80.000 Österreicher leiden an Rheuma

4. November 2009, 17:11

Eine erfolgreiche Therapie muss interdisziplinär angelegt sein, betonen Experten

Wien - Bei der Behandlung von Rheuma stoßen sowohl die Rheumatologen als auch die Orthopäden schnell an Grenzen, wenn es um eine fachspezifische Therapie geht. Da braucht es eine Kooperation beider Fachrichtungen", stellt Wolfgang Schneider fest. Der leitende Orthopäde aus dem Herz-Jesu Krankenhaus in Wien ist diesjähriger Präsident der Kongresstage Orthopädie der Vinzenz Gruppe. Heuer dreht sich dieser jährlich stattfindende Kongress, zu dem rund 300 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet werden, unter anderem um die Frage der interdisziplinären Zusammenarbeit zur Behandlung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Die Notwendigkeit einer fachübergreifenden Kooperation betont auch Rheumatologe Edmund Cauza, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Primarius der Inneren Medizin im Herz-Jesu Krankenhaus: "Wir Rheumatologen haben naturgemäß andere Ansätze in der Therapie von Rheuma als die Orthopäden. Heute wissen wir, dass wir eine individuell angepasste, 'funktionierende' Rheuma-Therapie nur in fachlicher Zusammenarbeit mit den Orthopäden durchführen können". Cauza nennt Beispiele: "Modernes rheumatologisches Management umfasst orthopädische Eingriffe wie Synovektomie, Arthrodese, Gelenksersatz und Korrektur von Deformitäten. Diese sollen optimalerweise durch die vom Rheumatologen veordneten Basistherapeutika oder Biologicals begleitet werden." Für die Kooperation müsse man einen "idealen Zeitpunkt" finden. Aber auch die Allianz mit anderen Berufsgruppen ist wichtig: In der Regel sollten Ergo- und Physiotherapeuten in die Betreuung beziehungsweise in die Nachbetreuung mit einbezogen werden.

Volkskrankheit

In Österreich leiden ca. 80.000 Patienten, 20.000 allein im Wiener Raum, an Rheuma-bedingten Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und der Wirbelsäule. Die Zahl der Neuerkrankungen beträgt zwischen 0,6 und 1,0 Prozent der Bevölkerung. Die Krankheitshäufigkeit nimmt mit dem Alter zu und gipfelt in einer Altersspanne von 40 und 60 Jahren, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als Männer.

Dabei ist "Rheuma" gar keine einheitliche Erkrankung, sondern umfasst im weiteren Sinne eine Vielzahl an Erkrankungen und Symptome, die man zum so genannten "rheumatoiden Formenkreis" zählt: Unter den Begriff Rheuma werden mehr als 450 Krankheitsbilder subsumiert, von denen auch junge Menschen und Kinder betroffen sein können. Es handelt sich meist um Entzündungserkrankungen, die bevorzugt die Innenhaut der Gelenke, manchmal aber auch die Blutgefäße und die inneren Organe betreffen. Die genaue Ursache der verschiedenen entzündlichen Rheuma-Erkrankungen ist noch weitgehend unbekannt. Gemeinsam ist diesen seltenen Krankheiten aber, dass sich das Immunsystem gegen Strukturen des eigenen Körpers richtet.

Woran erkennt der Patient "Rheuma" ?

Schmerzen in den Gelenken und Weichteilen sowie Müdigkeit und Leistungseinbrüche können Anzeichen für eine chronisch-entzündliche Polyarthritis, der häufigsten rheumatischen Erkrankung, sein. Das Krankheitsbild eines Rheumatikers kann vielschichtig und von anderen Erkrankungen degenerativer Natur begleitet sein. (red, derStandard.at)

Infos zum Kongress

Kongresstage Orthopädie
Fußchirurgie - Handchirurgie. Schnittstellen zur Rheumatologie

6. und 7. November 2009
Orthopädisches Spital Speising, Festsaal, 1130 Wien.

Programm auf der Tagungswebsite

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10 Postings
Lorelei Sonnenschein
00
5.11.2009, 12:37
@Rheuma

...ich glaube, bei chronischen Erkrankungen ist die alternative Medizin eindeutig wirkungsvoller, weil auch die seelischen Ursachen beleuchtet werden.

Eine 1-wöchige Reiskur, eine zeit lang Verzicht auf weissen Zucker, Yoga oder Shiatsu zur Unterstützung, kann tatsächlich Wunder bewirken.

