Test

Android 2.0 "gut, aber noch nicht perfekt"

4. November 2009, 10:56
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    Unterstützung für mehrere Accounts und die neuen Quick Contacts

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    Neue Kamera mit mehr Funktionen

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    Maps mit Layer

Das Betriebssystem bietet viele Neuerungen, in einigen Punkten muss jedoch noch nachgebessert werden, meinen Tester

Mit dem Motorola Droid, das in Deutschland unter dem Namen Milestone auf den Markt kommt, ist das erste Android-Handy mit Firmware-Version 2.0 erschienen. Die neue Version verspricht zahlreiche Verbesserungen und neue Features wie eine umfassendere Integration von Kontakten und Social Media, Exchange-Support, ein überarbeiteter Browser und eine neue Kamera-Applikation. Dennoch gibt es noch mehrere Kritikpunkte, die Google ausbügeln muss, meint Gizmodo im Test.

Oberfläche

Android 2.0 ist für größere Displays konzipiert und wurde dafür auch einer Schönheitskur unterzogen. Die Icons und Menüs sind polierter und die Icons wurden für die hochauflösenden Displays überarbeitet. Am Grundgerüst hat sich jedoch nichts geändert. Es gibt nach wie vor drei Home-Screens für Apps und Widgets, eine vom oberen Displayrand aufschiebbare Leiste für Benachrichtigungen sowie das am unteren Bildschirmrand angesiedelte Pop-Up-Menü mit sämtlichen installierten Apps und Games. Die Tester kritisieren die Oberfläche als etwas zu unübersichtlich. Durch die Benachrichtigungs-Leiste sei Multitasking auf den Android-Handys jedoch besonders einfach zu nutzen.

Usability

Die beste Verbesserung für die Usability seien die Universal-Suche und die Sprachkommandos. Allerdings funktioniere die Universalsuche nur für Apps, Kontakte, YouTube, Musik und das Web - E-Mails und Messaging seien davon ausgeschlossen. Die Sprachkommandos würden überraschend akkurat funktionieren. Gizmodo-Blogger Matt Buchanan stört sich in Punkto Usability jedoch daran, dass gewisse Aktionen in einer Anwendung nach wie vor nur über den Menübutton auszuführen sind. Android 2.0 bringt auch ein neues virtuelles Keyboard mit sich, das jedoch im Portraitmodus noch immer zu enge Tasten besitze. Mit der Multitouch-Unterstützung soll nun jedoch sichergestellt werden, dass beim schnellen Tippen mit zwei Fingern jeder Buchstabe erkannt wird.

Performance

Google hat Android 2.0 einen ordentlichen Performance-Schub verpasst, was vor allen beim Multitasking und bei Öffnen und Nutzen von Anwendungen zu bemerken sei. Buchanan kritisiert jedoch, dass Basis-Elemente der Benutzeroberfläche wie der Homescreen oder das Pop-Up-Menü oft nur verzögert reagieren. Seiner Meinung nach könne das nicht an der Hardware liegen - das Motorola Droid ist mit einem starken ARM Cortex A8-Prozessor ausgestattet.

Kontakte

Positives Feedback gibt es für die Unterstützung mehrerer Accounts in Gmail, für die Exchange-Unterstützung und die Integration von Facebook - Twitter wird noch nicht unterstützt. Allerdings können offenbar nur die Google-Kalender des Haupt-Gmail-Kontos mit dem Smartphone synchronisiert werden. Vom Facebook-Account können entweder alle Freunde oder nur jene übernommen werden, die auch in den Google-Kontakten zu finden sind. Auch das Adressbuch kann mit entsprechenden Facebook-Accounts synchronisert werden - bis auf einige Ausnahmen funktioniere die Synchronisierung sehr gut. Mit den Quick Contacts hat Google auch die Kontakt-Möglichkeiten erweitert. Ein Klick auf einen Kontakt öffnet ein kleine Leiste mit Icons für SMS/MMS, Telefon, E-Mail, Facebook oder Messaging.

Navigation

In Google Maps ist die größte Neuerung die Navigation, die nach dem Test-Urteil sehr gut funktioniere. Verwirrend sei jedoch, dass die Navi-Features sowohl in Maps integriert sind als auch über eine eigene App zugänglich sind. Auch die neuen Layer in Maps seien gewöhnungsbedürftig. Für jede Information werde ein eigener Layer angelegt - beispielsweise für Infos von Cafes in der Nähe und die Satelliten-Ansicht. Großer Minuspunkt ist laut Buchnanan, dass in der Maps-Anwendung nach wie vor kein Zwei-Finger-Multitouch-Zoom unterstützt wird.

