Hollywood: Kein Breitband ohne Piraterie-Schutz

3. November 2009, 14:02
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    foto: archiv

    Der "Star Trek"-Film wurde mehr als fünf Mio. Mal illegal heruntergeladen.

Filmstudio Paramount fordert härtere Anti-Piraterie-Gangart der US-Regierung

Die von der US-Regierung gestartete Initiative für eine allumfassende Versorgung mit Breitband-Internet kann nur Erfolg haben, wenn der um sich greifenden Online-Piraterie endgültig ein Riegel vorgeschoben wird. Ohne entsprechende begleitende Maßnahmen zum Schutz vor illegaler Raubkopiererei ist jeder Plan zum Breitbandausbau zum Scheitern verurteilt. Mit dieser Warnung versucht derzeit das Hollywood-Studio Paramount Pictures bei den politisch Verantwortlichen in Washington Stimmung für eine härtere Anti-Piraterie-Gangart zu machen.

Breitband ja, aber nur mit Schutz

"Der National Broadband Plan ist nur dann ein geeigneter Leitfaden für eine umfassende Breitbandversorgung, wenn die Regierung die lebenswichtige Rolle, die hochqualitativer Content im Prozess der Annahme neuer Technologien spielt, erkennt", heißt es in einem 18-seitigen Schreiben Paramounts an die unabhängige US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC).

Die unverzichtbare Zutat

Professionelle Inhalte seien eine "unverzichtbare Zutat im Interneterlebnis der Verbraucher" und "eine Schlüsselkraft für die Breitbandannahme". Durch die zunehmende Online-Piraterie seien die Anreize in derartige Produktionen zu investieren aber empfindlich gesunken.

Piraterie-Problematik verschärft sich

"Online-Diebstahl stellt eine der größten Bedrohungen für die Filmindustrie dar", betont Paramount. Durch die zunehmende Professionalisierung der Online-Piraten-Szene, die Verbreitung internetfähiger TV-Geräte und das Aufkommen unzähliger Streaming-Seiten im Web spitze sich die Situation für die Filmwirtschaft immer weiter zu.

VAP warnt

Eine "Verschärfung der Piraterie-Problematik" sieht auch Werner Müller, Generalsekretär des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP). "Die Raubkopiererszene im Internet weist heute einen wesentlich höheren Professionalisierungsgrad auf als noch vor wenigen Jahren", bestätigt Müller. Dass Streaming-Angebote bei den Nutzern sehr gut ankommen, liege auf der Hand. "Solche Dienste ermöglichen einen leichten und schnellen Zugang zu unautorisiertem Material", erläutert Müller.

"Star Trek" als Piraterie-Paradebeispiel

Als Beleg dafür, wie die Online-Piraterie heute arbeitet, verweist Paramount auf das Beispiel des letzten "Star Trek"-Films. Der Streifen, der in ausgewählten Ländern am 6. Mai 2009 in die Kinos kam, war bereits zwei Tage später in einer illegal per Camcorder in einem russischen Kinosaal abgefilmten Version im Netz zu finden. Die lokalisierte russische Sprachausgabe wurde anschließend durch sogenannte "Release Gruppen" in weitere Sprachen übersetzt. Insgesamt konnte Paramount in den Wochen nach dem offiziellen Kinostart sechs solcher Camcorder-Kopien im Web aufspüren, die von mehr als fünf Mio. verschiedenen Computern der Welt heruntergeladen wurden.(pte)

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Posting 1 bis 25 von 26
1 2
Sonstwer
01
4.11.2009, 18:40
Die Kopierszene im Internet wies schon immer eine höheren Professionalisierung als die Musik und Filmindustrie auf

in den letzten Jahren ist nur der Abstand größer geworden.

Peter Falber
03
4.11.2009, 13:01
star trek

inflationsbereinigt der groesste box office-erfolg aller star trek-filme.

bisher international knapp $400 millionen eingespielt.

wirklich tolles "piraterie"-beispiel ... naemlich dafuer, dass raubmordkopien keine nennenswerten gewinneinbussen verursachen.

von den leuten die denken koennen nimmt die typen eh keiner mehr ernst.

leider kaufen sie sich halt die politiker, die ihre wunschgesetze abnicken.

