Ministerrat

Kanzler will Zugangsregelungen einführen

03. November 2009 10:26

Andere Ressorts sollen finanziell bei den Unis mithelfen - ÖH ist empört

Wien - Für die ÖVP eine Genugtuung, für die protestierenden Studenten eine Zumutung: Bundeskanzler Werner Faymann polarisierte am Montag mit einem Bekenntnis zur Notwendigkeit von Zugangsregelungen an den Universitäten. Der SPÖ-Chef sprach sich für "eine Art von Zugangsregelungen" aus. Ohne diese werde es nicht gehen, selbst wenn, was er befürworte, mehr Studienplätze geschaffen würden, sagte der Kanzler. Er wolle bei den Studierenden keine "Illusion" wecken, die er nicht erfüllen könne.

Schon heute, Dienstag, will Faymann das Thema im Ministerrat mit der ÖVP besprechen. Diese begrüße Faymanns Worte "als notwendigen, konstruktiven Schritt", sagte der Sprecher von ÖVP-Chef und Vizekanzler Josef Pröll zum Standard. Wissenschaftsminister Johannes Hahn sei "genau mit dieser Überlegung in die Uni-Diskussion eingestiegen". Hahn hofft auf eine Debatte mit der SPÖ über "notwendige und faire Formen der Zugangsvoraussetzungen".

In einem weiteren Punkt sind sich Kanzler und Vizekanzler einig: Beide lehnen es ab, mit den Audimax-Besetzern persönlich zu reden. Faymann ist gegen Besetzungen, Pröll will sich nicht am "Besuchstourismus" beteiligen.

Von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) wurde Faymanns Plan für Zugangsregelungen als "purer Zynismus" kritisiert. Die SPÖ habe nichts aus den Protesten gelernt. (nim, DER STANDARD, Printausgabe, 3.11.2009)

Kommentar posten
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herbert steiner1
04.11.2009 19:37
erst vage zusagen

dann einschwenken auf övp-kurs und schaumamal wies geht - der kanzler verbeugt sich vor pröll und zieht mal wieder den schwanz ein. - arme spö - bei der nächsten wahl könnens mit den studenten ansdtimmen: im tiefen keller sitz ich hier....

Die Nutte La
04.11.2009 07:22
Bundeskanzler Werner Faymann polarisierte am Montag mit einem Bekenntnis zur Notwendigkeit von Zugangsregelungen an den Universitäten.


Kreisky und Firnberg dürften sich im Grab umdrehen.

Majestix
 
04.11.2009 08:10
Die 2 Totengräber der Republik

werdens "überleben".......

Pannonia Jack
04.11.2009 11:10

Dollfuß lebt nicht mehr und wer ist der Zweite???

Wild Tigres
04.11.2009 17:07
sie meinten

toll-fuss kreisky?

also dann ...
03.11.2009 19:59
liebe studierende : der hochschulsektor erwirtschaftet seit j a h r e n ÜBERSCHÜSSE ( ! )... und keiner schnallt`s ? ? ?

siehe östat : gebarung des staates 2008 :

seite 36. (in mio) 2005 2006 2.007 2008
ausgaben............2.869......3.049......3.241.....3.377einnahmen..........2.887......3.023......3.280.....3.392
ÜBERSCHÜSS.........18,0.......-26,0.......39,0.....15,0
- - -
seite 151 :
Schuldenstand.......24,0........39,0........34,0.....52,0
rücklagen..............655.....1.020.......1.245...1.167,0
seite 152 :
Wertpap.,Beteilig... 216.......295..........341......364
- - -
w o ... ist da ein finanzierungsproblem ?

http://www.statistik.at/web_de/dy... detail=521

seeallevil
19.11.2009 21:12

witzbold..was heißt da "erwirtschaftet". die "einnahmen" des hochschulsektors bestehen aus seinem anteil an den steuern und abgaben der allgemeinheit.

Pythagorean triple
03.11.2009 19:39

Irgendwie lustig wie die Minister auf sein Spendengesuch reagiert haben. Ich an deren Stelle hätte ihm den symbolischen Euro gegeben; Einfach um sein kleines Straßenspektakel zu würdigen. Gut, vielleicht wärs ein Cent geworden ...
Also die Sache geht in die Hose - wie nicht wenig erwartet haben.

Pauli Feuerstein
03.11.2009 12:40
gratulation an die besetzer,

die zugangsregelungen wären erreicht!

smea_gol
03.11.2009 12:04

die spö hat sich so eben aus der regierung gekickt....

Kris99
03.11.2009 15:05
glaubst du wirklich, dass das Thema Unis

den traditionellen SP-Wähler auch nur annähernd juckt?

Staberl
04.11.2009 06:54
Der traditionelle SPÖ - Wähler

ist im Begriffe, auszusterben, im Wortsinn. Und es kommt nichts mehr nach. So regelt sich die Sache selbst, in ein paar Jahren.

yofrog
03.11.2009 19:06

der traditionelle spö-wähler gehört mittlerweile zu den nichtwählern ;-)

Angelika70
03.11.2009 12:54

Das hoffe ich nicht, denn die Alternative wäre der Weg von 2000-2006 und dann schauts wirklich düsterst aus mit der Bildungspolitik.

