ZDNet vergleicht die beiden Betriebssysteme in unterschiedlichen Bereichen
Beinahe zeitgleich sind sowohl in der Windows- als auch in der Linux-Welt zwei große neue Releases freigegeben worden - Windows 7 und Ubuntu 9.10. Da drängt sich ein direkter Vergleich beinahe schon auf, eine Aufgabe, der sich nun ZDNet Blogger Adrian Kingsley-Hughes gewidmet hat.
Punktevergabe
Dabei geht er die Stärken und Schwächen der jeweiligen Systeme anhand einzelner Punkte ab. So weist er etwa Windows 7 eine praktisch makellose Installation aus. Ubuntu hingegen hat den Vorteil, dass das System mit der Live-CD vorab erkundet werden kann, umgekehrt muss diese allerdings vor dem Einsatz erst aus dem ISO-File gebrannt werden.
Speed
In Performance-Fragen sieht Kingsley-Hughes bei beiden Systemen keinerlei Schwierigkeiten, auch bei der Usability will er keinen klaren Sieger benennen. Selbst er als langjähriger Windows-Nutzer habe mit Ubuntu nach einer gewissen Gewöhnungszeit keine relevanten Probleme gehabt.
Software
Vorteile sieht der Blogger hingegen für Windows 7 bei der Unterstützung von Medien-Formaten, vor allem jene für DRM-geschützte Dateien. Dafür ist der von Haus aus mitgeliefert Windows Media Player kein besonders beeindruckendes Stück Software. Bei der Softwareauswahl gibt es - für manche wohl unerwartet - deutliches Lob für Ubuntu, die Basisaustattung sei hervorragend, die Nachinstallation weiterer Programme kinderleicht. So lange man nicht erwarte Windows-Programme einzusetzen, gebe es hier nichts auszusetzen.
Hardware
Ebenfalls recht ausgeglichen das Bild in Fragen der Hardwareunterstützung: Während Windows 7 den besseren Support für ganz aktuelle Hardware habe, glänzt Ubuntu mit der Unterstützung für ältere Komponenten. Auch könne man mit der schlankeren Xubuntu-Variante ein aktuelles System auf Rechnern installieren, auf denen Windows 7 sicher nicht mehr laufen würde. Was allerdings fehlt ist eine Art "Works with Linux"-Logo, das KonsumentInnen den Hardwareerwerb erleichtere.
Auswahl
Der größte Vorteil für Windows sei entsprechend sein Bekanntheitsgrad, resümiert Kingsley-Hughes. Eine Situation, die erhebliche Vorteile für jene birgt, die sich den quasi-religiösen OS-Kriegen entziehen und agnostisch bleiben: Es lässt sich einfach jenes Betriebssystem wählen, das für die jeweilige Aufgabe gerade am besten geeignet ist. (red)