Erstes wasserstoffbetriebenes Auto unterwegs

04. November 2009 16:52
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    Foto: hycenta/tu graz

    Das "Hycar 1" kann sowohl mit Wasserstoff als auch mit Benzin oder Erdgas betrieben werden.

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    Touchscreen und Hauptmenü des Wasserstofffahrzeugs.

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    Foto: tu graz

    Hycenta-Geschäftsführer Manfred Klell, Institutsvorstand Helmut Eichelseder und TU-Rektor Hans Sünkel (von links) präsentierten das Fahrzeug am Mittwoch der Öffentlichkeit.

Wissenschaftler der TU Graz haben das erste Wasserstoff-Fahrzeug mit Verbrennungsmotor für Österreichs Straßen entwickelt

"Hycar 1" - so nennt sich jenes Auto mit Wasserstoffbetrieb, das einen Verbrennungsmotor besitzt und von Wissenschaftlern der Technischen Universität (TU) Graz entwickelt wurde. Rund zwei Jahre lang haben die Forscher an dem für den Verkehr zugelassenen Prototypen in Form eines umgebauten Mercedes E gearbeitet, am Mittwoch wurde das Auto der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ottomotor umgerüstet

Konkret haben die Wissenschaftler einen 4-Zylinder Ottomotor für den Betrieb sowohl mit Wasserstoff als auch mit Erdgas umgerüstet. Wird das Auto mit Benzin oder Erdgas betrieben, bringt es die maximale Leistung. Wird ausschließlich reiner Wasserstoff verwendet, werden 60 Prozent der Leistung erreicht - es können rund 150 Kilometer zurückgelegt werden. In diesem Fall läuft der Motor mit günstigem Wirkungsgrad, umweltfreundlich und emissionsarm.

Freie Wahl für den Lenker

Das Besondere an dem Fahrzeug ist die freie Wahl zwischen Wasserstoffbetrieb und Verbrennungsmotor. Sogar während der Fahrt kann der Lenker des Mercedes per Knopfdruck den Energieträger umstellen. Und zwar "rucklos", wie Manfred Klell, Geschäftsführer vom Forschungszentrum Hydrogen Center Austria (Hycenta) der TU Graz, erklärt.

Über weite Strecken bleibt das "Hycar 1" also frei von kohlenstoffbasierten Emissionen wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffen, der Ausstoß von Stickoxiden ist äußerst gering. "Wir sehen den multivalenten Antrieb als Brückentechnologie für den Übergang zu CO2-freien Wasserstoffanwendungen", erklärt Helmut Eichlseder, Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik der TU Graz.

Bis zu 20 Prozent teurer

Um den Betrieb mit Wasserstoff zu ermöglichen, haben die Wissenschaftler die elektronische Motorsteuerung des herkömmlichen Ottomotors angepasst und mit zusätzlichen Injektoren sowie einem Saugrohr aus Aluminium ausgerüstet. Die Kosten für das mit Wasserstoff betriebene Fahrzeug dürften zehn bis 20 Prozent über dem normalen Marktpreisen liegen, schätzten die Wissenschafter.

Basierend auf langjähriger Erfahrung mit alternativen Kraftstoffen haben die Forscher für das "Hycar 1" ein elektronisches Gassicherheitssystem entwickelt, das während der Fahrt alle wesentlichen Betriebsparameter des Gasbetriebes überwacht und am Touchscreen anzeigt. Die wichtigste technische Adaption in der Grundausrüstung des Fahrzeuges war der Tausch der originalen Druckgaszylinder. Die neuen Drucktanks verkraften bis zu 350 bar und machen das Auto damit tauglich für Wasserstoff, Erdgas und Gemische aus beiden Treibstoffen. "Das Fahrzeug entspricht den europäischen Regelungen für die Genehmigung von Wasserstofffahrzeugen, wurde vom TÜV Austria begutachtet und erhielt einen Einzelgenehmigungsbescheid für die Zulassung zum allgemeinen Straßenverkehr", erklärt Klell.

Keine Infrastruktur

Die Experten räumen jedoch ein, dass das Problem bisweilen die Infrastruktur sei, denn die momentan einzige in Österreich öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle befinde sich im Hycenta bei der TU. Außerdem müssen die Gastanks wegen der Sicherheit in dichten Ummantelungen im Fahrzeug gelagert werden. Beim Prototypen nimmt der Tank daher den kompletten Kofferraum ein. Weiterentwicklungen würden aber vorsehen, dass die Flaschen am Fahrzeugboden montiert werden und so weniger Platz verbrauchen. (red, derStandard.at, 4.11.2009)

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Milchleber
18.11.2010 23:02
Autarkie

das einzige, was die derzeitige Benzin-Infrastruktur ersetzen könnte, wäre ein Auto, das keine Infrastruktur benötigt, Stichwort Solarauto.

