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Stell dir vor, das Audimax der Uni Wien ist besetzt - und keiner von uns geht hin: In diesem Punkt sind sich Werner Faymann (re.) und Josef Pröll jedenfalls einig.
Minister Mitterlehner, übernehmen Sie! Unter diesem Motto wurde Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Dienstag im Ministerrat dazu auserkoren, für die Regierung eine mögliche Schneise aus der Uni-Misere zu schlagen. Er soll herausfinden, ob Investitionen in die Infrastruktur der Universitäten "umgeschichtet" , also vorgezogen werden können, sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) im Pressefoyer nach dem Ministerrat.
Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) sprach von einer etwaigen "neuen Prioritätenreihung" von Bauvorhaben über die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die den Unis Erleichterung verschaffen sollen.
Zusätzlich beschloss der Ministerrat, dass das Uni-Budget bis 2020 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (und damit auf EU-Standard) ansteigen soll. Exakt das hat der Nationalrat bereits im November 2007 in einem Allparteienbeschluss beschlossen. Das wäre ein Zuwachs von etwa einer Milliarde Euro (in Summe 3,5 Milliarden Euro), wie von Rektorenchef Christoph Badelt im Standard bereits vorgerechnet worden war.
Zu den Punkten, in denen sich Faymann und Pröll einig waren - die Studiengebühren sind da sicher nicht dabei -, gehört, dass sie den Audimax-Besetzern nach wie vor den Verhandlungstisch - und zwar den bei Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) - ans Herz legen, aber bitte auch nur eine überschaubare Gesandtschaft, die die Interessen der anderen vertritt.
Traute Einigkeit mit sorgfältiger sprachlicher Differenzierung demonstrierte die rot-schwarze Spitze auch bei der Frage des Uni-Zugangs. Faymann bekräftigte sein Bekenntnis zu "Zugangsregelungen" , Pröll seines zu "Zugangsbeschränkungen" . Dass der Kanzler ausgerechnet die Fachhochschulen als "gutes Beispiel" für eine "funktionierende Regulierung" des Zugangs nannte, hörten Pröll und Hahn sicher mit Vergnügen. An den Fachhochschulen sind Aufnahmeverfahren Standard, und sie haben das, was die Rektoren für die Unis längst fordern: Studienplatzfinanzierung. Was voraussetzt, dass man auch sagt, wie viele Studienplätze man anbieten will.
Zur Bau-Vorzieh-Idee sagte Rektorenchef Badelt zum Standard: "Das greift ein dringendes Problem der Unis auf, auch wenn es nichts an den qualitativen Betreuungsverhältnissen ändert - aber unter den räumlichen Bedingungen leiden die Studierenden natürlich auch." Vorziehen würde den Unis "sehr helfen, weil wesentlich mehr Bauprojekte in der Pipeline sind, als im Augenblick finanziert sind."
Das ist der wunde Punkt. Vorziehen schön und gut. Vorziehen kann man alles - wenn man es auch zahlen kann. Und frisches Geld hat die Regierung den Unis am Dienstag ja nicht zugesagt. Keinen Euro.
Zuerst zahlen, dann vorziehen
"Vorziehen von Bauprojekten geht nur, wenn die Ressorts auch bestellen" , erklärte dazu Ernst Eichinger, Sprecher der BIG, die alle großen Bauvorhaben der Republik plant, organisiert und durchführt. Anders formuliert: "Bei allen Projekten - unabhängig von technischen oder anderen Notwendigkeiten - geht es letztlich darum, wie das finanziert werden kann."
Im Falle der autonomen Unis heißt das, dass diese in ihrem Budget das Geld für BIG-Bauprojekte haben müssen, damit die BIG überhaupt tätig wird. Die Unis zahlen die Investitionen, die die BIG über Geld vom Kapitalmarkt vorschießt, langfristig über Mieten zurück.
Konkrete Bauvorhaben, die man beschleunigen könnte, gäbe es genug: Zum Beispiel die Generalsanierung der Akademie der bildenden Künste oder der TU Wien. "Ein Riesenprojekt" , so Eichinger im Gespräch mit dem Standard. Tatsächlich aber stocken die Planungen dafür immer wieder "wegen fehlender Details" . Ein nicht unwichtiges: Geldmangel. Eichinger: "Wenn unser Partner TU sagt: ‚Wir haben die Summe XY‘, da könnten wir schon kräftig Gas geben."
