Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bei der fotosensiblen Epilepsie werden epileptische Anfälle durch visuelle Reize provoziert
Klingt nach Science Fiction und liegt dabei schon gute zwölf Jahre zurück: 1997 löste die Zeichentrickserie "Pokemon" in Japan bei Hunderten von Kindern epileptische Anfälle aus. Die Fernsehserie wurde zwecks Überarbeitung diverser Szenen vorübergehend aus dem Programm genommen.
Grund für die zahlreichen, zum Teil ersten Attacken, war eine Erkrankung die sich Fotosensible Epilepsie nennt. Bei dieser Form einer Reflexepilepsie werden epileptische Anfälle durch visuelle Reize provoziert. Dienen Geräusche, Berührungen, Bewegungen oder Gedanken als Auslöser, dann ist von auditorischen, somatosensitiven, somatomotorischen oder kognitiven Reflexepilepsien die Rede.
Schwindel und Augenflimmern
Fotosensibilität ist genetisch bedingt und ein sehr seltenes Phänomen. Noch seltener, konkret bei ungefähr 0,025% aller Menschen, begünstigt diese Lichtempfindlichkeit das Auftreten epileptischer Anfälle. 85% der Betroffenen, bevorzugt Kinder und Jugendliche, sehen sich dabei mit Grand Mal Anfällen (große epileptische Anfälle mit Bewusstseinsverlust und generalisierten Muskelkrämpfen) konfrontiert. Bei 6% äußert sich diese Epilepsie in Form von Absencen (meist kurze Bewusstseinsstörungen, manchmal mit motorischen Phänomenen wie Lid- oder Mundwinkelzucken assoziiert). Die Prognose ist erfreulich: 77% aller Erkrankten werden im Erwachsenenalter wieder vollkommen anfallsfrei. Die Fotosensibilität, die sich in Schwindelgefühlen, Augenflimmern und Kopfschmerzen äußert, bleibt indessen erhalten.
Flackerlicht und konstrastreiche Muster
Der springende Punkt jeder Fotosensiblen Epilepsie ist flackerndes Licht. Derartige Lichtreize finden sich vor allem bei älteren Fernsehgeräten, die einzelne Bildsequenzen relativ langsam aufbauen. Auch kontrastreiche Muster können Anfälle provozieren. „Besonders riskant sind abwechselnd helle und dunkle oder rot-grüne Motive in Streifen oder Rasterform, wenn sie mit Frequenzen zwischen 15-20 Hz auf den Bildschirm projiziert werden und dabei noch das gesamte Gesichtsfeld ausfüllen", weiß Martha Feucht, Leiterin des Pädiatrischen Epilepsiezentrums am Wiener AKH. Unspezifische Faktoren wie zum Beispiel Schlafmangel können das Anfallsgeschehen zusätzlich triggern.
Um Eltern darüber aufzuklären, welche Art von Videospielen ihren Kindern gefährlich werden können, hat die US-amerikanische Epilepsy foundation eine von Experten ausgearbeitete Empfehlung veröffentlicht, die über das Internet abrufbar ist. Darin finden sich Hinweise zu Faktoren die in Verbindung mit Anfällen gebracht werden, wie Lichtintensität, Flackern, Kontraste und Muster. Die Organisation fordert Hersteller auf, gewisse Muster und Lichteigenschaften bei TV-Programmen und Computerspielen zu meiden.
Vorsicht Flash-Animationen
„In der Regel ist Fernsehen und Computerspielen weder für Menschen ohne noch für Menschen mit Epilepsie gefährlich", subsummiert Feucht und erinnert daran, dass Reflexepilepsien Seltenheitswert besitzen. Dass jeder Einzelfall trotzdem ernst zu nehmen ist, dürfte ein paar Spam-Poster im letzten Jahr egal gewesen sein. Mit Flash-Animationen lösten die unbekannten Angreifer damals bei einer Reihe von Usern im Forum der Epilepsy Foundation epileptische Anfälle aus. Einen zweiten Angriff dieser Art auf an Epilepsie erkrankte Menschen gab es bereits 2007 auf der Website der Coping With Epilepsy (CWE). Leider ist niemand vor solch unseriösen Übergriffen gefeit. Epilepsiepatienten mit Fotosensibilität können sich aber schützen, indem sie JavaScript und Flash-Animationen in ihrem Browser von vornherein deaktivieren. (Regina Philipp, derStandard.at, 11.2009)
"Ganz so ist es nicht", sagt Dietmar Winkler, Leiter der Gedächtnisambulanz im Wiener AKH
Mit geschwollenen Beinen einschlafen, mit einer Schwellung am Arm aufwachen - Die Diagnose kann Thrombose oder Lymphödem lauten
Damit Arzneimittel so wirken, wie sie sollen, müssen einige Regeln beachtet werden
In Österreich leben Männer im Mittel rund sechs Jahre kürzer als Frauen. Hat das biologische Gründe oder ist das primär auf soziale Faktoren zurückzuführen?
