GM-Opel - Ein Glück für (fast) alle

KrisenFrey, 4. November 2009, 09:09
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Der Verkauf von Opel an Magna war von Anfang ein Irrweg, der alle Beteiligte in eine schlechte, vielleicht katastrophale Lage geführt hätte

Die Entscheidung kam nicht wirklich überraschend, zumindest nicht für die Leser dieses Blogs. Der Verkauf von Opel an Magna war von Anfang ein Irrweg, der alle Beteiligte in eine schlechte, vielleicht katastrophale Lage geführt hätte.

GM hätte die Kontrolle über Opel verloren, Magna wäre an der Aufgabe wahrscheinlich gescheitert und hätte die Auftragsausfälle der anderen Autobauer kaum verkraftet, die Sberbank war ohnehin nie wirklich interessiert, und der deutsche Steuerzahler hätte Milliarden in ein schwarzes Loch geworfen. Der Verstoß gegen EU-Wettbewerbsregeln hätte dem Protektionismus in Europa Auftrieb gegeben.

Ja, es wären weniger Opel-Arbeitsplätze verloren gegangen, aber eine langfristige Absicherung hätte der Magna-Deal auch den Opelianern nicht gebracht.

Selbst Angela Merkel muss froh sein, dass ihr irrsinniges Eintreten für Magna gegen jede betriebswirtschaftliche Vernunft nicht von Erfolg gekrönt ist. Denn sie wäre am Ergebnis gemessen worden, und das wäre bald für sie noch viel schmerzhafter gewesen als die jetzige Blamage.

Zum Glück hat GM noch rechtzeitig die Reißleine gezogen. Aber die Opel-Saga ist noch lange nicht vorbei. Denn nun muss GM mit Milliardenspritzen eine Tochter am Leben erhalten, für die es eigentlich nur einen vernünftigen Weg gibt: die rasche Insolvenz.

Zur Erinnerung: Es gibt in der weltweiten Autoindustrie ungefähr 30 Prozent Überkapazitäten, in Europa noch mehr. Allein durch Stellenstreichen und Werkschließungen lässt sich das nicht bereinigen, ein oder mehrere Autohersteller müssen früher oder später vom Markt verschwinden.

Opel ist von den Massenherstellern der schwächste. Sein subventioniertes Überleben macht es den anderen Autobauern schwerer, gewinnbringend zu arbeiten und ihre Arbeitsplätze zu sichern.

Eine Insolvenz ist politisch allerdings nicht durchsetzbar. Also muss GM versuchen, zumindest ganze Werke zu schließen (Brüssel und Bochum zum Beispiel), und die Kosteneinsparungen dazu verwenden, um in einen technologischen Sprung zu investieren. Dabei müssen die Amerikaner mit einem wütenden Betriebsrat und verärgerten deutschen Politikern fertig werden. Keine leichte Aufgabe.

Die Verantwortung für die Misere tragen die deutschen Politiker wie Merkel und Hessens Ministerpräsident Roland Koch  Regierung, die den Opelianern bisher nie reinen Wein eingeschenkt hat und ihnen eine halbwegs rosige Magna-Zukunft vorgegaukelt hat.

Jetzt haben sie eine Chance, dies wieder gut zu machen: Indem sie ihren Ärger hinunterschlucken und GM die radikale Sanierung durch ständige Proteste nicht noch schwerer machen.

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2
th004900
 
00
9.11.2009, 11:10
Was soll dieser Blödsinn !!!???

Der Inhalt dieses Geschmieres ist ja pure Unterstützung für Spekulanten und Vertragsbrecher. Da kann man ja direkt den Eindruck gewinnen, dass der Autor Folgendes auf seine Fahnen geschrieben hat: "Lügt, führt an der Nase herum oder betrügt vielleicht sogar - aber lasst Euch dann bejubeln (aber zahlt Entsprechendes dafür)." Schäbigst zum Quadrat.

lesendenkenbeitragen
00
5.11.2009, 16:44
Strohsack als Strohmann?

lange Zeit habe ich darüber gegrübelt, wie ein so realistisch denkender Konzern wie Magna wirklich daran glauben kann, Opel ohne radikale Maßnahmen zu sanieren. Jetzt erscheint mir alles viel logischer. Nehmen wir einmal an, ein Unternehmen hilft seinem mit Abstand größten Kunden bei der überbrückung eines Zeit- und Handlungsproblems, man kann schwer in den USA und Europa gleichzeitig ein Insolvenzverfahren abwickeln, aber nach erfolgreiche Schröpfung der amerikanischen Steuerzahler kann man gestärkt sich nun an die vergleichweise harmlose Aufgabe machen, die europäischen Steuerzahler zur Entschuldung zu verwenden. Da ist doch eine gewisse Logik drinnen? Und die EU (siehe Länderreaktionen) unterstützt das blendend.

romantschi
00
5.11.2009, 13:07
das auch noch...