Browser

Stark verbessert worden sei auch der Browser, der nun nach der Safari-Version vom iPhone der beste mobile Browser sei. Die Seiten würden sehr schnell aufgebaut und jede Website würde nun vollständig im Browser-Fenster angezeigt. Allerdings habe Google den Multitouch-Zoom auch für den Browser noch nicht aktiviert. Wieso Google hier hinterherhinkt sei unverständlich und an der "Freundschaft" zu Apple könne es ja nicht mehr liegen, meint Buchanan.

Kamera

Überarbeitet wurde auch die Kamera-Applikation. Sie unterstützt nun Fotolicht und bietet digitalen Zoom, Weißabgleich, verschiedene Effekte und Szenen sowie Macro-Fokus. Auf dem Droid habe die Kamera jedoch nur schlecht funktioniert. Ob das an der Software oder an der Hardware liegt, ist unklar.

Multimedia

Besonders schlechte Kritik stellt der Tester den Multimedia-Features aus, die sich auch unter Android 2.0 nicht verbessert hätten. Um Musikdateien auf das Handy zu spielen müssen man die Files entweder manuell in den Speicher des Telefons ziehen oder auf eine Sync-Anwendung eines Drittherstellers zurückgreifen. Auch dem Video-Player in der Galerie-Applikation stellt Gizmodo ein schlechtes Zeugnis aus.

Apps

Was Android laut Buchanan noch fehlt: die gleichzeitig Aktualisierung aller Apps und die Möglichkeit Apps am Google-Server zu speichern und somit auf einem anderen Smartphone wieder nutzen zu können. Zudem sei es unpraktisch, dass Games nur direkt am Telefon und nicht auf der SD-Karte gespeichert werden können, was sie im Umfang eingeschränke.

Fazit

Gizmodos Fazit fällt trotz einiger Kritikpunkte positiv aus. Multitasking funktioniere unter Android 2.0 exzellent. Die Google-eigenen Anwendungen seien die größte Stärke des Betriebssystems. Es sei zwar noch nicht so abgerundet wie iPhone OS, doch es werde schneller entwickelt als jedes andere System. Android besitze auf jeden Fall enormes Potential. (red)

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Posting 1 bis 25 von 65
1 2
Emanuel S.
00
5.11.2009, 11:48
Das beste Android phone bis jetzt

ist meiner Meinung nach das HTC Hero.

Hatte vorher das HTC Magic und das sind so die besten Neuerungen die mir aufgefallen sind:

* Multitouch (auch im Browser)
* Exchange Sync
* PDF lesen, Word/Excel lesen
* Facebook in Kontakt-App integriert (lädt auf Wunsch automatisch Updates/Bilder/Geburtstage von Freunden im Telefonbuch herunter)
* Facebook/Flickr Alben integriert in Fotoalbum
* Geniale Widgets/Apps von HTC


Außerdem
* 3,5mm Anschluss für Kopfhörer
* Lautsprecher um einiges besser

Elfmeter
00
4.11.2009, 22:34
Helft einem Nicht-Experten bitte!

Kann ein Android wie das von Motorola:
* mit Microsoft Exchange Daten synchronisieren (Mails, Adressen, Kalender)?
* Kann man pdf-Dateien öffnen und lesen?
* Kann man Excel,Word, PowerPoint Dateien öffnen bzw bearbeiten?

DANKE!

muss ich das verstehen?
00
5.11.2009, 09:24

geht zur Zeit mit dem htc hero scchon out of the box (hat die Versionn 1.5, aber von htc nachgebessert) - außer word/excel bearbeiten - hierfür sind kostenpflichtige zusatzprogramme notwendig. Macht aber auf dem kleinen Display rel weing Sinnn/Spaß.

carrozza
00
5.11.2009, 08:33
Das mach ich alles mit meinem HTC Magic

Ich nehme daher an, dass das aktuellere Motorola damit ebenfalls kein Problem hat.

dajonny
13
4.11.2009, 22:08

wow - ich kann Musik manuell in den Speicher des Telefons transferieren - warum soll das ein Minuspunkt sein? Sind die Itunesverwöhnten Kids nicht mehr imstande Mp3´s manuell zu verwalten (was meiner Ansicht nach gscheiter ist...)

Monopoly mit Hut
12
5.11.2009, 09:41

Ich glaube schlicht und einfach den Leuten nicht, die behaupten, ihre Musik- und Videosammlung manuell zu verwalten.