Als Diätmittel sind die alkoholischen Getränke nicht geeignet - Die appetitanregende Wirkung von Bier und Wein ist physiologisch nicht erforscht
Die Blut-Hirn-Schranke wehrt sich erfolgreich gegen Medikamente - Forscher arbeiten daran, die natürliche Barriere zu umschiffen
Die wahrgenommene Kompetenz eines Arztes ist von der Kleidung unabhängig
Immer gerade sitzen ist schlecht für die Bandscheiben, weiß Ingrid Heiller von der Orthopädie in Speising
Sozialer Jetlag entsteht aus dem dauerhaften Widerstreit zwischen innerer Uhr und äußerer Zeitplanung - Geschätzte 80 Prozent der Bevölkerung leiden darunter
Das Wirtschaftsministerium sagt Nein - Kinder- und Jugendanwalt Anton Schmid ist gegenteiliger Ansicht
Von den weltweit etwa 270 Zimtarten sind in Europa nur zwei botanische Arten relevant - Sie unterscheiden sich in Geschmack und Cumaringehalt
45 Gramm gemahlene Muskatnuss kommen bei den "Nervenkeksen" der Hildegard von Bingen auf ein Kilogramm Mehl - Droht eine Muskatvergiftung?
Wir sollten aufs Klo gehen, sobald sich die Blase meldet. Wer den Harn zurückhält, riskiert eine Überdehnung der Blasenwand und damit ein Lazy-Bladder-Syndrom
Andrea Bocelli, Ray Charles, Stevie Wonder: Viele blinde Menschen sind zu außergewöhnlichen musikalischen Leistungen fähig - aber hören Blinde tatsächlich besser?
Kann man mit der richtigen Ernährung eine Krebserkrankung therapieren? "Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis", sagt Johann Hammer, Leiter der Ernährungsmedizin am AKH Wien.
Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass mit zunehmendem Alter die Zeit immer schneller vergeht. Warum ist das so?
Pestizide, Schimmelpilze und Terpene haben den Christbaum in Verruf gebracht - Nur beim Verzehr mehrerer Kilogramm Nadeln wird er zur Gesundheitsgefahr
Vitamin C kann, entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Erkältungskrankheiten nicht verhindern, weiß der Ernährungswissenschaftler Karl-Heinz Wagner
Eine Fettschicht hält uns im kalten Wasser länger warm - Ob das auch auf winterliche Außentemperaturen zutrifft, weiß Cem Ekmekcioglu vom Institut für Umwelthygiene
Warum diese Botschaft umstritten ist und wie sehr Reiztherapie und immunstimulierende Mittel helfen
Was in einen Punsch hineinkommt, bleibt in Österreich den Herstellern überlassen - Wahrheitsgehalt und Hygiene werden regelmäßig überprüft
Jugendliche klagen über Müdigkeit und Schlafstörungen - Hilft ein späterer Schulbeginn?
Befürworter propagieren die immunstärkende Spritze als schonende Impf-Alternative - Wirkungsstudien gibt es keine
Einen Flug Richtung Westen verkraften der menschliche Organismus und seine innere Uhr relativ gut
"Im Herbst verliert man viel mehr Haare. Auch meine 16-jährige Katze haart sich schon seit Tagen", heißt es in einem Forum - Brauchen wir Menschen ein Winterfell?, fragen wir die Dermatologin Daisy Kopera
die simpsons haben bereits darauf aufmerksam gemacht.
http://www.youtube.com/watch?v=h... re=related
Der Begriff "japanischer Animationsfilm" bezeichnet jedoch nicht zwangsläufig "Anime". Zum Animationsfilm gehören auch Titel von Miyazaki Hayao, wie Chihiros Reise ins Zauberland, das Wandelnde Schloß, etc. Solche ausgezeichneten, ich sage hier "ausgezeichnet", weil sie tatsächlich ausgezeichnet wurden (u.a. Oscar), Filme, möchte ich nicht in einem Satz mit "Brechreiz" lesen müssen! Auch unter den Anime gibt es verschiedene Studios, die nicht nur Mainstream Pokémon/Sailormoon produzieren. Es wird sie vermutlich schockieren, aber auch Heidi ist ein Anime aus Japan ;) Daher fordere ich diese Präzisierung!
Ach, das ist eh oft so. Viele glauben halt tatsächlich, dass ihre Meinung durch das was sie oberflächlich kennen auch weiterhin bestand haben würde, wenn sie sich auch nur etwas mehr damit beschäftigen würden.
Merkt man ja alleine schon an der unfähigkeit die einfachsten Begrifflichkeiten in diesem Zusammenhang richtig einzusetzen.
Nein, man muss sich ja nicht mit allem näher beschäftigen, mann kann gerne auch mal sagen "ne, interessiert mich nicht und will ich auch nicht." Sich von etwas aber deswegen "brechreizen" zu lassen, finde ich ziemlich hohlköpfig.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.