"Call of Duty: Modern Warfare 2" Spieler als Terroristen
3. November 2009, 10:51
foto: activision blizzard
"Es geht um Gut gegen Böse. Wir wollten, dass es filmisch wird, aber nicht den ganzen Spaß ruinieren."
Das demnächst erscheinende Computerspiel "Call of Duty: Modern Warfare 2" dürfte noch für Diskussionen sorgen: In einer jetzt bekanntgewordenen Szene kann der Spieler auch in die Rolle eines Terroristen schlüpfen und bei einem realistisch aussehenden Anschlag auf einen Flughafen unschuldige Menschen niederschießen - der WebStandard berichtetet. In einer Erklärung betonte Herausgeber Activision Blizzard, die Szene sei illegal verbreitet worden und gebe nicht den Gesamteindruck des Spiel wieder. Dies solle nur die "Grausamkeiten des Terrorismus" vor Augen führen.
"Wir wollen, das die Spieler emotional ergriffen werden. Wir wollen, dass sie berührt sind."
In dem Spiel gehe es darum, dass der Spieler es mit einer terroristischen Bedrohung zu tun habe, die die Welt an den Rand des Zusammenbruchs bringe, erklärte Activision. Dazu gehöre es auch, dass der Spieler in den innersten Kreis um den Bösewicht vordringe, um ihn zu besiegen. In der Szene auf dem Flughafen ist der Spieler vermutlich Teil der Gruppe des Ober-Schurken Makarov.
In einem Interview noch vor Bekanntwerden der Terrorszene erklärte Vince Zampella, der Leiter des Entwicklerstudios Infinity Ward, Ziel sei es, den Spieler aufzuschrecken. "Wir wollen, das die Spieler emotional ergriffen werden. Wir wollen, dass sie berührt sind." Insgesamt sei man um eine möglichst realistische Darstellung bemüht, was die Waffen, die Handlungsorte und die militärische Taktik angehe. Das Spiel folge aber einem Drehbuch, dass eher an einen James-Bond-Film erinnere.
"Es geht um Gut gegen Böse. Wir wollten, dass es filmisch wird, aber nicht den ganzen Spaß ruinieren."
"Was die Story betrifft, ist Makarov der Super-Schurke und Du bist in seiner Truppe", erklärte Infinity-Ward-Stratege Robert Bowling kürzlich in einem Interview. "Es geht um Gut gegen Böse. Wir wollten, dass es filmisch wird, aber nicht den ganzen Spaß ruinieren."
Infinity Ward hat auch schon bei früheren Produktionen nicht mit Schockbildern gespart. Diesmal aber versetzt "Call of Duty" den Spieler in die Perspektive einer Terrorgruppe, ähnlich wie in "Grand Theft Auto", wo man in die Rolle von Kriminellen schlüpfen kann. Man könne das Spiel aus verschiedenen Perspektiven spielen und bekomme so einen anderen Blick dafür, was das für ein Konflikt sei, erklärte Bowling. Dann sehe man auch, dass es um weit mehr gehe als darum, "einen Krieg mit einer Kugel zu gewinnen".
Die Spieler werden gewarnt, dass die Szene sie verwirren könnte und dass sie sie überspringen können. Fraglich ist aber, wer das macht. Viele werden fürchten, dass sie eine für den Verlauf des Spiel wichtige Szene verpassen, auch wenn die Hersteller betonen, dass das nicht der Fall ist. Das Spiel soll in der kommende Woche auch in Deutschland in den Handel kommen - ohne Jugendfreigabe, also nur für den Verkauf an Erwachsene. (AP/APA)
Ich verstehe nicht die Leute die glauben das Ego-Shooter Leute zum Amoklaufen verleiten.
Ich selber Spiele diese relativ gerne wegen der Grafik, Gameplay & Story da viele Spiele wie ein Guter interaktiver Actionfilm sind!
Nach dem durchspielen bin ich maximal nur Müde, mehr nicht!
Ich selber hatte das Vergnügen meine Kindheit im Krieg zu verbringen und mitzuwirken, habe daher auch Ahnung von dem was ich rede! Spiele treiben keinen dazu zum Mörder zu werden sondern das soziale Umfeld!
Aber ich versehe das komplett, es ist halt Politik und unsere lieben Beamten benötigen halt einen wunden Punkt wo Sie eine gewisse Mehrheit ansprechen.
Deren Existenz hängt ja davon ab Dinge zu kritisieren.
Dieses Spiel wird von vielen Leuten (mir eingeschlossen) boykottiert - und zwar nicht aufgrund der Inhalte, sondern wegen der Tatsache, dass keine dedicated server mehr möglich sind.
Ohne Clanserver macht ein Multiplayershooter keinen Sinn und verkommt zu einem Singleplayershooter der Epoche von Wolfenstein3d.
Dies in der Verbindung mit dem Preis und dem Vertrieb über Steam machen aus diesem Spiel ein "NO-GO!" :-)
beim ersten Teil war das lustigerweise kein Problem, genau wie der Aufstand gegen das Spiel "Six Days in Falludja" aber Hauptsache zur gleichen Zeit wird ein WW2 Shooter zum Kunstwerk ernannt, ein Comedian hat mal "errechnet" wann man über das dritte Reich Witze machen kann ohne das sich jemand aufregt, ist wohl hier auch so
Natürlich gibt es wieder etliche Leute die nun übertreiben siehe Vergleich mit einem Waffenhändler aber wen scherts! Würde man so denken gehören sämtliche Spiele mit Waffen verboten...
Ist ja auch viel einfacher, Computerspiele für Amokläufe verantwortlich zu machen als Vernachlässigung oder kurz: Heranwachsen ohne Perspektive. Da müsste man ja vielleicht selbst Verantwortung übernehmen oder gar seine Zeit opfern.
Nein, nein, da verdammt man lieber Computerspiele als Sündenböcke. Ist viel einfacher, und ein gesundes Feindbild hat man auch
wirkliche kriege, überall ECHTE leichen, etc. das im tv oder zeitungen gezeigt werden sind normal beschwerdet sich keiner. wenns um spiel geht ... naja
zomg, in Counterstrike konnte man unschuldige Geiseln töten und Bomben legen! Millionen haben das Spiel gespielt. Alles potentielle geschädigte Amokläufer...
Herrgott bitte lass Hirn vom Himmel regnen. Leute die über sowas ernsthaft diskutieren haben eh meistens genau Nüsse Ahnung von der Materie.
Wie soll mich bitte eine Szene verwirren wo ich einen Terroristen spiele? Oida... die spinnen doch echt alle.
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