Musiksammlungen haben mittlerweile Umfänge von mehreren zig GB. Es geht hier um tausende Lieder. Von diesen passen meistens nur weniger auf die tragbaren Geräte, weil deren Speicher kleiner ist als die Festplatten der Computer.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand diese Datenmengen OHNE Hilfsprogramme verwalten möchte.

Meistens höre ich dann die Antwort: "Ich will ja eh nur immer die paar hundert Lieder hören." Vielleicht liegt das ja auch daran, dass KEIN Verwaltungsprogramm mit automatischen, sich ändernden Wiedergabelisten verwendet wird?

Und dann sind da noch Podcasts, Bilder und Diashows...

Sir Harry....
10
6.11.2009, 15:29

Abgesehen von der Tatsache, dass ich meine Listen auch manuell verwalte: für mich ist das wirklich kein KO-Kriterium: genau wie viele anderen, die im Smartphone mehr als Arbeitsgerät als eine Multimedi-Zentrale sehen.

Das ist wohl der wichtigste Punkt beim iPhone: es ist ein tolles Spielzeug, dass auch einige Arbeiten erledigen kann.

Ich persönlich sehe ein Smartphone in einer ganz anderen Rolle: genau wie viele anderen, die z.B. immer noch auf ihr Blackberry stehen.

Dem iPhone sieht man genau hier die Abstammung vom iPode an: denn was ist es denn sonst als ein Mediaplayer mit einer schlecht eingepflanzten Telefon-Funktion?

Und ich gehe davon aus, dass es über kurz oder lang auch ein Werkzeug zum Verwalten der Musiksammlung geben wird.

Applaus, Applaus.
10
5.11.2009, 10:38

hab ca. 120GB, 100% manuell verwaltet. hauptsächlich klassik, da interessieren mich dynamische listen und "charts" überhaupt nicht. es kommt nur auf eine gescheite ordnerstruktur an, das muss man sich halt *vorher* überlegen!

Orgonaut
00
9.11.2009, 13:01
„gescheite ordnerstruktur“

Ich frage mich halt warum man sich das heutzutage noch antun soll?

Beispiel: In iTunes brauche ich keine Ordner mehr, ich suche mir aus den Spalten Komponist, Werk usw. die klassischen Titel aus die ich jetzt hören will, aber ohne durch Ordner und Unterordner navigieren zu müssen.

Es geht dabei überhaupt nicht um Chart-Musik, sondern um einen leichten und schnellen Zugriff die Titel über deren unterschiedlichen Kriterien.

Applaus, Applaus.
00
9.11.2009, 15:19
"Ich frage mich halt warum man sich das heutzutage noch antun soll"

das funktioniert nur dann automatisch (mit itunes o.ä.) wenn man eine homogene quelle besitzt, um das mal so auszudrücken. aber wenn ein grossteil selbst gerippt, ein anderer teil elektronisch gekauft, von mehreren quellen, dann stimmen die tags nicht immer überein. es kommt so oft vor, dass einmal unter artist der komponist, ein anderes mal der dirigent eingetragen wurde. und das ist nur ein beispiel von vielen. ich korrigiere das nicht manuell, das würde zu lange dauern. wenn ich jetzt automatisch ordnen lassen würde, dann kommt natürlich blödsinn raus.
also -> manuell.

Monopoly mit Hut
00
10.11.2009, 11:08

ad "würde zu lange dauern":

* betroffene Lieder auswählen
* Informationen-Dialogbox aufrufen (cmd+i bzw. ctrl+i)
* Info korrigieren

In Verbindung mit automatischen Wiedergabelisten bekommt man außerdem sehr leicht eine Übersicht über alle ev. zu korrigierenden Liedern und kann sie dann in einem Rutsch bearbeiten.

Applaus, Applaus.
00
10.11.2009, 12:08

aber wozu? wenn ich etwas hören will, entscheide ich mich immer zuerst für den komponisten und der hat ein eigenes verzeichnis.
eine andere ordnung hat für mich keinen sinn. ich höre nicht an einem nachmittag alle stücke, die jemals von den wiener philharmonikern gespielt wurden, oder alles, was von barenboim dirigiert wurde.

btw: was ist eine automatische wiedergabeliste? jetzt muss ich mir schon anhören, was der puti mir sagt, oder wie? ;)

Monopoly mit Hut
00
11.11.2009, 08:00

Eine automatische Wiedergabeliste liefert eine Liste von Liedern, die bestimmten Kriterien gehorchen:

* alle Lieder eines Interpreten
* alle Werke eines Komponisten
* Lieder mit einer Bewertung von mehr als 3 Sternen, die in den letzen 4 Wochen nicht gespielt wurden
* Erscheinungsjahr zwischen 1965 und 1975
* gut für Nachvertonungen von Videos: Dauer < 3 min. und (Musikrichtung="Instrumental" oder Kommentar enthält "Untermalung")

Diese Wiedergabelisten dienen auch häufig zum Einschränken der Auswahl für andere Zwecke, z.B. die Nachvertonung von Videos. Wenn man nur irgendwas anderes tun möchte, als ein paar Lieder in genau einer Reihenfolge zu hören, dann erleichtern sie einem die Verwaltung der Lieder ungemein.

Anyuser
 
00
9.11.2009, 17:50

Ich korrigiere lieber einmal die Tags, anstatt Dateien mit inkorrekten Tags in eine Ordnerstrucktur einzupflegen und jedesmal von Hand darin suchen zu müssen. Das wäre mir einfach zu mühsam.

Applaus, Applaus.
00
10.11.2009, 09:42

ich muss nicht suchen.

Monopoly mit Hut
01
5.11.2009, 13:36

Und Dein tragbares Gerät hat auch genug Platz für die vollständige Musiksammlung? Oder, anders gefragt, nach welchen Kriterien kommen die Lieder von der Festplatte auf das Gerät?

Abgesehen davon willst Du ja wahrscheinlich auch die MP3-Tags verwenden, damit Du auf dem MP3-Player vernünftige Informationen angezeigt bekommst. Die wirst Du wohl auch nicht alle manuell bearbeiten, oder?

Und dann sind da noch Podcasts, Bilder und Diashows...

Applaus, Applaus.
00
5.11.2009, 20:42

> Und Dein tragbares Gerät hat auch genug Platz
nein

> welchen Kriterien kommen die Lieder von der Festplatte auf das Gerät
per drag&drop, je nach lust u. laune

>auf dem MP3-Player vernünftige Informationen angezeigt
klar, funktioniert.

>Die wirst Du wohl auch nicht alle manuell bearbeiten, oder?
nein, ein ordentlicher ripper macht das automatisch.

> Und dann sind da noch Podcasts, Bilder und Diashows...
das verwende ich nicht.

Hansi müller3
10
5.11.2009, 11:41
Wenn sie schon 120 Giga Byte Musik haben wiewiele Tera Byte groß ist dann ihre XXX Hans Moser Sammlung

Applaus, Applaus.
01
5.11.2009, 20:45

keine videos. die musi ist auch nur deshalb so gross, weil ich flacs, oggs und mp3s gleichzeitig auf der platte habe, die flacs(-> lossless, d.h. ja, ich habe die original-cd's) nehmen den grössten platz ein.

Para Dox
00
5.11.2009, 10:14

Ich verwalte meine Musiksammlung und meine Bilder manuell. Man muss sich halt eine vernünftige Ordnerstruktur erstellen und diszipliniert vorgehen.

Monopoly mit Hut
01
5.11.2009, 13:50

Ich hab auch eine vernünftige Ordnerstruktur. Bei meinen Bilder ist das aber eine Bilddatenbank (Aperture), in der die Bilder nach verschiedenen Kriterien abgelegt sind.

Genau dort und nur dort werden Bilder bearbeitet, kategorisiert und bewertet. Wenn die Bilder bestimmten Kriterien entsprechen (Bewertung, Zeitraum, Album, Stichworte), dann werden sie automatisch auf iPod/iPhone übertragen.

Das hat den Vorteil, dass ich nur an EINER Stelle definieren muss, was mit den Bildern geschehen soll. Ich muss mich auch nicht um Kopien kümmern oder die Bilder neu skalieren. Ich halte das für einen Vorteil gegenüber einer normalen Ablage im Dateisystem und manuellen Verwaltung.

Funk1
10
5.11.2009, 08:58
100% agree

Die auto synchro funktion von itunes nervt ungemein

Orgonaut
00
9.11.2009, 13:02
Vielleicht solltest Du Dich mit der Funktionsweise vertraut machen.

NoComment
01
5.11.2009, 10:36

wie wär's mit abschalten der funktion?

Kris99
00
4.11.2009, 23:21
na wenn man alles direkt in den "eigenen Dateien" ablegt

und sich keine Gedanken mehr über eine vernünftige Ordnerstruktur macht wird's schwierig...

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