Mag sein dass sich die deutsche Politik geohrfeigt vorkommt... was aber bis dato kaum thematisiert wurde ist wie das wohl Freund Putin aufnehmen wird der schließlich eine der treibenden Kräfte hinter dem Magna-OPEL-Deal war...
Die weltfremden GM-Manager meinen nun das Magna-Konzept zur Sanierung großteils einfach zu kopieren wird schon reichen - und den russischen Automobilmarkt wollen sie bei der Gelegenheit auch gleich erobern - so wie von Magna angepeilt.
Was die Weichbirnen dabei vergessen ist dass sich der Vladimir nicht gerne in die Suppe spucken läßt - auf die Reaktion dürfen wir alle gespannt sein. Mich würde es aber nicht wundern wenn GM vom russischen Markt verschwinden würde. Das Werk in St.Petersburg wird wohl der Anfang sein.

romantschi
00
5.11.2009, 12:54
noch was...

das OPEL weltweit nicht mehr Autos verkauft liegt nicht zuletzt an GM, die neben ihrer verfehlten Modellpolitik (spritfressende Riesekisten bis zuletzt) OPEL auch den Marktzugang in den USA, Asien und der ehemaligen Sowjetunion verwehrt haben...
Wenn sich hier nichts ändert wird OPEL leider mit GM untergehen...
GM ist in den USA je de facto verstaatlicht, aber ewig wird auch die Obama-Administration nicht Geld reinbuttern wollen... vielleicht hätte das die Merkel kurzfristig auch mit OPEL machen sollen, aber da hätte sich sicher wieder die EU wichtig gemacht...
Dank der Neelie Kroes haben die Amis ja erst eine Chance gesehen sich OPEL doch noch zu behalten...

romantschi
01
5.11.2009, 12:39
Was für ein Schwachsinn...

Hab wirklich selten so einen Blödsinn auf dieser Seite gelesen... gebe aber zu KrisenFrey geb ich mir üblicherweise nicht.
Von wegen GM muß OPEL am Leben erhalten obwohl rasche Insolvenz angesagt wäre...
In diese Lage ist OPEL ja nur wegen dem Mißmanagement der Weichbirnen bei GM gekommen...
Jahrelang ausgeblutet um die amerikanischen Sozialleistungen und Abfindungen beim "gesundschrumpfen" in den USA etc. zu finanzieren. (am Ende fast mehr Pensionisten als produktive Arbeiter - für die wohlgemerkt auch die Krankenversicherung zu berappen ist)
Vielmehr haben die GMler scheinbar erkannt wir ausweglos die Lage nach dem Neustart in USA ist und dass sie ohne die deutsche Technologie noch schneller dem Untergang geweiht sind...

mstislav raskachlovitsch
00
5.11.2009, 08:23
ich würde meinen.....

...dass hiemit das "ewige Duell" GTI vs. GTE/GSI nun auf wundersame Weise seine Endlichkeit erfahren hat.....Partystimmung bei VW ist angesagt!

systemfehler1
00
5.11.2009, 06:01
Die Wahrheit, so sagen zumindest

die wirklichen Experten. liegt in der Erkenntnis GMs, ohne die Opel Kleinwagen-Technologie nicht überleben zu können.
Das heißt nicht, dass Opel überleben wird - was ich persönlich bezweifle.

planck
01
5.11.2009, 00:43
sehr schwache Analyse

- GM ist KEIN Glück für Opel. GM hat Opel in den 90ern verhungern lassen.

- die Auftragsausfälle der anderen Autobauer kommen für Magna so oder so bzw sind schon da. (wegen Technologietransfer? Was wäre da neu? Haben schon zuvor alle bei Magna fertigen lassen).

-

materazzi
00
4.11.2009, 23:08

Bei den anderen Hersteller (VW und Co) müssen die Sektkorken knallen. Ein Autohersteller, der von einer unfähigen Mutter geleitet wird und diese eine Fehlentscheidung nach der anderen produziert behält Opel. GM ist Pleite und nur durch Staatshilfen gerettet worden (ein Faß ohne Boden). Keine Zukunftsmodelle, keine Inovationen. Nichts und nochmal Nichts! Mit Magna wäre noch was gegangen, aber jetzt !!!!!!

FSK
01
4.11.2009, 21:48
Dass Politiker am Ergebnis gemessen kann wohl nicht stimmen.

Nick Tameer
13
4.11.2009, 19:51

Ich bin fast geneigt, zu vermuten, dass in Wahrheit weniger GM als Magna die Reißleine gezogen hat. Dieser ungewöhnliche Austausch von Freundlichkeiten angesichts des geplatzten Deals kommt mir jedenfalls seltsam vor.