Die monetäre Handbremse aber hat die Regierung (noch) nicht gelöst. Und ohne Geld kein Gas. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 4.11.2009)
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FH-absolventen gut für den arbeitsmarkt und die anforderungen der wirtschaft vorbereitet sind. für die AKTUELLEN.
die ändern sich bekanntlich dauernd, und immer schneller - und die eigenen kompetenzen müssen da mitwachsen. sehr sehr viele FHler sind dafür meiner meinung nach viel schlechter vorbereitet als uni-absolventen. nicht weil sie weniger lernen isv von fakten büffeln - ganz im gegenteil. sondern weil sie nicht lernen, sich auf der basis einer breiten bildung das wissen das man braucht selbständig anzueignen.
abgesehen davon dass die FHs viel teurer sind als unis.
Exakt. Außerdem zeigt die Tatsache dass Uni-Absolventen mehr verdienen als vergleichbare FH-Absolventen dass Uni-Absolventen auch für den aktuellen Arbeitsmarkt besser vorbereitet sind. Sie sind einfach viel selbständiger und können deshalb höher einsteigen, siehe Interviews mit Personalern auf derstandard.at
könnte jetzt auch an einer gewissen resistenz der hiesigen personalern liegen. mal schauen in 10 jahren. da dreht sich einiges, diese klassische "uni-ist-alles-rest-is-mist" ansicht dreht sich ja bereits jetzt im ausland. bildung lässt sich schwerer kategorisieren als noch vor 30 jahren.
Ganz meine Meinung. Deswegen wärs ja auch am besten, wenn die Unis nicht mit Steuergeld, sondern rein mit Studiengebühren finanziert werden.
Ich würds aber auch verstehen, wenn der Staat sagt, er absolviert in bestimmte Studienrichtungen, weil er dann im Gegenzug Absolventen erhält die wiederum kräftig Steuer zahlen.
Wie die Gesellschaft von einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Orchideenstudienabsolventen profitiert müssen sie mir aber schon erklären.
... die unis eh ned. schaun Sie sich doch mal den anteil der köst am steueraufkommen an, den Sie dann noch mit der hierzulande recht üppigen förderung gegenverrechnen dürfen.
und was dabei rauskommt, wenn wirtschaftsheinis der forschung ihre schwerpunktsetzung reindrücken wollen, sieht man an diversen orchideenstudien im it-bereich, die "der markt" vor 10, 15 jahren angeblich unbedingt benötigte.
aus buchhalterperspektive sind 90% der studien wahrscheinlich wirklich überflüssig. aber nur aus der.
Grad auf die "Buchhalterperspektive" kommts aber (leider) an. Wenn der Hilfshackler mit seinem Steuergeld die Unis mitfinanziert mag er schliesslich irgendeinen Vorteil daraus ziehen. Wenn die Gesellschaft keinen Vorteil durch ein Studium hat, würd ich das Geld eher in Sachen wie bessere Kinderbetreuung usw. stecken.
Und welche IT-Studien sind heute irrelevant? Definitiv keine die an Universitäten angeboten hat. Und Sachen wie SAP & Co. (wie von der "Wirtschaft" gefordert) haben für mich in einem Studium sowieso nichts zu tun. Das ist ja nichts Wissenschaftliches sondern eine reine Produktschulung.
ich kann nur über naturwissenschaftliche und technische fächer sprechen, aber zumindest in diesen bereichen sind absolventen von fachhochschulen für eine ernst zu nehmende forschung völlig ungeeignet.
den ignoranten zwillingen pröll- faymann empfehle ich wittgenstein
Wie ich schon anderswo gepostet habe:
Die FHs sind vielmehr ein schlechtes Beispiel -- sie sind pro Student und auch pro Absolvent _viel_ teurer als die Unis und haben viel niedrigere Qualitätsstandards -- man lässt einfach jeden durch der sich eingeschrieben hat.
unsere FH hat sicher mehr an - brandneuer! -technischer ausstattung als die uni wien, sowie ständig neue sündteure neubauten. alles natürlich halbleer, weil inzwischen eh jeder mit seinem laptop arbeitet. aber trotzdem wird fröhlich weiterinvestiert, der laden muss ja weiterlaufen.
geht natürlich nur, weil das land unbedingt eine fh wollte u n d "die wirtschaft" mit seltener großzügigkeit sponsert. die provinzialität bleibt allerdings, trotz oder gerade wegen dieser materialschlacht.
Ich erinnere mich an eine Studie im Auftrag des RTFE aus ca 2004 (?) über die Forschungsfähigkeit der Unis / FHs.
Da kam soweit ich mich erinnere raus, dass FHs und Unis grundsätzlich in Summe gleich viel Geld je Student hatten, allerdings die Unis davion auch die Forschung mitfinanztieren - dh real ist je Student viel weniger da.
