Angriffe von saudischem Territorium auf Schiiten-Rebellen - Rebellen warnen Riad
Sanaa - In den Krieg zwischen Schiiten-Rebellen und
Regierungstruppen im Jemen droht nun auch Saudi-Arabien hineingezogen
zu werden. Die Anhänger von Rebellenführer Abdulmalik al-Houthi
erklärten am Montag, das Nachbarland habe der jemenitischen Armee
gestattet, von saudi-arabischem Staatsgebiet aus anzugreifen: "Wir
raten dem saudischen Regime, neutral zu bleiben und der jemenitischen
Armee nicht zu erlauben, sein Territorium für Angriffe auf uns zu
nutzen, andernfalls sehen wir uns gezwungen, zurückzuschießen."
Die Regierung in Sanaa hatte am 11. August eine neue
Militäroffensive im Nordwesten des Landes begonnen, mit dem Ziel, die
Rebellen zu entwaffnen. Durch die Kämpfe starben Hunderte von
Rebellen, Soldaten und Zivilisten. Zehntausende Menschen flohen vor
den Kämpfen.
Die Führung unter Präsident Ali Abdullah Salih behauptet, die
Rebellen erhielten Waffenlieferungen aus dem Iran, und wollten im
Jemen einen schiitischen Gottesstaat errichten. Die Rebellen
bezichtigen ihrerseits die Regierung der Korruption und behaupten,
das von sunnitischen Herrschern regierte Saudi-Arabien unterstütze
die jemenitischen Regierungstruppen mit Waffen und Geld. (APA)