Sabine Werner
00
5.11.2009, 08:41

Dann sind sie wohl rechtzeitig von Bord gegangen, ich an Stronachs Stelle wäre froh, diesen Deal los zu sein.

Mike Freeman
01
4.11.2009, 19:24
Opel mag zwar der von den Massenherstellern der schwächste sein aber …

… GM hat über eine verfehlte Produktpolitik die schlechtere Marktposition als Opel. Den reinen Gesetzten von Angebot und Nachfrage folgend müsste eigentlich GM vom Markt verschwinden.

Die Verantwortung für die Misere liegt also bei einem verfehlten Management seitens GM die sie an der europäischen Tochter schadlos halten will anstatt die Konsequenzen aus nicht marktfähigem handeln zu ziehen.

Pro Freistaat Kärnten!
 
01
4.11.2009, 19:14
GM verzichtet also auf den Erlös eines Verkaufes

damit Magna sich nicht übernimmt, die deutschen Steuerzahler nicht zur Kasse gebeten werden und Deutschland kein Problem mit dem Wettbewerbsrecht bekommt.

So ein Glück, dass GM selbstlos "die Reissleine gezogen" hat ....

Oder GM ist aufgegangen, dass Opel wie andere deutsche Autobauer den Amerikanischen Markt mitaufmischen könnte, bei geschickter Strategie..


Säure- und hitzebeständiges Archaebakterium
28
4.11.2009, 17:37
Ärgerlich!

[...Magna wäre an der Aufgabe wahrscheinlich gescheitert...]

Ohne jeden Beweis, einfach so in die Welt hinein fabuliert, ein obskurer Gedankenfurz, im Stile besten Boulevardjournalismus!

Wie hoch ist das Zeilenhonorar?

Hans Müller1
 
00
4.11.2009, 22:15
Das wurde doch schon hundertmal durchgekaut warum

die Übernahme durch Magna überhaupt keinen Sinn macht...

Radi Ator
02
4.11.2009, 17:31
hätte,könnte,wäre

was wäre ein blog schreiber ohne konjuntiv ;-) arbeitslos?

Hans Müller1
 
05
4.11.2009, 15:14
Die Verantwortung trägt nicht Merkel sondern der Wähler

der es Politikern unmöglich macht eine Wahl zu gewinnen wenn sie nicht Mrd EUR in einem langfristig nicht zu rettenden Betrieb versenken (zur "Arbeitsplatzsicherung").

Wenn das von Merkel von Anfang an so geplant war wie jetzt herausgekommen dann kann man nur sagen "Hut ab"

soseies
00
5.11.2009, 07:50

"Wenn das von Merkel von Anfang an so geplant war wie jetzt herausgekommen dann kann man nur sagen "Hut ab"

aha...(geplant?) vor dem wähler (opelarbeiter) vor der wahl auf dicke hose machen...miliarden steuereuros versenken...und dann den wähler (opelarbeiter) nach gewonnener wahl im regen stehen lassen...anstatt dem wähler (opelarbeiter) vor der wahl reinen wein einzuschenken und den staatshaushalt zu schonen....nötigt ihnen respekt ab...

sie sind politiker....oder...

flotter denker
00
4.11.2009, 15:36
Fuer Merkel ist das einfach super

Denn jetzt muss sich wer anderer mit den Betriebsraeten rumschlagen.

Säure- und hitzebeständiges Archaebakterium
26
4.11.2009, 14:49
Dieses Pamphlet hat nicht mit seriösem Journalismus zu tun,

sondern zählt zu den seltsamen Absonderungen eines unterbelichteten Posters...

Diesen Posten bitte ersatzlos streichen!

und überhaupt ...
05
4.11.2009, 14:45
Und was soll GM bringen?

Ich kann die Magna-kritische Haltung nicht nachvollziehen. Dass GM unfähig war die europäischen Tochterunternehmen zu steuern ist amtlich. Dass GM nicht einmal den US Markt unter Kontrolle zeigen die Geschäftszahlen. Dagegen ist die "Überforderung" Magnas Spekulation. Genauso kann man die unbestreitbaren Verbindungen des Magna Konzerns in die Autoindustrie als ideale Basis für Kooperationen sehen. Und mit diesen Kooperationen fällt und steht bekanntlich jeder Automobilkonzern.

tramezzino
11
4.11.2009, 14:12
theoretisch

ist volvo, saab ebenso überflüssig. im vergleich dazu ist opel ein riese.

Dominik Klinger
12
4.11.2009, 15:21

VOLVO ist alles andere als überflüssig!
Der Volvo V70 etwa gehört wohl zu den besten und robustesten Autos, die je produziert wurden.

gk76
00
5.11.2009, 07:40
robust mag sein

aber zu den besten kann kein Volvo gehören, da die Motoren nicht effizient genug sind

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