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Lehrende werden im Protest aktiv

3. November 2009, 17:49

Vor allem prekär Beschäftigte organisieren sich zunehmend in den Besetzungen

In den Uni-Besetzungen treten nun Lehrende mit ersten Aktionen in Erscheinung. Auf einer Solidarisierungsliste haben bereits über 400 Lehrende unterzeichnet.

"Die Lehrenden, die sich aktiv beteiligen, sind sehr dankbar" , dass die Proteste von Studierenden losgetreten worden sind. "Insgesamt gibt es sehr viele überschneidende Interessen", meint ein engagierter Lektor der Uni Wien.

"Diese Bewegung wird von den Studierenden getragen. Die Kunst ist es, sich mit ihnen solidarisch zu verhalten, aber zugleich sich nicht draufzusetzen", beschreibt Thomas Schmidinger, Lektor am Institut für Politikwissenschaft, die Rolle der Lehrenden im Idealfall. Als Präsident der "IG Externe LektorInnen" , die sich rasch mit den Audimax-Besetzern solidarisierte, organisierte er das erste Lehrendenvernetzungstreffen mit. "Professoren sind die noch zögerlichste Gruppe", erzählt er. Am meisten würden die protestieren, die in den schlechtesten Arbeitsverhältnissen stünden. "Sie fühlen sich mitbetroffen", erklärt Max Preglau, Soziologieprofessor in Innsbruck.

Leidensdruck und Risiko

Diese hätten den größten Leidensdruck, aber auch mehr Risiko, wenn sie sich zu weit hinauszulehnen: "Es gibt Angst, die zu vorauseilendem Gehorsam führt", weiß Schmidinger aus Gesprächen mit Betroffenen. "Ich stehe auf der Abschussliste ganz oben und kann es mir nicht leisten, an vorderster Front einzutreten", beklagt eine Dozentin der Uni Wien, die sich gerne mehr engagieren würde.

Preglau sieht das Lehrendenengagement insgesamt noch zurückhaltend und passiv: "Resignation spielt eine Rolle." Er schätzt, dass sich etwa 25 Prozent nichts von den Protesten versprechen. Ein weiterer Grund, warum man inaktiv bleibt: "Viele haben sich mit den Strukturen arrangiert."

Preglau selbst hat die Solidaritätsliste unterzeichnet, denn: "Für mich ist in den letzten Jahren einiges kumuliert. Ich war immer ein entschiedener Gegner der neuen Management-Universität."

"Aktiver Streik"

Schmidinger sieht auch den Senat und Betriebsrat gefragt. Offizielle Strukturen bräuchten immer lang, um zu reagieren, er glaube aber an eine grundsätzliche Sympathie für die Bewegung, die schließlich die gröbsten Missstände aufzuheben sucht.

In Wien arbeiten sechs Lehrenden-Arbeitsgruppen. Ziele sind etwa, engen Kontakt zwischen den studentischen Besetzern und den solidarischen Lehrenden herzustellen und ein eigenes Positionspapier zu formulieren. Die Gruppe "Squatting Teachers" baut in besetzten Hörsälen einen alternativen Vorlesungsbetrieb auf. Das Label: "Aktiver Streik". "Auch während der Besetzung passiert viel intellektuelle Arbeit", sagt eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Philosophie der Uni Wien. (Julia Grillmayr, Tanja Traxler/DER STANDARD-Printausgabe, 4.11.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Farinelli
12
4.11.2009, 13:38

Die Zeit ist auch für Arbeitslose gekommen!
Beteiligt euch beim "gewaltlosen" Widerstand und nehmt an den verschiedenen Veranstaltungen teil!
Diese unmenschliche Arbeitsmarktpolitik macht euch/uns, auch rechtswidrig, zu billigst ArbeiterInnen ohne "Rechte"! Konstruiert wird diese Politik von der "faschistischen" Industrieellen-, Wirtschaftspartei ÖVP!
Ihr Klientel/Elite braucht "moderne Sklaven" um ihren Wachstum zu sichern!
Arbeitslose sind nur Mittel zum Zweck, um ArbeitnehmerInnen zu entrechten / sie auszubeuten! - "Das zu Grunde gehen vieler arbeitsloser Menschen ist politisch gewollt und wird bewusst herbei geführt/praktiziert" = Strategie!
Wir müssen aufstehen und unseren Selbstwert wieder instand setzen!
(Da die SPÖ, an der sozialen

wombat007
60
4.11.2009, 17:43
Linkes Pack!

