Assistenzeinsatz

Ein kleines bisschen Sicherheit im Grenzland

4. November 2009, 17:59
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    Begeisterung für das Heer: Die Österreicher wollen, dass die Soldaten weiterhin an der Grenze Wache schieben.

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    Die Soldaten, die im Grenzland patrouillieren, haben keine polizeilichen Befugnisse mehr. Doch allein ihre Präsenz dient der Beruhigung. 86 Prozent der Burgenländer sind für den Assistenzeinsatz.

Der Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Grenzland wird demnächst offiziell verlängert - Auch Fekter ist dafür

Eisenstadt/Wien - "Ich stehe dazu, ich wohne selbst im burgenländischen Grenzegebiet" , verteidigt Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) den Fortbestand des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres in Ostösterreich. So sehen es laut Umfrage auch mehrheitlich die anderen Burgenländer, sie wollen weiterhin im sichersten Bundesland leben. Jede zweite Straftat wird hier geklärt, in Wien nicht einmal drei von zehn.

Assistenzeinsatz light

Aber was dürfen die Soldaten überhaupt noch, nachdem 2007 mit der Verschiebung der Schengen-Grenze der Assistenzeinsatz direkt an den Grenzen beendet wurde? der Standard befragte dazu am Mittwoch den Verteidigungsminister am Rande einer Bundesrat-Enquete im Parlament zum Thema innere Sicherheit. Darabos spricht von einem "Assistenzeinsatz light" , an dem momentan rund 750 Soldaten beteiligt seien. Doppelt so viel seien vorgesehen.

Was die Soldaten nicht (mehr) dürfen: illegale Grenzgänger anhalten, Fahrzeuge überprüfen, Ausweise kontrollieren. Was sie dürfen: patrouillieren, Verdachtsmomente der Polizei mitteilen und für den Fall, dass sie angegriffen werden, sich selbst verteidigen. "Besteht der offenkundige Verdacht, dass jemand ein Verbrechen begangen hat, dürfen die Soldaten bei Gefahr in Verzug diese Person aufhalten" , erklärt Darabos. - Ein sogenanntes Jedermannsrecht.

Zwischen 1990 und 2007 waren die Grenzsoldaten mit weitreichenden exekutiven Befugnissen ausgestattet. Ein Umstand, der sich daraus ergab, dass das Innenministerium das Bundesheer ja angefordert hatte. Der Verfassungsgerichtshof stellte 1994 fest, dass damit polizeiliche Kompetenzen auch auf die ausgeliehenen Soldaten übergehen. In den 17 Jahren haben mehr als 350.000 junge Präsenzdiener für jeweils sechs Wochen Grenzdienst geschoben. Im selben Zeitraum wurden an der grünen Grenze zur Tschechischen Republik, zur Slowakei, zu Ungarn und zu Slowenien rund 90.000 illegale Grenzgänger aufgegriffen.

Diese Erfolgszahlen sind der - von der burgenländischen Landespolitik diesbezüglich gut gebrieften - Bevölkerung noch erinnerlich. In einer in Eisenstadt präsentierten Umfrage des Marktforschungsinstituts Spectra sprachen sich 86 Prozent der 500 Befragten für eine Verlängerung des Assistenzeinsatzes aus. Auf die Frage, ob dieser die Sicherheit im Allgemeinen erhöhe, antworteten 80 Prozent mit Ja, persönlich sicherer fühlen sich 76 Prozent. Ähnliche Ergebnisse brachten Umfragen in den niederösterreichischen Bezirken Bruck an der Leitha und Gänserndorf.

Kirche im Dorf lassen

Die schwarze Innenministerin Maria Fekter zeigt sich von den Zahlen erwartungsgemäß beeindruckt. Einem so überwältigenden Wunsch wolle sie sich "nicht entgegenstellen" , verwies aber schon auch darauf, dass das Burgenland eh sicher sei, was der rote Landeshauptmann Hans Niessl so nicht stehen lassen wollte. Konkret nannte er den grenzexponierten Bezirk Neusiedl und meinte: "Wenn man Dienstposten nicht nachbesetzt, steigt die Kriminalität." Die von Niessl schon öfter gescholtene Innenministerin wollte dagegen lieber "die Kirche im Dorf lassen" . 92,8 Prozent der Posten seien ja besetzt, auf 160 Burgenländer komme ein Polizist.

Eine Feststellung, die Burgenlands VP-Chef, Landeshauptmann-Vize Franz Steindl, umgehend unterschrieb. Das Burgenland habe nicht nur die "höchste Polizeidichte" , sondern sei auch "das sicherste Bundesland" . Gleichwohl rief auch er die Soldaten, denn die seien "für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung" von Bedeutung.