Chester1980
04
4.11.2009, 06:53

Die Filmindustrie muß einfach erkennen daß das Internet da ist und solange alles verboten wird, wird es doch erst recht gemacht! Warum nicht das Internet zusätzlich nutzen? Zb. eine schlechtere Qualität im Internet kostenlos anbieten. wems nicht genügt geht danach eh ins Kino und wem eine schlechte Qualität reicht, wär doch sowieso nicht ins Kino gegangen.

Leech
00
4.11.2009, 08:44
nicht ganz korrekt

Mittlerweile ist es leider so das das Kino die schlechtere Qualität bietet und man Zuhause mehr davon hat ^^

Seit HDTV kann es Kino einpacken. Da wart ich lieber ein paar Monate auf die BD oder nen rip davon als das ich mich ins kino hock und mir das dreckige Bild dort anseh und mich vom "hauptsache bass" Sound niederdröhnen lasse.

Stefan Lindemann
00
4.11.2009, 14:28
HDTV vs Kino

Digitales Kino ist auch schon im kommen und es bietet eine wesentlich höhere Auflösung als HDTV (2048p und noch mehr anstatt 1080p)

Das Kontrasverhältnis ist auch meistens besser und der Komfort grösser, da die Leinwand weiter vom Auge entfernt ist.

Nesciens
00
5.11.2009, 11:11
Warum ich lieber zur BluRay oder DVD greife...

+ Ich darf essen und trinken was ich will
+ Kein Gequassel oder Handygeklingel während des Films
+ Keine Leute die von hinten gegen die Sitze treten

footy show
12
4.11.2009, 01:48
Piraten:

Kein Hollywood ohne Qualitaesschutz!

hedge
02
4.11.2009, 00:39
"Filmstudio Paramount fordert härtere Anti-Piraterie-Gangart der US-Regierung"

Ich fordere eine bessere Nutzung aktueller Technologien wie Breitband-Internet in den Vermarktungsaktivitäten von Paramount und Co.

Ich habe hier in Österreich noch immer keine legale Möglichkeit komfortabel Filme aus dem Internet zu laden. Illegal allerdings schon seit Ewigkeiten, und die wundern sich?!

Al Borland
00
3.11.2009, 22:20

Also ich habe bei Star Trek auf den DVD-Rip gewartet... Die CAM-Versionen kann man sich doch wirklich sparen.

0Stoney0
02
3.11.2009, 21:36
Kein Breitband ohne Piraterie Schutz?

Falsch formuliert. Keiner braucht Breitbandinternet wenn kein nutzen dahinter steckt.
--
Wie wäre es, beides zu kombinieren, oder möchte die Branche weiter Kunden und ehemalige Kunden verklagen und so für immer loswerden?
--
Jeder der einmal eine Abmahnung oder Klage erhalten hat, wird auch nur einen einzigen Cent mehr in die Branche investieren.

galiontariaho
07
3.11.2009, 17:40
"Star Trek" als Piraterie-Paradebeispiel

Budget
$150.000.000 (geschätzt)

Bruttoeinnahmen
$257.704.099 (USA) (27. September 2009)

also allein in den usa hat star trek bei einem budget von 150 mio Dollar Bruttoeinnahmen von knapp über 250 mio. Dollar eingespielt..

was wollen die uns jetzt bitteschön einreden und warum sollte gerade die miese qualität einer camcorder-aufnahme auch nur irgendetwas im vergleich zu dem gewaltigen gewinn ausdrücken?

star trek ist das beste beispiel, dass das sytem mehr als blendend funktioniert und man das copyright-system sogar in richtung mehr liberalisierung verändern könnten, im grunde sogar müsste..

Sebastian Auinger
00
3.11.2009, 16:35
Star Trek - welch blödes Beispiel!