Alles andere ist mMn Augenauswischerei und scheitert am Markt an den hohen Investitionskosten. Elektroauto würde sich zB durchsetzen, wenn der Staat per Gesetz die Infrastruktur ändert. Am Markt selbst sind die Eintrittsbarrieren für die flächendeckende Infrastrukturänderung mMn zu groß.

Eine Kreatur
22.04.2010 19:22
das perverse .. seit ein paar jahren arbeiten französische wissenschaftler an einem forschungszentrum für solarenergie,

in dem sie einen großen solarofen stehen haben (das ding wurde in den 80iger jahren abgestellt und die forschung eingestellt, vor ein paar jahren sind sie draufgekommen, dass sie es vielleicht wieder in betrieb nehmen und weitermachen sollten), daran mit der gewonnenen sonnenenergie (bei solaröfen entstehen extrem hohe temperaturen selbst bei mäßiger sonneneinstrahlung) im großen stil wasserstoff zu produzieren - für die hochgejubelten wasserstoffautos .. absoluter schwachsinn, anstatt direkt sonnenenergie zu nutzen wird die über umwege umgewandelt und dann in einem ineffizienten motor ihrem eigentliche zweck zugeführt .. inklusive aufwendigen transport des treibstoffes wasserstoff!!!

unglaublich diese dummheit wasserstoffauto

palesa
 
11.02.2010 12:44
geh bitte!!!

erstes wasserstoffauto gabs schon vor 10 jahren und vor 20 jahren hatte mein freund ein elektrisch betriebenes firmenauto, mit dem er immer hupen mußte, weil ihn die fußgänger nicht hörten etc.

Solist
05.01.2010 13:51
Solange das nicht bombt bin ich beruhigt.

countone
03.12.2009 14:57
Sackgasse

Wasserstoff-betriebene Schüttelhüber (aka Verbrennungsmotor) sind eine Sackgasse. Well-to-Wheel Effizienz ist erbärmlich, die Herstellung und der Vertrieb von Wasserstoff problematisch und teuer.
Die Zukunft gehört ganz klar dem Elektro-Auto. Hier tun sich ungeahnte Möglichkeiten auf: intelligente Ladesysteme, die Nachts Spitzenlast-Abdeckung über Fahrzeug-Batterien im Netz abdecken, Aufladen des Fahrzeugs über Induktions-Ladesysteme (kein Kabel oder Stecker nötig).
Die Reichweite ist heute schon unglaublich: Tesla Modell S (kommt Ende nächstes Jahr auf dem Markt), 7-sitzige Limousine mit unglaublich viel Platz, Beschleunigung besser als ein Porsche, Reichweite über 450 km, Aufladen in 45 Minuten.

Falke von Stein
03.12.2009 09:09
Die Sonne funktioniert auch mit Wasserstoff - aber viel effizienter!

rainer helmstreit
12.11.2009 07:26
Na schon draufgekommen....toll...!!!

..dass 2/3 der Erde aus Wasser bestehen,dass Wasserstoff praktisch unbegrenzt verfügbar ist und dass der Wasserstoffantrieb praktisch völlig CO2 neutral ist.....
Welche Leistung, dass wissen praktisch alle die Physik und Chemie in der Schule hatten..
Achso die Ölindustrie wußte nur noch nicht wie sie Geld für Wasserstoff verlangen kann...

Windrad oder Solarpanel, 5 Volt H2O Elektrolyse und schan kann jeder Wasserstoff erzeugen..

Bitte wo ist da das NEUE..?????

Das sollte schon längst am Markt sein und nicht wegen "Explusionsgefahr" zu gefährlich..

..das war die Eisenbahn auch früher wenn sie schneller als 30 Kmh fuhr..(Peter Rosegger)..