Hatte chronische Bronchitis...Akupunktur/Reiki/Lachen und Tanzen haben meine Selbstheilungskräfte aktiviert..mein Lungenfacharzt (Schulmediziner) hat die Genesung bestätigt.

fansong
00
5.11.2009, 17:30

also bevor ich so hokuspokussachen wie reiskur, reieki und shiatsu mache,
vertraue ich doch lieber auf die bewährten globuli und wenns mal schlimm wird notfallbachblüten.
außerdem verwende ich inzwischen kein handy mehr, seither geht es mir viel besser,
ein weiterer beweis wie schädlich diese handystrahlen sind.

Lorelei Sonnenschein
00
5.11.2009, 17:47
@fansong

...der "Hokuspokus" funktioniert (bitte ich bin ein lebender Beweis!) genauso wie Globuli und Notfallbachblüten...leider kann ich ihnen jetzt kein Photo von meinen äußerst schönen Bronchen schicken :-)

the bottle
00
5.11.2009, 15:45

@Rheuma
...ich glaube, bei chronischen Erkrankungen ist die alternative Medizin eindeutig wirkungsvoller -> bei Rheuma -> NEIN,FALSCH

...aber bei anderen nicht so starken chronischen Erkrankungen -> unterstützend sicher sinnvoll.

Hatte eine der vielen Rheuma Varianten. ( keine Polyarthritis)

Hilfe brachte mir nach 1 Jahr:
Fisch,Fisch,Fisch, Vegetarische Ernährung
Kein Alkohol, keine Zigaretten
Sport -> Schwimmen
div. Pillen und Cortison

Lorelei Sonnenschein
00
5.11.2009, 15:52
@the bottle

...Ihre Antwort...nein falsch...ist falsch, chronische Bronchitis ist weniger heftig als chronisches Rheuma? Das glaube ich nicht...

equality
01
5.11.2009, 11:43
zuckerfrei ist nicht gleich gesund!

die rede ist von aspartam. vom kaugummi bis zum light getränk.
eigentlich ein wahnsinn dass es überhaupt auf dem markt gekommen ist. aber was macht der mensch nicht alles des profites wegen.
also an alle die sich täglich mit aspartam vergiften und sich mit irgendwelchen undefinierbaren krankheitssymtomen abplagen. verzichtet mal ein paar wochen drauf und schaut was passiert.

http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/08/2... /aspartam/

Lorelei Sonnenschein
00
5.11.2009, 12:40
@ equality

zuckerfrei ist nicht gleich gesund...stimmt!

...aber...zuckerfrei (vor allem Verzicht auf weissen Zucker) ist gesund, wenn auf Ersatzstoffe gänzlich verzichtet wird, da diese noch schädlicher sind als weisser Zucker!

equality
00
5.11.2009, 13:25

dann muss sich der süße liebhaber eben alternativen suchen. sevia zb.
zucker ist sicher nicht gesund aber aspartam ist krebserregend. viele ms-kranke haben in wirklichkeit eine aspertamvergiftung. der körper braucht ca. eine woche bis er das aspertam eines halben liters lightgetränk abgebaut hat. und das lightprodukte weniger dick machen ist ein mythos. es führt eher zu blutunterzucker und somit heißhunger

Clemens Schwarz
01
5.11.2009, 10:58
und wieder zeigt die Medizin, dass sie wenig zu grundlegenden Besserung

der Symptomatik beitragen kann. Wenn der Patient Glück hat, darf er lebenslang Medikamente nehmen, die zu einer Linderung führen.
Warum weiß man über die Entstehung so wenig?
Eine Theorie: Würde man über die Entstehung mehr wissen, müsste man etwas in unserem Leben ändern.
Dieses "nicht ändern wollen, nicht hinschauen wollen", hindert uns das nötige Wissen über sie Entstehung und Therapie zu entdecken. Ich persönliche finde, dass die Förderung der Selbstheilungskräfte und Selbstkompetenz in gesundheitsförderndem Verhalten einen breiteren Bereich in der Medizin einnehmen sollte.

par in parem
01
4.11.2009, 18:13

Danke! Guter und kompetenter Artikel zu einem schwierigen Thema! (weil er so gut ist, hätte er ruhig ausführlicher sein dürfen ;))

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