Auto
200 Zigaretten, da bleibt nix über.

hurchzua
05.11.2009 09:03
Buschovskys Zitat war aber vollständig:

"In der deutschen Unterschicht wird es versoffen und in der migrantischen Unterschicht kommt die Oma aus der Heimat zum Erziehen, wenn überhaupt."

Der zweite Teil war dann wohl zu heiß...

Mucosaprolaps
05.11.2009 10:20

Der endlich gefeuerte Unterberger ist peinlich bis lächerlich, nicht "treffend"

Zarathustra
05.11.2009 08:47
Dass ausufernde Hartz-4-Phänomen ist ein Produkt staatlicher Transferleistungen.....

...Klipp und klar zeigt der Staat: Du musst nichts leisten um auch so über die Runden zu kommen....und wer den ganzen Tag nix zu tun hat, fängt halt ein bissl zu saufen an-hier ein Gläschen und vielleicht dort eins...vertreibt halt so schön den Tag. Im Deutschen Fernsehen haben sie mal ein schätzungsweise 12-jähriges Mädchen gefragt, was sie später werden will. Ihre Antwort: "Arbeitslos........Pause.......oder nein, doch Popstar".
Dieser Satz dieses Mädchens zeigt die degenerativen Auswirkungen eines ausufernden Sozialstaates. Das Erwachen wird böse sein, denn spätestens 2015 ist Deutschland bankrott.

alexanderletten
 
05.11.2009 16:59

Das dt.TV, ein Garant für investigative Recherche und Journalismus.
Für 150€ vom TV-Sender erklären die Athleten, die Weißwurst ist grün.
So rein pauschal betrachtet, und das soll ja der Sinn dieser erschreckenden Aktion sein, kommen Sie zum Schluß:
Jeder, der keine Erwerbstätigkeit hat, muß ein Säufer sein.
Der Glückliche, der noch im Arbeitsverhältnis steht, malochen darf und ev. weniger am Monatsanfang hat, wird durch solche Dämlichkeiten ermuntert, diese untere Gesellschaftschicht nochmals unterteilen zu wollen.
Da liest sich doch die BLÖD gleich doppelt so schön, wenn wieder "Volksfernseher" angeboten werden.

Susanne_B
05.11.2009 11:10

Die ausufernde Leistung Hartz 4 ist so üppig, dass Experten mittlerweile Alarm schlagen: speziell den NÄhrstoffbedarf von Kindern kann man damit nicht mehr seriös decken. Wirklich sehr üppig! So üppig auch, dass zB Schüler das beim Ferienjob verdiente Geld als unerlaubten Zuverdienst abliefern müssen (Quelle: Spiegel). Wirklich sehr üppig!

Trolling is a art.
05.11.2009 15:27
"NÄhrstoffbedarf von Kindern kann man damit nicht mehr seriös decken"

Und warum sind die Kinder dann so dick?

Kommen's jetzt nicht damit, daß sie sich ausser Fastfood nichts leisten können. Gesunde Nahrungmittel sind nicht teurer als Fertigprodukte, im Gegenteil.

t-bonesteak
05.11.2009 10:34
hartz-IV als ausufernde sozialleistung zu bezeichnen

kann nur einem hartgesottenen zyniker einfallen.

wo sind denn bitte die arbeitsplätze? was sollen menschen machen, wenn sie ab 45 als "zu alt" befunden werden?

Zarathustra
05.11.2009 11:10

1. Arbeit gibt es immer. Die meisten sind sich für niedere Arbeiten bloß zu gut und 2. Ist der 45-jährige, der brav gearbeitet hat und nach Kündigung nicht mehr vermittelbar ist, doch mittlerweile die Ausnahme. Viele der Hartz-4-Empfänger sind jung und strebten von Anfang an eine arbeitslose "Karriere" an. Bin gespannt ob das Posting durchkommt, dass eine reale, persönliche Erfahrung beschreibt.

t-bonesteak
05.11.2009 12:48
apropos: wieviele hartz-IV empfänger kennen sie

die immer schon arbeitslos sein wollten?

hauptsache ihnen geht's gut.

t-bonesteak
05.11.2009 12:47
arbeit gibt es immer

aber eben nicht für alle

Piefke in Tirol
05.11.2009 10:24
Ich möchte hier einmal meine persönliche Erfahrung von vor 30 Jahren aus Deutschland schildern.

Ich war damals Mitarbeiter einer Filiale einer Sparkasse im sozialen Brennpunkt im Ruhrgebiet. Meine Frau arbeitete in der KITA im selben Ort. Sie kannte die Kinder(überwiegend Sonderschüler, verhaltensauffällig), ich die Eltern (Sozialhilfeempfänger für den Rest ihres Lebens, jedes weitere Kind war die jährliche Gehaltserhöhung) mit einer Familiengröße von 8-10 Personen. Desolate Zustände - keine Chance und auch kein Wille zu einer Änderung der Situation. Die Kinder wanderten von der Sonderschule direkt in die lebenslängliche Sozialhilfe. Wenn ich jetzt mal hochrechne, was sich da in 30 Jahren hochpotenziert hat, dann sind aus einer Familie dutzende von Sozialhilfeempfängern entstanden. Die Situation in Österreich dürfte ähnlich sein.

Mucosaprolaps
05.11.2009 10:22

Unterschichtmedien sind darauf spezialisiert, Einzelfälle als "So verpfuscht X das Y" herauszustreichen.

Der Österreicher
05.11.2009 12:42

Es ist wohl ein Einzelfall das nur ein Sixpack gekauft wird. Oder von welchem Geld glauben sie wird der Alkohol der Arbeitslosen finanziert?

Regis 1
05.11.2009 09:18
Dieser Satz dieses Mädchens zeigt die degenerativen Auswirkungen eines ausufernden Sozialstaates

wollen sie die leute vielleicht verhungern lassen oder sollen sie stehlen/einbrechen gehen?

Zarathustra
05.11.2009 10:05

1. Selbst zu Zeiten als es noch keinen Sozialstaat gab (siehe USA bis zur Weltwirtschaftskrise, die einen minimalen Sozialstaat etablierte) ist niemand verhungert. Die Mentalität ist einfach eine andere. Niemand ist sich zu gut für irgendeinen Job.
2. Hab ich hier vom "ausufernden" Sozialstaat gesprochen. Dieser hat Deutschland - das ist leider die Wahrheit - vollkommen ruiniert. Staatsschulden bis zum Zerbersten (Zins(!)zahlung auf Staatsschuld 2.größter Etat-Posten!), Auspressen des Mittelstandes (mittlerweile Randgruppe und einziger Leistungsträger/Selbstbedienungsladen), Umverteilung zu Arbeitlosen und Beamten, vollkommener Verlust jeglicher Wettbewerbsfähigkeit international. Deutschland ist fertig und in wenigen Jahren bankrott.

D-AUT 0-0 nach 30 j
09.11.2009 06:41
die staatsverschuldung anderer industriestaaten (zb japan) ist viel höher

Hubert Hawkins
05.11.2009 13:15
Hungersnöte

"Selbst zu Zeiten als es noch keinen Sozialstaat gab (siehe USA bis zur Weltwirtschaftskrise, die einen minimalen Sozialstaat etablierte) ist niemand verhungert." Das ist eine kühne Aussage, die für einen Teil der so genannten Dritten Welt auch noch nicht gilt. In der europäischen Geschichte fällt mit spontan die Große irische Hungersnot ein.

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