Eine Kreatur
22.04.2010 19:28
? psychische probleme ?

die grundstoffe für photovoltaik-anlagen gibts sprichwörtlich wie sand in der wüste und die energie kommt noch gratis von der sonne .. egal ob sie nun genutzt wird oder nicht ..

und wenn die erde wirklich zu 2/3 aus wasser bestehen würde, dann hätten wir ein ernsthaftes problem .. naja, soviel zu ihrem faktenwissen, technischen verständnis, wissen um den eigenen planeten usw. usw. ..

weil es ist ja so super toll und effizient, mit "sonnenenergie" wasserstoff zu produzieren, ihn dann herumzukarren und dann ineffizient zu verbrennen .. anstatt direkt strom zu nutzen ..

unbequem
22.04.2010 20:10

Sie sind wohl ein besoders kurzdenkender Mensch...denn es geht um Lan-Wasserflächenverhältnis....weiters wollen sie doch nicht ernsthaft vorschlagen den Strom aus Sonnenenergie per Hochspannungsleitungen (Freileitungen) nach Europa zu bringen...denn die Leitungsverluste lassen sicher nichts mehr in Europa ankommen...das weden sie nur mit Wasserstofftransporten halbwegs schaffen, denn die chemische Speicherung ist noch am Verlustfreisten! Siehe Erdgaspipeline warum nicht auch mit Wasserstoff???
Wem nutz der Erzeugte sStrom in der Wüste in Afrika wenn er nie in Europa ankommt...sie Schlaumaier!!!!

Ihre Psyche und ihre Logik dürfte auch nicht gerade zu den Gesunden zu zählen sein!

czech
13.11.2009 01:26
zzz

ich glaube du hast mich nicht verstanden (habe mail bekommen)

bei der energiewandlung zu strom, hat man selten einen wirkungsgrad von über 40% (ausser Wasserkraft, ...), alleine schon aufgrund des carnotwirkungsgrades

damit wasserstoff zu produzieren (elektrolyse benötigt sehr viel strom, wieder wirkungsgrad) um es dann wieder zu verbrennen (schlechter wirkungsgrad, carnot) wäre einfach nur dämlich

verstehst du dass das sinnlos ist; die einzelnen wirkungsgrade kann man multiplizieren; rauskommen tut, dass es unwirtschaftlich ist

rainer helmstreit
30.11.2009 19:18

o+h ist eine Chemische reaktin und die ist Energieneutral...STrom kann sogar via H und O fast Verlustfrei Gespeichert werden so um die 96% Wirkungsgrad (abzüglich Reiungs und Leitungsverluste)
Eine Chemische Speicherung ist immer fast Verlustfrei
Auch das hat jeder in der Schule gelernt...
aber auch scheinbar fast jeder auch wieder vergessen...

die vielleicht längste Praline der Welt
19.11.2009 17:17
nicht so voreilig

wenn es wirklich so unwirtschaftlich wäre würde sich jede Forschung ad absurdum führen...

btw. zum Carnot-Wirkungsgrad...
https://secure.wikimedia.org/wikipedia... rkungsgrad

mir wurde auch in der Schule vorgerechnet, daß ISDN völlig ausreichend ist und überhaubt eine höhere Datenübertragungsrate völlig unmöglich ist...

...

zB wenn man davon ausgeht, daß die direkte übermittlung von Energie zB aus Solarkraftwerken aus dem All an bestimmte Punkte machbar ist - zB per Laser-Bündel und das auch noch in wirklich großen Mengen, dann kann für die Mobilität auch beliebig Energie zur Elektrolyse zur Verfügung gestellt werden

ein bissl Fantasie und Kreativität statt - t'schuldigung - Klugscheißen...

sonst hätt'n wir h

czech
12.11.2009 16:03
elektrolyse???

manmanman

wenn wir wasserstoff durch strom produzieren würden, wäre das nicht sehr umweltfreundlich

oder glaubst du dass der strom weltweit aus windrädern, solarpanels, ... kommt

rainer helmstreit
13.11.2009 00:00

Da irrst du zumal die Elektrolyse bei 5 Volt funktioniert das kann man locker mit Solarzellen und Windkraft erzeugen..