Radio Eriwan
00
7.11.2009, 19:28
Meinen Sie Schmied mit ihrer Zentralmatura als die Lösung aller Probleme?

mineraloge
32
4.11.2009, 13:32
Warum studieren so viele dasselbe?

Es ist ja allgemein bekannt, dass bestimmte Studiengänge wie z.B. BWL, Medizin, Jus sehr viele Studenten haben, während andere, wie z.B. Slawistik, Bergbau oder Toningenieurwesen Orchideenfächer sind. Insgesamt gäbe es sicher genug Studienplätze für alle, wenn sich die Studenten gleichmäßiger über alle Studiengänge verteilen würden. Zur Lösung des Problems ist es wichtig, dass Universitäten stolz ihre Orchideenfächer bewerben und nicht so sehr ihre Massenstudiengänge und dass die AHS-Lehrer ihre Schüler besonders auf die ausgefalleneren Studiengänge hinweisen.

Bran Van
01
5.11.2009, 13:09

weil ich lieber mediziner bin als studierter blockflötenspieler ( ja das gibts auch ) weil es da wieder um ansehen und gesellschaft und geld usw geht bla bla

Bartenfink
00
4.11.2009, 14:41

Slawistik können in IBK ganze 50 Personen beginnen, dann ist der Sprachgrundkurs, der jährlich angeboten wird, voll. Bekommens da keinen Platz, brauchens für die Studieneingangsphase schon mindestens 3 Semester.

hcl
01
4.11.2009, 14:35

Oder man stellt die Massenfächer einfach einmal auf dasselbe Niveau um, das beispielsweise in den naturwissenschaftlichen Fächern und sicher auch in vielen "Orchideenfächern" (nebenbei gesagt: Ich hasse dieses Wort) gang und gäbe ist. Dann hat sich die Überfüllung ganz schnell einmal erledigt.

Karl-heinz Grill
10
4.11.2009, 12:50
soll doch die "wirtschaft"

den unis die absolventen abkaufen!

Max Watzenböck
 
01
4.11.2009, 12:29
http://www.economyaustria.at/bildung/w... rnet-kommt

Das MIT bietet 1800 Lehrveranstaltungen im Internet an. Einige davon werden in Ö. in wesentlich schlechterer Qualität - oder gar nicht - angeboten. Österreichische Lektoren sollten das MIT-Angebot aufgreifen, bei Verständnisproblemem unseren Studenten Nachhilfe erteilen, Bologna-gültige Prüfungen abnehmen und schwächere MIT-Module durch bessere ersetzen.

wombat007
322
4.11.2009, 10:52
Ich habe

in Mindestzeit studiert und es gab auch nicht immer genug Plätze bei Praktika, geschweige denn bei Vorlesungen oder Seminaren.
Man muß halt früher da sein als andere und beständiger insestieren als andere.
Auch das ist eine Lebensschule.
Ich verstehe zwar die Anliegen der Studenten teilweise, dies aber auf Kosten von Lehrzeit durchsetzen zu wollen ist mir unbegreiflich.
An erster Stelle muß der Lernerfolg stehen, dann der Rest.
Aber diese Berufsprotestierer mit langen Haaren und eigenartiger Kleidung bringen es sowieso nicht zum Abschluß, geschweige denn zu hochbezahlten Jobs.
Besser schnell Studieren, als ewig protestieren-fürs Stammbuch der linkslinken Berufsstudierer!

melora
00
9.11.2009, 09:43
"... Berufsprotestierer mit langen Haaren ..."

Sind Sie in den 68ern stecken geblieben? ;-)))

dlang
04
4.11.2009, 15:05

... somit haben Sie sich aller Klischees bedient, die man nicht unbedingt von einem Akademiker erwartet hätte, sondern viel eher von einer bildungsferneren Schicht...

