Erster H1N1-Todesfall in Österreich - Zweite bakterielle Infektion ausschlaggebend für Tod
Innsbruck - Das elfjährige Mädchen aus Bozen, das am 23. Oktober in Innsbruck mit Schweinegrippe eingeliefert wurde, ist am Montagabend gestorben. Der Zustand des Kindes war seit Tagen lebensbedrohlich gewesen.
Ausschlaggebend für den Tod sei eine zweite bakterielle Infektion gewesen, an der das Mädchen ebenfalls gelitten hat, hieß es. Das Mädchen hatte sich seit Tagen in einem lebensgefährlichen Zustand befunden.
In Österreich gab es laut offizieller Statistik des Gesundheitsministeriums bisher 493 Erkrankte, 72 davon steckten sich in der vergangenen Woche an. Besonders betroffen waren zuletzt Zehn- bis 19-Jährige, die rund 46 Prozent der Neuerkrankten ausmachten. In Tirol - bisher eines der am wenigsten betroffenen Bundesländer - gab es in den vergangenen Tagen die meisten Ansteckungen (36).
Vorsichtiger Optimismus bei anderen Patienten
Bei der schwangeren Schweinegrippe-Patientin in Wien hat sich laut Ärzten die Atemfunktion verbessert. Ihr Zustand sei kritisch, aber stabil. Der 41-jährige Bayer, der wegen Schweinegrippe und bakterieller Lungenentzündung in Salzburg liegt, spreche gut auf die Behandlung an, befinde sich "allerdings noch im Tiefschlaf".
Von den 32.000 Bediensteten des Wiener Krankenanstaltenverbundes ließen sich bis Freitag 100 gegen Schweinegrippe impfen. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 3.11.2009)