Ich habe ernsthafte Zweifel, dass die wackeligen Camcorder Aufnahmen irgendwelchen Schaden hervorrufen, denn ich bin überzeugt, dass die echten Fans sowieso in's Kino gehen, bevor sie sich den Film in so einer Mistqualität ansehen.

Easy Rawlins
00
3.11.2009, 16:20
Wie soll ich mir denn das vorstellen?

"Die lokalisierte russische Sprachausgabe wurde anschließend durch sogenannte "Release Gruppen" in weitere Sprachen übersetzt."

Aus der Übersetzung der russischen Synchronisation neu synchronisiert? Untertitelt?

bignfan
 
00
4.11.2009, 06:43
z.b. sound aufnehmen im dt. kino

dann russische tonspur entfernen, deutsche hinzufügen

fertig


ist ja nicht mehr nötig das ganze nochmal aufzunehmen
nur den ton aufzunehmen ist ja viel einfacher als bild+ton

M1AU
01
3.11.2009, 15:54

Härtere Mittel gegen Filesharing scheint sich wohl nach hinten auswirken zu können, wie auf Slashdot zu lesen:
http://tech.slashdot.org/story/09/... -Explosion

Leech
00
3.11.2009, 15:12
Durch die zunehmende Professionalisierung der Online-Piraten-Szene

wie wärs wenn die ganze Industrie sich mal etwas Professionalisieren würde?


"Dass Streaming-Angebote bei den Nutzern sehr gut ankommen, liege auf der Hand."

WOW! die merken das sogar. Nur gemacht wird halt nix....

Chronox
00
3.11.2009, 16:07

Im Amiland auf Syfy kann man sich auch als USAler die alten Stargate Universe Folgen von der letzten Woche streamen. Ermöglichts das weltweit und ihr werdets keine Probleme mehr mit Filmpiraterie haben.

Von mir aus noch Werbung auf der Website oder im Film dazwischenschustern oder einfach eine Flat verlangen für so ein Angebot, kenn genug Leut die dafür zahlen würden.

Der Eierbär
00
3.11.2009, 19:28

ich ich ich!

Chronox
00
3.11.2009, 15:08

Der Film hat Daumen mal Pi 350 Mille eingespielt und 150 Mille gekostet.

Wenn mich meine Volksschulmathekenntnise jetzt nicht genaz im Stich lassen... wo genau is jetzt eigentlich das Problem der Contentmafia?

justsmile2
02
3.11.2009, 15:30

Die Gier ist das Problem...

mlau
00
3.11.2009, 15:13

es könnten mehr als 200m gewinn sein?

Mathias
 
00
4.11.2009, 09:59
es könnten mehr als 200m gewinn sein?

Naja das sind diese typischen Management-Denk-Fehler! Das Beispiel StarTrek kann nur zeigen, daß solche Filme nicht jeden Hanswurst ins Kino locken, sondern im Großen für die Fans da sind. Wer mehr erwartet muß wohl gewaltig einen Dachschaden haben!

Schickt diese Typen endlich zum Therapeuten, oder an die Uni für Betriebswirtschaftslehre!

Kamine glühen leise
00
3.11.2009, 15:07
"Online-Diebstahl stellt eine der größten Bedrohungen für die Filmindustrie dar", betont Paramount

äh. genaugenommen müsste es so lauten:
"Online-Diebstahl stellt eine der größten Bedrohungen für die FETTEN GEWINNE der Filmindustrie dar", betont Paramount.

TRON++
00
3.11.2009, 14:33
Und ich bin für die Vereinigung der Spalttabletten

Nik M
03
3.11.2009, 14:31
To change the subject completely

Die Mafia in Sizilien hintertreibt seit Jahren den Ausbau von Infrastruktur (Autobahnen), damit Touristen die kleinen Bergstrassen entlang fahren, in jedem Dorf stehen bleiben und konsumieren. Die Geschaeftsleute muessen ordentlich an die Mafia abdruecken. Je nach Lokalgroesse zwischen 500 und 2000 Euro pro Monat.

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