Dabei bemerken Sie in Ihrem hochbezahlten Top-Job garnicht, dass die wirklich "erfolgreichen" Wirtschaftsmänner - also diejenigen, die nicht durch Freunderlwirtschaft zu ihren Jobs gekommen sind - fast ausnahmslose solche Nicht-Mitschwimmer-Typen waren!

wombat007
20
4.11.2009, 17:35
Im Gegensatz zu Ihnen

habe ich mit solchen Leuten, die sie als Nichtmitschwimmer titulieren-täglich zu tun.
Sie dürfen mir glauben, dass selbige sehrwohl rein erfolgsorientierte Studenten waren-und dies ausnahmslos.

*Herr der Fliegen
 
00
6.11.2009, 10:53
Denen den Kaffee bringen kann ja nicht die Erfüllung aller Träume sein

cannery row
11
4.11.2009, 15:14
na..

daran sieht man doch wieder, dass die verbindung klischeedenken-bildungsferne schichten eine herbeigeschriebene ist.

ja aber
03
4.11.2009, 14:54
ja nie aufregen, immer kuschen

so kommt die oesterreichische mittelmaessigkeit und das mitlaeufertum zustande. fortschritt sieht anders aus.

wombat007
10
4.11.2009, 17:36
Der Fortschritt

ist im eigenen Erfolg zu suchen.
Nicht in Lagermentalitäten, die im Audimax zu finden sind.

Gott sagt: Nietzsche ist tot
02
4.11.2009, 14:41
Was ist "insestieren" ?! Meinten Sie "insistieren"?

Was haben Sie bitte studiert und wie sind Sie zu Ihrem Abschluss gekommen? Baumschule als Lebensschule?

Überdies ist "beständig insistieren" ein Pleionasmus. Latein bildet und Fremdwörter sollte man nur dann einsetzen, wenn man über ihre Bedeutung weiß!

Eine Lebensweisheit von mir für Ihr Stammbuch: Im Klugsche*ß-Modus ist äußerste Vorsicht geboten, sonst bestraft Sie das Leben.

wombat007
10
4.11.2009, 17:38
Ich bin Techniker der Montanuni

Erzählen sie den arbeitslosen Philosofiestudenten über ihre Erfahrungen in der deutschen Sprache, ich verdiene währenddessen lieber einige Tausender.

niewieder nett
 
01
7.11.2009, 13:31

sie fahren eine harte schiene. ich - pädagogik studentin - verdiene tatsächlich schlecht aber wo in der sozialen arbeit verdient man schon gut? was mich bei menschen wie ihnen wundert ist: ich vergönne auch euer ganzes geld. ich vergönne euch auch euren "erfolg". wieso aber müssen jene - wie sie - die ja glauben besser dazustehen immer auf leute wie mich runterhacken? ich denke sie fühlen sich gut mit ihrer kohle und ihrem ansehen - wieso dann auf andere hinpecken? ich kümmere mich lieber um flüchtlinge als irgendwas mit öl zu tun zu haben. nie würde ich mit menschen aus dem business täglich verkehren wollen. ich bin dankbar dass jemand die depate hackn macht.

unabomba
02
5.11.2009, 13:31
herr kommissar hahn

sagen's endlich was!!! verdienen sie weniger als der gelernte starkstrommonteur mit abend-htl aus dem energie-kommissariat?

RisusSardonicus
 
02
4.11.2009, 14:12
Wenn sich jeder auf die Zehen stellt,

sehen nachher alle gleich viel wie vorher...

wombat007
30
4.11.2009, 17:39
Dabb steigen sie denen halt drauf!

Erfolg ist machbar, glauben sie mir!

ulkike
00
5.11.2009, 14:52
Wombat = Plumpbeutler

Erdabbt, wombat007 (ätsch) :-))

http://de.wikipedia.org/wiki/Wombats

knutrecht
23
4.11.2009, 13:44

ja, und ich nehme an, dass Sie neben dem Studium auch noch Zeit hatten bei einer Burschenschaft Erfahrungen zu sammeln und die eine oder andere Mensur zu fechten.

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