Interessant war auch, dass die ETH Zürich mehr als 10 mal wo viel Budget je Student hat als österr. Unis und FHs.
Dh - Das Problem ist nicht FH gegen Uni (die haben beide Ihre Berechtigung), sondern die österr. Bildungsfeindlichkeit.
klar, weil es eben für jeden studenten, der mal im system ist viel geld gibt. aber die fachhochschule wäre schon ein mögliches vorbild: soviel geld pro unistudent aufwenden, wie in jeden fhler gebuttert wird, schon schaut es ein ganzes stück anders aus. den lehrenden ähnliche beträge auszuschütten hätte durchaus auch reiz.
die Leute auf Fachhochschulen werden gut ausgebildet, doch kritisches Denken und tiefgehende Grundlage um wirklich neues zu Entwickeln(und nicht nur neue Anwendungen von alten zu finden) werden dort nicht gelehrt. Eine Fachhochschule ist eine Schule und keine echte Universität und dort werden keine kritischen Geister und Forscher ausgebildetet, sondern ein paar Techniker, welche auf die Wirtschaft hin maßgeschneidert sind.
FH vs. Uni ist immer wieder ein genaugenommen sinnloser Vergleich. Beide haben unterschiedliche Ziel, beide ihre Daseinsberechtigung und vor allem haben beide gute und schwache Abgänger. Weder die Uni noch eine FH hat da Vorteile. Einzig der Studierende und seine Einstellung zum Studium entscheiden über die Qualität seiner Arbeit in der Karriere jenseits der Bildungseinrichugen. Ich kenne genug Uniabsolventen mit Auszeichnung die dermaßen schwach sind. Umgekehrt kenne ich auch genug FH Absolventen die wirklich super sind und auch flexibel im Denken. Wie gesagt, die Person machts, nicht die Einrichtung!
Was hat WoW mit kritischem Denken zu tun?
Ich treffe die unkritischen Geister eher auf Seiten der braven, angepassten Studenten die WoW als Kinderspielerei abtun und das ganze ins lächerliche ziehen wollen.
Was den Unterschied FH <> Uni betrifft, gebe ich ihnen aber recht. Da wird man wenig Unterschied feststellen können was die Kritikfähigkeit betrifft. Einzig die längere Studienzeit spricht für die Unis, da man mit zunehmenden Alter eher noch selbst anfängt zu denken und aufhört in Kasten und Vorurteile einzuordnen.
dass man so einen Stumpfsinn schreiben kann. Gehen Sie mal aus dem Audimax und heim schlafen, damit Sie endlich Ihre Wahnvorstellungen los werden.
Ich - als FH Absolvent - arbeite im nicht-deutschsprachigen Ausland Tisch an Tisch gemeinsam mit u.a. einer Kollegin, die in Cambridge ihren PhD in Mathematik gemacht hat und sehe dabei im Vergleich, dass ich kein "Fachtrottel" bin und auch ab und an selbststaendig ohne Stundenplan arbeiten kann.
Bin gespannt, ob die dann tatsächlich das Geld in die Hand nehmen oder ob es nach dem typischen SPÖ-Schema geht: heute versprechen, morgen zahlen es die anderen, und wenn's keiner zahlt, dann finden wir schon einen Schuldigen.
2020!!! Da sind noch (mind.) 2 Legislaturperioden dazwischen, und Faymann ist dann sicher nicht mehr Kanzler. Leere Versprechungen, wenn Sie mich fragen.
Ach bringt die Unis doch endlich um. Österreich will kein Forschungsland sein bzw. nur dann wenns Geld bringt und selbst da stehen Wahrheit und Erkenntnis hinten an. Der Schein ist in Österreich wichtiger als das Sein. Ist eh ein alter Hut.
Gebts den Leuten, den Neidern doch endlich was sie wollen. Ich sage weg mit den Unis. Kontrolle der Jugend gehört her. Denken ist gefährlich!!! Lasst sie lernen was sie lernen sollen. Orchideenfächer wie Philosophie abschaffen. Wer braucht schon Wissenschaftstheorie? Die Wissenschaft oder Suche nach Wahrheit ist in Österreich eh net willkommen. Bitte gebts dem Land die Dummheit die es verdient und hörts mit dem Herumlügen und Zweideutigkeiten auf. Des wird langweilig!
Ist zwar gut und schön wenn endlich die Infrastruktur passt, aber trotzdem noch weit davon entfernt ein endlich ein Gesamtkonzept für den tertiären Bildungsbereich zu schaffen!
Warum beschäftigen die sich schon wieder mit Details, und machen nicht endlich mal Nägel mit Köpfen???
Diese Suboptimierungen nerven gewaltig.
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