Streiks im öffentlichen Dienst

03. November 2009 19:38

Kampf für mehr Geld und feste Arbeitsverträge eineinhalb Monate vor Präsidentenwahl

Santiago de Chile - Eineinhalb Monate vor der Präsidentenwahl in Chile sind am Dienstag tausende Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für mehr Geld und feste Arbeitsverträge in den Streik getreten. Die Gewerkschaften fordern die Übernahme aller Angestellten in den Staatsdienst sowie 8,0 Prozent höhere Bezüge. Die Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet hat 2,5 Prozent mehr Geld angeboten.

Zudem setzten die Lehrer an den öffentlichen Schulen ihren vor eineinhalb Wochen begonnenen landesweiten Streik fort. Da es bereits der dritte Ausstand der Lehrer seit Jahresbeginn war, drohte den Schülern der Verlust des Schuljahres. Die Lehrer fordern die Begleichung einer "historischen Schuld", die sie auf etwa 1,335 Milliarden Dollar (890 Millionen Euro) schätzen.

Dabei handle es sich nicht um einen Rechtsanspruch, sondern um eine "moralische" Schuld. Sie sei entstanden, weil die Lehrer von einer Anhebung der Gehälter im öffentlichen Dienst während der Pinochet-Diktatur (1973-1990) ausgenommen worden waren. (APA)

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