RisusSardonicus
 
03.11.2009 10:45
Unsre Grinsekatze,

immer schön Öl ins Feuer...

135
 
03.11.2009 10:31
Es ist ein trauriges Beispiel für die Unfähigkeit

der EU zwar in etwa von wissenschaftsbasierter Gesellschaft zu sprechen, aber die Mitgliedsländer nicht zu verpflichten, die notwendigen Standards zu schaffen.
Der "Standortswettbewerb" meint lediglich steuerliche und lohndrückende Maßnahmen, sowie Gehorsamkeit den Lobbys gegenüber und sogenannte Freiheiten die überdies ökologisch und sozial kontraproduktiv wirken können.
Diese Einschätzung hat nichts mit EU-feindlichkeit zu tun, sondern ist Ausdruck der Erkenntnis der Unfähigkeit der Entscheidungsträger.

Loup Garou
03.11.2009 11:19
dem kann man nur beipflichten!

An der ursprünglichen Regelung, dass jeder in Österreich studieren darf, dem dies auch in seiner Heimat möglich wäre, war nichts falsches.
Falsch war jedoch die österreichische Reaktion, sich von der EU diesbezüglich eine Änderung aufzwingen zu lassen...

didi111
03.11.2009 10:14
Geld ist wahrlich genug da!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Das Land NÖ zockt derzeit mit 4,3 MILLIARDEN EURO STEUERGELD (!!) in LONDON an der Börse.

Es handelt sich dabei um Wohnbaugelder.

WAS wäre, wenn der Fatty Pepi seinem Onkel, der Landesglatzen in den Hintern treten würde, und ihn "ermuntern" würde, das Geld von LONDON abzuziehen und in die Bildung zu investieren.

Weil Zocken an der Börse und Himmeltragen wahrlich semantische Ausschliessungsgründe sind, zumindest nach der katholischen Heilslehre.

BIldung, Jugend, Forschung ist ja dem Vernehmen auch den schwarzen Pharisäern wichtig. Zumindest sages sie das ziemlich laut. Net nur die Bauern..

Laßt den Worten Taten folgen!!!!!!!!!!!!!!!!!111

Camilla Vanilla
03.11.2009 16:21
und sogar julius meinl hat in seinem interview

ein gewisses ökonomisches staunen hinsichtlich der bankenzuschüsse in ö geäußert. denen hätte man nämlich ohne sicherheiten der beteiligung einfach so ein paar euro gegeben - im gegensatz zu gb und anderen ländern.

dieses kein-geld gejammere ist einfach erbärmlich!

didi111
03.11.2009 14:57
An meine Kritiker..


Ich verstehe Ihren Zugang nicht..

Für mich ist es schon eigenartig, daß EINERSEITS Hürden aufgebaut werden (müssen) wegen u.a Geldmangel, und ANDERERSEITS ist es wurscht, wenn die nö. ÖVP mit MILLIARDEN VON EURO herumgambelt.

Ich kann mir die Kritk nur vorstellen, würde man ideologische Motive dem GANZEN unterstellen.

cannery row
03.11.2009 11:20
..

das hauptproblem ist, dass sich der forderungskatalog der gegen tatsächlich vorhandene misstände protestierenden studenten auf dem gleichen milchmädchenniveau wie ihr post befindet.

grisse78
03.11.2009 10:25

es ist also Geld genug da, na dann, Hacklerregelung ab 50, Gehaltserhöhung für die Beamten 10% und dann Freibier für alle !!!! Solche Ansagen sind der Grund, warum die teilweise berechtigten Anliegen der Studenten einfach weggewischt werden können...
außer kontraproduktiv nur mehr dämlich !!!!

stookie
03.11.2009 10:12

Und ein weiterer Tag, an dem auf orf.at der Abschied eines Panda-Bären wichtiger erscheint als die bildungspolitische Zukunft des Landes. *augenroll*

Loup Garou
03.11.2009 11:24
dass die Besetzung des Audimax Priorität eins haben muss,

glauben auch nur die Besetzer selbst.
Jedem, der so gerne Aufmerksamkeit erregen möchte sei gesagt:
Aufmerksamkeit ist nicht gleich Akzeptanz.

stookie
03.11.2009 11:42

"Mehr Aufmerksamkeit für Besetzung des Audimax" ist ungleich "Mehr Aufmerksamkeit für bildungspolitische Zukunft bzw. Zukunft der Bildung in Österreich". Denn diese Debatte wurde durch die Besetzung gestartet.

Aber wenn Sie sagen möchten, dass der Abschied eines Panda-Bären mehr Leute interessiert als die Zukunft der Bildung in Österreich, dann bitte sehr, da wäre ich mir nicht einmal so sicher, dass Sie damit falsch liegen. Bezeichnend.

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