Dissonanz ins allgemeine Fühlen brachten bloß die Grünen. Landessprecher Joško Vlasich nannte die Verlängerung des Assistenzeinsatzes bei gleichzeitiger Vakanz polizeilicher Planstellen "einen Witz auf Kosten der Burgenländer und Burgenländerinnen". (Michael Simoner, Wolfgang Weisgram/DER STANDARD-Printausgabe, 5. November 2009)

Kommentar posten
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Lünz
00
6.11.2009, 15:34

Seit wann bestimmt da Norbert, ob und wie lange
der AssE dauert?
Soviel ich weiß, stellt die Mizzi einen Assistenzantrag
an das Bundesheer. Und wenns keinen stellt, kann
da Norbert Kopf stehen.

VI SHU
02
6.11.2009, 13:49
"wunsch des volkes"

1000 schaas - das volk wünscht sich wahrsch. auch, keine steuern bezahlen zu müssen. und, wen kümmerts? richtig: niemand!

warum sollt das in diesem fall auf 1x anders sein?

VI SHU
00
6.11.2009, 13:47
die gesamte mafiöse verbrecher vereinigung

äh pardon - bundesregierung - gehört wegen fortgesetzen verfassungsbruch ins häfen !!!

hotta
00
6.11.2009, 10:47
Populismus pur

E.Pröll, Darabos und Niesl berufen sich auf die Wünsche des Volkes. Die Menschen im B und in NÖ wollen Soldaten sehen, also bleibt das Heer weiterhin dort, Anwesenheit allein genügt. So einfach ist das, koste es was es wolle.

Helmut-S
00
6.11.2009, 10:44
Das ist soooo dämlich...

...man fragt die Leute nach ihrem "subjektiven Sicherheitsgefühl" und aufgrund subjektiver Nicht-Fakten wird dann Geld ausgegeben das für die eigentlichen verfassungsgemäßen Aufgaben des Heeres fehlt.

Also zählt in Österreich der Populismus eindeutig mehr als die Verfassung.

frune
00
5.11.2009, 15:03
Tja

Wenn der Verteidigungsminister bei seinen Landsleuten gefallen will, muss er eben den Assistenzeinsatz weiterhin als sinnvoll hinstellen.

Die anwesenden Grundwehrdiener haben zwar nicht einmal das Recht, jemanden anzuhalten (sie müssen stattdessen die Polizei rufen) - aber ohne die Grundwehrdiener würde die burgenländische Wirtschaft einen der wichtigsten Abnehmer verlieren.

Wie wäre es, wenn wir den Assistenzeinsatz beenden und stattdessen als neuen Abnehmer für die Betriebe im Burgenland die bald zu erwartenden Armenküchen in Wien anbieten?

...das würde wenigstens einen volkswitschaftlichen Nutzen bringen.

nestrus
00
5.11.2009, 14:20
"ie Österreicher wollen, dass die Soldaten weiterhin an der Grenze Wache schieben. "

Ich nicht!

Und laut Bericht ist das nur bei den Burgenländern nachgewiesen worden, bitte keine so krassen Verallgemeinerungen!

NONE
13
5.11.2009, 10:24

Komplett hirnrissig. Aber verständlich das die lokal von den Ausgaben von Präsenzdienern verdienen und diesen völlig schwachsinnigen Einsatz verlängert sehen wollen.

neuer weg
00
15.11.2009, 15:59
naja... so kaufkräftig sind die gwds wieder auch nicht

virtualboy
23
5.11.2009, 08:53
Was soll das bringen?

Die echten Verbrecher fahren normal über den Grenzübergang, brechen in Wien ein und fahren dann bequem über die Autobahn heim. Was soll da jetzt bitte der arme Soldat am Waldrand machen?
Die Österreicher wollten ja unbedingt und bedingungslos in die EU und jetzt müssen wir halt alle (leider) damit leben.

Glod
00
5.11.2009, 14:01
Die stehen nicht mehr am Waldrand, die krebsen in den grenznahen Gemeinden herum.

Alexander Reiter
00
5.11.2009, 10:20

Beim Schengener Abkommen wären wir höchstwahrscheinlich auch ohne EU. Die Schweizer und Norweger machen ja auch mit.

verleih nix
11
5.11.2009, 10:15
ist doch klar was es bringt

es bedient die xenophoben züge der ansässigen bevölkerung. so einfach ist das. blöd ist nur, dass wir uns international verpflichtet haben es nicht mehr zu tun. aber das interessiert die frau minister jetzt weniger.

