EU-Kommissar

Ferrero-Waldner: Debatte hinter Kulissen bevorzugt

3. November 2009, 08:23

Entscheidung von Bundesregierung und Barroso sei zu akzeptieren - Freude über SP-Unterstützung - Ermahnung an Afghanistan

Wien - Die scheidende EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat am Dienstag im Ö1-Morgenjournal erstmals Stellung zum innerkoalitionären Streit um die Benennung eines österreichischen EU-Kommissars genommen. Sie sei ihrer Partei, der ÖVP, nicht böse und akzeptiere die Entscheidung, dass nicht sie, sondern Wissenschaftsminister Johannes Hahn nominiert wurde. Sie hätte sich allerdings gewünscht, dass die Diskussion hinter den Kulissen geführt und nicht in die Öffentlichkeit gezerrt würde.

Ferrero-Waldner betonte, sie habe immer gesagt, dass sie zur Verfügung stehe, aber es sei eine Entscheidung der Bundesregierung und von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Gedanken über ihre Zukunft werde sie sich dann machen, wenn sie dafür Zeit habe. Zuvor stünden noch einige internationale Gipfeltreffen an, an denen sie noch teilnehmen müsse.

Über die Unterstützung der SPÖ für eine Wiederkandidatur als EU-Kommissarin habe sie sich sehr gefreut. Es sei schön, wenn der persönliche Einsatz für eine Sache von anderen auf diese Weise honoriert werde.

In Sachen ständiger EU-Ratspräsident erklärte Ferrero-Waldner, den britischen Ex-Premier Tony Blair zwar zu schätzen, doch es gebe eine ganze Reihe weiterer hervorragender Kandidaten für das Amt.

Außenpolitisch äußerte sich Ferrero-Waldner zum Thema Afghanistan. Das Land müsse schon in naher Zukunft mehr Verantwortung übernehmen, vor allem in Belangen der Sicherheitspolitik und der Kriminalitäts- und Korruptionsbekämpfung. (APA)

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14 Postings
luisjordan1
00
4.11.2009, 14:18
spendenkonto für waldner??

man könnte ja bei der raika erlagscheine auflegen!

Walter Kaiser
00
8.11.2009, 22:50
Warum?

Hat sie gesagt, dass sie Geld braucht?

10 dag Meinungswurscht - dünn aufschneiden bitte!
 
02
3.11.2009, 13:50
Debatte hinter den Kulissen?

... ich fürchte mehr die "Deppaten" vor den Kulissen ... an denen herrscht ja kein Mangel! ;-)

Franz Schatz
00
4.11.2009, 12:58

Sehr gut!

10 dag Meinungswurscht - dünn aufschneiden bitte!
 
01
4.11.2009, 14:28
Aber es geht noch besser ...

Allerdings müssten wir dann den Handlungsstrang ins Russland des 20. Jahrhunderts verlegen, aber ehrlich gesagt, derartige politische Handlungsweisen sind IMO ohnehin universell und allzeitlich gültig:

"Die deppaten Deputierten debattierten in heftigen Debatten über die Deputate der Deputierten ... alle die dagegen sind, deportiert man... !" ;-)

Emiliano Zapata
 
06
3.11.2009, 10:00
diskussion hinter den kulissen ist genau das, was die eu nicht braucht

denn so werden die bürgerInnen immer den eindruck haben, dass hier im stillen kämmerlein gemauschelt wird. die eu, so wie die demokratie überhaupt, braucht öffentliche diskussion. aber nicht nur, so wie hier geschehen, zwischen kanzler und vize: so verhindere ich deinen kandidaten und pinkle dir ans bein...
keine diskussion oder nur scheindiskussionen sind der grund, warum sich viele mit grausen abwenden und dann als "politikverdrossen" gelten.

Markus Griesser
02
3.11.2009, 11:16
schon öffentlich

Aber bitte nicht über Presseaussendungen in den Medien.

Eine breite Diskussion im Parlament mit den Kandidaten (aka. Hearing) sollte man aber haben.

capcom
00
3.11.2009, 10:40

teilweise gebe ich ihnen recht. aber eine diskussion, ohne mitbestimmung des volkes ist für mich alles andere als demokratisch.

Walter Kaiser
00
8.11.2009, 22:52
Blödsinn, natürlich ist das demokratisch.

Oder haben sie nicht gewählt?

Wenn sie wegen jedem Schas abstimmen wollen, dann gute Nacht Österreich.

zimbo
 
03
3.11.2009, 09:10
ad Afgh.

Das wird aber nie gehen, wenn man einer korrupten Marionette die Macht gibt.

Stattdessen wurde ein Patriot mit allen Mitteln verhindert.

Geh in die Pensi !

Walter Kaiser
00
8.11.2009, 22:53
Welcher Patriot?

Molterer? Ein Patriot? An Märchen glauben Sie auch noch?

Eine Wahl wollte er gewinnen, sonst gar nichts.

tramezzino
02
3.11.2009, 11:18

karzai ist nicht das problem afghanistans. das problem ist die struktur des landes. mit einer demokratie à la westen kann dieses land einfach nichts anfangen und es wird auch nicht funktionieren, da es ein ständesystem hat, das es vergleichbar in europa vor ein paar hundert jahren gegeben hat.

Michael B
00
3.11.2009, 10:58
Mit einem patriotischen "Es reicht" qualifiziert man sich nicht für ALLE Aufgaben.

Andererseits ist in diesem Fall wahrscheinlich einer so gut wie der andere...

Rose Bud
01
3.11.2009, 11:22
Meinen Sie jetzt...

...Abdullah oder Molterer?

Glaube, Sie haben zimbo missverstanden ;-)

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