ChesneyB
30.11.2009 18:59

Die Zersetzungsspannung bei Wasser ist sogar noch viel niedriger: http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolyse
Da steht was von 0,4 Volt.

rainer helmstreit
30.11.2009 19:25

Das wird aber nur bei sehr surem(leitungsfähigem) wasser funktionieren...
Aber 12 Volt Windräder rund um den Äquator könnten endlos Wasserstofff produzieren .....
Sonnenpanele auch an Land es ist nur eine Frage des Wollens !
Das wäre übrigens wirklich eine ökologische Maßnahme keine Kohlekraftwerke mehr kein Atomstrom....als Abfall nur mehr Wasserdampf

czech
06.12.2009 14:11
leute!

warum immer so umständlich

zerst strom produzieren, dann elektrolyse, dann erst der motor wieder mit dem wirkungsgrad

jeder normale mensch würde doch probieren auf anderem wege wasserstoff zu produzieren, da es verfahren gibt die weniger energie benötigen und auch durch weniger verfahren man mit weniger wirkungsgraden multiplizieren muss

das haben wir schon in der HTL gelernt, dass es saudumm und unwirtschaftlich ist

natürlich kann man windräder baun, ist ja gut, aber den strom dann für was unwirtschftliches verwenden
wird keiner machen

denken ----> schreiben

rainer helmstreit
07.12.2009 23:30

Weil ein Windrad nix kostet und weil es nicht um Wirkungsgrade geht sondern darum wie man mit den wenigsten Mitteln über die Masse möglichst "grüne"Energie erzeugen kann die jetztige Systeme betreiben können!
Dass es technisch gesehen andere Verfahren gibt ist klar, aber ich brauche keine Dampfturbine wenn ich mit mehreren Mühlrädern das selbe erreiche!
Es ist wie bei den Steuern: In der Masse erreiche ich die Summe nicht mit dem Einzelnen den ich hoch besteuere!
Technik hat nix mit Volksökonomischen Denken zu tun!
Dumm ist immer nach dem Besten zu schielen und das Gute erst garnicht auszuprobieren!
Es Verdient nur niemand dabei wenn man Allgemeinwissen anwendet das ist das Problem!

czech
08.12.2009 13:33
ökonomie

es macht (als beispiel) am meisten sinn mit primärenergie (öl, gas) zu heizen, anstatt mit strom, das ist ökonomischer, auch wenn der strom aus einem wasserkraftwerk kommt

genauso ist es zu verstehen, was ich mit elekrolyse und windräder meine

es ist einfach nicht ökonomisch, wenn ich dasselbe mit weniger aufwand schaffe, auch wenn windräder saubere energie erzeugen

es wäre besser den strom vieler windräder ins netz zu speisen und sich dadurch ein kalorisches kraftwerk zu ersparen, anstatt den teueren sauberen strom für die elektrolyse zu verwenden

es gibt auch ausnahmen: stichwort: dezentrale energieversorgung

rainer helmstreit
08.12.2009 15:31

Vermisse die Logik in ihrer Argumentation, es ist doch völlig egal wo ich sauberen Strom einsetze er bleibt ja sauber und wenn ich genug davon habe ist es keine Frage der Ökonomie sondern der Wert der Ökologie ist der der zählt! Es ist völlig verfehlt mit Ökonomischen Argumenten zu argumentieren!
Sauberen Strom kann ich völlig ogne Gewissensbisse auch unökonomisch (technisch gesehen) einsetzen, hauptsache ich versaue damit nicht unsere Umwelt! Schutz der Umwelt ist aber immer auch ökonomisch weil es sich mit der Zeit rechnet!
Es wird ja in einem Wasserkraftwerk auch nicht 100% der Wasserenergie gewonnen...ist es desswegen unökonomisch?

czech
08.12.2009 19:08
saubere energie

wenn ich energie verschwende, muss ich mehr davon aufbringen, das ist unökonomisch und geht dann immer zu Lasten einfacher aufzubringender energie (Atomstrom, Öl, Gas, ...)

ihre logik kann ich nicht nachvollziehen

rainer helmstreit
08.12.2009 19:16

wenn ich energie sauber in Überfluß erzeuge und das geht ganz ohne Öl oder Kohle oder Atom...dann kann ich auch energei verschwenden..
Die Natur verschwendet täglich Millionen an Gigawatt alleine durch die Gezeiten und der Mensch nützt sie nicht und von der Verschwendeten Sonnenenergie die nicht genutzt wird..so um die 1500 Watt/m2 am Tag wollen wir erst garnicht reden...

catfish eyes
12.11.2009 07:07
Erstes Wasserstoffauto??

Der erste Bus mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor fuhr in Österreich vor ca. 20 Jahren!
Alte Hüte, immer wieder neu verkauft...

czech
08.12.2009 19:23
da haben sie recht

wenn doch nur das "wenn" nicht wäre

nomad13
08.11.2009 21:42
Unwichtig

...die Zukunft gehört den E - Autos

http://www.firmenpresse.de/pressinfo74002.html

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