Mavi Kurt
01
5.11.2009, 08:50

also bei den befugnissen wärs wohl besser wenn sich jeder illegale freiwillig selbst überführt...ist ja für die katz, ah tschuldigung...fürs subjektive sicherheitsgefühl...

für eine welt ohne grüne.at
09
5.11.2009, 08:07
da gehts doch nur

ums geld !
soldaten = touristen = geld in die ärmste region österreichs !

vom weinexport allein lässts sichs halt net leben !

frune
01
5.11.2009, 15:15
mooooooooment

Hiermit fordere ich einen Assistenzeinsatz in der Grenzregion Kärnten/Slowenien!
Immerhin sind wir Kärntner längst mit Abstand die wirtschaftl. schwächste Region in Ö!!

Der Speiseplan ist auch schon ausgearbeitet: Morgens Reindling; Mittags Sasaka-Brote (wer denkt, das wäre slowenisch, ist natürlich ein Vaterlandsverräter); Abends Villacher Bier.

Auftrag: Bewachung von Ortstafeln (soll heissen: Hilfestellung für Dörfler, wenn er in seiner Minderbemitteltheit wieder den Tatbestand des Amtsmissbrauchs verwirklichen will)

"...wo man mit Blut die Granze schrieb..."

mitrovic dejan
20
4.11.2009, 21:21
Oiso

Ich schlage vor das die Kosovo Albaner die Ilegal nach Österreich eingereist sind und Asyl angesucht haben von Frau Fekter aus "Humaniteren" grunden einen anstelung bekommen an Burgelands Grenze als Beschützer von Heimischen Eigentum gegen einbrecher und Ilegalen grenzgänger.Und Bundesheer und Österreicher aus dankbarkeit dafür in Kosovo Verlegen aus "Humaniteren" gründen das sie Albanische Heuser schützen dort von einbrecher und Ilegalen grenzgänger.Das ganze würde sowieso von dem EU gerne mit dem Gelder unterstützt als zukunfts weisender Völkerverstendigungs Projekt von Europa.Alternative wehre das die Soldaten dort in Burgeland blümen pflücken und das dem EU verkaufen als Subventions würdiges Agrar ,CO2 reduzirungs pilot projekt.

Eine Kreatur
20
4.11.2009, 21:03
im burgenland diskuttiert die fpö im landtag darüber ..

"nicht-österreichisches" verhalten zu bestrafen ..

so viel zur burgenländischen politik und den dortigen politischen zuständen und parallelwelten ..

neuer weg
00
15.11.2009, 16:03
als burgenländer möchte ich auch festhalten

dass das zusammenleben von kroat., ungar., burgenländ. sehr gut funktioniert - es gibt auch keinen ortstaferl-schmafu wie in kärnten.

die öffnung der grenzen hat aber vielen burgenländern leider etwas angst gemacht.

leider nutzen das die öst. rechtspop. parteien spö, övp, fpö, bzö für sich aus...

I. O.
00
5.11.2009, 13:09
Bis jetzt in Burgenland

Friedlich miteinander lebten die "Österreicher", Ungarn, Kroaten, Romas. Pflegten gute Kontakte mit Nachbarländer....und jetzt treibt der FPÖ sein Unwesen und stiftet Angst, Hass, Rassismus auf!

Eine Kreatur
12
4.11.2009, 21:02
"Ich stehe dazu, ich wohne selbst im burgenländischen Grenzegebiet" meine güte ..

betreiben österreichische ministerInnen nur mehr aus eigener betroffenheit politik???? ja sind die noch ganz dicht????

der fekter wird das tascherl geklaut - so wie es zig tausenden in österreich im laufe der jahre vergeht - und die kriminalität stürzt österreich angeblich in den untergang, natürlich von arbeitslosen migrantInnen ..

die kasperliade nimmt kein ende - weg mit diesen inkompetenten unfähigen entscheidungsträgerInnen! die stürzen österreich und die bevölkerung täglich nur noch weiter bergab .. und der weg nach unten ist weit, noch zählt österreich angeblich zu den 10 reichsten staaten der welt .. und wenn das ganze einmal zu rollen anfängt, dann ist ein halten nicht so schnell in sicht ..

Alex Braun1
00
4.11.2009, 20:23

Weil Kriminelle überwiegend aus dem Osten kommen.

Wolperdinger
12
4.11.2009, 19:57
Rätsel ?

Warum ist gerade die burgenländische Grenze derart betroffen ?
Gibts da eine schlüssige Erklärung ?

I. O.
00
5.11.2009, 13:11
Denke mal Weil

Darabos ist ein Burgenländler?

wos waas i
04
4.11.2009, 20:55
vl ...

.. gibts ja ein geschichtliches missverständnis und das burgenland gehört weiterhin zu ungarn und die soldaten sind zwecks besetzung dort ;-)

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